Nacktarbeit (2017: 178)

Oh, ein Schreibfehler: Nachtarbeit natürlich.

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Ich konnte der Schwüle heute nicht anders entrinnen als durch Entblößung. Und so verbrachte ich den Tag bis zur Einkaufstour, die unvermeidlich war, nackt vor meinem Rechner sitzend, scannend, Bilder sortierend, Texte abtippend, im Kreise dreier mich in einen wohlig kühlenden Luftstrom hüllender Ventilatoren. Einer, der kleinste von ihnen, hat hinter dem Schaufelrad ein spiralig gerolltes Schwammtuch, welches ich immer wieder mit kaltem Wasser tränkte. Ach, die Gänsehaut tat gut. Am Tage erledigte ich also Nacktarbeit, jetzt sitze ich an meiner Nachtarbeit: einen weiteren Anfang aus dem kleinen Notizbüchlein überarbeiten, weiterdenken, weiterschreiben.

Ach ja, noch etwas: Nach meiner Einkaufstour habe ich nun einen Adapter für alle möglichen Festplatten zuhause. Ganz nebenbei konnten gesichert, also auf eine andere Festplatte übertragen werden:

  • Daten von einem Notebook mit 4 GB HDD (Win98) vollständig kopiert
  • Daten von einem Notebook mit 8 GB HDD (Win2000 Pro) – das Mistding macht Schwierigkeiten – teilweise kopiert
  • 120 GB IDE HDD aus Altbestand (SuSE HOME) – gesichtet
  • 80 GB IDE HDD aus Altbestand (SuSE ROOT) – gesichtet
  • 320 GB IDE HDD aus Altbestand
  • 40 GB IDE HDD aus Altbestand
  • 240 GB IDE HDD aus Altbestand
  • zwei weitere IDE-HDDs, deren Herkunft mir nicht ganz klar ist …

Ich sitze immernoch und korrigiere gerade Zeichensatzkodierungsfehler … Und ich habe Spaß daran …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 27.06.2017 waren Katzenkraulen (okay, Kater-), preiswerter Einkauf, alte Dateien.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Kelche.

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Sonnenuntergangsdialog (2017: 177)

Und manchmal muß man bibelfest sein.

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“Du? Hallo? Hey?!” “Hmmmmm?” “Du weißt doch immer so philosophische, so tiefsinnige Sprüche. Hast Du einen für Karin und Lars zum Einzug in ihre erste gemeinsame Wohnung?” “Ja. 1. Korinther 4,21.” “Was ist das denn für ein blöder Spruch: erster Korinther für einundzwanzig?” “Hmpf! Das ist ein Bibelvers. Also ein Zitat aus der Bibel! Aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel vier, Vers 21!” “Meine Güte, ich bin kein Pastor; woher soll ich denn sowas wissen! — Und was steht da?” “Schau selbst nach.” “Wir haben keine Bibel im Haus. Soll ich jetzt bei irgendjemandem klingeln und fragen, ob die mir ihre Bibel leihen können? Spinnst Du?” “Von Suchmaschinen hast Du wohl noch nie etwas gehört, Du Facebookuser?” “Wie – Suchmaschine. Was meinst Du denn damit?” “Oh! Du bist echt zu … » Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder mit Liebe und sanftmütigem Geist? « Zufrieden?” “Das soll ich denen …?” “Ist mir egal. Ich möchte jetzt in Ruhe den Sonnenuntergang betrachten.” “…”

 

 

Orangeglänzend steht die untergehende Sonne in einem Streifen wolkenlosen Himmels zwischen der Unterkante der grauen Wolkendecke und den Wipfeln des Waldes, der den Horizont bildet.

Sonnenuntergang.
Orangeglänzend steht die Sonne in einem Streifen wolkenlosen Himmels zwischen der Unterkante der grauen Wolkendecke und den Wipfeln des Waldes, der den Horizont bildet.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 26.06.2017 waren die Ankunft, die Sehnsucht, der Sonnenuntergang.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Münzen.

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Zur Kleinkunst (2017: 176)

Beim Musikhören drüber nachgedacht

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Es ist gut möglich, daß ich den Song schonmal hier hatte. Wenn nicht, dann war es wenigstens etwas von Fiva MC. Aber: Hört doch mal auf den Text. Achtet bitte einmal auf den Text. Meine Güte! Und denkt doch auch mal alle an die Bands und ihre Mirglieder, die nicht eigene Songs spielen, sondern mit all ihrem Herzblut und Können Coverversionen aller Art zu Gehör bringen, live, auf Bühnen, in Festzelten, auf Wiesen, Stadt- und Gartenfesten. Die, die in einem Programm ABBA und Meat Loaf, Country Roads und Hey Jude spielen können, die für wenig bis kein Geld Stimmung verbreiten. Musiker (oder auch Künstler anderer Genres), die alles für ihr Publikum tun. In ihrer Freizeit. Einfach so.

Ich hoffe für euch, daß ihr alle schonmal eine “reine” Freizeitband, vielleicht sogar eine Band wie “Die Bunten Mützen” erlebt habt. Welche Innbrunst da manchmal rüberkommt, welche Liebe zur Kunst, zum Singen, zur Musik, welche Freude über die ausgelassene Stimmung des Publikums.

Von all dem singt Fiva in diesem Lied. Und mir fiel das wieder auf, wie wichtig diese “Kleinkunst” und ihre “Kleinkünstler” sind, als ich heute nachmittags ein paar Songs von HandaufsERZ anhörte – na gut, Tobias singt eigene Lieder, und doch singt auch er, weil es eine Freude ist zu singen. Weil es eine Freude ist, anderen Menschen eine Freude zu machen. Weil es Musik ist, Leben …

Ich danke allen, die – von mir schon gehört oder/und erlebt oder auch nicht – vor ein Publikum treten nicht um des Geldverdienens wegen (was bei “großen” “Stars” oft der Fall zu sein scheint), sondern wegen der Feude.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 25.06.2017 waren der Hackbraten, erledigte Kleinarbeiten, die Musik.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Schwerter.

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Kaffee im Garten (2017: 175)

Zuschauerperspektive.

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Das Rotschwänzchen sitzt wippend auf dem Gartenzaun. Die Spatzen sind mutiger und suchen vor meinen Füßen nach den Kuchenkrümeln, die ich fallenließ. Schwalben huschen teilweise auf Kniehöhe über den Rasen. Es ist warm, selbst hier im Schatten unter dem Sonnenschirm, so warm, daß ich schläfrig bin und matt. Zu schlaff sogar zum einschlafen. Das vor wenigen Minuten noch kalt aus dem Kühlschrank geholte Mineralwasser ist längst schon lauwarm. Auf der Untertasse mit dem ganz leicht gezuckerten Wasser waren bereits mehrere Insekten zu Gast. Und ach, mich treibt heute nichts und niemand, ich bleib jetzt einfach hier sitzen, entweder bis zum Sonnenuntergang oder bis zum Gewitter, und schau den Vögeln und Insekten und den Wolken zu.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 24.06.2017 waren Frühstück zu zweit, das verlegte Rohr, Weggeräumtes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Stäbe.

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Beides (2017: 174)

Einfach.

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Ich befürchte, wir sitzen zu selten einfach träumend nebeneinander.
Ich befürchte, wir sitzen einfach zu selten träumend nebeneinander.

 

 

Beides ist oft so, oder? Aber Beides in einunddemselben Satz geht meiner Meinung nach sprachlich nicht: Ich befürchte, wir sitzen einfach zu selten einfach träumend nebeneinander. Oder doch?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 23.06.2017 waren der weggebügelte Berg, leckere Tomatensoße, die etwas geringeren Temperaturen.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Stäbe.

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Bewußtsein bestimmt Sein (2017: 173)

Sein bestimmt Bewußtsein

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“Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.”

(Marc Aurel zugeschrieben.)

 

 

Oder, wie es die Stoiker formuliert haben sollen: “Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge.”

 

Wenn ich im Angesicht dieser beiden Sätze die Entwicklung der Nachrichten seit – sagenwirmal – seit 2000 ansehe, dann wird Mißtrauen und Angst geschürt, Neid und Mißgunst, Ablehnung und Abwertung werden gefordert, vielleicht sogar gefördert. Die (“öffentliche”) Meinung wird manipuliert, mit aller Kraft, auf allen Kanälen, in allen “Filterblasen”. Kann ich mich von den Auswirkungen dessen freisprechen, freimachen, davor schützen?

Komm mir jetzt bloß niemand mit “Positiv denken!” Das ist eines der Dinge, die ich als Irrtum ansehe. Nur vom “Positiv denken” ändert sich nichts, jedenfalls nicht so viel, wie ich hoffte, erwartete. Doch, Wirkungen hat es schon: Ich habe weniger Zweifel, ich katastrophisiere seltener, verliere seltener jegliches Interesse, jegliche Lust; ich gönne mir mehr (im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten).

Gerade bin ich dabei, wieder zu planen. Dabei helfen mir Pläne nur selten, weil ich daraus eine Pflicht, einen Zwang phantasiere – und meine Abneigung geben Pflicht und Zwang solltet ihr bereits kennen. Und doch muß ich einiges organisieren, vorbereiten, viele Dinge tun, die zu einem Plan gehören. Wie war das denn damals bei Karl Marx: Das Bewußtsein bestimmt das Sein; das Sein bestimmt das Bewußtsein? Ich ändere jetzt meine Meinung über selbsgemachte Pläne (also das Bewußtsein). Zumindest dieser da ist hilfreich für mich und für das, was ich da vorhabe.

Et voila!

 

Da ist noch einiges zu erledigen. Ich bin und bleib dran.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 22.06.2017 waren geschaffte Hausarbeit, ein sehr angenehmes Wiedersehen, eine Umarmung.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Münzen.

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Die innere Stimme (2017: 172)

Intrinsischer Antrieb oder was?

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Schreibunlust wegen Hitze. Schlaff, kraftlos, müde. Trotzdem mußte ich einiges tun im Radio und in der Stadt. Dazu kommt, daß ich bald wieder Saunazuschlag zur Wohnungsmiete zahlen muß: Hier drin sind nachmittags durchaus über 40 °C. Es fällt mir in diesem Jahr wieder etwas schwerer als vorher, mit dieser Wärme umzugehen. Die Ventilatoren schicken ihren Luftstrom gegen feuchte Laken und Handtücher und kühlen das Zimmer so um zwei oder drei Grad herunter. Doch da es auch nachts kaum merklich abkühlt, schlafe ich sehr unruhig, weil ich auch viel trinke und daher immer wieder ins Bad muß. Die Zuckerwerte sind normal, also daher rührt der übergroße Durst nicht, sondern wirklich von der Hitze.

Schreibunlust. So groß, daß ich erst die innere Stimme hören mußte, die “sie warten auf Deinen Text” flüsterte. Ich hätte heute ja zu so vielen Veranstaltungen hier in der Stadt gehen können, denn es ist “Fête de la musique” in der Stadt (gewesen) mit ganz vielen umsonst und draußen Gigs. Ich war bei keiner einzigen, es war und ist mir einfach zu warm, zu schwül. Und nun sitze ich ruhelos, keine passable Stellage findend, zuhause vor dem Scanner. Das Armheben fällt mir schwer, jede Bewegung ist unangenehm, jeder Furz nervt mich.

Und am meisten nervt mich, daß ich so genervt bin. Und so wenig Lust auf das Blogschreiben habe.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 21.06.2017 waren leckeres Essen, ein fester Plan, entsorgtes Papier.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Münzen.

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Die letzte Geschichte (2017: 171)

Papierne Handschrift.

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Welche Geschichte werde ich als letzte erzählen; welcher Text wird es sein, der mich überdauert? Ich weiß es nicht, doch ich weiß, sie wird von mir handschriftlich auf Papier notiert worden sein.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 20.06.2017 waren Kartoffeln, Rührei und Gurkensalat, eine fertige Sendung, Zufriedenheit mit der neuen Kladde.
 
Die Tageskarte für morgen ist XV – Der Teufel.

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Es muß passen (2017: 170)

Die Qual der Wahl und die Lösung des Luxusproblemes.

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Gefühlte ypsunddrölfzig Stifte in drölfundibbzig Kladden habe ich – nein, nicht ausprobiert, aber mir vorgestellt. Grauenhaft. Wirklich grauenhaft. Kein Notizbuch, das mich “anspringt”; nicht eines, das meinen Händen “schmeichelt”, dessen Format und Papier ich unbedingt nutzen will. Da wäre ich früher sofort losgegangen und hätte mir ein neues gekauft. Aber aus der Menge der vorhandenen (um 30) pickte ich mir dann doch eines heraus und legte es sozusagen bereit. Und auch meinen Füllfederhalter dachte ich als Schreibwerkzeug zu behalten.

Heute ging ich später, aber trotzdem los und suchte in mehreren Läden nach dem Unfindbaren. Obwohl. Unfindbar war die neue Kladde nicht. Eine hatte ich ja trotz aller Bedenken und Zweifel schon ins Auge gefaßt. Zuhause lagen zwei “flex ruled notebook by f*lofax”. Die waren im vorigen Jahr nur halb so teuer wie die aus dem Leim gehende Kladde mit der als besonders biegsam und besonders zerfallfest angepriesenen (Leim-) Bindung. Ich kaufte heute allerdings noch drei davon, weil sie nun nochmal im Preis gesenkt waren; Kladden kann ich nämlich nie genug haben. Das Papier ist eher papyrusweiß und hat eine mir entgegenkommende schmale Linierung. Noch weiß ich nicht, wie tintendurchschlagfest die Seiten sind, doch spätestens morgen muß ich mich mit dem Ergebnis abfinden. Zur Not kann ich ja von Füllfederhalter auf Gel- oder Kugelschreiber umsteigen.

 

Vorsatz der Kladde

Vorsatz der Kladde. Enthaltener Text:
 
Flex
by fILOFAX
 
ruled notebook
 
a5 size 148×210 mm
256 pages
 
code: 875002

 

Mittlerweile sollte ich das Kladdenkaufen aber wirklich unterlassen. Ich überschritt heute nämlich die Anzahl von drei Dutzend bisher unbeschriebener Notizbücher. Nebenbei liegen da nämlich auch noch zehn oder zwölf Angefangene, von ein oder zwei beschriebenen Seiten Befreite … Um das źerfallende Teil tut es mir aber wirklich leid. Vom Papier her und von der gesamten Haptik war, ist es wirklich gut. Knapp über die Hälfte der Seiten bescharieb ich unterwegs; nun bleibt ihm die Weiterexistenz als Traum- und Nachttextkladde. (Und ich muß mir etwas zu ihrer Archivierung einfallen lassen, später, wenn sie dann voll ist.)

Unbedeutende Sorgen und ein Problem, das wirklich keines ist. Allerdings gibt es wirklich ein Problem: Vodafone funktioniert nicht, ich habe weder Telefon noch Internetzugang im Moment. Hoffentlich ist das bis morgen wieder halbwegs in Ordnung.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 19.06.2017 waren die getroffene Auswahl, das Schnäppchen, das Internet im Radio.
 
Die Tageskarte für morgen ist XXI – Die Welt.

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Vergangen, verlaufen, verschwunden (2017: 169)

Tag: weg.

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Nach einem guten Tag folgten eine schrecklich laute Nacht und ein viel zu heißer Tag. Ich saß im Kreise meiner Ventilatoren und scannte Papier ein. Immer wieder nickte ich weg – schließlich hatte ich in der Nacht keinen Schlaf gefunden. Wirre Träume und Schweißausbrüche wechselten sich ab.

Ein Tag verging, verlief in der Zeit und verschwand im Vergessen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 18.06.2017 waren die Polizisten, die den Krach gegen halb sechs doch beendeten, die gescannten Papiere, erste Detailplanungen.
 
Die Tageskarte für morgen ist XVII – Der Stern.

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Selbstbeweihräucherung? (2017: 168)

Begegnung der unerwarteten Art.

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Das – DAS! – Gute des heutigen Tages muß ich hier beschreiben. Denn ein Mann mit sehr gepflegtem Bart und Kinderwagen sprach mich mit fränkischem Akzent (stimmt doch, oder?) in der Straßenbahn der Linie 3 vom Markt zum Moritzburgring an: er läse mich oft (immer?) und wolle mir danken. Mir? Ja, denn ich sei doch Emil und er dankt für die Gedanken, die ich in meinem Blog so teile. — Ich werde auf der Straße erkannt und angesprochen, weil ich blogge. Puh. Das war schon sehr … sehr positiv schockierend, bauchpinselnd. Ich glaube, ich glühte röter als die sprichwörtliche OSRAM-Birne, als ich die Bimmel verließ und versprach ihm, daß genau das heute mindestens in meinem “Das Gute am … war” auftauchen würde.

 

So habe ich wohl noch keinen Blogtext begonnen.

Auf dem Weg von der Haltestelle zum Sender fragte ich mich dann, ob das jetzt dieses “bekannt” ist (genauer gesagt, das “berühmt”). Doch nein, das darf es nicht sein, denn damit kann ich beim besten Willen nicht umgehen. Ich will doch nur meinen Stiefel machen, meinen Kram aus dem Kopf haben, Fragen, Phantasien, Ideen, Anfänge und Schnodderigkeiten in die Welt schreiben, Herzschmerz rauslassen und Sehnsucht gestehen. Also all das, was alle Menschen jeden Tag tun und wovon ich mich lange Zeit von meiner Krankheit abhalten ließ. Aber heute war eben dieses besondere erste Mal, eines, das ich nicht vergessen kann und will. Und heute war auch die Diskussion um “meine” Schuldfrage, mein Weiterdenken all der Kommentare, das Lesen von anempfohlenen Texten, mein Geständnis meines Nicht-Schuldig-Fühlens an meiner Flucht/meinem Untertauchen/meinem Verantwortungsleugnen und -ablehnen.

Ob ihr es mir glauben wollt oder könnt: Heute dachte ich über Sinn und Zweck meines Blogs nach. Gestern Abend noch suchte ich nach der passenden Form, weil sich die als besonders geeignet beworbene Kladde zerlegt und ich noch keine wirklich mir gefallende fand, weil mir keine meiner Schriften (Sütterlin, drei verschiedene lateinische Schreibschriften, Kapitälchen) und keine der Schriftfarben im Moment wirklich zusagt. Heute dachte ich – und ich weiß nicht, zum wievielten Male – über Sinn und Zweck meines Bloggens, meines Schreibens nach. Ein Buch? Ein Roman? “Hochliteratur”? — Ich weiß es nicht, ich habe nichteinmal eine Ahnung davon. Ich weiß nur, daß es mir guttut, wenn ich etwas schreiben kann/konnte, wenn ich mein Hirn duch Aufschreiben entlasten kann/konnte. Das fällt mir noch mehr auf in den anderen Blogs/Webpräsenzen, die ich betreibe, die spezialisierter sind auf nicht Sanlonfähiges. Es sind die Sachen, die mir helfen, mich entlasten, deren Freilassen mir Freiraum zumindest in meinem Kopf verschafft.

 

Du hast meinen Tag gründlich durcheinandergebracht. Sollte ich Dich wiedersehen, so werde ich Dich und Deine Familie auf ein Eis einladen und auf ein paar Minuten Gespräch, so Du gestattest. Und ganz gleich, welche Rückmeldungen ich bisher bekam (da ist auch noch eine unbeantwortete Mail, war das Deine?), diese war besonders, sehr besonders. Danke. Du merkst und liest vielleicht, daß mir das wirklich verdammt viel bedeutet; ich danke Dir. Boah, was hat mich das im wahrsten Sinn des Wortes aus der (Straßen-)Bahn geworfen …

 

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Der Emil

P.S.: Das Gute am 17.06.2017 waren das oben beschriebene Erleben, ein erhaltenes Versprechen, eine halbe Verabredung.
 
Die Tageskarte für morgen ist IX – Der Eremit.

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Welch eine Frage (2017: 167)

Hypothetisch. Aber immerhin.

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Wer trägt Schuld, wenn Überforderung zu Unachtsamkeit oder Notlügen und damit zu einem Unglück oder Ähnlichem führt?

Wer trägt diese Schuld?

 

 

Für mich ist diese Frage vollkommen hypothetisch. Aber für wieviele Menschen ist sie das nicht, wieviele Menschen leiden darunter, wenn alles, was sie tun können und nochmehr in den Augen der anderen einfach nicht genug ist. Wenn dann noch etwas geschieht, das …

Wenn ein völlig übermüdeter Bereitschaftsarzt einen Fehler macht.
Wenn ein Lastwagenfahrer in den Sekundenschlaf fällt.
Wenn eine Verkäuferin einen Pfandbon vergißt.
Wenn ein Trauerredner einen Namen verwechselt.
Wenn ein Politiker zuerst an seine eigene Tasche denkt.
Wenn mein Herz so voll ist, daß ich mit jemandem reden muß.

 

Oh, niemand muß diese Frage beantworten.

 

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Der Emil

P.S.: Das Gute am 16.06.2017 waren der Nachmittag mit der allerallerallerbesten Freundin, ein gesehener Film, eine Bestätigung.
 
Die Tageskarte für morgen ist IV – Der Herrscher.

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Fledermäuse (2017: 166)

Es fehlen die Vögel, deren Tiefflug Gewitter vorhersagt.

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Am offnen Fenster liegend in den Himmel starren.
Den Lichtern nachsehen von Flugzeugen vor Wolken.
Dann lehn‘ ich mich doch nochmal hinaus
Und schaue von oben auf huschende Fledermäuse.

Schwalben fliegen hier auch tagsüber selten.

 

 

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Der Emil

P.S.: Das Gute am 15.ß6.2017 waren ein später Spaziergang zum Schnäppchen, kühles Bier am Abend.
 
Die Tageskarte für morgen ist das As der Kelche.

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Hund am Strand (2017: 165).

Aus der winzigen Kladde.

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Ein (schwarzer?) Hund trottet gesenkten Kopfes über einen Strand. Ob das an Stausee, einem Fluß oder gar an der Ostsee ist, spielt keine Rolle. Es ist kein feiner Sandstrand, es liegen viele runde Kiesel dort. Dem ab und zu heranströmenden Wasser weicht das Tier aus, als würde es nasse Pfoten um jeden Preis vermeiden wollen. Mir fällt auf, daß der Hund zwar mit gesenktem Kopf läuft, aber nicht auf dem Boden schnüffelt. Der Kopf hängt nur nach unten; einem Menschen mit einer solchen Haltung würde ich Traurigkeit, tiefste Traurigkeit oder beinahe vollständige Erschöpfung zuschreiben. Aber einem Hund? Ich habe zuwenig Erfahrung mit der Körpersprache von Tieren. Gut, einen freudig wedelnden Hundeschwanz erkenne ich ebenso wie den abwehrend gekrümmten Buckel einer Katze.

In meiner Vorstellung muß das Ufer, muß der Strand ohne Ende sein, denn noch immer trottet ein schwarzer Hund gesenkten Kopfes über den von vielen Steinen durchsetzten Sand und weicht den heranrollenden Wellen aus. Weit links steht ein Mensch, dessen Haare im Wind wehen – ist es eine Frau? Und kann es sein, daß der Hund reumütig zu ihr zurückkehrt von einem Ausreißversuch, zu dem ihn sein zwar verkümmerter, aber doch noch vorhandener Jagdinstinkt gelockt hatte? Aber was nur jagt ein schwarzer Hund an einem Ufer? Vögel? Läuft ein Hund wirklich kilometerweit hinter Vögeln her? Oder war da eine Katze, die sich in Sicherheit bringen konnte, die schneller war als der Hund, den vielleicht die Rufe seines Frauchens bremsten? Waren da Kaninchen, die der Hund jagte, oder hatte er etwas anderes entdeckt? Nichts davon weiß ich, nichts davon habe ich beobachtet.

Ein schwarzer Hund trottet über den Strand. Vor dem Glitzern des Sonnenlichtes auf dem Wasser sehe ich einen Kopf und Schwanz hängenlassenden, todtraurig dahintrottenden Hund am Rande der Erschöpfung. Und einen Menschen weit links hinten …

 

 

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P.S.: Das Gute am 14.06.2017 waren Ausschlafen, Freude über geschaffte 126 Seiten, ein ruhiger Abend.
 
Die Tageskarte für morgen ist X – Das Rad des Schicksals.

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Mein Luxus (2017: 164)

Vier verwobene Anfänge.

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Oh, dieses Schreibexperiment, dieses wahnwitzige Vorhaben, das ist noch nicht beendet. Und siehe, es gibt etwas hochinteressantes, das ich da aufschrieb: vier Anfänge, die mal wieder irgendwie zusammenhängen (Strand, Ufer, ein schwarzer Hund, verschiedene Zeiten und Personen). Das scheint ja ein Muster zu sein bei mir … Ich arbeite noch ein Weilchen daran.

 

Ansonsten … Ansonsten gibt es vom heutigen Tag nicht viel zu berichten. Ich war ganz froh darüber, daß im realen Leben niemand etwas mitbekommen hatte. Schließlich feiere ich seit etwa 15 Jahren kaum noch, das ist irgendwann einfach hinten runtergefallen und ich vermisse es nicht. Das einzig Besondere am heutigen Tag war und ist die Schreiberei. Und daß ich jetzt sofort auf meine Couch geh. Schlaf ich ein, ist es nicht schlimm. Schaffe ich noch etwas, ist es auch in Ordnung.

Luxus ist es, mich nicht in der Pflicht zu fühlen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 13.06.2017 waren leckeres Frühstück, eine recht ruhige Schicht, viele beschriebene Seiten (107 von 128 bis jetzt).
 
Die Tageskarte für morgen ist XX – Das Gericht.

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