Eigenheim & Gepäck. Nº 213 (2016)

Ultreïa! Tag X-1.

 

Es ist Sonntag. Morgen mache ich mich auf meinen #oekuweg. Und ich hatte Bilder versprochen …

Aber ich habe ein Problem. Eines, daß vielleicht nur den wenigsten als Problem erscheint: Die Zeit ist knapp und ich schaffe es nur, die Bilder ansatzweise zu beschriften, leider aber nicht zu beschreiben. Das ist blöd für Menschen, die sich Webseiten, Blogbeiträge, Mails usw. usf. von Programmen vorlesen lassen müssen, weil das verminderte oder nicht vorhandene Sehvermögen nichts anderes zuläßt. Es gibt auch andere Hilfsmittel, sogenannte Braille-Zeilen. Doch weder der Screenreader noch die Ausgabe in Punktschrift helfen heute wirklich. Daher bitte ich um Verständnis und Verzeihung: Alle heute gezeigten Bilder werden, wenn meine Tour beendet ist, nocheinmal gezeigt, dann mit allem, was auch meiner Meinung nach bei jedem Bild im Internet notwendig ist und selbstverständlich sein sollte …

 

Mein Zelt. Es sieht im ersten Moment definitiv zu winzig aus.

Mein Zelt. Es sieht im ersten Moment definitiv zu winzig aus.

 

Ich – das dicke Schwarze – stehend vor dem etwa hüfthohen winzigen orange-graugrünen Zelt.

Ich – das dicke Schwarze – stehend vor dem etwa hüfthohen winzigen orange-graugrünen Zelt.

 

Es paßt dank angepaßter Falttechnik. Ich bin im Zelt. Das Herausklettern ist schwieriger als das Hineinfalten.

Es paßt dank angepaßter Falttechnik. Ich bin im Zelt. Das Herausklettern ist schwieriger als das Hineinfalten.

 

Isomatte, Schlafsack, Hobo-Kocher bk1, Zelt, Regencape und Rucksack

Isomatte, Schlafsack, Hobo-Kocher bk1, Zelt, Regencape und Rucksack

 

Das (nicht ganz vollständige) Kleingepäck, dessen Auflistung ich gerade nicht schaffe. Alles einzeln aufgezählt etwa 100 Dinge.

Das (nicht ganz vollständige) Kleingepäck, dessen Auflistung ich gerade nicht schaffe. Alles einzeln aufgezählt etwa 100 Dinge.

 

Die handschriftliche, zweispaltige DinA4-große Packliste noch ohne Toilettenpapier), für deren maschinenlesbare Erfassung ich im Moment keine Zeit habe. 72 Punkte mit etwa 100 Einzelteilen.

Die handschriftliche, zweispaltige DinA4-große Packliste (noch ohne Toilettenpapier), für deren maschinenlesbare Erfassung ich im Moment keine Zeit habe. 72 Punkte mit etwa 100 Einzelteilen.

 

In die Packliste trage ich heute noch ein, was wieviel wiegt. Und wenn ich wieder zuhause bin, dann – Versprochen! – kommen alle Bilder nochmal einzeln mit genauer Bildbeschreibung bzw. die Packliste als normaler Text.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert weiter und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 30. Juli 2015: Vom Einpacken zum Auspacken zum Einpacken zum Auspacken zum Einpacken zum … vier Versuche, und alles liegt über Nacht draußen.
 
Positiv war die Leichtigkeit des Seins und Tuns, leckeres bis zum Beinahe-Platzen-Essen mit der allerallerallerbesten Freundin.

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Gewichtskontrolle. Nº 212 (2016)

Ultreïa! Tag X-2

 

Einmal alles eingepackt. Wirklich alles, auch Wasser. Knapp 15 kg Last im Sack und in einer Gürteltasche und am Mann. Und mindestens eine Sache zuviel, die noch wegfallen wird, so ich mich auf die Unterwegsversorgung verlasse.

Heute irgendwann mache ich Bilder vom gesamten Gepäck, die zeige ich dann gemeinsam mit denen vom Zelt. Ich vermute, daß das Zelt etwas ist, das ich unterwegs nie benötigen werde; aber nun hab ich es und möchte es auch vorsichtshalber mitnehmen usw. usf.

Aufstellen ist leicht. Klein ist es. Mein ist es.

 

Und was mache ich eigentlich mit meinem Stab? Nehm ich den von zuhause aus mit oder schneide ich mir unterwegs einen neuen?

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert weiter und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 29. Juli 2015: Von der Gewichtdkontrolle zum Probeaufbau.
 
2016-07-29 waren positiv: zwei Päckchen und gute Gespräche.

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Es steht fest. Nº 211 (2016).

Ultreïa! Tag X-3

 

Ach, nun habe ich es verraten. Wann ich mich auf den Weg mache. Erstmal auf den Weg nach Görlitz. Dort schlafe ich in einer Pilgerherberge. Und am Morgen danach beginnt der Fußweg.

Vielen Menschen möchte ich danken, danken für ihre Unterstützung, die aus Worten und Taten und Gedanken besteht. Wieviele Jahre habe ich das vor mir hergeschoben, geplant, durchdacht, phantasiert, gefürchtet, gehaßt, gehofft? Und nun ist es wohl nur einfach an der Zeit dazu.

 

Ich frage mich trotzdem. Vieles. Und ich möchte gerne auch von euch wissen, wie das ist. Wenn die Zeit für etwas reif zu sein scheint, etwas endlich an der Reihe ist? Mit Geduld und Spucke? Oder mit aller Macht und Gewalt? Oder in genau dem Moment, wo es zu passen scheint, einfach nur das Richtige ist? Oder darf ruhig noch etwas fehlen zur perfekten Vorbereitung?

Von zwei, drei Menschen (oh: es sind doch noch ein paar mehr, zehn, zwanzig oder knapp einhundert) habe ich mir den Mut abgeschaut, einfach zu tun (von dreien allerdings ganz besonders). Danke dafür. Und nun sehe ich ziemlich gelassen dem Montag entgegen, an dem mein Wecker etwa sechs Uhr schellen wird.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert weiter und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 28.Juli 2015: Von der geplanten Idee zum feststehenden Termin.
 

Positiv waren die restlichen Besorgungen, die komplett bereitgelegten Dinge.

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Nº 210 (2016): Meditatives Tun.

Ich höre die Frage: Wie kannst Du das …?

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Den beiden Auswanderern Herr Tschiep und Eh!Vieh! geht es blendend: Sie toben mit dem Schwarm, fressen und baden und fühlen sich wohl, sagt der Mensch, bei dem sie unterkamen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es gelogen ist. Also kann ich heute beginnen, das Vogelzubehör wegzuräumen. Und sowieso muß ich nochmal waschen, allgemein aufräumen, dies und das noch erledigen. Und bügeln.

Ich liebe es zu bügeln. Am Brett zu stehen, das Eisen zu schwingen, Stück für Stück das Gefühl sauberer Wäsche wie aus Kindertagen zu haben und an Oma zu denken und daran, wie sie mir Häkeln und Bügeln beigebracht hat. Irgendwann und irgendwo hatte ich sogar die Gelegenheit, mit einem uralten Eisen zu plätten, in das noch ein im Herd erhitzter Eisen- oder Stahlkeil eingelegt werden mußte. Und ich erinnere mich auch an die Zeiten vor dem Dampfbügeleisen, als ich ein feuchtes Stofftaschentuch zwischen Plätte und Wäsche legte. Bügeln, das ist entspannend für mich, fast meditativ. Fast alles geht von ganz alleine, da passieren keine Sachen, die ich nicht kenne, routiniert wird Stück un Stück fertig (wie auch beim Abwasch, bei dem ich aber üblicherweise vor mich herumzuschimpfen pflege).

Nach einer echten Bügelorgie, die bei mir nicht hektisch, sondern ruhig und genüßlich abläuft, fühle ich mich entspannt, beruhigt. Bügeln hilft mir auch, wenn ich wieder zu sehr ins Grübeln gerate. Und deshalb habe ich manchmal schon Wäsche aus dem Schrank genommen und sie einfach nochmal aufgebügelt.

Ach. Bügeln ist so schön altmodisch …

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 27. Juli 2016 war die neue Regenpellerine, ein Päckchen mit duftender handgemachter Seife, die guten Nachrichten von den Nymphensittschen, die leichte Abkühlung am Abend.
 
Tageskarte 2016-07-28: Die Vier der Kelche.

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Ein Abschied. Nº 209 (2016)

Ultreïa! Tag nach Tag irgendwann.

 


Meine beiden Nymphensittiche Herr Tschiep (vorne) und Eh!Vieh! (erkennbar an einer deutlich zerrupfteren Federhaube) sitzen kurz vor meiner Entscheidung auf ihrem Schlafkäfig.

Gestern war ein Tag des Abschieds. Lange Zeit habe ich halbherzig nach einer Möglichkeit gesucht, meine beiden Nymphensittiche in einen größeren Schwarm zu vergesellschaften, also abzugeben, loszuwerden. Es war immer toll, wenn ich die Zeit hatte, sie zu beobachten: wie sie sich gegenseitig den Nacken beschnäbeln, wie sie um den besten Sitzplatz kämpften, wie der eine dem anderen den Vortritt beim Baden lies. Ja, sie waren und sind laute Vögel, diese Nymphensittiche. Und ihretwegen war es auch immer etwas schwierig, das Fenster zu öffnen …

Gestern hat die allerallerallerbeste Freundin aus/über fakebock einen Kontakt zu jemandem aufgebaut, der Nymphensittiche, Wachteln und Wellensittiche in einer Freilandvoliere hält. Zweimal hin- und herschreiben, einmal telefonieren. Bilder austauschen. Zusagen. Mir keine Zeit zum Zweifeln oder Zögern geben. Zehn Minuten später die allerallerallerbeste Freundin bitten, mich – uns mit dem Auto hinzufahren. Schnell heimgehen, weil die Wohnungsfreiflieger ja noch in den Käfig müssen – und diese beiden mögen das eher nicht.

Ahnen Tiere und Menschen, was geschehen wird? Als ich heimgeeilt war, um sie mühsam in den Käfig zu bugsieren, gingen sie schnell, komplikations- und protestlos hinein. Das taten sie noch nie, noch nie während des Tages. Tiere und Menschen scheinen zu ahnen, was geschehen wird …

 

Das letzte Bild von den beiden Lebewesen, die mich sechs Jahre unterstützten, unterhielten, nervten – beide im Schlafkäfig, vollkommen ruhig.

 

Das vorerst allerletzte aufgenommene Bildmeiner beiden Nymphensittichhähne

Das vorerst allerletzte aufgenommene Bild meiner beiden Nymphensittichhähne
Herr Tschiep rechts und Eh!Vieh! links im Käfig, kurz vor Abfahrt.

 

Ich wünsche ihnen ein gutes Ankommen im Schwarm. Und natürlich habe ich geheult, nach dem Einsperren in dern Käfig; und am Abend, als ich das Gequietsche vermißte: wie ein Schloßhund. Aber/und: Eine Sorge weniger für den #oekuweg.

Ein Abschied, den ich wollte. Er schmerzt …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert weiter und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 2015: Blieb ungegangen. Aber die Vögel sind hoffentlich glücklicher als hier …

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Das Gefühl. Nº 208 (2016)

Ultreïa! Tag irgendwann.

 

Etwa eine Woche liegt noch vor mir und dann bin ich – so mir nichts und niemand mehr einen Strich durch die Rechnung macht – endlich unterwegs auf der ersten Etappe meines Wanderns/Pilgerns ans Ende der Welt. Und ich bin mir sicher, daß ich alle Unwägbarkeiten des Weges meistern werde, lernen und sehen werde unterwegs. Ein für mich völlig neues Gefühl, eine ganz ungewohnte Erfahrung schon jetzt (diese Sicherheit) …

Auch neu: Ich danke den Menschen, die mir auf diese und jene Weise helfen, annehmen zu lernen, schon jetzt – und ganz bestimmt auch unterwegs …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert bald los und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 25. Juli 2015: von zuhause zum Radio und dann pendelnd zwischen verschiedenen Läden.

Positiv waren: Angekommenes, Gekauftes (Hirschtalg, Kaffeepulver, Trockenfrüchte) und gute Nachrichten.

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Nº 207 (2016): Zeitphilosophie.

Zeitungsfund.

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«Für die Zukunft brauche ich keine Vergangenheit, ich lebe jetzt.»

Der auf Mallorca lebende Erfinder Charly Bosch.

 

 

Ich las den Satz in einer in der Straßenbahn liegengebliebenen Mitteldeutschen Zeitung (MZ, 23./24. Juli 2016, S. 27; online auf der zweiten Seite dieses Artikels zu finden). Dieser Satz sei die Philosophie des Mannes, der nicht gern über seine Vergangenheit spricht, ist dem Artikel zu entnehmen.

Seltsame Philosophie, dachte ich, als ich mir den Satz und die Daten aufschrieb. Weil ich ja auch andere Dinge weiß – gut aus meinem Leben, aber macht das wirklich einen Unterschied?

Ohne meine Vergangenheit, wie sie auch gewesen sein mag, wäre mein Leben jetzt nicht möglich, zumindest nicht so, wie es ist.

Ohne Zukunft wäre mein Leben jetzt auch nicht möglich. Selbst, wenn ich nur noch Tage oder Stunden zu leben hätte, sie wären meine Zukunft.

Das Jetzt ist doch für meine Zukunft die Vergangenheit. Und das Jetzt brauche ich nicht für meine Zukunft?

Nein, ich stimme mit dem Manne nicht ganz überein. Denn ich würde seinen Satz erweitern:

«Für die Zukunft brauche ich keine Vergangenheit, ich lebe jetzt – aber mein Leben jetzt brauchte die Vergangenheit und braucht die Zukunft.»

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 24. Juli 2016 waren viele Gespräche, einige Scans, die beiden Radiosendungen.
 
Tageskarte 2016-07-25: XIV – Die Mäßigkeit.

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Beinahe schon unterwegs. Nº 206 (2016)

Ultreïa! Tag 1-irgendwas.

 

Die Spannung steigt. Nachdem mein Körper nunmehr seinen Unmut kundgetan hat – zur Genüge kundgetan hat, meiner Meinung nach – und ich nur noch wenige Dinge besorgen muß, sollte ich in den Modus “Abgang vorbereiten” wechseln können. Abgang im Sinne von Losgehen. Ich freu mich drauf, ehrlich, aber es sind da auch noch drei Sachen, die geklärt werden wollen.

Da ist ein Termin beim Verfolgungsbetreuungsamt. Jemand dort will mit mirüber etwas nicht Vorhandenes sprechen.

Ich bin abhängig vom Verfolgungsbetreuungsamt. Muß abwarten, ob sie pünktlich leisten – und damit gibt es immer mal wieder Probleme.

Für meine beiden Mitbewohner suche ich Asyl. Schon lange, nur fand ich bisher keines. Ich hoffe, daß ich diesmal an der richtigen Stelle nachfragte.

Mittlerweile habe ich mir auch Brennpaste und einen Brenner dazu zugelegt, macht 300 g für den Notfall; aber ich hoffe ja, daß ich genügend Papier und trockenes Holz finde, das ich mit meinem Messerchen in Spänchen und Späne schnitzen kann zum Anbrennen.

 

Irgendwann in der Woche gehe ich noch alles ausprobieren, was ich noch nicht testen konnte. Freunde mit Garten sind einfach toll.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert weiter und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 23. Juli 2016: Sie blieb ungegangen bis auf den Weg von zuhause zum Radio.
 
Positiv war die nach fünf weiteren Stunden Arbeit (Frickelei!) fertige Sendung für heute.
 
Heute um 13 Uhr gibt es “Liedermaching” im Stream von Radio Corax (Adresse für Winamp & Co.), die Sendung mit der schönen Musik.

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Nº 205 (2016): Geklapper.

Unwillkommen

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Am Nachmittag brach ich meine Schicht Sendetechnik ab und ging heim. Fieber, Schweißausbrüche, kaum zuhause auch Schüttelfrost. Ich hoffe, es ist mein Eintagsfieber, daß am heutigen Nachmittag vorbei ist. Weil ich unbedingt noch eine Sendung für den Sonntag fertigmachen muß. Weil ich jetzt keine länger dauernde Krankheit brauche. Der Zustand ist einfach unwillkommen. Der Buchfink war deshalb auch eine Wiederholung aus der Konserve.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 22. Juli 2016 war Rheinsteinpost.
 
Tageskarte 2016-07-23: Der Ritter der Münzen.

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Nº 204 (2016): Ruhe mitten in der Stadt.

Kurze Szene auf der Bank am Fluß

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Spätabends auf einer Bank am Fluß. Sitzen und lauschen. Einen Igel hören, Enten beim Fliegen belauschen. Ein paar Fledermäuse sind auch unterwegs. Ziemlich friedlich erscheint die Welt und ich bin doch mitten in der Stadt mit all ihrem Verkehr und den Menschen, die keine Ruhe finden, die laut sein müssen und jetzt in Grüppchen hinter mir vorübergehen. Glas klirrt beim Anstoßen, noch … Später wird es auf dem Boden zerbrechen. Ein Pärchen in meinem Alter setzt sich neben mich auf meine Bank, händchenhaltend, flüsternd, küssend. Als sie ihre Hand auf seine Hose legt, genau da hin, stehe ich auf und lasse die beiden allein. Allein in der Ruhe, auf der Bank, am Fluß, in ihrer Welt, mitten in der Stadt. Zuhause wartet der Rechner auf mich und darauf, daß ich das Gesehene aus der Kladde abschreibe.

 

 

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Der Emil

P.S.: Positiv am 21. Juli 2016 waren die mit der allerallerallerbesten Freundin verbrachte Zeit, das Achten auf mich selbst, Wiedersehen mit einer verlorengeglaubten Freundin, Eis, Spätmittagsschlaf.
 
Tageskarte 2016-07-22: XIV – Die Mäßigkeit.

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Nº 203 (2016): Hobo.

Die Küche im Postkartenformat

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Petromax Hobo-Kocher bk1

Petromax Hobo-Kocher bk1
Links im Bild: die Einzelteile des zusammensteckbaren Gerätes, fünf unterschiedliche Edelstahlplatten max. 12,5 cm x 14 cm; rechts daneben eine normale Postkarte zum Größenvergleich

 

Er ist gut verpackt nur etwas größer als eine A5-Kladde. Wiegt keine 600 g. Wenn ich die Packtasche weglasse, ist er nur knapp größer als eine Postkarte. Okay, schwerer, aber echt rucksacktauglich. Befeuert werden kann er mit Holz, kleinen Stückchen Holz, aber auch Spiritusbrenner, Brennpaste, Spirituswürfel und – so steht es in der Bedienungsanleitung – Teelichter eignen sich, um auf dem Gerät zu kochen und zu braten. Und mir fiel erst gestern auf, daß er von Petromax in Magdeburg hergestellt wird, der Hobo-Kocher bk1. Ha!

Der Hobo gefällt mir deutlich besser als all die Lösungen mit Gaskartusche. Noch habe ich ihn nicht ausprobiert, doch zusammengebaut steht er sehr stabil. Und auch, wenn er nicht ganz billig war (das Gramm Kocher mit Tasche kostet etwa 7,3 ct), so war er doch deutlich günstiger als ein von so vielen Leuten empfohlener Trangia. Einen Nachteil gegenüber dem hat der Hobo aber: er ist als Zeltheizung nicht nutzbar. Jetzt brauche ich nur noch einen guten DDR-Alutopf aus einem Trödelladen, und die Küche ist komplett ;-)

 

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Der Emil

P.S.: Positiv am 20. Juli 2016 waren der Hobo, die aufgebaute Markise, die leichte Abkühlung am Abend.
 
Tageskarte 2016-07-21: Der Bube der Kelche.

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Nº 202 (2016): Plan.

Wahrscheinlichkeitsrechnung

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Was auch immer der Mensch plant, der größte Unsicherheitsfaktor ist er und seinesgleichen. Mache ich Pläne nur für mich, ist die Wahrscheinlichkeit, daß alle Beteiligten erfolgreich sind, exakt 0,5 – plane ich für Dich und mich, ist sie nur noch ein Viertel …

 

 

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Der Emil

P.S.: Positiv am 19. Juli 2016 waren die erledigte Hausarbeit und die optimierte Packliste.
 
Tageskarte 2016-07-20: I – Der Magier.

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Plötzlich tun die Füße weh. Nº 201 (2016)

Ultreïa! Tag 1-Y

 

Genau so ist es. Während bis auf dreieinhalb Dinge – Regenjacke (welche?), Topf (welcher?), Kocher (noch nicht geliefert), Wasser (1,5 l oder 1 l?) – die Packliste abgehakt ist und die anfängliche Verstauordnung feststeht, fängt der Körper an, auf den geistigen/seelischen Zustand zu reagieren. Plötzlich habe ich beim gehen Schmerzen im linken Mittelfuß und in der rechten Ferse. So reagiert der Körper auf die Ungewißheit und die Angst vorm Weg. Trotz aller Vorfreude, allen Elans und der Gewißheit, daß ich genau das Richtige zum genau richtigen Zeitpunkt unternehmen werde.

Natürlich gibt es gute Freunde, die mir Mut machen (das machen auch Menschen, die ich nur auf Twitter kenne oder als Leser meines Blogs) und mir den Hinweis geben, daß ich nicht nur den Weg, sondern auch die Angst in kleine Abschnitte aufteilen kann. Im Kopf und im Herz ist das alles klar! Mit den Wanderkarten kann ich auch recht gut Strecken planen, Etappenziele A, B und C für jeden Tag denken. Es ist mir auch klar, daß der Weg dann alles ganz anders werden lassen kann, daß ich dann alles ganz anders mache als in all meinen schönen Plänen, daß das Wetter scheußlich sein und mir jegliche Lust auf das Gehen nehmen kann. Egal, ich weiß darum und mache mir deswegen keine Sorgen!

Nur eben meine Füße, die zweifeln, denen ist das alles nicht geheuer. Und mir ist es nicht so geheuer, daß sie eben jetzt damit anfangen.

 

Ach. Gewaschen, Hornhaut geraspelt und Nägel gefeilt, mit Mob-dingsbums eingerieben und dann hochgelegt. Ein wenig Pflege extra kann nicht schaden. Vielleicht läßt sich mein Luxusbody mit den Käsemauken umstimmen dadurch. Jedenfalls wird das Bewußtsein über das Sein bestimmen, ganz im Sinne dessen, was ich früher gelernt habe. Und der Weg wird mir das bestätigen und das Gegenteil beweisen …

 

Der Emil

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P.S.: Die Strecke am 18. Juli 2016: Vom Radio in der Innenstadt nach Hause, ziemlich langsam, doch zu Fuß.
 
Positiv waren das Mittagsschläfchen und die Pflege, die ich mir gönnte.
 
Tageskarte für 2016-07-19: Die Neun der Kelche.

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Nº 200 (2016): Schöne Musik.

In die Zukunft gelauscht

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Daß ich – mittlerweile wieder ausschließlich ehrenamtlich – für Radio Corax tätig bin, ist kein Geheimnis mehr. Gestern war ich als Sendetechniker dort in dem freien, nichtkommerziellen Lokalradio mit Programm rund um die Uhr, das im Raum Halle (Saale) auf 95,9 MHz und weltweit im Stream gehört werden kann. Jedenfalls betreute ich auch die Aufzeichnung einer Sendung, die am 24. Juli 2016 von 13 Uhr bis 14 Uhr ausgestrahlt wird.

Zu Gast waren Kupfer & Eisen, zwei Musikerinnen aus Leipzig (früher bei den “Wanderratten”). Sie hatten verschiedenen Instrumente dabei: Bodhrán und keltischen Harfe und Mandoline und Tin Whistle und Cajón und Gitarre und und und … (Von dieser handbetriebenen Klappwindlade hab ich den Namen schonwieder vergessen.) Und ich hörte “heimlich” den digitalen Ausgang des Studios mit. Irgendwann dann fiel mir auch ein, wo ich die beiden schon gesehen und auch teilwese gehört hatte: im Frühjahr in Leipzig auf dem Umschlag im Kohlrabizirkus!

Die Musikerinnen waren so freundlich und haben mir erlaubt, ein Lied ihrer ersten selbstverlegten und GEMA-freien (aber nicht urheberrechtsfreien!) CD Hiraeth in voller Länge erklingen zu lassen:

 

 

Mehr Hörbeispiele, kurze Schnipselchen ihrer Musik, gibt es im Soundcloud-Profil von Kupfer & Eisen, und noch in diesem Jahr soll eine zweite CD erscheinen. Ich liebe solche Musik. Wirklich. Und mache deshalb gerne nochmal auf die Sendung “Liedermaching” aufmerksam, die am 24. Juli 2016 ab 13 Uhr auf Radio Corax (der Stream ist auf der Radiowebsite zu finden, für das Abspielen in einem anderen Player nutzt bitte diese Streamadresse) ausgestrahlt wird. Es war ein für mich äußerst erfreulicher Nachmittag.

 

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Der Emil

P.S.: Positiv am 17. Juli 2016 war die wunderbare Musik.
 
Tageskarte 2016-07-18: Der König der Kelche.

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Nº 199 (2016): Goldwaage.

Grammweise und abgemagert

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Grammweise. Wirklich. Die ersten Packversuche verlaufen so. Und noch sind einige Dinge nicht da, nicht klar. Der Rucksack wiegt etwa 2000 g, das Zelt 2300 g, der Schlafsack 800 g, die Isomatte 700 g, Wasser etwa 1550 g oder 1080 g. Das Bestellte, noch nicht vorhandene wiegt 590 g. Dazu kommen 380 g Verpflegung, 490 g Körperpflege und Medikamente und Pflaster, Klamotten, Handtuch, Sandalen, Topf, Löffel, 137 g Tasse mit Deckel, Rechnerlein mit Netzteil und Dreifachstecker und USB-Stick und 2 SD-Karten, Powerbank, 107 g Ladegerät mit zwei Kabeln, 320 g Kladde mit zwei Stiften, 480 g Pilgerführer und Wanderkarten, Klopapier, einige Kabelbinder … Heiliges Kanonenrohr! Kamera, Kopflampe, Batterien, Kaffee (?), Sternzwirn mit Nadel und und und. Was ich ständig am Körper trage – Brillen, Telefon, Taschenmesser, Portemonnaie, Rauchzeug – wiege ich nicht mit. Und Bilder gibt es später.

Ob ich das Zelt auf dieser ersten Etappe überhaupt brauchen werde, weiß ich nicht. Aber irgendwann auf dem Weg wird es nützlich sein, dessen bin ich mir sicher. Irgendwie bleibt der Rucksack trotzdem ziemlich leer – doch wie mir glaubhaft versichert, kommt es auf das Gewicht an. Und ich werde nie sehr weit weg von der Zivilisation sein. Also? Was? Was soll ich weglassen/doch mitnehmen? Na?

Übrigens habe ich in den letzten acht Wochen dafür gesorgt, daß ich sowieso knapp fünf Kilogramm weniger mitzunehmen habe. Von durchschnittlich 107 kg bin ich mal wieder auf 102 kg – ebenfalls durchschnittlich – abgemagert. Jetzt bin ich nur noch 20 cm zu klein für mein Gewicht ;-)

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 16. Juli 2016 waren zwei weitere Ausrüstungsteile, probepacken, abwiegen.
 
Tageskarte 2016-07-17: Der König der Münzen

P.P.S.: Ich werde von unterwegs kleine handschriftliche Notizen (gereimt/ungereimt) verschicken (Originale, auch ich werde davon keine Kopie/Fotografie haben). Und ich freue mich über (auch kleine) Hilfen (näheres per Mail usw.).

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