Striche für die Phantasie (148/217)

Freie Interpretation erlaubt. Hund oder Katz’?

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Gestern abend auf dem Weg zum Radio gesehen. Erinnerte mich spontan an das Schaf, das der Pilot für den Kleinen Prinzen einst malte. Hund oder Katz’?

 

Hund oder Katz

Strichgraffito in der Brüderstraße
In dieser Einfachheit darf sich jeder sein Haustier wünschen.

 

Es gefällt mir, so wie es ist. (Und nein, ich war wirklich nicht derjenige, der es geschaffen hat.)

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 27. Mai 2015 waren eine Postkarte aus den wunderbaren Ländern Sofasophiastan & Irgendlinkistan, das entdeckte Graffito, die erledigte Arbeit.
 
Tageskarte 2015-05-28: XX – Das Gericht.

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Was Übersetzer so können (147/218)

Zwei Sprachbilder, die mir gefallen – und die Konsequenz daraus

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Viel zu selten werden die Menschen gewürdigt, die sich den Mühen unterziehen, die die Übersetzung von Literatur mit sich bringt. Denn wenn Du oder ich oder irgendjemand Gefallen findet an einem ursprünglich fremdsprachigen Werk, so wäre dies ohne die feine Arbeit der Übersetzer kaum möglich. Und mir sind zwei wunderschöne Beispiele dafür aufgefallen, wie gut solche Verdolmetschungen sein können:

 

 

» Wenn er versuchte, ihr seine Liebe zu gestehen, fing er an zu stottern und stampfte auf der Wiese der Sprache wie ein blödes Rindvieh umher, bis er sich so sehr schämte, daß er überhaupt keinen Ton mehr herausbekam. «

S. 199

 

» Was ist Zeit? Wer vermag ihren Fluß zu verfolgen? Ist die Zeit wie der Wind – eine gewaltige, unsichtbare Macht, die alles verändert –, oder ist sie das Produkt eines kollektiven Traums? «

S. 207 in Mary Mackey: Kornmond und Dattelwein. Deutsche Erstausgabe 1987
© 1987 Fischer Taschenbuch Verlag GmbH Ffm. ISBN 3-596-22719-4

 

 

» Aus dem Amerikanischen von Marcel Bieger « (Hervorhebungen von mir) steht auf der Titelseite im Buch. Marcel Bieger, einer von Tausenden, die eine einfache Websuche liefert. Welcher wird es wohl sein? Ich habe keine Ahnung. Doch in Zukunft werde ich wohl öfter an das Rindvieh auf der Sprachwiese denken müssen, wenn mir die Worte wegbleiben und ich zu stottern beginne. Und die Vorstellung, daß Zeit nur ein Ergebnis eines kollektiven Traums aller Menschen ist (oder besser: vieler Menschen, denn dann kann ich mich außerhalb dieser Träumerei sehen und damit als an der Zeit unschuldig seiend) ist tatsächlich eine reizvolle.

Marcel Bieger hat nicht nur in diesen beiden Beispelen, sondern im gesamten Buch Arbeit geleistet, die nicht zu bemerken ist und darum bemerkenswert ist. Das Buch las und liest sich für mich, als hätte es mir in seiner Originalsprache vorgelegen.

Die Übersetzer zähle ich von nun an zu den Künstlern.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 26. Mai 2015 waren ein ruhiger Nachmittag und eine unerwartete, trotzdem viel zu kurze Mail.
 
Tageskarte 2015-05-27: Die Sechs der Münzen.

P.P.S.: Nicht zu vergessen die Lektorinnen und Lektoren, die an den sprachlichen Feinheiten nicht geringen Anteil haben, glaube ich!

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Also manchmal wundere ich mich schon (146/219)

Besonderes Ritual

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Also manchmal wundere ich mich ja schon. Ehrlich. Ganz besonders über die Dinge, die ich ritualisiert habe. Oder für mich unverständliche Handlungsweisen und Aussagen anderer Menschen. Wie zum Beispiel über das, was ich vor einigen Tagen auf dem Parkplatz gegenüber des Opernhauses in Halle (Saale) beobachtete, während ich mir eine Zigarette drehte. Da stiegen zwei ältere, weißhaarige Mensch aus einem blauen Auto. Während die Frau sich schonmal vom Fahrzeug entfernte, war der Herr noch am hinteren, mir zugewandten Ende des Wagens beschäftigt. Er nahm etwas aus dem Kofferraum und bückte sich so, daß er mir die direkte Sicht auf das versperrte, was er gerade tat. Danach erhob er sich mühsam, indem er sich am Fahrzeugheck abstützte und ging seiner Frau hinterher.

Inzwischen war ich auch mit dem Drehen meiner Zigarette fertig und hätte weitergehen können. Hätte. Wenn mein Blick nicht nocheinmal zu eben diesem Auto gegangen wäre.

 

Was ist das

Da unten hinterm Rad?

 

Was lag da jetzt hinter dem Hinterrad? Ich war so verdattert, daß ich die Kamera aus dem Rucksack holte und das Bild machte. Und dann war ich so … Neugierig? Nein, eher amüsiert, verwundert. Jedenfalls ging ich näher heran und bückte mich ein wenig und photographierte dann das:

 

Schuhbuerste

Was hat die Bürste dort für eine Bedeutung?

 

Wozu, so rätsele ich seitdem, wozu legt jemand eine Schuhputzbürste beim Parken hinter das Hinterrad seines Autos?

Früher, in der DDR, hätte ich gesagt: “Dinge gibt’s, die gibt’s in keinem Russenfilm!”

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 25. Mai 2015 war die viel kürzer als gedacht ausgefallene Schicht.
 
Tageskarte 2015-05-26: Die Acht der Münzen.

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Leere und Muster (145/220)

Einsicht, irgendwann

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Lange Zeit alleine liegen, nachts die leere Stelle neben mir spüren, morgens gegenüber einen unbesetzten Stuhl sehen und wissen: All das ist nicht die Ausnahme, sondern tägliches Dasein. Das ist noch nicht, aber es kann einsam machen. Es macht schrulliger, je länger es andauert. Rituale verschwinden, die “ihren Sinn” verloren haben. Ich störe mich nicht an meinen ungekämmten Haaren oder am Besteck, das noch vom vorigen Abend liegt. So ziehe ich mich langsam, aber stetig hinunter in die … also dahin, wo ich nicht hinwill.

Dagegen hilft auch kein Besuch wie der heute morgen. Nicht, wenn er im Streit endet, weil ich Deine Andeutungen nicht verstand und nachfragte. Nein, Gedankenlesen ist nicht mein Ding. Vieles habe ich mir abgewöhnt in der Beziehung, die jetzt beendet ist, weil die Luft raus war. Wo ich früher dachte: ‘Jetzt möchte er vielleicht angefaßt werden und ich möchte ihn küssen,’ ist mit der Erfahrung vieler Zurückweisungen ein: ‘Laß die Finger davon, ich störe ihn doch nur und werde angblafft’ daraus geworden. Eines der Muster lief gestern wieder ab: Andeutung. Nichtverstehen, Nachfrage. Abweisung. Bumms.

 

Nachts Leere, morgens der unbesetzte Stuhl: mein Leben. Wie das vieler. Nicht hoffnungslos, nicht resigniert. Mit morgendlichen und anderen Besuchen, mit Treffen hie und da läßt es sich aushalten. Ich konnte und kann mich einrichten im Leben und mit diesem Ziehen im Herzen.

Irgendwann muß ich das doch einsehen.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 24. Mai 2015 war die in aller Ruhe erledigte Hausarbeit.
 
Tageskarte 2015-05-25: Der König der Stäbe.

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Traumgleiches Erwachen (144/221)

Geträumtes Wecken, oder?

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Ich wurde von einer seltsam vertrauten, aber schon lange nicht mehr gespürten wunderbaren Berührung wach. Oder träumte ich das nur? Oh, und zusätzlich stimmte da noch irgendetwas nicht! Der Geruch nach Kaffee und gebratenen Eiern gehörte ganz sicher nicht in meine Wohnung, nicht ehe ich aufgestanden war jedenfalls. Vielleicht träumte ich ja doch nur. Aber der Geruch war da, und diese Berührung war da. Oder ich träumte das einfach. Das Hirn, sowieso noch nicht wach und davon verwirrt, was ihm gerade angetan wurde, nahm langsam, nur sehr langsam seine Arbeit auf.

Du warst also unangekündigt zu mir in die Wohnung gekommen, was Du während unserer Beziehung nie tatest. Oder ich träumte das gerade. Du hattest leise, sehr leise ein Frühstück vorbereitet und wecktest mich gerade. Oder ich träumte nur davon. Dabei hatten wir uns doch vorgestern erst getrennt, weil “die Luft raus” war? Das fragte ich, müde und überrascht wie ich war, aus Versehen(?) sogar laut. Du unterbrachst Deine Tätigkeit, lächeltest mich an. Und dann sagtest Du mit dieser ganz unmöglichen Betonung, daß ein Luftballon ja auch wieder auf-ge—blasen werden könne, ehe sich Dein Mund wieder um mich schloß.

In diesem Moment hoffte ich erstmals, daß “es” kein Traum sei.

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 23. Mai 2015 waren Ausschlafen bis 15 Uhr und eine gute Nachricht für die allerallerallerbeste Freundin und die Nº 666 (Buffett) beim Chinamann mit folgendem Medizinballplatzgefühl im Bauch.
 
Tageskarte 2015-05-24: Die Zwei der Schwerter.

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Und ich habe es doch gehört (143/222)

Dieses sonderbare Zischen

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Zunächst vermutete ich, ich hätte einen neuen Tinnitus. Aber dieses Geräusch … es war nicht wie das Brummen, welches sonst in meinem linken Ohr kreiselt. Nein. Ein nicht ganz gleichmäßiges, rauschendes, sonderbares Zischen war da. Und auch nicht so stetig war es wie der gewohnte Tinnitus. Schließlich fragte ich Dich in einem der selten gewordenen Momente, in denen wir ohne Fernsehgerät und Telefon miteinander sprachen. Doch Du, Du hattest nichts gehört.

Ein paar Tage später hast Du mir mitgeteilt, daß unsere Beziehung beendet war. Deiner Meinung nach war jetzt “einfach die Luft raus” …

 

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 22. Mai 2015 waren einige Rückmeldungen wegen der Traumgeschichten, ein ausgiebiger Mittagsschlaf.
 
Tageskarte 2015-05-23: Die Sieben der Schwerter.

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Traumgeschichten (142/223)

Aus dem Alltag eines kleinen Community-Radios

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Heute jammere ich einfach einmal auf hohem Niveau und bettele auch noch etwas herum.

Von Montag bis Freitag, immer um 19.50 Uhr, steht bei Radio Corax die Traumgeschichte im Sendeplan. Ihr erinnert euch doch sicher noch an den Sandmann im Fernsehen – oder vielleicht an das Betthupferl im Radio? Ich kenne natürlich den Sandmann aus dem DFF, den vom NDR kenn’ ich auch, und auch die im Radio auf Bayern 1 laufende Sendung hörte ich immer wieder. Lang, lang ist’s her. Jedenfalls ist die Traumgeschichte in unserem kleinen Community-Radio auch eine solche Sendung zum Schlafengehen, eine, die vom ersten Sendetag an läuft. Nunmehr fast fünfzehn Jahre lang.

Zur Zeit sind nur noch zwei Menschen wirklich aktiv und gestalten regelmäßig (ehrenamtlich, freiwillig!) neue Gute-Nacht-Sendungen. Vielen Dank dafür an euch beide! Für drei Tage in der Woche wird mit Wiederholungen von alten, uralten und ururalten Sendungen gearbeitet. Ab und zu habe zwar auch ich schon Geschichten eingelesen und mit den Jingles versehen, aber … Ich gebe zu, ich finde zuwenig gute Geschichten und mache doch sonst schon viel zu viel. Das Feld auch noch regelmäßig zu beackern würde mir ziemlich schell zuzviel werden, nehme ich an.

Und jetzt kommt die Bettelei:

Denn es gibt doch unter den Bloggerinnen und Bloggern so viele, die schöne Geschichten schreiben. Kindergeschichten, Märchen, Fabeln – all das habe ich schon gelesen in Kleinbloggersorf und Bloggerhausen. Vielleich mag ja jemand ganz pauschal sagen: Meine Geschichten darfst Du/dürft ihr bei Radio Corax ruhig dafür verwenden! Oder es schafft sogar jemand, die Geschichten selbst einzulesen? Jeweils sieben oder maximal acht Minuten sollten es sein, denn die Jingles brauchen irgendetwas zwischen zwei und drei Minuten. (Falls ich jetzt schon Interesse geweckt haben sollte, dann nehmt bitte Kontakt auf mit emil (at) radiocorax.de – ich erzähle gerne noch mehr.)

Ach, und falls ihr nicht selbst … vielleicht dafür aber “nur” jemanden kennt, die/der da Interesse hat oder haben könnte, dann verbreitet doch den Hilferuf weiter. Vielleicht kann uns ja doch jemand helfen. Darüber würden sich jeden Abend viele Kinder freuen. Wir Radiomacher (etwa 250 aktive, sendungsproduzierende Vereinsmitglieder) freuten uns auch.

 

Vielen Dank fürs Lesen und Zuhören.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 21. Mai 2015 waren der Nachmittag mit der allerallerallerbesten Freundin, der Spaziergang mit der werdenden Mutti, der Moment des Schuheausziehens.
 
Tageskarte 2015-05-22: Die Fünf der Kelche. (Ich werde sehr vorsichtig sein.)

P.P.S.: Ja, ich habe vor der Veröffentlichung dieses Beitrags mit den Verantwortlichen gesprochen.

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In den Sonnenuntergang sehen (141/224)

Am Himmel über der Stadt

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Nichts für Verschwörungstheoretiker oder Chemtrailer. Schon bedenklichmachend: Gab es früher auch so viele “Kondensstreifen” am Himmel?

 

Himmelsspuren

Himmelsspuren
Es ist deutlich zu sehen, daß ich in der Nähe des Flughafens Leipzig-Halle wohne.

 

Es kann aber auch daran gelegen haben, daß früher der nächste Flugplatz viel weiter weg war.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 20. Mai 2015 war die Arbeit am Musikpool.
 
Tageskarte 2015-05-21: Die Drei der Münzen.

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Metaphernspeicher (140/225)

Nun verrate ich Euch von der Angst vor dem Luxus des Zuviel

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Nun verrate ich Euch Lesenden
Denen meine Phantasie gerne
Kleine Streiche zu spielen versucht
Etwas über meine Schreib-Technik

An meinem Computer habe ich
Einen eig’nen Metaphernspeicher
Auf dem tausende Bilder ruhen
Auf ihre Umschreibung noch wartend

Da fällt mir bei der Betrachtung auf:
Verben versuchte ich noch niemals
Aufzuheben oder zu schützen
Vor Verwendung im falschen Falle

Wegwerfworte wie Einweggeschirr
Zwischen Feuer und Abfall wählend
Angeheftet an Bild und Rahmen
Niedergeworfen und -geschrieben

Einstweilen schwelge ich im Luxus
Dessen Fülle mir auch Angst einjagt
Vieles wird ungenutzt vergammeln
Bildlich gesprochen tief vergraben

Doch hoffe ich auch für die Zukunft
Auf regen Austausch zwischen dem Kopf
Und dem Speicher und auch dem Papier
Die externe Festplatte als Ziel

Und die Welt ist
       derWegistdasZielunerreicht

 

 

Metaphernspeicher

 

Von den 21.681 Dateien sind 436 komprimierte Archive, in denen nocheinmal 7013 Bilder stecken. Und beinahe täglich wächst ihre Zahl. Wie auch die Zahl der Anfänge in Kladden und auf Zetteln, deren Chance auf Fertigstellung oder Veröffentlichung gen Null tendiert.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 19. Mai 2015 war das Ausschlafen bis weit nach elf Uhr (beinahe 10 Stunden am Stück).
 
Tageskarte 2015-05-20: Der König der Stäbe.

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Wunsch und Notwendigkeit (139/226)

Schwer anzunehmen

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Du haderst mit dem Schicksal, weil es Dir nie schenkt, was Du Dir wünschst?
 
Sieh bitte genau hin: Es bringt Dir, was Du tatsächlich brauchst.

 

 

Und obwohl ich das weiß, bin ich oft, sehr oft ({nicht nur} anfänglich) enttäuscht von dem, was da kommt.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 18. Mai 2015 waren die genähte Hose, der Mittagsschlaf, die Ruhe.
 
Tageskarte 2015-05-19: 0 – Der Narr.

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Da ist sie wieder, die Angst (138/227)

Diesmal am/vorm Jungbrunnen

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Jungbrunnen

Angst vorm Jungbrunnen

Ein Janka nach Helmut Maier.

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 17. Mai 2015 waren der Heimweg nach einem durchaus fruchtbringenden Gespräch und ein langes Telefonat.
 
Tageskarte 2015-05-18: Die Sechs der Kelche.

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Mehr als elf Prozent (137/228)

Neue Sammelleidenschaft

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Im Zusammenhang mit der gestern erwähnten “Bibliothek der phantastischen Abenteuer” (in der es nur 53 Ausgaben zwischen 1986 und 1989 gab, die alle in blauer Schrift gedruckt wurden) stellt sich mir eine sehr, sehr sonderbare Frage:

Warum zum Henker und wozu bzw. für wen werden am Anfang eines Buches die Informationen über “Die Hauptpersonen” zusammengefaßt abgedruckt?

 

Ach ja, 11,3% dieser Reihe besitze ich jetzt – und ich habe mir vorgenommen, exakt 100% in meinen Besitz zu bringen, von jeder einzelnen Ausgabe genau ein Exemplar. Irgendwo werde ich mal eine Liste offenlegen von all den Titeln, die mir noch fehlen bzw. die ich schon habe. Wenn ich denn dazu gekommen bin, das Gesamtverzeichnis zu finden.

Ach – und nochetwas. Das von meinem Studiogast Jonas Schütte gelesene Buch kann dort als PDF heruntergeladen werden. Ja, liest sich gut!

 

Der Emil

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P.S.: Positiv am 16. Mai 2015 waren die ruhige Zeit und deshalb die viele erledigte Arbeit im Sender.
 
Tageskarte 2015-05-17: I – Der Magier.

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Normales Chaos am Freitag (136/229)

Oder: Übeleben im täglichen Wahnsinn

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Gestern Mittag machte ich mich auf den Weg zum Sender. Eine Schicht Sendedienst und am Abend dann die Live-Literatur-zum-Hören-Sendung “Buchfink” lagen vor mir. Aber so wenig Lust auf die Sendung hatte ich noch nie. Ich hatte eine erkleckliche Anzahl Bücher im Rucksack – doch für keines von denen konnte ich mich so Recht begeistern. Wie schlimm diese Unlust war läßt sich vielleicht daran ermessen, daß ich als bekennender Fußball-Hasser sogar dieses Buch mitgenommen hatte, für den Notfall … Als ich am Moritzburgring aus der Straßenbahn stieg, schämte ich mich doch sehr dafür.

Unweit der Haltestelle ist ein modernes Antiquariat, das am Ende überhaupt nicht so modern ist, sondern stilvoll, “authentisch” wäre die neueste Phrase dafür. Rotschildt Bücher – die paar Meter Umweg sind nicht schlimm, vielleicht finde ich ja was, Zeit habe ich auch noch genug, kaufen muß ich ja nix, und die 31a wollte ich beim Chinesen meiner Wahl auch noch mitnehmen.

Wie sage ich immer? Bücher müssen mich anspringen. Und ich wurde angesprungen! Heftig sogar, noch draußen auf der Straße, aus den Grabbelkisten heraus. Anna Seghers “Das siebte Kreuz” mußte wieder in meinen Besitz übergehen. Gedichte von Johannes R. Becher im zellophanierten Reclam-Bändchen “Als namenloses Lied” (8523-25C) durfte nicht liegenbleiben. Je ein Bändchen mit kurzen Texten von Heinz Knobloch (u.a. Wochenpost-Feuilletonist, “Nachträgliche Kostbarkeiten”) Richard Christ (u.a. Weltbühne-Mitarbeiter, “Die Sache mit dem Haken”) und Ben Witter (u.a. Kolumnist der Zeit, “Sensationen im Sessel”) fanden den Weg zu mir.

Und dann fielen mir blaue Buchrücken auf. Die Front der Bücher immer mit wunderbaren Bildern versehen, die mich an einen bekannten Maler erinnerten aus dem Mittelalter, der mit seinen apokalyptisch-surrealen Bilder auch ganze Kirchen ausgestaltete (war das vielleicht Hieronymus Bosch?) – und es lagen ja auch nur sechs aus der “Biblothek der phantastischen Abenteuer” (Fischer) da. Auch die gingen für wenig Geld in meinen Besitz über. Uff. 16,50 – das kostete zu DDR-Zeiten eine Flasche der weniger üblen Spirituosen. Mitsamt meiner kleinen Bibliothek lief ich dann am China-Imbiß vorbei zur Arbeit.

Zunächst erwartete mich ein ruhiger Start, der schlagartig ins Chaos umschlug. Viel zu tun. Ein echtes technisches Problem, das ich aber dann lösen konnte. Zu allem Überfluß sagte kurz vor der Angst noch der Sendetechniker für die Abendschicht ab. Naja, was soll’s. Ich hatte Live-Sendung, war wie üblich sowieso bis 21.30 Uhr im Sender und konnte daher die kurze Zeit, die zu überbrücken war, auch noch übernehmen. Aber der Tag als solcher war …

 

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P.S.: Positiv am 15. Mai 2015 waren ein gefundener und behobener technischer Fehler und viele schöne “neue” Bücher.
 
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Feiertagsidyll (135/230)

Am Saaleufer

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Auf der Wiese am Fluß sitzend,
dem Sonnenuntergang zusehend:
Vor mich hin summe ich leis’ Kinderlieder.

Ein 28er nach Helmut Maier.

 

 

Saale Halle

Der Stadthafen in Halle (Saale) im Mai 2012.

 

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P.S.: Positiv am 14. Mai 2015 war der Abend auf der Ziegelwiese.
 
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Ein Tag, daran zu denken (134/231)

Vergessene Tatsachen und Anlässe

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Der 14. Mai. Durchaus ein Tag mit Geschichte.

Vor sechzig Jahren zum Beispiel haben (nachdem die Bundesrepublik Deutschland im Oktober 1954 in die Westeuropäische Union aufgenommen wurde) am 14. Mai 1955 in Warschau, der Hauptstadt der Volksrepublik Polen, Albanien, Bulgarien, die DDR, die VR Polen, die VR Rumänien, die VR Ungarn, die Sowjetunion und die Tschechoslowakei den Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand unterzeichnet. Von 1955 (die DDR durfte erst 1956 als militärischer Partner mitwirken) bis 1991 bildete das von den westlichen Mächten abschätzig “Warschauer Pakt” genannte Bündnis das friedenserhaltende Pendant zur NATO.

 

Wollte nur mal daran erinnern. Daß es früher noch etwas anderes gab als den Weltpolizisten, den Imperialismus, die Konsumgesellschaft. FDGO – wo ist die denn hin? Es wird vieles viel zu schnell vergessen.

Das hat nichts mit Christi Himmelfahrt zu tun? Oh, wurde da nicht auch etwas dem Vergessen anheimfallen gelassen?

 

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P.S.: Positiv am 13. Mai 2015 war ein sehr nettes Gespräch.
 
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