Begründung

Ganz privates Dilemma

To get a Google translation use this link.

 

 

Die Leidensfähigkeit verbindet sich mit dem Beharrungsvermögen und der Trägheit, mit der Angst vor Neuem und Ungekanntem. Deshalb bleibe ich, wo ich und was ich bin – auch wenn das manchmal sehr wehtut.

Oktober 2003

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 30. Juli 2014 waren die erledigte Arbeit und das Vertrauen, das in meine bescheidenen Fähigkeiten gesetzt wird.
 
Tageskarte 2014-07-31: Die Zehn der Stäbe.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014 | Verschlagwortet mit , , , , , | 3 Kommentare

Verständnisproblem

Ich fühl’ mich angegriffen und bin so kampfesmüde

To get a Google translation use this link.

 

Wieder eine Frage, eine von denen, die nicht notwendig sind, die unsinnig sind. Trotzdem ist es wieder etwas, das mich heftig beschäftigt.

Vielleicht ist es der Borderliner in mir, der da getroffen, betroffen ist. Geschlechtsspezifische Pauschalisierungen bringen mich dazu, Rationalität bei den Pauschalisierenden einzufordern/anzuregen. Meist funktioniert das aber nicht und ich bleibe ohnmächtig, mich ganz persönlich angegriffen fühlend auf der Strecke. Ich fühle mich dann hilflos, extrem unwohl und habe Angst davor zu eskalieren.

Schwierig, sehr schwierig für mich, diese Situationen. Wahrscheinlich sollte ich in solchen Momenten zurückhaltender sein, vorsichtiger fotmulieren. So, wie ich es jetzt tue, erkennt niemand, daß ich wirklich Verständnis für die Emotionen habe und für die Aufregung und für die Ablehnung und für die Wut und den Zorn. Wenig Verständnis habe ich dagegen für die Irrationalität, die zu jenen erwähnten geschlechtsspezifischen Pauschalisierungen führt. Wie aber kann, soll ich diesen Unterschied verdeutlichen, verständlich machen?

Es ist … “Weiber!” Und: “Männer!” – Den dazugehörigen abfälligen Ton kennt jede und jeder. Und wer, bitteschön, wer fühlt sich in dem Moment, da er/sie das hört, nicht eingeschlossen in die jeweilige Gruppe? Wenn es aber gesunde Menschen schon betrifft, um wievieles schlimmer betrifft es dann mich als Borderliner … Ich, der ich nur Schwarz und Weiß kenne und mir eine Vorstellung von Grau mühsam erarbeiten mußte. Rückfall in die Muster totaler Ablehnung bzw. totaler Überhöhung/Anbetung. Und der Kampf gegen das “bequeme” Verharren (ich kenne das, ich mag mich nicht anstrengen; das aber müßte ich tun, wenn ich wie ein Gesunder reagieren wollte) in diesem Grenzbereich, in diesem ständig zu den Extremen ausschlagenden, eingebildeten Gleichgewichtszustand.

Borderline. Mein Borderline, das mich jeden einzelnen verdammten Tag dazu zwingt, mich zu quälen und abzumühen, gegen das ich jeden, wirklich jeden Tag aktiv angehen muß, um nicht wieder darin gefangen zu sein und – in seiner Folge – nicht wieder in die tiefsten Tiefen der Depression hinabzustürzen.

 

Vielleicht will ich deshalb einfach losgehen, um das einmal hinter mir zu lassen, einmal nicht kämpfen zu müssen.

Vielleicht.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 29. Juli 2014 war die erfolgreiche Hausarbeit.
 
Tageskarte 2014-07-30: Die Sieben der Schwerter. (Es gibt einen unaufrichtigen Menschen in meinem Umfeld.)

© 2014 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Gedachtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Wissen, ahnen, glauben – erfahren und erleben

Was gibt dem Leben Sinn?

To get a Google translation use this link.

 

Nun, die zweite Überschrift zumindest ist … ist ein … ist das Zitat des aktuellen Titels von GEO WISSEN. Ja, er lockte mich, dieser Titel – diese Frage stelle ich mir ja selbst oft genug. Trotzdem ist beinahe alles folgende hyothetisch, nicht wirklich in dem Topf, wo es gekocht wird.

Das Heft liegt neben mir. Noch ungelesen – doch überflogen. Ein Artikel nennt sich “Schreiben Sie, dann löst sich alles.” Und Pilgern ist eines der Themen – eines, das mich überhaupt nicht betrifft, habe ich doch erst vor kurzer Zeit bemerkt, was mir gerade in jenem Moment wirklich gutgetan hätte: Mut, einfach loszugehen. Weit zu gehen, sehr weit, wochen-, vielleicht sogar monatelang. Der Wunsch ist da, die Phantasie ist stark, aber die Angst vor dem Ungewissen und der Unsicherheit ist größer und die Furcht vor dem Unverständnis der nächsten Menschen … Losgehen wäre egoistisch. Ich befürchte, es würde verstanden werden als mangelndes Interesse am gemeinsamen Leben, als Ablehnung der Beziehung, nein: der Person (wenn es wirklich Liebe wäre, würde ich sie nicht “verlassen” wollen für so lange Zeit).

Dabei wollte und will ich niemanden verlassen, nicht fliehen, nicht weglaufen.

Nur losgehen.

Suchen.

Etwas finden.

Jemanden finden.

Den/Das, der/was meinem Leben einen Sinn gibt.

Mich. Die Vereinigung beider Leben.

Auf Seite 81 (“Schreiben Sie …”) des Heftes steht hervorgehoben: «Jeder Mensch erfindet sich eine Geschichte, die er für sein Leben hält.» Und ich kann nur zustimmend nicken.

 

Alles nur Gedanken, keine Absichten, kein Plan, keine Sehnsucht.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 28. Juli 2014 waren das Erwachen, die entdeckten Themen, ein Spätabendfilm (“Knowing”).
 
Tageskarte 2014-07-29: Die Zwei der Schwerter.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Gedachtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 17 Kommentare

Jenseits der Straße

Seltsames Geschehen an sonderbarer Grenze

To get a Google translation use this link.

 

Früher Sonntagabend. Die Welt draußen hat sich verändert: Es ist ziemlich dunkel, es hat sich abgekühlt, ein angenehm erfrischendes Lüftchen weht. Das liegt wahrscheinlich am Wetter, das diesen Himmel fabriziert – oder fabriziert der Himmel das Wetter?

 

Gewitterhimmel

Gewitterhimmel überm Saalekreis (Angersdorf/Teutschenthal)

 

Ein Gewitter. Endlich. Allerdings regnet es hier nur sehr wenig. Besonders das Betonsteinpflaster scheint sehr saugfähig heute; oder ist es noch so warm, daß das wenige Wasser gleich wieder verdunstete? Dieser wenige Regen, die paar armseligen Tropfen. Dabei ist auf dem Bild ganz deutlich zu sehen, daß es da hinten richtig gießt.

 

Der Regen ist deutlich zu sehen …

Der Regen ist deutlich zu sehen …

 

Leider habe ich mit den siebzig Bildern nicht einen einzigen Blitz erwischt. Nach der Zählmethode ist das Gewitter etwa vier Kilometer entfernt – und wie ich die Situation um Halle (Saale) herum kenne, wird es auch nicht näherkommen. Da sind ein paar Wettergrenzen: Die Saale. Der Höhenzug bei Langenbogen. Und neuerdings glaube ich, daß auch zwischen Halle (Saale) und Halle-Neustadt eine Wettergrenze existiert (ja, da ist die Saale) und eine Wettergrenze mitten durch Halle-Neustadt geht: die Magistrale.

Auch hier vorm Haus scheint es eine Wettergrenze zu geben, die B80: Es regnet und gewittert üblicherweise nur jenseits der Straße … Doch glücklicherweise reichen ein paar Auswirkungen auch über solche imaginären, ausgedachten, eingebildeten Grenzen hinweg.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 27. Juli 2014 war die Entspannung auf allen Gebieten.
 
Tageskarte 2014-07-28: Das As der Säbe.

P.P.S.: Der Regen kam um 21.15 Uhr doch noch hier an, die Straße wurde naß. Und das wichtigste: Die Schwüle ist vorbei.

© 2014 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , | 4 Kommentare

Feierabend

Platt wie ‘ne Flunder

To get a Google translation use this link.

 

Akku leer.

Der Umzug 4. Stock Altbau in 5. Stock Platte – beides ohne Lift – mit viel zu wenig Leuten ist für heute definitiv vorbei. Notstromaggregat läuft in den letzten Zügen. Vielleicht hilft die Wärme im Schaumbad, oder die Bratwurst, oder der Schilcher (nein, leider kein echter Schilcher, “nur” ein einfacher Rosé).

Wie sagte Schildkröte immer zu Dittsche? “Ich hab Feierabend!”

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 26. Juli 2014 waren der wirklich nette Fahrer und die Wanne am Abend.
 
Tageskarte 2014-07-27: Der Bube der Stäbe (Gutes Angebot oder gute Chance an meinem Glückstag.).

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare

Wochenend-28er

Ich habe zu helfen versprochen

To get a Google translation use this link.

 

 

Eine Woche geht zuende.
Doch diesmal wird das Wochenende
voller Mühen und wenig erholsam sein.

Ein 28er nach Helmut Maier.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 25. Juli 2014 waren der Morgen und der nicht live gelesene Buchfink.
 
Tageskarte 2014-07-26: Der Bube der Kelche. (Es warten Lob und Anerkennung auf mich. Ich habe hart gearbeitet und nun werde ich den Erfolg davon sehen. )

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Bruchbude

Und wieder war ich baff

To get a Google translation use this link.

 

Gestern hatte ich ein wirklich schlechtes Gewissen.

Zwei Erwachsene und zwei Kinder waren Essen in einer Gaststätte. Mit Getränken. Zwei sehr leckere Speisen hießen Geflügelleberpfanne mit Äpfeln und Zwiebel und Kartoffelpüree sowie Grillhaxe mit Sauerkraut und Salzkartoffeln. Dazu gab es für mich auch leckeres Schwarzbier.

Die Kinder waren wirklich sehr, sehr lieb. Hielten sie doch über eine Stunde ohne großes Theater am Tisch aus, tranken ihre Apfelschorle und aßen dann “hausgemachte” Fischstäbchen (panierte Filetstreifen, wirklich selbstgemacht) mit Püree. Der Große aß zügig, ohne Kleckern und Trödeln, viel besser und disziplinierter als zuhause. Auch der Kleine schaufelte fröhlich vor sich hin.

Und am Ende, als die leergegessenen Teller abgeräumt waren, gab es auch noch den berühmten “Verteiler”.

Während die Mutter mit den Kindern bereits nach draußen ging, stand ich an der Theke und beglich die Rechnung mit gutem Trinkgeld. Im Hinausgehen wunderte ich mich allerdings schon über die unerwarte niedrige Summe: Ich hatte etwa ein Drittel mehr überschlagen und liege mit meinen Überschlägen oft erstaunlich dicht am tatsächlichen Ergebnis. Doch erst, als es mir gesagt wurde, bemerkte auch ich, daß das Essen der Kinder nicht berechnet wurde! Und: Die kinder hatten nicht den in der Karte zum Preis von 0 € verzeichneten “Piratenteller” (leerer Teller mit Besteeck; das Essen wird bei den Erwachsenen erbeutet).

Wenn ich etwas nicht mag, dann sind das ein schlechtes Gewissen und Schweigen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, ein gewaltiges schlechtes Gewissen. Also: Wieder rein. Die Bedienung sah mir mein schlechtes Gewissen an, lächelte und sagte dann: “Ich weiß, was sie wollen. Sie vermissen die Kinderessen – aber zu jedem Hauptgericht ist bei uns ein Kinderessen gratis. Ist eines unserer Angebote …”

Wieder war ich baff, dankte und ging. Und falls mal jemand nach Halle (Saale) kommt und leckere, echt leckere Hausmannskost mag, dann könnte ich einen Besuch in der Bruchbude in der Zscherbener Landstraße 2a durchaus empfehlen.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 24. Juli 2014 waren der schnell erledigte Weiterbewilligungsantrag und das leckere Abendessen.
 
Tageskarte 2014-07-25: Der König der Kelche.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 10 Kommentare

Der Klassiker

Nicht nur “Gesunder Menschenverstand” ist gut, aber unperfekt

To get a Google translation use this link.

 

Nicht ganz korrekt erinerte ich mich all die Jahre an ein Zitat von Friedrich Engels, aus seinem “Anti-Düring”, das etwas über den gesunden Menschenverstand sagt:

 

 

Allein der gesunde Menschenverstand, ein so respektabler Geselle er auch in dem hausbackenen Gebiet seiner vier Wände ist, erlebt ganz wunderbare Abenteuer, sobald er sich in die weite Welt der Forschung wagt …

Hier zitiert von MLWerke – Stimmen der proletarischen Revolution.
MEW 1962, Bd. 20, S. 21

 

 

So weit, so gut. Bis hierher ein sinnfälliger Satz, einer, den wohl viele Leser und Leserinnen nickend lesen und von dem viele denken werden: Jaja. Aber er geht ja weiter und es geht in diesem “Anti-Düring” (F. Engels: Herrn Eugen Düring’s Umwälzung der Wissenschaft.) um eine Wissenschaft, die heute üblicherweise nicht mehr als eine solche angesehen wird (eher in die esoterische Ecke gedrängt wird), nämlich um die Metaphysik (die allerdings und glücklicherweise noch immer eine der Grunddisziplinen der Philosophie ist).

Metaphysik … Hinter/Jenseits der Natur. Fragen, die nicht gestellt werden könnten, die nicht gestellt werden sollten und doch beinahe jeden Menschen beschäftigen. Gibt es “Gott”? Wann beginnt und endet das Leben eines Menschen/Tieres? Was ist der Sinn des Lebens? Hat Leiden einen Sinn? Gibt es die Seele und wenn nein, wo? Metaphysik, über die es wundervolle Bücher von Immanuel Kant gibt. Metaphysik, die in der Form einer “metaphysischen Ebene” häufig mißverstanden und mißverständlich verwendet wird.

Das Zitat von Engels geht übrigens nach einem Semikolon so weiter:

«… und die metaphysische Anschauungsweise, auf so weiten, je nach der Natur des Gegenstandes ausgedehnten Gebieten sie auch berechtigt und sogar notwendig ist, stößt doch jedesmal früher oder später auf eine Schranke, jenseits welcher sie einseitig, borniert, abstrakt wird und sich in unlösliche Widersprüche verirrt, weil sie über den einzelnen Dingen deren Zusammenhang, über ihrem Sein ihr Werden und Vergehn, über ihrer Ruhe ihre Bewegung vergißt, weil sie vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht. Für alltägliche Fälle wissen wir z.B. und können mit Bestimmtheit sagen, ob ein Tier existiert oder nicht; bei genauerer Untersuchung finden wir aber, daß dies manchmal eine höchst verwickelte Sache ist, wie das die Juristen sehr gut wissen, die sich umsonst abgeplagt haben, eine rationelle Grenze zu entdecken, von der an die Tötung des Kindes im Mutterleibe Mord ist; und ebenso unmöglich ist es, den Moment des Todes festzustellen, indem die Physiologie nachweist, daß der Tod nicht ein einmaliges, augenblickliches Ereignis, sondern ein sehr langwieriger Vorgang ist.»

Weil sie über den einzelnen Dingen deren Zusammenhang, deren Veränderung, deren Bewegung vergißt; weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht: Diese Eigenschaften der Metaphysik sind doch Charakteristika des fehlerbehafteten Menschseins, des Unperfekten – daß nicht alles gesehen wird, etwas übersehen oder vergessen wird.Und so wundere ich mich, daß ein so unperfektes Wesen wie die Menschheit so perfekte Dinge wie Mathematik, Musik, Malerei, Chemie, Physik und Kosmologie fertigbringt …

Und so wundere ich mich, daß ein so unperfektes Wesen wie die Menschheit als Ganzes oder der Mensch als Einzelner so perfekte Dinge wie Mathematik, Musik, Malerei, Chemie, Physik und Kosmologie fertigbringt …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 23. Juli 2014 war die geschaffte Arbeit, der Abend.
 
Tageskarte 2014-07-24: Die Zwei der Schwerter.

© 2014 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , | 14 Kommentare

Jammerblogpost

Zu mehr bin ich grad nicht in der Lage

To get a Google translation use this link.

 

Irgendwie … Irgendwie fühlt sich mein Hirn bei der immernoch herrschenden Hitze an wie eine Schüssel weichgekochte Birnen auf der Hutablage bei Neunzig in einer Linkskurve. Aber vielleicht sind meine Schweißausbrüche doch nur klimakteriell bedingt?

Natürlich klingt das jetzt bescheuert, wenn ich die Gegenden mit Regen und Temperaturen unter 295 K um ihr Wetter beneide, weil der Regen oft viel heftiger als normal ist. Doch ich habe mir gestern an den Armen und auf der Nase einen Sonnenbrand geholt. Und ich gäbe wirklich viel um das Verschwinden der Schwüle.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 22. Juli 2014 war die Zeit nach Mitternacht.
 
Tageskarte 2014-07-23: Die Sechs der Stäbe.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Schritt

Wege und Reisende

To get a Google translation use this link.

 

 

Wer sagte, daß jeder Weg mit dem ersten Schritt beginne, konnte damit nicht den Vorgang des Einen-Fuß-vor-den-anderen-Setzens meinen: Jeder Weg erfordert Vorbereitungen, der eine mehr, der andere weniger. Reisende wissen das.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 21. Juli 2014 war der Abend.
 
Tageskarte 2014-07-22: V – Der Hierophant.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Hängende Flügel

Totenstille in der Stadt

To get a Google translation use this link.

 

Sonntagnachmittag. In der Nacht vorher war ich gefühlt dreimal pro Stunde wach, hatte mir die Wärmflasche mit kaltem Wasser gefüllt, Arme, Beine, Nacken und Solarplexusgegend immer wieder mit kaltem Wasser abgetupft. Nichts half – an einen erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Am Nachmittag dann mußte ich in die Stadt fahren, zum Sender. Eine Art Hochnebel verdeckte die Sonne, es war drückend schwül; und zwischen Schatten und Nichtschatten war kein Unterschied zu fühlen.

Im Bus stehend (zum Setzen war es einfach zu schweißtreibend) erinnerte ich mich an die gute alte DDR-Zeit, in der die Fahrer bei solchen Witterungsbedingungen einfach mit offenen Türen fuhren. Heutzutage gibt es Kraftomnibusmodelle, die mit geöffneter Tür keinen Meter bewegt werden können, sagten mir schon mehrere Fahrer. Und in Karl-Marx-Stadt fuhren auf der Straßenbahnlinie nach Rottluff die ganz alten Trams, die noch aus der Vorkriegszeit stammten und offene Perrons hatten, oder die Gothaer Modelle, deren Türen von Hand geöffnet werden mußten. Frischluft allerorten, bewegte (!) Frischluft.

Die Haltestellen in Halle (Saale) wurden nach modernsten architektonischen Gesichtspunkten errichtet. Die Anzeigetafeln mit den Fahrzeiten stehen so, daß sie vom Bahnsteig aus meist nicht gesehen werden können (zumindest in Neustadt ist das mehrheitlich so). Und die sogenannten Wartehäuschen bestehen meist aus Glaswänden und einem Glasdach. Auf daß auch nirgends etwas Schatten geworfen werden kann (wahrscheinlich soll noch das letzte von den Roten Schweinen endlich Braun werden?) – im Ausgleich dafür schützen diese Gebilde natürlich nicht vor Regen.

Die Straßenbahn kam. Unerträgliche Luft quoll mir aus der Tür entgegen. Trotzdem mußte ich hinein, diesmal setzte ich mich auf die – wie ich fälschlicherweise annahm – schattige Seite der Bahn. Nach 30 Sekunden war so ziemlich alles, was ich am Leib trug – und das war weiß Knöppchen wenig genug – komplett durchgeschwitzt. Nach gefühlten 27 Litern Schweiß konnte ich aussteigen. Unter dem Rhodedendron am Universtätsgebäude saßen zwei Amseln mit ausgebreitet hängenden Flügeln und weit aufgesperrten Schnäbeln. Kein Mensch war auf der Straße, kein Fahrzeug fuhr, kein Vogel sang. Die Freisitze vor den Kneipen absolut leer, die Kneipentüren zu, um die klimatisierte Luft drinzubehalten.

Zustände wie beim cowboyfilmeigenen Showdown in irgendeinem Kaff irgendwo in der mexikanischen Wüste, nur die Kakteen und die Geier und die Sombreros fehlen.

Am Kiosk habe ich mir zwei kalte Bier gekauft, die ich in den Hosentaschen die wenigen Meter bis ins Radio trug. Dort war ich heilfroh, mich nach einer Weile mit einem heruntergekühlten Kaffee in eines der auf 23 °C temperierten Studios setzen. 17.00 Uhr. Der Hitze endlich entflohen, im klimatisierten Studio ein Weilchen dahingedöst …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 20. Juli 2014 war das klimatisierte Studio.
 
Tageskarte 2014-07-21: Die Zwei der Schwerter.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 9 Kommentare

Da war ich baff

Täglich genutztes Gefährt

To get a Google translation use this link.

 

Manchmal geschehen ja sehr sonderbare, unwirklich erscheinende Dinge. Wie gestern diese Begegnung. Da geh ich zur Bushaltestelle, begrüße die dort bereits anwesenden Menschen. Zwei der Frauen kannte ich, die dritte, deutlich ältere beantwortete gerade die Frage nach ihrem Alter: “Ich bin doch erst 86! – Und heute wollt’ ich ein wenig Rainfarn holen, aber da ist alles gemäht …” Das Gespräch ging noch etwa 4 Minuten weiter, dann kam die 36.

Als wir dann im Bus waren, habe ich heimlich ein Bild (einschlechtes, verwackeltes Handyfoto) gemacht:

 

city-roller

Kein Kinderspielzeug
Leider gäbe es die Roller mit den größeren Rädern nicht mehr, sagte die Fahrerin. Und: Ein Fahrrad benötigt in den Linien des MDV eine Extra-Fahrkarte, wie es bei diesem Gefährt ist, weiß wahrscheinlich nichteinmal ein Kontroletti …

 

Ja, dieser City-Roller gehört der Dame im durchaus gesegneten Alter, damit ist sie jeden Tag – wie sie sagte – unterwegs in der Stadt. Die Blicke der anderen Menschen? Die stören sie nicht, denn mit diesem Gefährt bleibt sie ja mobil und kann ihre Ziele erreichen.

Da war ich baff. Vor dieser Haltung zieh ich meinen Hut.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 19. Juli 2014 waren das Ausschlafen, die Begegnung mit einer 86jährigen, die recht ruhige Schicht Sendedienst.
 
Tageskarte 2014-07-20: Die Sechs der Kelche.

© 2014 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Erlebtes, Gesehenes | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 16 Kommentare

Angstschatten

Eine dieser “Fragen”

To get a Google translation use this link.

 

 

Grad frage ich mich, ob meine Ängste und düsteren Vorahnungen nicht doch nur die Schatten sind, die große Ereignisse dem geflügelten Wort nach vorauswerfen …

 

 

Wo kommt denn diese Frage jetzt wieder her? Wo kommen all diese Fragen her? Habe ich einen Fragensilo im Kopf, ein Fragenstellungsfließband, auf dem nach dem Zufallsprinzip die Zutaten (Worte) aus Gelesenem (“Die verlorene Ehre der Katharina Blum”, am Donnerstag gefunden und schon seit Jahren immer einmal zu lesen vorgehabt) zu möglichst verquasten Fragen zusammengesintert werden? – Die hier ist dabei noch eine der harmloseren Gattung.
 

    Aber es ist eine Frage, die ich hin- und herwälze, in ihre Bestandteile zerlege:
  • Meine Ängste.”
  • “Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.”
  • “Auch Zwerge werfen riesige Schatten, wenn die Sonne tief steht.”
  • “Ein großer Wurf.”
  • “Düstere Ahnung.”
  • “Vorahnung.”
  • Präkognition.

 
Und doch möcht’ ich’s gern wissen, woher diese Frage ausgerechnet jetzt kommt.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 18. Juli 2014 war der überstandene Streß.
 
Tageskarte 2014-07-19: Die Füf der Münzen.

P.P.S.: Lichtspruch von TRAV: In tiefer Trauer wird mitgeteilt, daß Major Cliff Allister McLane, Kommandant des Schnellen Raumkreuzers Orion, gestern sein Kommando für immer niedergelegt hat. Ehre seinem Andenken!

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Gedachtes, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , | 8 Kommentare

Wettbewerbsaufruf

Dabei kann jeder erfolgreich sein

To get a Google translation use this link.

 

 

Erfolg muß heutzutage oft materiell, sogar monetär – also in Geld – meßbar sein? Oder im Gewinn eines Leistungsvergleiches? Wieso eigentlich?

Oder: Wieso eigentlich nicht?

Wer möchte sich mit mir messen in der Disziplin “Kreativ träumend abhängen” oder “Das Leben einfach fließen lassen”? Wer dabei der Sieger ist und Erfolg hat? Wer sich dabei nicht unwohl fühlt.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 17. Juli 2014 waren der Nachmittag und der Abend.
 
Tageskarte 2014-07-18: XVI – Der Turm.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Konfliktlösung

Verschiedene gleiche Ergebnisse

To get a Google translation use this link.

 

 

Neben dem erfreulichen “win – win” (wenn es denn tatsächlich einmal gelingen sollte) gibt es eine zweite Lösung, die für beide Seiten eines Konfliktes gleich ist und oft vergessen wird: Beide verlieren. Ich habe nur noch nicht herausgefunden, wie ich mich verhalten könnte, um das zuverlässig zu verhindern und mich dabei nicht als einziger Verlierer zu fühlen …

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 16. Juli 2014 war die Vertretung des Moderators.
 
Tageskarte 2014-07-17: III – Die Herrscherin.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2014, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare