Ein guter Tausch (2017: 086)

Ein schöner Tag

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War es richtig, hierher zu gehen? Hierher nach, Roskow? Frank Holstenbrock beachtete die kleine Universitätsstadt kaum, durch die er jetzt hinschlenderte, mit sich und seinen Fragen Beschäftigt. Sein Blick glitt achtlos ab an den kühn geschwungenen mittelalterlichen Straßenzügen, an den meisterlich gefügten Fachwerkhäusern, an den vielfältig gechnitzten Fassaden.

Aber forschend beobachtete er die vorbeieilenden Menschen, scharf faßte sein Blick jedes offene Fenster, jedes einladend geöffnete Portal, die Rosensträucher, die hier überall die Haustore zierten, die rot- und blautupfigen Blumenfenster. Das alles nahm er als Zeichen warmen, tätigen Lebens. Und immer wieder die Frage: Wird er hier leben und arbeiten können, Wärme und Heimat haben, Freunde gewinnen, das vor allem?

Es war ein strahlender, sonniger Herbstnachmittag, der Wind schob erstes Laub in denn Rinnsteinen zusammen. Ein Hauch Trauer in der wohltuenden Schönheit des Tags.

John Erpenbeck: Alleingang. S. 7. Im Buchclub 65 erschienen
© Mitteldeutscher Verlag Halle(Saale) 1974
Vorzugspreis für Abonnenten: 4,80

 

 

Eines von fünf Büchern, die ich heute im verfrühten Gegenzug zu den abends elf hineingestellten schon am Vormittag aus der Büchertelefonzelle mit nachhause nahm. Nach meinem Besuch im Jobcenter, bei dem ich – ich weiß nicht, was dort heut los war. Am Freitag nachmittag nämlich fand ich einen Brief vom “Amt” in meinem Briefkasten, der mich für genau diesen Tag 11 Uhr in eben jedes Amt einlud. Ich sehe wirklich jeden Tag nach Post, meist beim heimkommen. Am späten Nachmittag oder am Abend. Aber wie soll ich zu einem Termin gehen, von dem ich nichts weiß? Alles halb so wild war es dann heute: Ich ging lächelnd und lachend dort raus (mehr vielleicht später). Und dann sah ich, wie jemand Bücher in die Zelle stellte. Meine hatte ich zwar zusammengepackt, aber doch zuhause stehenlassen …

Danach gab es das eine und andere im Radio zu klären, ich war zur Dienstberatung und zum Technikertreffen, die es jede Woche gibt. Auch dort gab es nur Gutes zu erfahren. In der Straßenbahn heimzu hatte ich ein erfrischendes Gespräch mit einer Unbekannten (und da erinnerte ich mich auch an diese eine Frau, mit der ich öfter in der Straßenbahn saß auf der Fahrt in die Tagesklinik – was wohl aus dieser geworden ist). Und dann brachte ich meine Bücher auch noch in die Büchertauschtelefonzelle (und es war ein guter Tausch), war noch einkaufen und hatte vorm Haus noch zwei nette Unterhaltungen.

Und vorhin begann ich, den “Alleingang” zu lesen. Wieder bin ich mit drei verschiedenen Büchern gleichzeitig beschäftigt, wieder sind es ganz unterschiedliche Genres, zu denen diese Bücher gehören. Ach, ich glaube, dieses Buch wird zu denen gehören, die bei mir bleiben, so gut gefäät mir schon sein Anfang.

Ach, gewonnen habe ich heute auch noch! Die Freudenweg freut sich über 400 Follower und nun bin ich derjenige, der ein kleines Säckchen mit Steinen erhalten wird. Hach! Ich, der ich … Naja, wie soll ich auch gewinnen, wenn ich so selten an Verlosungen u.ä. teilnehme. Vielleicht versuche ich es doch öfter, in Zukunft?

Und: Ein Paket mit Büchern ist seit heute unterwegs zu mir. Gut, die sind nicht für mich, sondern für einen Freund, der sich gerade in ein ganz bestimmtes Thema verbeißt – und die Bücher passen eben zu seinem Thema. Dank Twitter ist das schon das zweite Buchpaket von ihr, das ich erhalte …

 

Und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, gelingt es mir bald auch, meine große, leicht traurige Sehnsucht etwas zu besänftigen oder besänftigen zu lassen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 27.03.2017 steht alles hier oben drüber.
 
Die Tageskarte für morgen ist VII – Der Wagen.

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CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Schatten an der Wand (2017: 085)

Stundenlang starrte ich sie an.

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Ein Frauenschatten an der Wand. Auf dem rechten Arm vielleicht ein Ball?

Der Schatten ist’s nur, der an der Wand zu sehen ist.
Ein Frauenschatten. Auf dem rechten Arm vielleicht ein Ball?

 

Wie sie da steht! Nicht nackt, nein – aber die vollen Brüste mit den durch das Turnhemd sichtbaren Brustwarzen stehen unnatürlich halbkugelnd und der Schwerkraft trotzend vor ihr. Das Haar hat sie streng nach hinten gekämmt und dort zu einem waagerecht ovalen Knoten gebunden. Die Turnhose wirft Falten am Übergang vom runden, fest scheinenden Po zum Bein; und vorn trifft das in der Hose steckende Hemd mit der oberen Grenze der Schambehaarung zusammen. Stramme Oberschenkel, kräftige Waden und große, wirklich große Füße geben ihrem Stand bei geschlossenen Beinen unerschütterlichen Halt.

Einen Ball hält sie mit der Rechten an ihrem Oberarm gepreßt, durch diese Haltung wird das perfekte Rund der rechten Brust nicht im mindesten verformt. Diese Taille! Sie lenkt ab auch von den viel zu groß wirkenden Händen. Einen seltsam gebundenen Blumenstrauß zeigt sie mir mit links.

Es stimmt vieles nicht an dieser Frau, meine ich – und doch ist sie als Frau schön mit ihrem androgynen (?) Gesicht, lädt mich ein, lange vor ihr zu sitzen und sie zu betrachten, ganz unverschämt, und sie zu fotografieren …

 

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Trotzdem gerade deshalb (2017: 084)

Antennen oder so.

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Wie fein meine Antennen doch reagieren können. Wenn ich in manchen Momenten spüre, daß ich nicht die ganze Aufmerksamkeit eines Gegenüber habe … Dann kann ich meinen Schmerz nicht immer komplett überspielen, dann muß er manchmal raus.

 

Und immer habe ich in diesen Momenten Angst, mein Gegenüber zu verletzen. Trotzdem gerade deshalb.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 25.03.2017 waren Bienen und Hummeln und schöne Fotos und eine tolle Geschichte für mich.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Stäbe.

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Kein Kochrezept (2017: 083)

Jedenfalls nicht für einen Singlehaushalt.

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Was soll ich nur essen? Sonst hab ich dieses Problem ja nicht, ich finde immer irgendetwas … Aber der Appetit war heute anders, irgendwie nostalgisch, säuerlich, scharf. Hm. Ich sah mal in den Kühlschrank: nicht viel, nichts, was mich inspirieren würde. Gefrierfach? Ebenso Fehlanzeige.

 

Dann aber doch: Resteessen. Naja, das, was in der DDR mal Resteessen war, zuhause. Soljanka nach “HO-Art”, nur ohne Wurst und Fleisch. Das geht, das schmeckt. Vier große, in Halbringe geschnittene Zwiebeln werden in Speckwürfelchen glasig geschwitzt. Dazu kommen einmal passierte Tomaten (hab ich immer), Weinsauerkraut (muß ich nachkaufen), Letscho (muß ich nachkaufen), ein Schluck Apfelsaft (jaja, wirklich, trockener Weißwein wäre auch möglich), und die restlichen Gewürzgurken aus dem Glas werden dazugewürfelt. Gurkenbrühe nicht vergessen! Ah, da sind ja auch noch Champignons – schwupp, dazu. Und diese Gemüsemischung schön scharf und mit Knoblauch würzen. Während das so vor sich hin köchelt, werden geschwind Kartoffeln geschält, gewürfelt und dann gekocht. Statt sie abzugießen, rühre ich in das Kochwasser am Schluß etwas gekörnte Gemüsebrühe. Fast ferig. Nur noch das Gemüse mit hinein in den riesigen Kartoffeltopf (Schnellkochtopf, acht Liter etwa), gründlich umrühren und – ganz wichtig! – ein paar Butterflöckchen unterheben.

Das Essen für mindestens zwei Tage ist fertig. Auf dem Teller kann ich dann noch mit Zitrone, Butter und Sahne verfeinern.

 

Ja, lieber nehme ich frischen Paprika und frische Tomaten. Beides war nicht im Haus, zum Einkaufen war ich zu faul. Wurst und/oder Fleisch muß ja nicht sein; ich hab allerdings auch schon gekochte Eier in einer Soljanka verarbeitet und Rotkohlreste. Und mit den mindesten zwei Tagen habe ich Recht. Bööörrpsss!

Wollt ihr ein Foto davon haben?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 24.03.2017 waren Soljanka, Kopffarben in Eisleben, Dialoge.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Schwerter.

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Nicht konstant (2017: 082)

Doch ohne Irrweg.

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Wenn es möglich wäre (vielleicht ist es das ja und ich bin nur nicht mutig und entschlossen genug dazu?), würde ich viel öfter aussteigen aus diesem Vehikel. Es anhalten, da, wo etwas Interessantes zu sein scheint, auch auf freier Strecke, weitab von Bahnhof, Haltestelle und vorgegebener Linie.

Direkt neben dem Normalen, Vorgesehenen beginnt der – mein! – Irrgarten des Lebens, durch den kein Irrweg führt, in dem es keinen Irrweg gibt, sondern nur sich ständig bewegende, von mir immer wieder verschobene und immer neu gewählte Ziele.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 23.03.2017 waren sehr frühes Erwachen, erledigte Flickarbeit, Arnold Schönbergs “Gurrelieder” (Boston Symphony Orchestra, Tanglewood Festival Chorus, Seiji Ozawa).
 
Die Tageskarte für morgen ist das As der Stäbe.

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Quantenhäutung (2017: 081)

Skurriler Begriff oder falsifizierbare Theorie.

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Seit Tagen schon beschäftigte ich mich mit diesem, dem mittlerweile siebten Buch über Reptilien, nein, über Schlangen. Ich habe so viel gelernt über ihre Herkunft, ihre Lebensweisen, ihre Anatomie. Faszinierend sind die Seeschlangen, die bis zu zwei Stunden und 180 m tief tauchen können; und bei allen Seeschlangen ist nur der rechte Lungenflügel vergrößert … Unnützes Wissen für viele, auch für mich. Und doch grabe ich mich immer weiter hinein in die Literatur, hole mehr und mehr und immer speziellere Bücher aus der Universitätsbibliothek. Wenn das so weitergeht, muß ich mich auch noch über zoologische Terminologie belesen. Dieser Prozeß der Häutung bei Schlangen ist ja hochinteressant. Die äußere Hautschicht, die aus abgestorbenen Zellen besteht (wie beim Menschen auch, wir verlieren ständig Haut, Schuppen z. B. auch, dieses ideale Futter für die Hausstaubmilben in meinem Bett), wächst nicht mit mit dem lebenslang wachsenden Tier. Deshalb bildet sich von Zeit zu Zeit ein Sekret zwischen der alten, äußeren, und der neuen, nachwachsenden Schicht. Das hilft beim Abstreifen der alten Haut wie ein Schmierstoff. Wie aber die Schlange unter der nicht dehnbaren Haut wachsen soll … Sie muß sich doch fühlen wie eine Preßwurst, eingeengt, eingeschnürt? Wie kann das Tier einen solchen Zustand nur aushalten, über Tage, Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre?

Muß ich mich auch häuten, nicht unbedingt körperlich, aber seelisch/psychisch? Wenn ich zu viel Wissen mir aneigne? Wenn mein Geist mir dadurch oder aus irgendeinem Grund oder auch ohne Grund zu klein, zu eng, zu … zu … zu altbacken oder zu “normal” geworden ist? Wenn meine Phantasie zu groß wird für mein … Egal wofür, aber ist mir nicht immer mal wieder mein Denkgebäude zu eng und ein “Anbau” an das bestehende reicht nicht aus? Dann wäre es doch wirklich ein Gebot der Psychohygiene, den Geist halbwegs regelmäßig “zu häuten”!?

 

Seit Tagen schon juckt es mich überall. Außßerdem fühlt sich mein Körper an, als hätte ich überall Blasen: Ich kann meine Haut in Fetzen von Armen, Beinen und Bauch ziehen. Häuten sich Schlangen auch, wenn sie abnehmen? — Ich habe inzwischen mit einem Text über die Wahrscheinlichkeiten gequantelter Zustände von Schwarzschildradien, diesem Sonderfall von Ereignishorizonten in Blasenmultiversen, begonnen. Außerdem bin ich mir sicher, daß auch die Seele nur in Quanten wachsen kann, d.h. daß die alte Begrenzung abgesprengt werden muß und sich gleichzeitig das Zuwachsquantum schlagartig manifestiert, also sich in meiner normalen psychischen Entwicklung Quantenhäutungen ereignen müssen …

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 22.03.2017 waren erfreuliche Worte, erworbenes Wissen, erblickte Kleinode.
 
Die Tageskarte für morgen ist V – Der Hierophant.

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Geräuschempfinden (2017: 080)

Nicht nur eine Frage des Gehörs

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Manchmal fühle ich mich so taub, daß ich direkt unter einer schlagenden Glocke schlafen könnte; viel häufiger aber ist mir die Stille viel zu laut – und das Kratzen der Feder auf dem Papier läßt mich zusammenzucken, fast so sehr wie die von mir niedergeschriebnen Worte.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 21.03.2017 waren ein geteiltes Geheimnis, geteilte Freude über etwas Wiedergefundenes.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Münzen.

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Kleine Abweichung von der Gewohnheit (2017: 079)

Großes Katastrophendenkspiel

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Am Abend wollte sie mir noch einige Dinge schicken. Und mit mir reden über das nächste Wochenende, das sie geplant hat und auf das sie sich freut. Erst am Abend, weil es am Nachmittag diesen unangenehmen Besuch gab bei den Menschen, die ihr noch immer vorschreiben wollen, wie sie zu leben habe. Es war und ist ihr allerdings unmöglich, diesen Kontakt abzubrechen, sich komplett zurückzuziehen: Die Besuche sind leider unumgänglich, unvermeidlich. Seit die fiese Krankheit dort einzog, wurde das Verhältnis nur immer noch schlechter: Es blieben nur Forderungen nach ihrem Verständnis, ihrer Unterstützung, und Vorwürfe, Abrede, Abwertung ihres Lebens. Jetzt war es wiedereinmal das Quentchen zuviel, das ihr zu schaffen machte und den Lebensmut und beinahe alle Kraft raubte.

Am Abend aber war Funkstille. Als ich lange genug gewartet hatte, versuchte ich sie zu erreichen. Nachrichten kamen an, wurden aber nicht beantwortet. Gut, sie schläft also noch nicht (denn sie schaltet ihr Smartfon nachts ab). Eine Stunde später nochmal dasselbe. Zwei Stunden später, noch immer nicht zur absoluten Unzeit, versuchte ich, sie anzurufen. Es klingelte, lange, dann war der Anrufbeantworter dran. Bis zu diesem Moment vermutete ich, sie sei nur in der Badewanne eingeschlafen. Aber nach zwei Stunden im Wasser ist das eiskalt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, und in kaltem Wasser weiterzuschlafen gehört weder zu meinen noch zu ihren Fähigkeiten. Für andere vielleicht noch immer kein Grund, sich Sorgen zu machen – aber sie … Ja, sie ist überlastet, depressiv, und sie äußert immer wieder die Absicht, der Welt ihre zukünftige Existenz zu ersparen. Alle Alarmglocken läuteten bei mir.

Aber außer der Anschrift und dieser einen Telefonnummer hatte ich keine Möglichkeit, über 200 km hinweg etwas zu unternehmen. Einseinsnull oder einseinszwei hielt ich (noch) für übertrieben, also blieb mir nur, eine letzte Nachricht zu schreiben und um einen erlösenden Anruf zu bitten – egal zu welcher Zeit. Denn es war wirklich ungewöhnlich, daß das Telefon nicht abgeschaltet wurde. Wenn sie mich sonst »vergißt«, ist’s nämlich nicht so; ihre Gewohnheiten sind das Gerüst, daß ihr Leben bestimmt, sie leben läßt. Ich kenne das ja aus eigener Erfahrung. Deshalb machte ich mir wirklich viele Sorgen, die mich lange am Einschlafen hinderten. Denn was wird aus den Kindern, wenn doch …?

Entfernung und Schweigen und Ungewißheit sind Arschlöcher, wenn sie durch eine kleine Änderung des Verhaltens, einen kleinen Ausbruch aus den allzu festgefügten Gewohnheiten ins Unermeßliche wachsen. Eine erlösenden Nachricht am frühen Morgen macht das auch nur zum Teil wieder gut.

 

 

Soetwas ist so nicht geschehen. Es ist aus vielen kleinen Begebenheiten zusammengesetzt, über die ich gelesen habe, die ich erlebte, die ich mir irgendwann zusammenkatastrophisierte. Familiengeschichten. Beziehungsdramen. Depressive Episoden. Borderlineschübe. Vergessene Telefone. Gehackte Mailaccounts. Gedankenlosigkeit. All das steckt in dieser Phantasie, die seit einiger Zeit in einer Kladde schlummerte. Und jetzt erst gab es hier einen Schubs und da einen, und plötzlich finde ich ihn doch … erzählenswert.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 20.03.2017 waren die Überwindung, eine Meldung.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Schwerter.

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Spät nachgeholt (2017: 078)

Ein Bild aus der Moritzburg

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Vor langer Zeit schrieb ich davon, daß ich trotz Verbot in der damals noch zu sehenden Sammlung Gerlinger fotografiert hatte. Ich tat es in einer Nische. Lichtete etwas ab, das interessant aussieht, oder? Muß mensch wissen, was das ist? Von wem das gemacht wurde? Ich weiß es nicht, bin mir nicht sicher. Das Objekt selbst war (und ist noch immer) im Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt. Aber Kunst ist es nicht, wenn, dann “nur” Design. Wobei … Dieses “nur” gerade, das war überflüssig. Es ist Design. Diese von links vorn nach rechts hinten im Bild mit Unschärfe und Schärfe abgebildete, aus blankem Stahldraht gewobene (Kettfäden waagerecht, Schußfäden – mit zusätzlichen Biegungen im Material – senkrecht verlaufend) und nicht völlig blickdichte Struktur ist nämlich nichts anderes als die Abdeckung eines Heizkörpers.

 

Gewebe aus blankem Stahldraht (Kettfäden waagerecht, Schußfäden – mit zusätzlichen Biegungen im Material – senkrecht verlaufend), nicht vollständig blickdicht, im Bild von vorn links nach rechts hinten verlaufend.

© 2016 – Der Emil unter CC by-nc-nd 4.0 unported license (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/)

 

Bei meinem nächsten Besuch werde ich mir eine Fotografiererlaubnis erwerben. Seit heute ist nämlich die Umgestaltung der Dauerausstellung abgeschlossen und die Sonderausstellung “Sehen mit geschlossenen Augen” eröffnet. Ich glaube, ich versuche am nächsten Sonnabend auch eine besondere Führung mitzumachen …

 

Übrigens finde ich es durchaus angemessen, daß in einem solchen Museum auch die profanen Dinge besonders gestaltet werden.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 19.03.2017 waren Ausschlafen, ein Bad, der Mut zur Absage.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.

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Studentische Kunst und mehr (2017: 077)

Sehr überraschend.

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Ich besuchte am Nachmittag die Ausstellung Das ist kein Bild. Das ist ein Bild. Freier Eintritt, Fotografieren ausdrücklich erlaubt, oft auch Anfassen und Hören möglich. Das aber habe ich heute weggelassen. Zu sehen, zu hören und auch durchzublätern sind noch bis zum 2. April täglich von 14 Uhr bis 19 Uhr “Studentische Arbeiten zum Verhältnis von Text und Bild sowie Gastbeiträge”.

Und trotz allem, was ich heute dort sah, lasse ich es bei diesem einen Satz Denkfutter, der in einer Präsentation auf einem Tablet zu sehen war (es/er gehört zu Projekt):

 

 

» Erinnern heißt Erfahrungen zu reflektieren. «

Grafitto-Schriftzug (Kreide auf rot gestrichenem Beton), Streetball-Platz im Stadtpark Halle (Saale)

 

 

Eine Binsenweisheit? Vielleicht. Aber: Da steht schonmal Erfahrungen statt “Tatsachen” … Und dann war da noch die Videoinstallation im Zwischenraum, die Unmenschenrechtskonvention (oder UN-Menschenrechtskonvention?) in Daumenabdrucksform auf eine Fensterscheibe gedruckt und ein unbenanntes Kunstwerk eines unbekannten Papierfaltkünstlers (die rote Alarmanlagensteuerung wurde einfach mit einem gefalteten Papier abgedeckt im weißen Raum) …

Sehenswert. Für meinen bescheidenen Kunstverstand.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 18.03.2017 waren ein Geständnis, ein Ausstellungsbesuch, das Telefonat mit den Eltern.
 
Die Tageskarte für morgen ist X – Das Rad des Schicksals.

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Worte des Kulturministers (2017: 076)

Damals noch vom Fach

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Das Schlichte

Johannes R. Becher (∗ 22.05.1891 – † 11.10.1958)

Als einst er schrieb die trunkenen Gedichte,
Und überstürzte sich in seiner Kraft,
Und er zerschlug die Maße und Gewichte,
Und, hingerafft von seiner Leidenschaft,
Er machte sich und sein Gedicht zunichte:

Da war er sich noch selber rätselhaft.

Bis eines Tags er stand in einem Lichte,
Es rief die Zeit ihn an, daß er berichte:

In schlichten Worten sprach er die Gedichte …

Das Allerschwerste aber war: das Schlichte,
Und dieses Schlichte war: die Meisterschaft.

Als namenloses Lied. Gedichte von Johannes R. Becher. S. 234
RUB 8523-25C, 3. Auflage in Reclams Universal Bibliothek
Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1961

 

 

 

Ach, waren das noch Zeiten (1954), als noch Künstler Kuturminister wurden (Johannes R. Becher war erster Kulturminister der DDR). Als noch Qualifikation und Fachwissen für das Bekleiden der meisten Ämter notwendig war … Und als das Schlichte noch das Meisterhafte war.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 17.03.2017 waren ein ruhiger Morgen, ein geschaffter Buchfink, zwei Bier.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Kelche.

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Überrumpelt (2017: 075)

Eine nicht erwartete Frage.

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Als ich heute – ungeplant und dringend, weil ich im Laden mehr Geld brauchte, als auf Tasche war – schnell nochmal nach Hause mußte, war eine Frau mit großen, schweren Taschen vor mir an der Haustür. “Wenn Sie mir die Chance dazu lassen, kann ich die Tür aufmachen und für sie aufhalten!” Genau so geschah es. Dabei kannte ich sie nicht, war mir nichteinmal sicher, ob ich sie hier im Haus schon gesehen hatte. Im Fahrstuhl dann (ja, in dem mit dem endlich angebrachten Spiegel) fragte sie mich: “Sagen Sie mal, sind Sie Der Emil?” Huch? Nach einer Schrecksekunde bejahte ich das. “So ungefähr haben wir Sie uns vorgestellt. — Und warum Der Emil?” “Das ist mein Künstlername.” Da waren wir schon im driten Stock, sie stieg aus und fragte dabei: “Und was fürn Künstler sind Sie?” Ich schaffte es gerade noch so, durch die sich bereits wieder schließende Aufzugstür hindurch zu antworten: “Hauptsächlich Lebenskünstler.” Ich hörte ein sympathisches, helles Lachen.

Ich brauchte eine Weile, um meine Verblüffung, meine Perplexkeit zu überwinden. Sicherlich begegnen wir uns noch öfter,

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 16.03.2017 waren eine sehr lustige Sendungsaufzeichnung, eine mich doch verwirrende Begegnung (fast wörtlich wiedergegeben), eine erledigte Ersatzbeschaffung und Investition in die Zukunft, ein klärendes Telefonat.
 
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.

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Zwang oder Privileg (2017: 074)

Es ist (oft) meine Entscheidung

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Ich habe jetzt zwei Wochen lang meine Schreibzeiten notiert, auf fünf Minuen genau. Es waren jeden Tag mehr als zwei Stunden, im Schnitt 3:28:13 Stunden und einmal sogar etwas mehr als sechs Stunden. Das war jetzt einerseits enttäuschend wenig für das, was ich insgeheim als “meine Arbeit” bezeichne, andererseits weiß ich aber auch, daß ganz viel meiner übrigen Lebenszeit der Vorbereitung eben dieses Schreibens dient. Ich habe keine Ahnung, wie groß dieser Anteil wirklich, quantitativ ist. Doch ohne all das, was ich erlebe, erlese und anderweitig erfahre, könnte ich nur ganz wenig bis nichts schreiben.

Vielleicht war ich manchmal ein wenig unzufrieden mit meinem Leben, denke ich nun, und hätte dazu keinen Grund gehabt. So sehe ich es heute, im Rückblick. In den jeweiligen Zeiten und Situationen aber war und ist mir dieser Blick nicht möglich, versperrt sozusagen, und zwar versperrt durch genau diese Unzufriedenheit. Eben darauf achtete ich auch in den vergangenen Schreibzeitnotiertagen, und siehe: genau diesen Effekt stellte ich wieder, noch immer fest. Zwar hebe ich versucht, dem entgegenzuwirken, unter anderem eben durch das oben Beschriebene, doch ich bin damit nicht immer erfolgreich gewesen. Nein, ich bin nicht immer erfolgreich damit. Also damit, meine Unzufriedenheit mit mir und meiner “Leistung” anzunehmen, zu ertragen, verwandeln zu können. Nicht immer. Aber es gelingt mir doch sehr häufig. Und das ist erfreulich.

Was mache ich mit solchen, mit diesen Erkenntnissen?

Nun, ich werde weiterhin notieren, welche Zeit ich täglich fürs Schreiben aufwende. Doch ich setze mich nicht dem (eigenen) Zwang aus, täglich mindestens hh:mm:ss Stunden schreiben zu müssen. Ich gönne mir das Privileg, gar das Vergnügen, täglich so lange ich möchte schreiben zu dürfen. Welch ein Unterschied zwischen diesen beiden Formulierungen! Ich hoffe, daß ich auch in ganz anderen Bereichen so zu denken lerne. Und aus all dem hier laut gedachten formte sich ein nächster Satz für mein großes Werk:

 

 

“Lebenswert ist weder Effektivität noch Effizienz, sondern Muße & Glück & Sehnsucht & Zufriedenheit.”

Mit [F.M.: Gehen zu (z)weit (unveröff.)] “signierter” Tweet.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 15.03.2017 waren eine Überraschung, etwas Verstecktes, mehrere Gespräche.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Münzen.

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Einfach ansprechen (2017: 073)

Teilfiktional

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Sie steht vorm Einkaufszentrum am Rand des Weges, mit zwei vollen, großen Einkaufstüten. Die gesteppte Daunenjacke etwas zu groß, etwas zu alt, etwas zu schäbig, für das Wetter auch zu warm. Niemand spricht sie an, sie spricht niemanden an, niemals, an keinem einzigen Tag. Und sie steht jeden Tag da mit ihren zwei Tüten. Ich habe sie schon oft gesehen, aber ihre Stimme habe ich noch nie gehört. Wahrscheinlich hat noch nie irgendjemand von denen, die Tag für Tag an ihr vorübergehen, ein Wort von ihr gehört. Sie bettelt auch nicht. Nun ja, die strähnig-fettigen Haare stoßen vielleicht viele ab oder ihre wirklich schlechten Zähne, die nur in den seltenen Momenten zu sehen sind, da sie ihr Gesicht zur Sonne wendet und lächelt.

Was hätte sie wohl zu erzählen, die Frau unbestimmbaren ALters mit den zwei vollen, großen Einkaufstüten und den zerschlissenen Moonboots, die sie auch im vergangenen Sommer schon trug. Gäbe sie überhaupt Antworten? Das käme aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf die Fragen an, die ihr gestellt werden würden und auf die Fragestellerin, denke ich und nehme mir vor, morgen wenigstens einen “Guten Tag” zu wünschen. Also falls sie mich ansieht und nicht wie immer nur zu Boden schaut, wenn jemand sie im Vorbeigehen wahrzunehmen droht. Direkt am Wegrand hat sich die Frau mit den zwei vollen, großen Einkaufstüten ziemlich konsequent aus aller Gesellschaft zurückgezogen – oder wurde sie irgendwann und wird sie ausgeschlossen?

Ist es unsere, ist es meine Aufgabe, das zu ändern? Nein, sicher nicht. Aber es ist … ja, es ist mein Wunsch, wenigstens einen solchen Versuch zu starten. In der Hoffnung, daß es bei mir irgendwann auch einmal jemand versuchen wird …

 

 

Etwas Wahrheit steckt darinnen, klar. Doch das Einkaufszentrum und diese Frau, über die hier geschrieben ist, gibt es so natürlich nicht. Und also kann ich diese Frau auch nicht ansprechen, sie nichteinmal grüßen.

 

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Der Emil

P.S.: Das Gute am 14.03.2017 waren sehr angenehme Telefonate, erledigter Papierkram, eine gute Nachricht, Fabulieren.
 
Die Tageskarte für morgen ist XIX – Die Sonne.

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Antwortlos (2017: 072)

Oft ungestellte Fragen.

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Welches Ziel erreiche ich, wenn ich in mich gehe? Und wo finde ich Dich, wenn Du außer Dir bist?

Noch nie suchte ich dringender nach den Antworten auf diese Fragen …

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 13.03.2017 waren mein Verplappern am Vormittag, eine Stunde im Kaffee, ein Lächeln in der Straßenbahn.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.

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