Jammerblogpost

Zu mehr bin ich grad nicht in der Lage

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Irgendwie … Irgendwie fühlt sich mein Hirn bei der immernoch herrschenden Hitze an wie eine Schüssel weichgekochte Birnen auf der Hutablage bei Neunzig in einer Linkskurve. Aber vielleicht sind meine Schweißausbrüche doch nur klimakteriell bedingt?

Natürlich klingt das jetzt bescheuert, wenn ich die Gegenden mit Regen und Temperaturen unter 295 K um ihr Wetter beneide, weil der Regen oft viel heftiger als normal ist. Doch ich habe mir gestern an den Armen und auf der Nase einen Sonnenbrand geholt. Und ich gäbe wirklich viel um das Verschwinden der Schwüle.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 22. Juli 2014 war die Zeit nach Mitternacht.
 
Tageskarte 2014-07-23: Die Sechs der Stäbe.

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CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Schritt

Wege und Reisende

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Wer sagte, daß jeder Weg mit dem ersten Schritt beginne, konnte damit nicht den Vorgang des Einen-Fuß-vor-den-anderen-Setzens meinen: Jeder Weg erfordert Vorbereitungen, der eine mehr, der andere weniger. Reisende wissen das.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 21. Juli 2014 war der Abend.
 
Tageskarte 2014-07-22: V – Der Hierophant.

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Hängende Flügel

Totenstille in der Stadt

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Sonntagnachmittag. In der Nacht vorher war ich gefühlt dreimal pro Stunde wach, hatte mir die Wärmflasche mit kaltem Wasser gefüllt, Arme, Beine, Nacken und Solarplexusgegend immer wieder mit kaltem Wasser abgetupft. Nichts half – an einen erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Am Nachmittag dann mußte ich in die Stadt fahren, zum Sender. Eine Art Hochnebel verdeckte die Sonne, es war drückend schwül; und zwischen Schatten und Nichtschatten war kein Unterschied zu fühlen.

Im Bus stehend (zum Setzen war es einfach zu schweißtreibend) erinnerte ich mich an die gute alte DDR-Zeit, in der die Fahrer bei solchen Witterungsbedingungen einfach mit offenen Türen fuhren. Heutzutage gibt es Kraftomnibusmodelle, die mit geöffneter Tür keinen Meter bewegt werden können, sagten mir schon mehrere Fahrer. Und in Karl-Marx-Stadt fuhren auf der Straßenbahnlinie nach Rottluff die ganz alten Trams, die noch aus der Vorkriegszeit stammten und offene Perrons hatten, oder die Gothaer Modelle, deren Türen von Hand geöffnet werden mußten. Frischluft allerorten, bewegte (!) Frischluft.

Die Haltestellen in Halle (Saale) wurden nach modernsten architektonischen Gesichtspunkten errichtet. Die Anzeigetafeln mit den Fahrzeiten stehen so, daß sie vom Bahnsteig aus meist nicht gesehen werden können (zumindest in Neustadt ist das mehrheitlich so). Und die sogenannten Wartehäuschen bestehen meist aus Glaswänden und einem Glasdach. Auf daß auch nirgends etwas Schatten geworfen werden kann (wahrscheinlich soll noch das letzte von den Roten Schweinen endlich Braun werden?) – im Ausgleich dafür schützen diese Gebilde natürlich nicht vor Regen.

Die Straßenbahn kam. Unerträgliche Luft quoll mir aus der Tür entgegen. Trotzdem mußte ich hinein, diesmal setzte ich mich auf die – wie ich fälschlicherweise annahm – schattige Seite der Bahn. Nach 30 Sekunden war so ziemlich alles, was ich am Leib trug – und das war weiß Knöppchen wenig genug – komplett durchgeschwitzt. Nach gefühlten 27 Litern Schweiß konnte ich aussteigen. Unter dem Rhodedendron am Universtätsgebäude saßen zwei Amseln mit ausgebreitet hängenden Flügeln und weit aufgesperrten Schnäbeln. Kein Mensch war auf der Straße, kein Fahrzeug fuhr, kein Vogel sang. Die Freisitze vor den Kneipen absolut leer, die Kneipentüren zu, um die klimatisierte Luft drinzubehalten.

Zustände wie beim cowboyfilmeigenen Showdown in irgendeinem Kaff irgendwo in der mexikanischen Wüste, nur die Kakteen und die Geier und die Sombreros fehlen.

Am Kiosk habe ich mir zwei kalte Bier gekauft, die ich in den Hosentaschen die wenigen Meter bis ins Radio trug. Dort war ich heilfroh, mich nach einer Weile mit einem heruntergekühlten Kaffee in eines der auf 23 °C temperierten Studios setzen. 17.00 Uhr. Der Hitze endlich entflohen, im klimatisierten Studio ein Weilchen dahingedöst …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 20. Juli 2014 war das klimatisierte Studio.
 
Tageskarte 2014-07-21: Die Zwei der Schwerter.

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Da war ich baff

Täglich genutztes Gefährt

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Manchmal geschehen ja sehr sonderbare, unwirklich erscheinende Dinge. Wie gestern diese Begegnung. Da geh ich zur Bushaltestelle, begrüße die dort bereits anwesenden Menschen. Zwei der Frauen kannte ich, die dritte, deutlich ältere beantwortete gerade die Frage nach ihrem Alter: “Ich bin doch erst 86! – Und heute wollt’ ich ein wenig Rainfarn holen, aber da ist alles gemäht …” Das Gespräch ging noch etwa 4 Minuten weiter, dann kam die 36.

Als wir dann im Bus waren, habe ich heimlich ein Bild (einschlechtes, verwackeltes Handyfoto) gemacht:

 

city-roller

Kein Kinderspielzeug
Leider gäbe es die Roller mit den größeren Rädern nicht mehr, sagte die Fahrerin. Und: Ein Fahrrad benötigt in den Linien des MDV eine Extra-Fahrkarte, wie es bei diesem Gefährt ist, weiß wahrscheinlich nichteinmal ein Kontroletti …

 

Ja, dieser City-Roller gehört der Dame im durchaus gesegneten Alter, damit ist sie jeden Tag – wie sie sagte – unterwegs in der Stadt. Die Blicke der anderen Menschen? Die stören sie nicht, denn mit diesem Gefährt bleibt sie ja mobil und kann ihre Ziele erreichen.

Da war ich baff. Vor dieser Haltung zieh ich meinen Hut.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 19. Juli 2014 waren das Ausschlafen, die Begegnung mit einer 86jährigen, die recht ruhige Schicht Sendedienst.
 
Tageskarte 2014-07-20: Die Sechs der Kelche.

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Angstschatten

Eine dieser “Fragen”

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Grad frage ich mich, ob meine Ängste und düsteren Vorahnungen nicht doch nur die Schatten sind, die große Ereignisse dem geflügelten Wort nach vorauswerfen …

 

 

Wo kommt denn diese Frage jetzt wieder her? Wo kommen all diese Fragen her? Habe ich einen Fragensilo im Kopf, ein Fragenstellungsfließband, auf dem nach dem Zufallsprinzip die Zutaten (Worte) aus Gelesenem (“Die verlorene Ehre der Katharina Blum”, am Donnerstag gefunden und schon seit Jahren immer einmal zu lesen vorgehabt) zu möglichst verquasten Fragen zusammengesintert werden? – Die hier ist dabei noch eine der harmloseren Gattung.
 

    Aber es ist eine Frage, die ich hin- und herwälze, in ihre Bestandteile zerlege:
  • Meine Ängste.”
  • “Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.”
  • “Auch Zwerge werfen riesige Schatten, wenn die Sonne tief steht.”
  • “Ein großer Wurf.”
  • “Düstere Ahnung.”
  • “Vorahnung.”
  • Präkognition.

 
Und doch möcht’ ich’s gern wissen, woher diese Frage ausgerechnet jetzt kommt.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 18. Juli 2014 war der überstandene Streß.
 
Tageskarte 2014-07-19: Die Füf der Münzen.

P.P.S.: Lichtspruch von TRAV: In tiefer Trauer wird mitgeteilt, daß Major Cliff Allister McLane, Kommandant des Schnellen Raumkreuzers Orion, gestern sein Kommando für immer niedergelegt hat. Ehre seinem Andenken!

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Wettbewerbsaufruf

Dabei kann jeder erfolgreich sein

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Erfolg muß heutzutage oft materiell, sogar monetär – also in Geld – meßbar sein? Oder im Gewinn eines Leistungsvergleiches? Wieso eigentlich?

Oder: Wieso eigentlich nicht?

Wer möchte sich mit mir messen in der Disziplin “Kreativ träumend abhängen” oder “Das Leben einfach fließen lassen”? Wer dabei der Sieger ist und Erfolg hat? Wer sich dabei nicht unwohl fühlt.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 17. Juli 2014 waren der Nachmittag und der Abend.
 
Tageskarte 2014-07-18: XVI – Der Turm.

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Konfliktlösung

Verschiedene gleiche Ergebnisse

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Neben dem erfreulichen “win – win” (wenn es denn tatsächlich einmal gelingen sollte) gibt es eine zweite Lösung, die für beide Seiten eines Konfliktes gleich ist und oft vergessen wird: Beide verlieren. Ich habe nur noch nicht herausgefunden, wie ich mich verhalten könnte, um das zuverlässig zu verhindern und mich dabei nicht als einziger Verlierer zu fühlen …

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 16. Juli 2014 war die Vertretung des Moderators.
 
Tageskarte 2014-07-17: III – Die Herrscherin.

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Lust

Wandeln

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Aus einer kleinen Freude wird plötzlich die Lust, die Wärme aus meinem Bauch in die Welt hinauszusingen, lauthals gröhlend und schräg mitten auf dem Marktplatz, und ohne mich um die Blicke der Menschen zu scheren.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 15. Juli 2014 waren die Mittagszeit, die schnell erledigte Arbeit im Radio, ein positiv “vertauscht” scheinendes Kind.
 
Tageskarte 2014-07-16: Die Sieben der Stäbe.

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Gähnend gemurmelt

Mit weit aufgeriß’nem Mund

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Die Müdigkeit ist grenzenlos. Endlos zumindest, solange ich nicht schlafe und solange ich das Hamsterrad nicht verlasse. Doch da ist die Furcht vor der Desillusionierung, die mir den Ausstieg versagt.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 14. Juli 2014 war der erfolgreiche Nachmittag bei Radio Corax.
 
Tageskarte 2014-07-15: Die Zehn der Stäbe.

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Vorbei

So hoffe ich zumindest

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Vorbei. Endlich. Keine WM mehr. Keine Idioten, die Geld scheffeln für ein bißchen übern Rasen flitzen und rund um die Uhr in allen Mainstreammassenmedien hoffiert werden. Das Verhältnis von Leistung zu Bezahlung ist … ist widerwärtig (wie im Bundestag und in der Bundesregierung und in den Bankenvorstandsetagen).

Ob “WIR” – ich gehöre ganz sicher nicht zu diesem “wir” – Weltmeister sind, interessiert mich einen feuchten Kehricht. Oh, mir würde es sogar besser gefallen, wenn diese Rasenkasper aus der BRD nicht “Welt”-Meister sind (ich weiß es nicht, ob sie es sind).

† † †

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 13. Juli 2014 war die Ruhe am Morgen.
 
Tageskarte 2014-07-14: Mal wieder! Die Zwei der Schwerter.

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Geburtstagsparty

Eine ganze Stadt feiert

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Oh, diese Lust! Nein, Lustlosigkeit. Faulheit. Schlaffheit. Müdigkeit.

Staubkind-Konzert gesehen. Die sozialistische Musterstadt Halle-Neustadt, in der damals, vor 50 Jahren bereits, Architektur– die Parabolschalen, die Scheiben (-Hochhäuser), die vielen Brunnen und Skulpturen, die Grünflächen; nur als Beispiele – verwirklicht wurde, die noch heute als innovativ und bemerkenswert gilt, feiert Geburtstag.

Vor fünfzig Jahren wurde der Grundstein zur damals selbständigen Stadt gelegt, die kurz nach der Wende nach Halle (Saale) eingemeindet wurde (angeblich, um genügend Einwohner zu haben als Landeshauptstadt, zu der es dann doch nicht reichte). Seit fünfzig Jahren laufen Pumpen eines schwedischen Herstellers, die den Grundwasserspiegel so weit senken, daß keines der Gebäude aufschwimmt.

Aus diesem Grund gibt es das Stadtfest, aus diesem Grund waren am Freitag die ebenfalls seit fünfzig Jahren existierende “Stern-Combo Meißen” mit “Klosterbrüder” und “Lift” und “Karussell & Gipsy” zu sehen und aus diesem Grund stand am Sonnabend Staubkind auf und ich dann vor der Bühne. Zeit, die außerdem noch zu einem Treffen des legendären LFN-Teams genutzt wurde. Zeit, in der olle Kamellen und neue Nachrichten ausgetausccht wurden. Aber die Musik stand im Vordergrund:

 

 

*seufz*

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 12. Juli 2014 waren der ruhige Dienst, die Leute, das Konzert.

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Konzerttag

Und deshalb wenig Zeit fürn Blog

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Freitag. Buchfink live von 20 bis 21 Uhr. Eigentlich auch noch Sendedienst, aber da half mir jemand sehr, sehr glücklicherweise aus. Um 20 Uhr begann auch, was ich nicht tatkräftig mit vorbereiten konnte: Corax-Geburtstag auf der Peißnitzbühne. Seit 14 Jahren 24-h-Programm auf UKW. Ich war kurz nach zehn dann auch dort, bin jetzt noch dort, höre mir zumindest das Konzert der “Jolly Goods” an, wahrscheinlich sogar gerade jetzt, im Augenblick, da der Text um 00.15 Uhr veröffentlicht wird.

 

 

Irgendwo lege ich noch mit Hand an, bewache vielleicht den Backstage-Eingang, sammle weggeworfene Flaschen ein. Bis vier sind noch Itty Minchesta (Berlin) und DJ Marcelle (Marcelle van Hoof, Amsterdam) auf der Bühne und mixen ihre Sets. Zum Abbau und Abtransport bis etwa um sieben werde ich nicht mehr in der Lage sein. Das Alter!

Deshalb geschieht heute auch nicht viel – nur heut abend bin ich wieder zu einem Konzert. In Halle-Neustadt werden Staubkind auf der Bühne stehen, das muß ich erleben …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 11. Juli 2014 war der Buchfink.
 
Tageskarte 2014-07-12: Die Vier der Stäbe.

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Wieder Bücher

Ich kann nicht daran vorbeigehen

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Schrieb ich nicht vor wenigen Tagen erst “… ich kann so ein ausgesetztes Buch nicht einfach liegenlassen; das geht nicht, das tut dem Buch und mir doch weh”? Und glaubt mir, ich kann es wirklich nicht. Nein, an Büchern kann ich nicht achtlos vorbeigehen. Am Mittwochabend kam einer, der hier im Haus wohnt und alles mögliche sammelt, was sich zu Geld machen läßt (z. B. Altpapier, Altmetall, Pfandbehältnisse), mit einer übervollen Ladung auf seinem Fahrradanhänger heim. Obenauf lag ein vom Balkon im dritten Stock aus betrachtet gutaussehendes Damenfahrrad. Weil davon gerade eines benötigt oder gewünscht wird, fragte ich, ob ich mir dieses einmal genauer ansehen dürfte und ging dann nach unten.

Es ist mir schleierhaft, wo er all das Zeug herholt, das er tagtäglich einsammelt und anschleppt. Einen High-End-Video-Recorder, Computer, Telefone, Wäschetrockner (Gestell, nicht Maschine), Lampen. Zeitungen, Telefon- und andere Bücher (allerdings waren die meisten naß und damit unlesbar geworden). Und das Fahrrad glich eher eine Ruine, als ich es mir aus der Nähe besah: zerkratzt, angerostet, Bremsen und Schaltung benötigen dringend eine aufwändige Überholung – nein, das war nicht in dem Zustand, in dem ich es hätte haben wollen.

Aber unter den Büchern waren zwei, die mich regelrecht anleuchteten:

 

Buecherfunde

Ausgesetzte Bücher
Diesmal nicht von mir gefunden, aber von mir vorm Altpapier gerettet.

 

Beide waren trocken, beide sind gut erhalten, ohne Anstreichungen, ohne Eselsohren. Seit ich sie vorsichtig hier hochtrug, frage ich mich schon, wann ich sie lesen soll. Und ich frage mich auch, wo in meiner Wohnung denn noch Platz für weitere Bücher sein soll!? Ich muß wohl oder übel einige der mir in den letzten Jahren zugelaufenen Bücher selbst wieder freilassen. Aber wo? Bei “bookcrossing” war ich einmal angemeldet, aber die dort verwendete Mailadresse ist schon seit Jahren weg. Ich werde an diesen Account nicht mehr herankommen. Also lege ich sie so, wie ich sie fand, einfach in Wartebereichen von Krankenhäusern oder Behörden ab und hoffe, daß sie einen neuen Leser finden.

Wenn doch wenigstes in jedem zweiten gefundenen Buch so zwei bis drei Hundert- bis Fünfhunderteuroscheine als Lesezeichen drinwären!

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 10. Juli 2014 waren der ruhige Vormittag und eine geschaffte unruhige Schicht.
 
Tageskarte 2014-07-11: Der Ritter der Schwerter.

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Erinnerung

Eine Erinnerung an das Erinnern

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Märchenzeit
 

“kerzenlieder” Kurt Demmler, Daniela & Doreen

ich erinnre mich gut
an die zeit unterm dach
an den ofen mama und mich
und träumte ich schlecht
rüttelte sie mich wach
dass das böse schnell von mir wich

ich erinnre mich gut
hat sie märchen erzählt
kroch ich tiefer noch in ihren schoß
und der wolf konnt mir nichts
und die hex ist verbrannt
und ich war mit ihr riesengroß

     ach wie schön wenn man weiß wo man birgt sein gesicht
     kind wenn sie kommt die angst
     ach wie schön wenn man weiß allein ist man nicht
     das ist es was du verlangst

 

 

Es ist nicht meine Erinnerung, aber zur Zeit habe ich mit meinen eigenen Erinnerungen zu tun. Auch mit Erinnerungen an Kurt Demmler, den ich mochte und mag … Vielen ist überhauptnicht bewußt, für wieviele der Lieder, die in der DDR zu den bekanntesten zählten, er als Texter verantwortlich zeichnete. (Die waybackmachine findet die Seite demmlersong noch immer – nur so als Hinweis.)

Heute ist übrigens ein ganz besonders erinnerungsträchtiger Tag für mich, ohne Erklärung. Eben nur für mich. Und so werde ich ganz sicher in meinem Hirnkasten kramen und das eine oder andere zutagezufördern versuchen. Ach, so schwer wird es hoffentlich nicht werden. Ich habe mich schon ein wenig darauf vorbereitet und einige Düfte aus alter Zeit besorgt, denn die sollen ja ganz besonders gut beim Erinnern helfen. Und so schnüffele ich nachher an zwei, drei Duftpröbchen herum. Und an Kaffee …

Zumindest eines kann ich feststellen: Ich habe keine Angst – okay, nicht mehr diese riesengroße Angst vor meinen Einnerungen

Der Emil

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P.S.: Positiv am 9. Juli 2014 waren ein kleiner Erfolg und eine erledigte Arbeit.
 
Tageskarte 2014-07-10: Der Ritter der Münzen.

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Irgendwas ist dran

Treiben lassen, Zielstrebigkeit, Meditation, (Selbst-)Erfahrung

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Also langsam wird es mir unheimlich. Da ziehe ich mehrere Tage hintereinander als Tageskarte die Zwei der Schwerter (Unentschlossenheit u.ä.). Dann hab ich es mit dem Treibenlassen und mit der Zielstrebigkeit. Und gestern finde ich wieder ein Buch. Diesmal eines, das eine Art Interview ist. Ein nach erstem Hineinkiebitzen interessantes Interview.

Silvia Osterberg: Erleuchtung und Alltag. Erfahrungen einer Zen-Meisterin. Im Gespräch mit Michael Seitlinger. (ISBN 978-3-452-05898-1).

Das lag da auf einem Tisch, einfach so zum mitnehmen. Von all den Menschen, die heute vor mir an diesem Tisch vorbeigingen, hat es keiner für mitnehmens- oder lesenswert gehalten. Aber ich, ich kann so ein ausgesetztes Buch nicht einfach liegenlassen; das geht nicht, das tut dem Buch und mir doch weh!

Interessant ist dabei auch, daß ich 1979 bereits ein Buch über den Zen-Buddhismus direkt in der Bezirksbibliothek Karl-Marx-Stadt auslieh. Dazu fuhr ich mit dem Linienbus T202 (kostenlos, denn mein Vater war Linienbusfahrer im Kombinat; es reichte der Satz: “Guten Tag, mein Vater ist …” und schon wurde ich ohne Fahrschein mitgenommen) in die Bezirksstadt. Die Bezirksbibliothek war direkt am Busbahnhof.

Das Buch war “The Great Liberation – Introduction to Zen Buddhism”. Mit englischem Titel, eine harter, grünleinerner Einband. Etwas verbogen, und es stammte aus dem Jahr 1939. Dieses Buch wurde aus dem Magazin geholt. Extra für mich, den beinahe 16jährigen Bengel. Klar, die Kreisbibliothek Aue hatte mich unterstützt und meine Ausleihe vorher angemeldet. Irgendwie ging das Leben damals andere, einfachere, verschlungenere Wege als heute.

Damals war ich verwirrt von der seltsamen Sprache des Buches. Verwirrt und voller Unverständnis ließen mich die meisten Koans zurück: Wenn Du in die Hände klatschst, so höre auf den Ton der linken Hand! Und das war noch eines der einfacheren … Jedenfalls las ich das Buch schon auf der Rückfahrt nach Aue, im Bus, der für die 36 Tarifkilometer (MDN 2,90) etwas über eine Stunde brauchte – aber Moment: da gab es einen Eilbus, der nicht überall hielt, und einen Bummelbus, der jede Haltestelle bediente. Nur wie das genau war … (Ach ja, außerdem holte ich mir damals noch van der Veldes Bücher über Ehehygiene.)

Soweit zu den Erinnerungen, die sich einmal mehr als extrem lückenhaft erweisen.

Das Buch? Nun, das habe ich erst seit gestern. Nächste Woche kann ich drin lesen.

Oooooooooommmmmmmmmmmhhhhhhhh.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 8. Juli 2014 war eine anregende Diskussion am Abend.
 
Tageskarte 2014-07-09: Jaja, ich zog sie wieder. Die Zwei der Schwerter.

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