Nicht mein Tag (248/117)

Fieberphantasie im Herbst

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Dabei sollte es Herst werden, und draußen sind noch immer 30 Grad. Mein Tag ist heute nicht, dachte ich beim Erwachen. Aber ich muß doch heute funktionieren, man wartet doch heute, Menschen warten doch heute auf mich. Immer wieder spüre ich, daß ich zu atmen vergesse; dann bin ich für eine kurze Zeit angsterfüllt wach. Bis ich wieder hinweggleite in einen Dämmerzustand und mir minutenlang beim Schnarchen zuhören kann. Schließlich ist es mir zu kalt. Ich beziehe das Bett neu, schlüpfe in T-Shirt und Hose. Der Salbeitee ist mittlerweile fertig – und sogar schon trinkkühl. Den hatte ich doch erst vor ein paar Minuten … also kurz nach sieben, aber jetzt ist es schon nach elf? Etwas essen, gut, ich weiche ein paar Zwieback ein.

Wieder vergesse ich zu atmen – oder kann ich es einfach nicht, weil irgendetwas mich befallen, mich krank gemacht hat. Noch immer friere ich unter dem Federbett. Mit Hose, Socken und Pullover. Beim trinken klappern die Zähne an der Tasse, die ich mit beiden Händen halten muß.

Die dritte Kanne Tee ist leer. Der Rücken tut weh, beim Husten ist es Gott sei Dank nicht mehr ganz so schlimm. Noch immer kann ich mir beim Schnarchen zuhören, jedesmal wenn ich erwache, weil ich das Atmen vergaß. Delirium? Alzheimer? Lungenkrebs oder Nierenkrebs im Endstadium. Mandelentzündung. Ich weiß garnicht, ob ich die überhaupt noch habe. Heute weiß ich das nicht, aber an anderen, an den unnormalen Tagen, an denen nichts schmerzt und ich nicht von Erstickungsangst geplagt bin, an denen werde ich es wohl wissen.

Die Krankenschwester will mir den Rechner wegnehmen. Ich lade den Artikel schnell hoch, jetzt um 23.30 Uhr. Nebenbei trinke ich immernoch schonwieder Salbeitee.

Höre mich schnarchen. Wache auf. Angsterfüllt. Werde im Sitzen weiterschlafen.

Wie kommt eine Krankenschwester in meine Wohnung? – Keine da … okay. Vielleicht wieder mein Eintagsfieber.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 4. September 2015 war … (Nein, heute war außer meinem Mut, Dienst und Buchfink abzusagen, nichts gut.)
 
Tageskarte 2015-09-05: X – Das Rad des Schicksals.

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Unverlinkt (247/118)

Ansichten der Stadt Halle (Saale)

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Sehr versteckt, trotzdem gefunden. Interessant. Die Idee dahinter.

 

Welt retten

Intervention?

 

Wer neugierig genug ist, kann die Adresse einfach in die Adreßzeile tippen — oder sie später im Kommentar anklicken.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 3. September 2015 war die Zeit in der Wanne.
 
Tageskarte 2015-09-04: Die Zwei der Stäbe.

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Plan und Gegenplan (246/119)

Vergessenes ergänzen

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Ein richtig freier Tag. Ausgeschlafen hab ich, dann vom Bett aus getwittert und nebenher noch das eine oder andere getan. Dann gefrühstückt – eher schon zu Mittag gegessen – und langsam, sehr lamgsam mit meiner Hausarbeit begonnen. Abwasch, Vögel, Dinge wegräumen/aufräumen und Staubsaugen. Nebenbei schaffte ich es, die vermaledeite Tastatur zu einem wunderbaren Stück Technik zu machen.

Dann fiel mir auf, daß mir in der bisherigen Reiseplanung ganz einfach regenfeste Kleidung fehlte. Ups, und schon stimmt meine Budgetplanung nicht mehr. Hm, wahrscheinlich wird mir das noch öfter passieren. Vielleicht hole ich mir da auch ganz einfach Rat und Hilfe bei erfahrenen Reisenden – Gelegenheit dazu werde ich noch im September haben. Also saß ich gestern auch noch an der Überarbeitung der Finanzierung, jonglierte hier ein wenig mit der Sparrate, verschob dort ein paar Kröten, reduzierte die Reserven an dieser und an jener Stelle (d.h. ich setzte realistischere Preise in die Planung ein). Et voila! Es fehlt kein katastrophaler Betrag.

Überhaupt: Wahrscheinlich mache ich mir viel zu viele Sorgen um so manche Dinge, die geregelt werden wollen. Am Ende wird es die Unterbringung der Nymphensittiche sein, die mir … nun ja, sie wegzugeben ist nicht einfach, auch wenn ich oft an ihren schrillen Rufen schier verzweifle. Ein Schwarm wäre ideal, mit großer Freiflug-Voliere. Und von dort soll ich sie hinterher wieder zu mir holen? In dieses eine Zimmer, das wir haben? Ach … Also werde ich sie in ihrem Schwarm lassen und hier wird mir etwas fehlen.

All das konnte ich gestern tun, bedenken, bearbeiten. Sogar einen Einkauf habe ich noch geschafft. Und am Abend versank ich noch einmal in den letzten Texten von Irgendlinks Radreise ans Nordkap. Durch seinen Blog muß ich mich bezüglich Ausrüstung usw. sowieso nocheinmal hindurchwühlen. Und durch so einige andere Quellen. Und ins Payola muß ich wegen des Zeltes und wegen einiger anderer Tips.

Ein richtig freier Tag, der einfach so vorbeiflog. Und in drei Wochen bin ich dann schon zum ersten Mal unterwegs.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 2. September 2015 war die Gelegenheit, mich mit meinem zu beschäftigen.
 
Tageskarte 2015-09-03: Die Zehn der Schwerter.

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Gehblogversuch (245/120)

Gerätetest

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Zum zweiten Mal habe ich mir eine Bluetooth-Tastatur geholt, die ich zum Bloggen unterwegs benutzen möchte. Sie arbeitet mit dem neuen Telefon zusammen, aber noch nicht reibungsfrei. Zum einen kann ich die Tastatur nicht auf das aufgedruckte deutsche Layout umstellen: Das ist ärgerlich. Z und Y sind vertauscht, & liegt auf der 7, ; auf dem ö. Kleiner- und Größer-Als sind sonstwo … Aber dieses Problem ist sicher lösbar, sobald ich über ausreichend stabiles WLAN verfügen kann. Zum zweiten – und das ist wesentlich ärgerlicher – scheint es mir unbekannte Tastenkombinationen zu geben, die die Verbindung der Tastatur mit dem Telefon beenden; jedenfalls passiert das noch ziemlich häufig.

Ein Resultat der Layout-Vertauschung war z. B., daß ich den fertigen Text einmal komplett löschte und natürlich die Datei auch sofort speicherte, im leeren Zustand. Also schrieb ich alles nocheinmal von vorn. Unter anderem auch, daß nun wieder ein Stück der Ausrüstung zu mir gefunden hat. Es fehlen nur noch das Yelt – nein, das Zelt, ein Trangia-oder-wie-das-Ding-heizt ;-) und Wissen um mobiltelefonisches Internet in der Schweiz, in Südfrankreich, in Andorra und in Spanien. Alle anderen Kleinigkeiten (es braucht schon Geld, um losgehen zu können: Miete, Krankenversicherung, Telefon, Leben müssen bezahlt werden) erledigen sich hoffentlich bis April 2916 wie von selbst. Bis dahin werde ich mich weiterhin im Gehen üben.

Heilige Scheiße! Ich plane wirklich konkret an meinem Spaziergang. Ob ich vielleicht doch lieber das ganz kleine Notebook einpacke, weil es nunmal besser für meine Art des Schreibens geeignet ist? Ach, wenn ich nur wü&szlige; … Am Arbeitsablauf mu&szlig ich noch einiges verbessern, ans Unterwegssein anpassen. Und vielleicht geh ich zuerst auch nach Canossa …

 

Und damit wurde zum ersten Mal eine HTML-Datei komplett auf dem Mobistel Cynus T5 mit der Speedlink Carex getippt. Jetzt muß der Quelltext nur noch in die WP-App *stöhn* oder den Browser …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 1. September 2015 war die halbwegs funktionierende Tastatur.
 
Tageskarte 2015-09-02: Das As der Kelche.

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Aus (244/121)

Selbstgespräch auf dem Gottesacker

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Sterben wir?
Sterben wir alle?
 
Alle sterben wir.
Alle sterben.
 
Wir alle Sterben?
Wir alle sterben
 
aus.

 

 

Hervorgekramt aus einer alten Kladde. Mit der Bemerkung «Friedhof in [unleserlich]» (irgendetwas mit S…berg oder S…burg) datiert auf den 1. September 1991.

 

Gottesacker

Nach dem Sterben
Campo Santo in Halle (Saale)

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 31. August 2015 waren das Tränchen im Auge, der nachlassende Muskelkater und daß es mir leichter fiel, eben jene Stellen zu entspannen.
 
Tageskarte 2015-09-01: XIV – Die Mäßigkeit.

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Muskelkater (243/122)

Irgendwas im vierten Stadium. Oder?

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Wahrscheinlich habe ich in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag erst verstanden, daß die Pflicht endet, die mir trotz allem so viel Freiheit ließ. Daß ich wieder aus mir selbst heraus handeln muß. Und obwohl ich mit Zwang und Soll eher nicht gut umgehen kann, brauche auch ich manchmal dieses Sicherheitsskelett.

Jetzt ist es weg. Einfach nicht mehr vorhanden. Kein Gerüst mehr da, das ich – so schwer es auch war – ständig selber durch die Gegend getragen habe.

In der Nacht hatte ich zuerst Schmerzen in der linken Schulter, links im Brustkorb und im linken Oberarm. Sonntag früh dann taten beide Seiten weh. Vielleicht habe ich nur etwas schief gelegen in der Nacht. Doch ich erkläre mir das so, daß jetzt die Last der Verantwortung von meinen Schultern genommen ist, ich nicht ständig alle Muskeln unter Spannung halten muß und deshalb endlich bemerke, wie anstrengend das doch alles war. Das war ein schweres Paket; und ich habe leichtfüßig tänzelnd die ganze Zeit so getan, als wäre das alles nichts. Der Schmerz fühlt sich an wie sehr, sehr heftiger Muskelkater im Schulter- und Nackenbereich, in Bi-, Tri- und allen sonstigen Zepsen, die ich habe, und wie eine Rippenfellentzündung.

Ich hoffe, daß es nur das ist. Der Hypochonder in mir weiß um ganz andere Ursachen der Schmerzen. Das Problem ist: Ich habe Angst davor, daß er Recht hat. Ich habe sowieso bei allen unklaren Schmerzen einfach nur Angst. Das Grübelkarussell drehte sich den ganzen Tag.

Wohin mit den Armen beim Liegen? Ich weiß es nicht. Zur Zeit stören sie mich nur, sind im Weg, baumeln herum. Die Bewegungen sind kraftlos, aber schmerzhaft. Husten ist eine Katastrophe und treibt mir Tränen in die Augen.

Ich werde es bestimmt überleben. Irgendwie, hoffe ich. Zuallererst brauche ich ab heute Mittag einfach nur weiterhin Ruhe.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 30. August 2015 war …
 
Tageskarte 2015-08-31: Die Zwei der Schwerter.

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Einfall (242/123)

Hätt’ ich doch bloß genauer hingehört

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“Nein! Bitte nicht! Laß doch zu! Laß bloß zu! Nein, nicht aufmachen! Laß zu!!! Laß einfach zu!!! Bitte!”

Doch ich hörte das Flehen des Soufflés nicht – und so fiel es unter meinen neugierigen Blicken in sich zusammen.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 29. August 2015 waren das Abendesssen und eine Hoffnung.
 
Tageskarte 2015-08-30: 0 – Der Narr.

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Glückstreffen (241/124)

Einfach verstehen

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Mich mit fremden Menschen treffen und einander sogar wortlos oder in verschiedenen Sprachen sofort verstehen: Das sind Glücksmomente für mein Leben; unvergeßlich.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 28. August 2015 war eine Begegnung.
 
Tageskarte 2015-08-29: Die Sieben der Stäbe.

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Die Zielgerade (240/125)

Wie es ist, wenn etwas endet

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Im Sport und in vielen anderen Dingen, in denen mensch etwas erreichen möchte – einen Erfolg, einen Sieg, das “Bessersein als … ” – wird sehr gerne vom Ziel, von einer Zielgeraden und sogar einer Ziellinie gesprochen, die mensch erreicht, überschreitet, vor sich sieht. Und es gibt sehr oft auch noch den Endspurt, diese letzte Kraftanstrengung, das Mobilisieren der letzten Reserven, das Über-sich-selbst-Hinauswachsen, die Anstrengung jenseits der Schmerzgrenze: Da tut es weh, da wird sich geschunden, da wird Un- und Übermenschliches erbracht und durchlitten, letztendlich sich ins Ziel geschleppt, hineingetaumelt, über die bewußte Zielgerade und auch die Ziellinie gestolpert, sich über sie hinübergeworfen, direkt hinter ihr zusammengebrochen. Häufig tun Menschen das, nur um dahinter festzustellen, daß dann und dort nicht sehr viel anders ist als vorher.

Nach eineinhalb Jahren Bundesfreiwilligendienst sprach und spreche ich jetzt auch von einer Zielgeraden. Obwohl ich keinen Sieg, kein Bessersein, keinen Erfolg vor mir sehe. Nein. Hinter mir liegt eine schöne Zeit, die auch anstrengend war. Überschaubar ist die Zeit geworden, die ich noch in diesem Status verbringe: ganze vier Tage, heute mitgezählt. Und die 545 vergangenen Tage haben nicht viel geändert in meinem Leben. Ohne den Vertrag hätte ich meine Sendungen auch gemacht, hätte mich um die Musik gekümmert, hätte Dienst als Sendetechniker gemacht und dafür und dabei all das gelernt, was ich eben auch im Dienst gelernt habe. Der Vorteil des BFD? Nun, einen Teil (!) des Taschengeldes (nennt sich wirklich so, ist aber sozialversicherungspflichtiges Einkommen – welch ein Euphemismus) durfte ich zusätzlich zu meinem ALG II behalten. So waren verschiedene Anschaffungen kein Problem: Waschmaschine, Notebook, DAB+-Radio, Lampen, Kleidung und Schuhe und ein neues Telefon.

Zielgerade. Weil ich mich fühle wie vor dem Ende eines Ultramarathons. Ausgelaugt. Erhohlungsbedürftig. Müde. Und weil ich weiß, das hinter dem Ende des BFD der Wahnsinn Jobcenter wieder vor mir steht mit seinen unsinnigen Forderungen und den unsinnigen Förderungen. Weil ich gleich im Anschluß meine Dinge bei Radio Corax einfach als ganz Freiwilliger, als Vereinsmitglied weitermachen werde, so als sei nichts geschehen und nie etwas anderes gewesen. Ich freue mich darauf, daß ich nicht mehr ganz so fest gebunden bin an all die Abläufe, daß ich weniger persönliche Verantwortung übernehmen muß. Es wird guttun, mit viel weniger Muß und Soll weiterzumachen. Gut wäre das Ziel, das Ende des BFD, wenn das Taschengeld bleiben könnte, wenn es für ehrenamtliche Arbeit wenigstens eine kleine, aber nicht zu kleine Anerkennung in Geld gäbe, das mir niemand und nichts neidet, anrechnet, abzieht. Gut wäre auch, wenn diese verdammte Residenzpflicht für ALG II-Empfänger abgeschafft oder gelockert werden würde. 21 Kalendertage im Jahr, 21 Kalendertage! darf ich anderswo als an meinem Wohnort verbringen: Für jeden “Hartzer” seine eigene, kleine, häßliche Zone, die er nicht ohne Genehmigung verlassen darf für mehr als 24 Stunden.

Diesen Zustand, den ich am ersten September wieder erreiche, den kann ich nicht Ziel nennen. Ziel ist in meiner Logik verbunden mit positiven Umständen. Es ist ein Ende, das allerdings auch wieder kein Ende ist, sondern nur der (Wieder-) Anfang von …

Ach, was jammere ich hier irgendjemandem die Ohren voll. Sind doch nur meine eigenen, kleinen Probleme. Gehn keinen was an.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 27. August 2015 war ein ruhiger Nachmittag mit schönen Nachrichten.
 
Tageskarte 2015-08-28: I – Der Magier.

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Steinreich Nº 125 (239/126)

Wirklich   s t e i n r e i c h

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Da kam ich gestern aus Magdeburg zurück, vom letzten Termin mit dem Träger meines BFD, öffnete den Briefkasten und entnahm ihm – neben wirklich unerwünschter Post – eine unerwartete, höchst willkommene Abwechslung: Post aus Kleinbloggersdorf (ich hasse meinen Scanner …):

 

iDogma-Karte #ansKap Nº 125

iDogma-Karte #ansKap Nº 125
Ein glasklar kühler Strand unweit von Olderfjord (bei Honningsvåg). Danke!

 

Steinmännchen. Jürgen schreibt “… Hunderte von Steinmännchen”. Oft mit Datum und Namen der Erbauenden.

Ich habe lange keines errichtet …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 26. August 2015 war der vorerst letzte Tag in Magdeburg.
 
Tageskarte 2015-08-27: I – Der Magier.

Für die Postkarte © 2015 – Irgendlink.de
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Freudentanzende Striche (238/127)

Ansichten der Stadt Halle (Saale)

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Da an der Hauswand, an der ich immer so vorbeigehe, daß die Figur in meinem Rücken auftaucht.

Tanzt die Figur vor Freude? Hat er/sie ein Ziel erreicht? Mit glühenden Augen, mit wenigen Linien. In kurzer Zeit gesprüht. Aber wieviel Zeit brauchte es, sie zu entwerfen?

 

Grafitto

Mit glühenden Augen tanzen

 

Ein Ziel erreicht. Und darum freudig tanzend. Mir hat damit jemand Mut gemacht, mich zu bewegen, auf mein Ziel zuzugehen, mehr als 20 Jahre nach der Idee. #ansKap hat es derjenige geschafft, mit dem Fahrrad. Wer? Na der Irgendlink

Nunja, irgendwie bin ich aber auch gerade auf einer Zielgeraden. Was danach kommt? Ich werde es erleben, ganz und gar.

Das Denkicht rumort.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 25. August 2015 war leckeres Eis.
 
Tageskarte 2015-08-26: Die Zwei der Schwerter.

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Es geht etwas vor (237/128)

Ansichten der Stadt Halle (Saale)

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Seit anderthalb Jahren gehe ich beinahe täglich zu Radio Corax. Und es gibt ein Wegstück, das ich wirklich fast jedesmal gagangen bin. Genau dort endeckte ich gestern etwas, das mir sonderbarerweise noch nie ins Auge fiel. Warum aber sah ich es gestern, da oben zwischen den Bäumen hindurch?

 

Türmchen aufm Dach

Viel zu lange übersehen
Irgendetwas liegt darin; ich glaube nicht, daß es ein Schornstein ist.

 

Ein Schmucktürmchen? Nein, über den Zweck kann ich nur spekulieren. Aber es leuchtete zwischen dem Grün hindurch so zauberhaft in der Sonne, daß ich es – endlich! – bemerkte.

Es geht etwas vor. Mit mir, glaube ich.

Der Kopf wird langsam wieder freier …

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 24. August 2015 waren Neuentdeckungen und das Treffen am Abend.
 
Tageskarte 2015-08-25: I – Der Magier.

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Unzählbar sind die Veränderungen (236-129)


Ansichten der Stadt Halle (Saale)

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An einem der vier sichtbaren Saalearme (die Gerbersaale wurd schon vor langer Zeit in ein jetzt denkmalgeschütztes Gewölbe eingemauert ob ihres Geruchs) schlenderte ich gestern entlang, nach einem Softeis alter guter DDR-Leckerheit. Und wie immer stand ich ein Weilchen am Geländer, beobachtete und photographierte einen Wasservogel, sah dem Fluß zu. Das angrenzende Gebäude gehört zur Neuen Residenz. Hier ist ein Stück davon:

 

Umgebaut

Die Neue Residenz in Halle (Saale) vom Mühlgraben aus.
Erst in der höchsten Auflösung ist zu erkennen, wie oft diese Seite des mitelalterlichen Gemäers verändert wurde.

 

Ich habe es noch nie geschafft, die sichtbaren Umbauten zu zählen. Eine Unmenge von sichtbaren Fensterbögen, zugesetzten, veränderten Fenstern, Toren, Türen und was weiß ich noch ist zu erkennen. Und jedesmal, wenn ich dort stehe oder vorbeigehe, erinnert mich diese Seite des Gebäudes an (m)eine Biographie, (m)einen Lebenslauf, an etwas, das dem jeweiligen Zweck mehr oder weniger deutlich angepaßt wurde. Vielleicht war ja mein Leben in den wenigen Jahren ebenso turbulent wie die 484jährige Existenz der Neuen Residenz. Vielleicht auch nicht. Aber … Aber noch immer bin ich ich. Ich bin nicht der eine oder der andere, ich bin wir beide. Oft mußten wir uns anpassen, ändern, wenigstens die erzählte Geschiche verbiegen/verfeinern/vereinfachen.

Zweitmächtigster Mann des Reiches war Kardinal Albrecht von Brandenburg, der Bauherr des wahrscheinlich 1538 vollendeten Gebäudekomplex’. Ein waschechter Recycler, ließ er doch Steine des Stifts Neuwerk und der (alten) Ulrichskirche verbauen, die damals abgerissen wurden. In der hier gezeigten Wand sind solche handbehauenen Steine noch zu erkennen. Und dann steh’ ich wieder vor dieser Wand und versuche zu zählen … Und es wird vergeblich bleiben wie all die vielen Male zuvor. Denn wenn ich es ernsthaft versuche, dann fallen mir in den veränderten Veränderungen Veränderungen auf, die verändert wurden. Der umgebaute Umbau wurde nocheinmal umgebaut, gesichert, verstärkt, geöffnet, verschlossen. Und so steht das Gebäude seit 1531 an seinem Platz.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 23. August 2015 waren die Telefonate, der Döner, das Bad.
 
Tageskarte 2015-08-24: Die Drei der Münzen.

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Verarbeitet (235/130)

Wie verlaufen, vertrödelt, verschusselt

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So kann es gehen: Da hatte ich mich für ganze vier Stunden Schicht eingetragen von 11 bis 15 Uhr – und dann war ich beim Archivieren, Sortieren, Vervollständigen von Archivdateien einfach so vertieft in die Arbeit, so konzentriert, fokussiert und versunken, daß ich kein Ende fand und erst kurz vor Mitternacht bemerkte: Draußen ist’s finster, ich sollte heimgehen.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 22. August 2015 war das geschaffte Arbeitsvolumen.
 
Tageskarte 2015-03-23: Die Acht der Kelche.

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Kastriertes Tier (234/131)

Im Wagen 683 der Lyrikbimmel

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Es gibt sie noch immer, die Straßenbahnen mit Gedichten Sachsen-Anhaltinischer Dichter.

 

Käguru

In der Lyrikbimmel, Wagen 683
 
Ohne “h” fehlt dem Känguruh in meinen Augen etwas. Auch wenn die kastrierte Schreibweise nach der Schlechtschreibreform angeblich korrekt sein soll …
 
Und nun kann jederfrau und jedermann nach den Hackenschuhen suchen gehn.

 

Dazu fiel auch mir etwas ein (leicht sächselnd oder hessisch vorzutragen):

 

 

Aus seinem Beutel
Glücksseligkeit verteilen:
Das kann känGuru!

 

 

Ja, ich weiß, das ist grauenhaft. Aber ich konnte nicht widerstehen.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 21. August 2015 waren das Treffen mit Kruppski und Bird Berlin, ein neues Buch, eine geschaffte Sendung.
 
Tageskarte 2015-08-22: Die Königin der Schwerter.

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