Teilentrümpelung

Neue Flime im Kopfkino

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Das war schon seltsam. Da hab ich vor etwa einer Woche lamentiert. Lauthals. Wegen fehlender Ideen.

Ich habe altes Material (bis auf den Text mit den Flußnamen, aber auch der war zwei Tage vor Veröffentlichung fertig) “ausgegraben” und es per Automatik zur vorbestimmten Zeit veröffentlichen lassen. Hab’ nur die Kommentare freigeschaltet und wenige Kommentare selbst geschrieben und noch weniger in anderen Blogs gelesen. Der tägliche Druck war weg (zumindest der der Bloggerei). Ich hatte Zeit, mich mit zwei, drei Problemen meines Draußenlebens zu beschäftigen. Konnte etwas endgültig klären (für mich). Sozusagen teilweise entrümpeln.

Wirkung? Ja.

Zwar habe ich es nicht geschafft, an alten Ideen zu herumzufeilen und sie endlich (!) weiter auszuarbeiten, vielleicht sogar zu einem guten Ende zu bringen – aber dafür begannen gestern die Ideen wieder zu fließen. Nun muß ich etwas an meinen Methoden ändern, mit denen ich diese Ideen festhalte. Zum Notieren war von der einen z. B. viel zuviel vorhanden – ein Diktiergerät wäre toll gewesen (das Schmahrtfohn war nicht in Reichweite). Andererseits stelle ich es mir durchaus unangenehm vor, in Bus oder Bahn in ein solches Gerät zu nuscheln – es soll ja keiner der Umstehenden oder -sitzenden etwas davon verstehen – und dafür schräg von der Seite angegafft zu werden.

Ein alter Mann von seltsamem Aussehen sitzt in seinen Bart murmelnd (in diesem Bart verstecke ich nämlich das Mikrofon der Freisprecheinrichtung, klammere selbige sogar im Bart fest) in der Straßenbahn und reagiert nicht auf Fragen nach der Befindlichkeit: Wie schnell wird da der Notarzt gerufen mit dem Jäckchen mit den kurzen Ärmeln? Die Blicke sind oft schon seltsam genug, wenn ich ich meine Kladde kritzele in einer Schrift, die die meisten Menschen nicht lesen können (Kurrent / Sütterlin). Aber wenn ich dann noch Selbstgespräche führte … Momentan reicht meine Vorstellungskraft für ganz viele verschiedene Abläufe davon aus, und keiner endet glücklich für mich.

Aber egal. Mein Ziel habe ich erreicht. Die Ideen sind wieder da. Und ich habe wieder Spaß am Schreiben. Wohin mich das führt, weiß ich nicht; ich werde mich treiben lassen. In meinem Kopfkino bin ich zum Überraschungsfilm eingeladen …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 21. April 2014 war die Ruhe, die ich im Umgang mit den Kindern behielt.
 
Tageskarte 2014-04-22: Acht der Kelche.

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Hightech-Ostersonntag

Diesmal ohne Auferstehung

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Gemütliches Osterfrühstück! Ha! Diese “gemütlichen” Frühstücke kannte er zur Genüge!

Nachdem er Eier und Kaffee gekocht und den Tisch gedeckt hatte, tauchte sie im Jogginganzug in der Küche auf. Die Brötchen, die er für sie fertiggebacken hatte, waren ihr nicht knusprig genug. Der Kaffee sei zu stark und die Eier zu weich, beschwerte sie sich. Er schwieg und aß, genoß den Kaffee und sah ihr zu. Wie sie auf ihrem Smartphone spielte, WhatsApp-Nachrichten schrieb, Zeitung las und nebenher ab und zu einen Bissen in den Mund schob. Für ihn hatte sie keinen Blick und kein Wort übrig. Ihr Smartphone fesselte ihre ganze Aufmerksamkeit.

Schließlich war er satt, fragte noch, ob es sie beim Lesen stören würde, wenn er ein wenig mit seinem Netbook arbeitete. “Ich dachte, wir frühstücken in Ruhe und gemütlich” war ihre Antwort, bei der sie nicht vom Smartphone aufschaute.

Da nahm er das große Küchenmesser, mit dem er ihr die Brötchen aufgeschnitten hatte, und stach zu.

 

Aus dem Obduktionsbericht: «Der Oberkörper der weiblichen Leiche weist mehr als 50 identifizierbare Stichverletzungen auf. Die Gesamtzahl der Einstiche war allerdings wesentlich größer. [ … ] Das Gewebe der oberen und unteren Extremitäten ist durch Stichverletzungen fast vollständig von den Knochen getrennt.»

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Vorgeblogt.

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Natur pur

Urwald-Ansicht

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Beim Gang um meine Ententeiche fand ich vor einigen Tagen dieses Motiv.

 

Urwald zuhause

Grüner wird es kaum.

 

Sieht wirklich fast wie im Urwald aus. Grüner wird es kaum noch werden.

 

Der Emil

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Mach mal

Aphoristisch

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Den Anderen einfach mal machen lassen: Auch ein Weg, dem Glück in einer Zweisamkeit ein Stück näher zu kommen.

 

 

Der Emil

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Am anderen Ende der Wahrheit VIII

Schritt acht. Alles Lüge(n).

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Meine Erinnerungen? Ein Spiegelkabinett vom Rummelplatz: Nichts wird so gezeigt, wie es tatsächlich war.

 

Als jemand eine nebensächliche Bemerkung machte, brachte diese in mir eine Saite zum Klingen. Einen der unangenehmen Töne nahm ich wahr, der von meiner Reaktion darauf (Resonanz!) verstärkt wurde und in seiner Klangdauer verlängert. Ich erinnere mich nicht an die Nebensächlichkeit, den wirklichen Auslöser. Aber ich erinnere mich an den schmerzenden Krawall in mir und verbinde das Unangenehme mit der bemerkenden Person.

Ich schaffte es, eine unlösbare Aufgabe auch noch viel früher als gefordert zu erledigen. Gut, ich mußte einen kleinen schmutzigen Kniff anwenden, aber die Lösung war wirklich perfekt. Daran erinnere ich mich nicht, doch das schlechte Gewissen plagt mich wegen des Tricks.

Aus irgendeinem Grund habe ich einen Termin “versimbelt” (versäumt, vergessen, verpaßt) und habe mir selbst dadurch echte Probleme eingehandelt. Aber was mache ich? Ich suche einen Grund, die Ursache für mein Versagen außerhalb meines eigenen Verhaltens. Und ich finde ganz sicher etwas passendes, auf das ich in Zukunft sauer sein kann.

 

Drei Beispiele. Drei willkürlich ausgewählte Beispiele aus meinem Leben. Dafür, wie “gut” meine Erinnerung doch funktioniert (ich schrieb schon einmal darüber, über Grenzen des Wissens, Grenzen der Wahrheit und darin über mein Gedächtnis). Und wo bleibt da die Wahrheit? Ist vielleicht die Erinnerung am anderen Ende der Wahrheit?

 

Wieder fiel mir der vermaledeite Halbsatz vor meine Füße. Den schleppe ich jetzt schon über zwei Jahre mit mir herum. Jetzt liegt er vor meinen Füßen. Darüber hinweggehen mag ich nicht Ich scheu mich, ihn aufzuheben; darauf herumzutrampeln ist aber such nicht in meinem Sinn. Weiß denn niemand, was am anderen Ende der Wahrheit zu finden ist oder zumindest, wo es zu finden ist?

(t.b.c. – wird fortgesetzt)

 

Der Emil

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Flußnamen

Aufgemerkt und mitgezählt

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Angeregt durch das Gedicht über zwei Flüsse dachte ich nach. Es heißt nicht umsonst: der Fluß. Und doch sind die meisten Flußnamen weiblich?!

Der Rhein, der Inn, der Regen, der Lech, der Main, der Neckar, der Rhin und der Kocher … Die Mulde, die Oder, die Neiße, die Spree, die Warnow, die Elbe, die Lippe, die Ruhr, die Saar, die Mosel … Unter allen über 100 km langen Flüssen Deutschlands sind nur die von mir genannten acht männlichen Geschlechtes (laut Wikipedia)!

Wo sind denn da die Gleichstellungsbeauftragten der unteren Wasserbehörden, die der Flußmeistereien und die des Bundeswasserstraßenamtes gewesen, als die Namensvergabe so absolut nicht gendergemainstreamt erfolgte?

Nun, neugierig war ich ja wirklich. Und nach kurzem Duckduckgoen stieß ich über einen Artikel bei Yahoo auf – nunja, nicht direkt eine einfache Erklärung, aber einen ausführlichen Artikel zu den Gewässernamen.

Onomastik – das ist die Wissenschaft von Namen und Bezeichnungen. Und Hydronyme (Gewässernamen) werden unter diesem Link besprochen, dort bei Onomastik.com fand ich, was zu lesen sich für neugierige Zeitgenossinnen und -genossen lohnen könnte. (Auch sonst gibt es auf dieser Seite interessante Sachen!)

Der Bach, der Kanal, der Graben – Gewässernamen mit diesem Bestandteil sind relativ jung (Zusammensetzungen kennt das Deutsche seit etwa tausend Jahren), stammen also nicht mehr von den Kelten, Römern oder Slawen ab und auch nicht mehr aus der gemeinsamen indoeuropäischen Ursprungssprache.

Aber warum nun dieser oder jener Fluß männlich oder weiblich benannt wurde, das wußten wohl nur die Namensgeber. Und mit ihnen ist ihr Wissen untergegangen.

 

Okay, genug davon. Ich setze mich wieder an der Saale hellem Strande auf eine Bank und lausche den Vögeln der Nacht.

Der Saale? Ja, geh nie tief! ;-)

 

Der Emil

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Ein Experiment

Worte weglassen reicht nicht immer

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Gedichte zu schreiben ist ja leicht. Ich nehme eine Geschichte, etwas, das ich erlebt habe, schreibe sie auf und lasse beim Aufschreiben alle überflüssigen Worte weg. So wie hier experimentiere ich ab und zu damit herum. Und so wie hier reicht das nicht immer.

 

 
Zwei Mädchen treffen sich
 

Es treffen sich draußen vor unserem Städtchen
zwei nicht mehr junge – na gut! – alte Mädchen.
Die eine weiß, schmal, nett anzuschaun,
die andere breiter, schwer und dunkelbraun.

Sie treffen sich täglich an diesem Ort.
Nur selten sind sie nicht ganz genau dort.
Sie murmeln und schwatzen flüssig und heiter
und ziehen von da aus gemeinsam weiter.

Einst ging ich hinaus, die zwei Mädchen zu sehen.
Ich ging zu den Weiden, die dort draußen stehen.
Ich setzte mich nieder bei ihnen im Tale:
Rechts die Weiße Elster und links dort die Saale.

Da sah ich die Wasser, da sah ich die Wellen.
Und Angler saßen an einigen Stellen.
Auch sie sehn sie an, die sich treffenden Mädchen,
dort in der Aue vor unserem Städtchen.

 

 

 

Es rumpelt aber noch und holpert, es springt hin und her wie die Wasser über die Steine. Das ist nicht fertig, nur eine Fingerübung.

 

Der Emil

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Wut-Tau

Tränen im Spiegel

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Die Wut erkaltet
ganz langsam über den Tag.
Am Abend weint sie.

Heiße Tränen geworden,
tropft sie im Spiegel wie Tau.

Ein Tanka.

 

 

Der Emil

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Waldarbeiter

Das da, das ist kein Baum

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Das war zuviel, da ging etwas kaputt, da zerbrach etwas in ihm. Ab diesem Moment konnte er sich nicht mehr im Spiegel ansehen. Im Kopf kreisten Gedanken umeinander, die er lieber nicht gehabt hätte. Aber hinterm Haus lag schon lange kein Holz mehr, das er noch sägen oder spalten konnte. Blieb ihm wohl nur der Weg in den Wald, um neue Bäume zu fällen, seiner Wut auf sich selbst und seiner Angst vor der Zukunft einen Raum zu geben.

Er ging aus dem Haus, übern Hof, in den Schuppen. Als er dessen Tür quietschend öffnete, wurden die Schweine im Stall lebhaft und grunzten, ihr Futter erwartend. Das gab es sonst immer, wenn er in den Schuppen ging, in dem neben dem Werkzeug auch die Kohlrüben und die Kleie für die Tiere lagerten. Aber jetzt nicht, heute nicht. Jetzt suchte er nur nach der Axt und dem Beil, die er beide in den Rucksack steckte. Platz genug war darin auch noch für die Flasche Selbstgebrannten, die er unter einigen Brettern hervorholte. Ehe er sie zum Werkzeug packte, nahm er einen Schluck, der ihn wie immer zum Husten brachte.

Dann war es getan. Er war bereit. Die Wut rauchte noch in ihm, wartete, lechzte geradezu nach dem Widerstand des Holzes unter dem Blatt der Axt. Die Schuppentür krachte hinter ihm zu, als er mit dem vor Jahren selbstgeschnittenen Stab in der Rechten losstapfte. Auf in den Wald. Dahin, wo die alten Fichten stehen, am Hang über dem Fluß. Die Sonne war zwar schon hell, aber noch nicht heiß, so daß er recht zügig voranschritt. Bei dem Tempo sollte er kaum eine Stunde unterwegs sein, ehe er mit lauten Schreien über seinen Feind herfallen konnte.

Am Fluß begann er dann doch zu schwitzen. Er riß sich Hemd und Hose vom Leib, tauchte in das kalte Wasser zwischen den runden Steinen. Auch dort kühlte seine Wut nicht ab. Zu tief saß, was ihn am Morgen verletzt hatte, zu heiß brannten die Worte ihm im Gedächtnis. Wie sollte er das je vergessen, je verwinden? Wie sollte er je wieder den Anblick des Großmauls ertragen können?

Nackt wie er war, stieg er dann den Hang hinauf, Hemd und Hose in der linken Hand haltend, sich mit der rechten und seinem Stecken sichernd. Nackt stürmte er voran. Das Unterholz schlug ihm gegen die Knie und die Hüften, er spürte es nicht. Endlich stand er oben, unter den alten Bäumen, zwischen den riesigen Fichten. Er fiel auf die Knie, ließ alles neben sich fallen und sah sich nach einem passenden Baum um. Dabei stellte er sich das Gesicht in den Stämmen vor und der Ärger in ihm wallte wieder mächtig auf. Da, das dort, dieser leicht schiefgewachsene – das da, das war plötzlich kein Baum mehr; da waren die Augen, die Nase und der Mund ganz deutlich in der Rinde zu erkennen. Er sprang die Axt ergreifend auf und stürmte mit einem lauten Schrei auf den Baum zu.

Der erste Schlag mit der Axt landete genau zwischen den vorgestellten Augen. Der zweite schlug alle Zähne aus dem Mund. Ab dem dritten Schlag klangen die Axthiebe gleichmäßig. Und wenn er nicht nackt gearbeitet und bei jedem Zuschlagen einen Namen zwischen den Zähnen hervorgepreßt hätte, wäre er für zufällig vorbeikommende Wanderer nur ein ganz normaler Waldarbeiter gewesen …

 

 

Der Emil

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Mut zur Lücke

Mir fehlt nur die Traute

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Irgendwie trau’ ich mich nicht, einfach einen Tag ausfallen zu lassen. Aber seit geraumer Zeit schon ist der tägliche Beitrag hier Streß, den ich am liebsten einfach weglassen würde – ich trau’ mich nur nicht. Irgendwie hängt in mir noch die Direktive “schreib Blog, dann bist Du micht depressiv” fest. Ja gut, depressiv bin ich nicht, aber gerade etwas schwer belastet.

Und deshalb …

Aber ich trau’ mich nicht.

Nein. Das geht nicht. Das ist doch meine Institution. Mein Halt. Mein tägliches Erfolgserlebnis. Das setze ich doch nicht einfach so leichtfertig aufs Spiel. Mir fehlt dazu einfach die Traute.

 

Pause.

 

Nichts veröffentlichen …

 

Einen Tag.

 

Eine Woche …

 

Einfach Ruhe …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 12. April 2014 war die erledigte Hausarbeit.
 
Tageskarte 2014-04-12: Neun der Stäbe. (Ich ziehe die Tageskarte täglich aus einem Deck, daher sind Wiederholungen leicht möglich.)

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Chrononautik

Zeitreisen erforderlich?

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Mit Datum vom 8. April d. J. wurde ich eingeladen zum Einführungsseminar BFD am 30. März 2014.

Wirklich!

 

Zeitreise 1

Die Einladung
Rückwirkend zum erschienen gewesen sein verpflichtet.

 

Ein Glück, daß der Rückmeldebogen dabeiwar:

 

Zeitreise 2

Aufklärung
Gut, daß es noch andere Zeitangaben gibt.

 

Sonst hätte ich beim Jobcenter einen Lehrgang als Chrononaut beantragen müssen – oder beim Finanzamt? Aber: Mir selbst geschehen solche Fehler auch oft genug; ich lud einmal zu einer Disco im Jahre 211 ein (trotz dreier Menschen, die Korrektur lasen) …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 11. April 2014 waren genügend Kaffee und nette Gespräche.
 
Tageskarte 2014-04-12: Ritter der Stäbe.

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Freiheit und Tod

Ein Diskussionsverlauf, fragmentarisch erinnert

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Warum der Freitag Frei-Tag heißt, weiß ich ja: An diesem Wochentag wurden früher die Mägde und Knechte aus ihrem Dienst entlassen, sie kamen frei. Meine Freitage aber sind nicht frei, auch werde ich freitags nicht entlassen. Und wenn ich ehrlich bin, so bin ich auch an meinen freien Tagen nicht frei, jedenfalls nicht frei genug zu tun, was ich tun will. Irgendwelche Zwänge sind da immer.

Diese Gedanken kamen mir in dieser Woche, als ich im Radio mit jemandem sprach über meine Wortmeldung zum Thema “Tod”. Wie jeden Monat steht auch die April-Programmzeitung von Radio Corax (gleich dort sind der Link zur Programmzeitung und zum Download der PDF-Version) unter einem Motto: “Der Tod ist ein Skandal”. Weit vorher wurden von der Redaktion schon Wortmeldungen eingefordert zu der Frage: “Was würdest du tun, wenn du nicht sterben müßtest?”

“Als erstes stelle ich die Frage, ob ich noch sterben darf!? In ein Kloster träte ich ein – buddhistisch, katholisch, lamaistisch, altkatholisch, griechisch- oder russisch-orthodox, evangelisch – völlig egal, weil ich alle Zeit der Welt hätte, Gott zu erfahren oder auch nicht. Vielem gäbe ich viel mehr Zeit, vor allem dem Schreiben und den Erinnerungen.”

Wann ich denn sterben wollen würde, falls es noch erlaubt wäre – falls ich die Freiheit hätte, über mein Sterben selbst zu entscheiden, unter welchen Umständen. Darüber kamen wir zur Freiheitsdiskussion … Und stellten beide fest, daß wir in der Diktatur, da wir noch unfrei waren, viel weniger Zwängen unterlagen als jetzt und auch den vorhandenen Zwängen weniger “streng” unterlagen als das jeweils heute der Fall ist. Heute, da ich angeblich freier bin als in der DDR.

Ja, es liegt auch an der sozialen Sicherheit, die heute fehlt, die es damals gab. Ein persönliches Gefühl der Sicherheit in bestimmten Bereichen macht(e) mich gefühlt freier als diese ständige Unsicherheit – und wir beide waren über diese Erkenntnis erstaunt.

Für mich gilt auch heute noch:

 

 

Ob Freiheit ohne jegliche Sicherheit wirklich erstrebenswert ist? Oder – aber pssssst! – bin ich jetzt gar tatsächlich weniger frei als früher?

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 10. April 2014 waren eine dann doch recht angenehme Schicht nach anfänglichen Problemen und ein netter Abend.
 
Tageskarte 2014-04-11: Bube der Stäbe.

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Heute erst nach dreizehn Uhr

Verspäteter Tagesbeitrag über ein Abwertungsproblem

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Meinen hundertsten Beitrag für dieses Jahr 2014 hatte ich mir gestern Abend auch anders vorgestellt. Doch aus irgendeinem Grund verweigerte mit die Technik ihren Dienst!

 

Dabei verlief der gestrige Tag doch wirklich gut. Und er wurde sogar noch gekrönt durch ein “Zum Mitnehmen – funktioniert!”-Schild auf einem (früher) sündhaft teuren 19-Zöller, einem kalibrierbaren Röhrenmonitor von LG. Ja, der funktioniert wirklich, denn den habe ich gestern noch an meinen kleinen Rechner angeklemmt.

Aber der USB-Stick fürs Internet, der ging und geht nicht. Ich habe auch keine Ahnung, woran es liegt, daß ich mich plötzlich nicht nur bei meinem Provider über das zugehörige Programm anmelden soll, sondern auch noch beim Netzbetreiber!?

Obwohl der ganze Tag wirklich gut war, reißt dieses eine Problem meine Bewertung für den Tag in bodenlose Tiefen. Das ist bei mir sogar häufig so – und bei euch? Macht der letzte Urlaubstag, der als einziger verregnet ist, den ganzen Urlaub zu einem Urlaub mit Scheißwetter? Macht die Verspätung des Nahverkehrszuges für die letzten zwölf Minuten der Bahnreise mit vier Umstiegen die ganze Bahn zu einem unpünktlichen Haufen ohne Service?

Es ist (zumindest bei mir) ein Phänomen, daß eine mißlingende Winzigkeit am Ende einer Sache (eines Tages) mir die Freude an all dem Gelungenen vorher vollständig verdirbt.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 9. April 2014 war der ganze Tag einschließlich des “neuen” Monitors.
 
Tageskarte 2014-04-10: König der Kelche.

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Doof

Echt …

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Mein Internet-Stick läßt mich nicht ins Internet … *kotz*

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Verstummung im Teilzeitkoma

Seltsame Ruhe im Kopf

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Wenn die Stimmen in meinem Kopf verstummt sind, frage ich mich, ob ich jenen Teil von mir nur sprachlos oder mundtot gemacht habe. Manchmal habe ich Angst, daß ich ihn vielleicht sterben ließ …

Später sitze ich mit dem Stift wieder vor dem Papier und stelle fest, daß es die Zustände Teil- und Teilzeitkoma wirklich zu geben scheint.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 8. April 2014 waren der neue Praktikant, die fertige Sendung “La Voix du Burkina Faso” (in der ich französisch sprechend zu hören bin), der wundervolle Abend.
 
Tageskarte 2014-04-09: Zehn der Münzen (Sicherheit, Stabilität; Geheimnisse; Fülle, Reichtum).

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