Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. (2017: 114)

Zumindest vor dem ohne wirklichen Klang.

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Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Aus: Rainer Maria Rilke. Die frühen Gedichte. (Gefunden auch auf dieser Webseite.)

 

 

Noch ein Gedicht. Gestern schon und heute wieder. Warum denn nur?

Wegen der Sprache. Denn die erzeugt in mir, was die Lyrik, die Poesie ausmacht. Es sind nicht die Worte und ihre vielfältigen Bedeutungen und Beziehungen zueinander. Da ist mehr, viel mehr als nur das in der Poesie. Da entfaltet sich vor meinen inneren Ohr eine Melodie (wie die Sprachmelodie in dem Video) und vor meinem inneren Auge entsteht ein Bild. Manchmal ist es abstrakt, doch jedes der Bilder hat einen Geruch. Also hat – für mich – auch jedes (“wahre”) Gedicht ein Odeur. Dieses hier riecht nach einem vom Regen gelöschten Feuer in genau dem Moment, da die Tropfen zu fallen aufhören.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 24.04.2017 waren Schritte in der Stadt, Gespräche über das Netz und im Leben draußen, Poesie am Abend, Gemüseeintopf.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Münzen.

© 2017 – Der Emil. Nur eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Ohne Titel. (2017: 113)

      

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Egal welchen, geh einfach Deinen Weg.
Frag Dich nicht, ob’s der letzte ist
oder der rechte oder der Irrweg.
Geh Deinen Weg. In Deinem Tempo.

Die Welt ist Dir zu langsam?
Und das Gerenne viel zu schnell?
Im Abgrund ist es zu dunkel
und in der Masse ist es zu hell?

Es widerstrebt Deinem freien Geist,
Dich weiter anzupassen und
mit der Meute zu hetzen?
Die oder der Gehetzte zu sein?

Deine Traurigkeit ist zu tief.
Deine Erwartungen zu hoch.
Dein Mut ist zu verloren.
Denk einfach an das alte Lied:

“Es rettet Dich kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun.
Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!”

 

 

Aus Gründen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 23.04.2017 waren sehr viel Vertrauen, sehr viel Offenheit und Ehrlichkeit, stundenlange Gespräche.
 
Die Tageskarte für morgen ist XI – Die Gerechtigkeit.

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Mühselig (2017: 112)

Es geht weiter wie gewohnt.

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Es ist mühselig. Immer wieder mühselig. Und doch mag ich nicht ohne. Auch wenn ich gestern, wie ich zugeben muß, kurz mit dem Gedanken spielte, hier nicht mehr täglich zu schreiben. Ich habe immerhin noch viele andere WordPress- und viele andere Schreibstellen, an denen Texte von mir … erscheinen. Oder Texte eines meiner anderen “Ich”. Bei denen stand noch nie der Wunsch nach einer solchen Regelmäßigkeit im Raum. Und hier steht mir im Moment eine … eine Traurigkeit im Weg, die wohl zu dem gehört, was gerade geschieht.

Es ist mühselig, jeden Tag etwas Mitteilenswertes zu finden, es zu formulieren, dann abzutippen und schließlich online zu stellen. Aber es ist der Mühe wert. Weil ich, wie ich immer wieder feststelle, wenn ich alte Beiträge lese, mich an Dinge und Ereignisse erinnern kann. Weil ich mir mit vielem, was ich schrieb und schreibe, immer wieder Mut machte und mache. Mut zum Weiterleben, zum Weitermachen, Mut auch dazu, alle Mühen auf mich zu nehmen und trotz aller Widrigkeiten jeden, jeden Tag zu arbeiten.

 

Na dann. Was gab es denn heute, das es Wert ist, hier mitgeteilt zu werden? Ich habe ausgeschlafen nach einer unruhigen Nacht. Das Frühstück fiel etwas kleiner aus, denn ich war dann in der Stadt. Ein paar Bücher stellte ich unterwegs in die Bücheraustauschzelle, die immernoch und immer wieder regelmäßig von Altpapiersammlern gefleddert wird. Dann ging ich zum Ufer der Saale, wollte ein paar Meter an ihm entlanggehen und dann ins Kunstmuseum. Doch dort war ich nicht, weil ich eine Stunde bei heftigem Wind am Ufer stand und dem Wasser hinterhersah, das sich auf seiner weiten Reise zur Nordsee durch die Stadt wälzt. Zur Nordsee. Ich riß eine Seite aus einer Kladde und formte ein Schiffchen, nachdem ich zwei meiner Herzenswünsche darauf niedergeschrieben hatte. Ich ließ es ins Wasser fallen und ging dann weg vom Fluß, weil ich … weil ich nicht sehen wollte, wie meine Wünsche untergehen. Jetzt kann ich hoffen, daß sie noch immer unterwegs sind ans Meer. Wie lange würde die Reise bis dahin dauern? Der Rhein, der fließt in 19 Tagen vom Tomasee bis nach Holland (und alleine im Bodensee bleibt das Wasser nochmal 21 Tage). Für die Saale und die Elbe ist eine solche Angabe nicht zu finden. Ach, ich glaube einfach mal, daß es gut zweieinhalb Wochen brauchen wird, mein Schiffchen, bis es auf große Fahrt geht auf die Nordsee hinaus.

Am Museum ging ich vorbei, ließ mir vom Wind noch ein paar mehr trübe Gedanken aus dem Kopf wedeln. Strecken, die ich sonst aus Prinzip in der Straßenbahn zurücklege, verfolgte ich heute zu Fuß. Haltestelle für Haltestelle ging ich nach meinem wegen Lustlosigkeit gescheiterten Versuch, in den Botanischen Garten zu gehen, von der Hermannstraße bis zum Marktplatz. Und dann vom Marktplatz der Straßenbahn hinterher bis zur Saline, immer neben dem Gleis.

Und dann? Dann hab ich noch abgetippt, Nudeln mit Spinat gekocht und gegessen. Später fiel mir noch ein Stein vom Herzen und nun ist es schonwieder nach zehn.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 22.04.2017 waren der Spaziergang, der Wind, leckeres Essen, genommene Sorgen.
 
Die Tageskarte für morgen ist XIV – Die Mäßigkeit.

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Viel Geschrieben (2017: 111)

Und jetzt leer.

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Heute ist einer von den Tagen, da ich nichts für diesen Blog zu schreiben weiß. Oh, geschrieben habe ich heute viel, doch nichts davon gehört hierher. All das Geschriebene hat außerdem dazu geführt, daß ich mich leer, etwas überflüssig und durchscheinend wahrnehme – in etwa so, wie ich eine Schicht wärmeres Wasser im Schwimmbad mir vorstelle. Ja, auch die ist da, ist spürbar. Doch wird sie nicht ständig erneuert, dann …

Gegen diese Gefühle sollte ich wohl etwas unternehmen. Rausgehen, mich mit Freunden treffen, Spaß haben. Jupp, mach ich sofort, wenn auch für solche Bedürfnisse wieder Geld im Portemonnaie ist. Und wenn dafür wieder Energie im Akku ist. Gerade eben aber fehlt beides. Ich bin erschöpft nach diesem Tag, der anders geplant war und dann eine fast notfallartig übernommene Schicht Sendetechnik brachte. Gut, das war nicht wirklich anstrengend; ich hatte genügend Zeit und Gelegenheit, nebenbei zu schreiben. Viel zu denken und zu schreiben. Jetzt merke ich, daß Denkarbeit vielleicht doch die meiste Energie braucht von allen möglichen Arbeiten, die ich mit mir und meinem Körper so verrichten kann. Heute nehme ich genau das auch körperlich wahr.

 

Vielleicht aber, vielleicht ist es auch gut, wenn ich … (Verdammt schwer, sowas zu denken oder gar zu schreiben.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 21.04.2017 waren eine überstandene Schicht im Radio, leckere Rollmöpse, sehr vertrauliches Gespäch.
 
Die Tageskarte für morgen ist XVII – Der Stern.
Diese Karte verspricht eine erfüllte Zukunft (und vllt. eine neue Beziehung).

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Beim Blick aus einem Fenster (2017: 110)

Aus dem Entwurfsordner.

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Blick durch das Fenster hinaus aus dem (sehr dunkel erscheinenden) Zimmer der Pilgerherberge im Traumschloß Schönfeld auf einen Teil eben dieses Schlosses (klischeehaft aussehend).

Blick durch das Fenster hinaus aus dem (sehr dunkel erscheinenden) Zimmer der Pilgerherberge im Traumschloß Schönfeld auf einen Teil eben dieses Schlosses (klischeehaft aussehend).

 

 

 

Beim Blick aus einem Fenster, da überlege ich manchmal, was das (von mir) primär Wahrgenommene ist. Habt ihr noch nie darüber nachgedacht? Ob ihr wie ich zuvörderst das Fenster als Teil eines euch umschließenden Raumes wahrnehmt – oder ob ihr daran (beinahe) überhaupt nicht denkt und nur wahrnehmt, was ihr durch das Fenster hindurch betrachtet?

Für mich gibt es Tage, da ist es nur das Eine von Beidem. Es gibt Tage, da changiert meine Wahrnehmung, überlagert sich, dabei mehr oder weniger zu dem einen oder anderen “Haupteindruck” Fenster oder Sicht neigend.

 

Und wie oft war und ist dieser Fensterblick nur eine Metapher bei etwas ganz Anderem, für eine ganz andere Betrachtung?

 

 

 

Ich wollte den Text um Antworten auf die an seinem Ende gestellte Frage ergänzen. Deshalb stand er seit dem 07.02.2017 im Entwurfsordner, unkommentiert, unbearbeitet, immer wieder einmal angesehen und überdacht. Doch Antworten, meine Antworten darauf sind, so denke ich, vielleicht gar nicht so wichtig.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 20.04.2017 waren Ausschlafen, ein Spaziergang in der Stadt, ein Telefonat am Abend.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Stäbe.

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April, japanisch (2017: 109)

Für unsere Gegend normal.

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Schnee noch im April
naßkalt vorüberwehend
am Herzenskamin

Überall sprießen schon
sommerliche Sehnsüchte.

Ein Tanka.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 19.04.2017 waren schöne Bilder und Schneeflocken.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Schwerter.

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Ostererinnerung (2017: 108)

Mit der Erinnerung ist eine Hoffnung auferstanden.

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Na? Habt ihr die Feiertage alle gut überstanden? Genug zugenommen? Satt geworden? Eier versteckt, gesucht und gefunden? Und auch schon am Donnerstag, Freitag und Sonnabend “Frohe Ostern” gewünscht? Zumindest das Letzte war für viele nicht richtig,nicht korrekt. Denn Frohe Ostern werden erst ab Auferstehung, also ab dem dritten Tag nach seinem Tode gewünscht, ab da geht die Frohe Botschaft seiner Auferstehung in die Welt.

 

Ich habe oft gelesen, daß es zu Ostern Geschenke gibt, zu geben hat. Wirklich? Irgendwo stand auch, daß Ostern das zweite Weihnachten wird, geschenkemäßig, ja, vom Umsatz her schon vor Weihnachten liegt. Und dann war da die Ostergeschichte in Gudruns Spinnradgeschichten, die mich an meine Kindertage erinnerte und auch an die wenigen Osterfeste, die ich mit meinen Kindern verbrachte. Denn Eierausblasen und -bemalen, Eierverstecken und -suchen waren wie das gemeinsame Osterfrühstück am Sonntag die zentralen Rituale, die Traditionen, die auch ich pflegte. Obwohl ich Ostern als Fest nicht besonders mag, noch nie mochte. Wahrscheinlich wegen der vorhergehenden Karwoche mit Kreuzigung und Tod. Denn auch mir als … naja, damals war ich noch Atheist oder Agnostiker, jedenfalls war ich da noch kein Christ (und bin es auch heute noch nicht, nach den offiziellen Kirchenregeln), weil ich diese Dogmen, all diese Zwänge und Regeln nicht mag.

Doch meine Oma mütterlicherseits und eine ihrer Schwestern erzählten mir die biblischen Geschichten, beteten mit mir und für mich. Und Oma erklärte mir die Bedeutung des Bildes über ihrem Ehebett: Jesus auf dem Ölberg. Wenn ich bei Oma war, dann war ich dort nie allein. Es waren immer Cousinen da und Cousins. Und am Sonntag ging Oma in die Kirche, und ein viel größeres Nachbarsmädchen ging mit uns, also mit mir und den anderen Kindern, in die Sonnatgsschule, in den Kindergottesdienst. Meine Eltern gingen nicht in die Kirche, waren auch keine Mitglieder der SED (das war ich dann später von 1981 bis zu meinem Austritt am 31.12.1987). Ich lernte also vieles, das in der Bibel steht, als Kind.

 

Heute, als ich Gurdruns Text las, dachte ich über Ostern nach. Über meine Ablehnung von Osterdekoration, von “üblichen” Osterbräuchen. Und habe festgestellt, daß es das nicht ist. Es ist keine Ablehnung. Es fehlt mir nur seit Jahren jeglicher Bezug dazu, ich habe mit den Kindern und der Herkunftsfamilie auch Ostern “verlassen”. Damit aber, damit aber habe ich vielleicht irgendwann die Gelegenheit, wieder ein Frohes Ostern zu erleben.

 

Oh. So ehrlich wollte ich heute überhaupt nicht sein …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 18.04.2017 waren frühes Wachsein, drei weitere Stunden im Museum, ein erhellender Gedanke.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Kelche.

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Verlaufen (2017: 107)

Die Wirkung des Wassers in der Badewanne.

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Genau jetzt stelle ich fest, daß mir etwas fehlt. Naja, eigentlich fehlt es nicht, doch wenn ich es hätte, würde ich es zu nutzen versuchen. Ein wasserdichtes Tablet mit wasserdichter Bluetooth-Tastatur. Habe ich aber nicht. Und auch die entsprechende quer über meine Badewanne zu legende Ablage für beides (und natürlich für mehr wie Rotweinglas und -flasche nebst Leuchter und Aschenbescher) gibt es hier nicht. Deshalb sitze ich mit sich wellendem Papier und Stift in meinen Händen im Wasser, unterm Schaum, und kritzele wie fast immer und überall.

Tablet und Tastatur dazu habe ich ja. Doch ich habe auch Angst, daß die Luftfeuchtigkeit beidem nicht bekommt oder daß beides zu mir ins Badewasser fiele. Mit Papier geschah mir das auch schon – und wie Tinte auf nassem Papier sich verhält, können sich bestimmt viele Menschen nicht mehr vorstellen. Ich kann es euch aber gerne zeigen, denn mir ist es vorhin wieder passiert:

 

Mit Tinte beschriebenes Blatt nach dem Fall ins Badewasser, Tinte teilweise ausgewaschen.

Mit Tinte beschriebenes Blatt nach dem Fall ins Badewasser, Tinte der Sütterlinschrift teilweise ausgewaschen.
Es ist Seite 14 (Din A5, Gesprächsnotiz-Vordruck). Der Text tut hier wirklich nichts zur Sache.

 

Den darauf befindlichen Text werde ich hier nicht wiedergeben. Jedenfalls landete Seite 14 heute, als ich zu einem anderen Gedanken wechseln wollte, mit dem Abreißschwung im Wasser. Es dauerte einige Sekunden, ehe ich alles andere weggelegt hatte. Dann fischte ich das Papier heraus, legte es in ein Handtuch und tupfte es trocken. Hätte ich damit länger gewartet, wäre die Schrift vielleicht noch blasser geworden. Doch zum Glück nutze ich wasserfeste, dokumentenechte schwarze Tinte in meinen Füllfederhaltern. Ich kann (noch) lesen, was da geschrieben ist, konnte die Seite (DIN A5) also retten. Keines der verlaufenen Worte ist verlorengegangen. Hätte ich mit moderner und tatsächlich vorhandener) Technik gearbeitet, wäre das Tablet gnadenlos ersoffen und ich hätte vielleicht wirklich Daten, Text(e) verloren. Deshalb meine Idee mit den wasserdichten Geräten …

Aaaaaaber … Aber wahrscheinlich bleibe ich bei meiner altmodischen Methode, zunächst alles (ja, gut, ich gestehe: fast alles) mit Tinte auf Papier festzuhalten. Denn ich hätte viel zuviel Angst davor, daß die versprochene Wasserdichtigkeit (Wasserdichte scheint mir das falsche Wort zu sein, denn die ist für mich die Dichte des Wassers) nicht wirklich gegeben ist.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 17.04.2017 waren ein recht stürmischer Spaziergang, eine erledigte “Sache”, interessante Gespräche.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Stäbe.

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Aprilsonnenuntergang (2017: 106)

Wetter für ein ganzes Jahr.

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Ich möchte durch den Regen tanzen, Hand in Hand mit Dir. Nur: Gerade scheint die Sonne; und der Regen, der vor ein paar Minuten noch fiel, war ein kalter, im Wind fast waagerecht einherkommender Wolkenbruch. Der war kein Wetter für einen Tanz, der war Wetter für Bärenfell und Kamin. Für ganze zehn Minuten. So geht das heute den ganzen Tag: Regen, Sonne, kalt, warm, naß, trocken, Wolken, Blauhimmel. Schnee gab es nicht, sonst hätte der heutige Tag das Wetter eines ganzen Jahres gehabt.

So sitze ich jetzt am Fenster und sehe der über der Heide untergehenden Sonne nach. Und Dein Platz auf meiner Couch ist leer.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 16.04.2017 waren ein Telefonat, Spaghetti Carbonara, der Anfang eines Buches.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Schwerter.

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Schlachthofgedanken (2017: 105)

Sie haben nichts mit dem Ort zu tun.

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Leben in Abwesenheit eines (eigenen) Ich scheint mir als Schreibendem durchaus möglich (noch dazu, wo ich aus zwei Ich auswählen könnte, wenn ich es denn wollte oder müßte); jedoch als Mensch und Mann weiß ich aus mißlungenen Beziehungen (in denen ich mein eigenes Ich aufgab), daß es katastrophal bleibt und wird und in einem Kataklysmus endet.

 

 

Ein in der Straßenbahn aufgeschnappter Fetzen (“Leben in Abwesenheit eines Ich”) mußte von mir, an einem Zaun lehnend, unverzüglich vervollständigt werden. Danach war ich nach fast zwanzig Jahren Leben hier in der Stadt zum ersten Mal im ehemaligen Schlachthof auf der Freiimfelder Straße. Dort war es bunt, mit überall herumflatternder Wurstpelle (Kunstdarmfolie) durchzogen, voller Menschen und Hunde. Ein abgesperrtes Gelände einer Industrieruine – ich geh bald wieder hin.

Viele Bilder muß ich bearbeiten (und beschreiben).

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 15.04.2017 waren die Eindrücke in den Ruinen, nette Worte, etwas Gezeichnetes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Stäbe.

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24 Jahre unvergessen (2017: 104)

Ringen mit mir.

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Nie vergeß ich den Moment, da meinen Fingerspitzen das erste Mal Deine Gänsehaut entgegenzitterte.

Getwittert als/unter: [F.M.: Gehen zu (z)weit (unveröff.)]

 

 

Jaja, paßt zum Eintrag von gestern. Ist das, was mich gerade rund um die Uhr beschäftigt. Egozentrik alla bonnör! Klar, ja, ist so. Das Ringen mit mir selbst ist gerade ganz, ganz wichtig für mich …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 14.04.2017 waren die nicht verlorengegangene Festplatte (hing seit Montag an einem Rechner im Sender), Draußensein, mehrere Telefonate.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Stäbe.

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Labsal und Schrecken (2017: 103)

Mein Willkommensmonolog.

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Herzlich willkommen. Schön, daß Du wieder da bist! Weißt Du, ich mag Dich ja. Wirklich. Denn ich will ohne Dich nicht leben, dazu mag ich Dich viel zu sehr. Aber wenn Du so wie jetzt heranstürmst, mich so überrennst, mein ganzes Wollen und Wünschen und Tun so über den Haufen wirfst, alle Pläne ruinierst und mich zur Kapitulation drängst … Dann ist das schon ziemlich Scheiße. Weil ich eben neben Dir plötzlich kaum noch anderes habe, kaum noch Zeit für anderes habe. Und einen Kopf für irgendetwas anderes hab ich auch nie, wenn Du mich so brachial und schonungslos und heftig überfällst.

Du warst in letzter Zeit oft bei mir, ja. Sehr oft sogar. Ja, ich freute mich über Deine Anwesenheit, über die, die mir auch immer etwas wehtut. Weil ich … weil ich mich Dir immer wieder einfach nur ergeben kann. Dir immer wieder nur alle Macht über mich überlassen kann. Weil es ja auch schön ist, wenn Du da bist. Aber es wäre auch gut, wenn Du mich nur einmal … wenn Du einmal von mir ablassen könntest, weil Du eben wenigstens dieses eine Mal völlig befriedigt von mir gehen würdest. Du schmerzliche Labsal. Du schöner Schrecken.

Du Sehnsucht nach Haut.

 

 

Ja, manchmal macht sie mir das Leben schwer. Und doch schön.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 13.04.2017 waren eine unerwartete Osterkarte, eine echt gut gelungene Braune Mehlschwitze, zuviel ausgegebenes Geld.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Kelche.

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Weggeworfen (2017: 102)

Die entsorgten Erinnerungen.

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Das waren zwei Tage in einem kleinen Keller, aus dem wirklich eine gewaltige Menge hinausgeschafft wurde.

 

Es sind schon Wochen und Monate, in denen ich scanne, scanne und scanne, um meine Papierberge abzutragen. Ich schrieb schn mehrfach darüber. Als ich heute nach Hause kam, war auch ich radikal: Einige der gescannten Sachen hatte ich, weil ich sie trotzdem aufheben wollte, weil an ihrer physischen Existenz so viele Erinnerungen hängen. Ich fuhr mit einer Einkaufstüte voller … eingescannter Dokumente noch einmal hinunter zum Altpapiercontainer. Und als ich deren Deckel wieder schloß, da waren die Gefühle sehr, sehr zwiespältig, hätte ich doch mindestens zwei Drittel des Hineingeworfenen am liebste wieder herausgeholt. Aber nein! Gescannt ist es alles, wahrscheinlich sogarmehrfach. Es haftet dem Papier kein besonderer Geruch mehr an, nach all den Jahren, die es in meinen Schränken lag …

Nur: Erleichtert bin ich auch jetzt noch nicht wirklich. Aber eher, weil meine Haufen und Schrankfächer noch immer höher und voller sind als mir lieb ist. Doch heute konnte ich einfach nicht mehr. Ich war kaputt, nickte sogar in der Wanne ein. Und wollte schon fast den Blog ausfallen lassen … Und dachte doch noch darüber nach, ob ich mit dem Papier auch die Erinnerungen entsorgt hatte oder nicht.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 12.04.2017 waren der fertige Keller, weggeworfenes Papier, Badewannenschaum.
 
Die Tageskarte für morgen ist II – Die Hohepriesterin.

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Entschlossener Elan (2017: 101)

Unbeteiligt und beteiligt.

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Das, was ich heute begleiten und mittun durfte, nötigt mir größten Respekt ab. Beim Aufräumen helfen, das klanng so … so einfach. Wenn aber dann eine halbe Vergangenheit im Altpapiercontainer und teilweise im Restmüll landet, weil sie schon so lange vorbei ist und heutzutage keine Rolle mehr spielt und mehr spielen soll? Und wenn das “Verabschieden” so energisch, so elanvoll vonstatten geht wie da, dann ist das schon ein ganz besonderes Erlebnis.

 

Nun hoffe ich, daß wir morgen, daß sie morgen fertigwird und daß ich auch so entschlossen sein kann, irgendwann. Mit dem Rest all des Krempels, den ich hier noch so hüte. (Obwohl: ich habe heute wieder etwas abgestaubt …)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 11.04.2017 waren schnell verschwundener Kopfschmerz, erlebte unbändige Zukunftslust, prächtige Fundstücke.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Münzen.

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Klettern und Seile (2017: 100)

Fünf Minuten Gesprächsfetzen.

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“Sag mal: Du schreibst doch seit Jahren schon jeden Tag einen Artikel für Deinen Blog, oder wie Du oft sagst: auch mehrere Texte?” Neugierig sehe ich sie an, wie sie über ihr Weinglas hinweg in irgendeine weite Ferne blickt und lächle. “Worüber schreibst Du denn so, wenn die Texte nicht im Internet landen?” Warum möchte sie das wissen? Und wieso nimmt sie an, daß die Texte nicht in irgendeinem Blog landen? Mein Lächeln wird etwas schiefer. “Weißt Du: Ich versteh’s einfach nicht. Da lese ich ja schon lange mit bei Dir und auf Twitter verrätst Du ja auch ziemlich viel von Dir. Ich achte dort nämlich nicht nur auf das, was Du schreibst. Ich seh‘ mir nämlich auch an, was Du gut findest und weiterverteilst. Mir ist aufgefallen, daß da ziemlich viel … ziemlich viel … Ach, Du weißt schon, was ich meine. Bist Du etwa auch so’n perverses Arschloch?” Mein Lächeln verschwindet. Denn nur, weil mir Dinge, Verhaltensweisen, Interessen abseits der political correctness, der Massenkompatibilität gefallen, bin ich nicht pervers und erst recht kein Arschloch. Also frage ich sie, was genau sie mit dieser Bezeichnung meint und woraus sie schließt, daß ich eben dieses bin: ein perverses Arschloch. Schließlich kennen wir uns auch außerhalb der Blogwelt und des ganzen großen Internets schon einige Zeit. Ob ich ihr irgendwann auch nur ein einziges Mal einen Grund gegeben habe, das von mir anzunehmen: daß ich ein perverses Arschloch sei? “Nein. Aber wenn Du da … Wenn Dir gefällt, daß Kerle ihre Frauen schlagen … Wenn Du gut findest, daß die Frauen machen müssen, was diese perversen Schweine befehlen, dann mußt Du ja auch …” Da ist der Punkt erreicht, an dem ich sie unterbreche. Kann sie sich nicht vorstellen, daß die Männer nichts anderes tun, als Sehnsüchte und Wünsche ihrer Partnerinnen zu erfüllen? Gut, vielleicht, nein, sicher nicht nur deren Wünsche, aber wer macht schon freiwillig das Kostbarste kaputt, was ihm geschenkt wird? Vertrauen, Hingabe, Liebe, Nähe, Zärtlichkeit, Verständnis und Verstehen, Achtung – das alles macht einen Großteil jeder Beziehung aus, beonders einer so besonderen Beziehung. “Aber keine gesunde Frau …” versucht sie zu unterbrechen. Oh, dann ist sie ja wohl auch nicht gesund. Denn kein gesunder Mensch begibt sich freiwillig in Lebensgefahr, merke ich an. Nein, gesunde Menschen klettern nicht in Felswänden und sonstwo herum, niemand, der gesund ist, riskiert freiwillig einen Absturz aus mehreren Metern, vielleicht sogar mehr als hundert Metern Höhe. “Das kannst Du doch nicht vergleichen. Ich bin gesund und Klettern macht Spaß. Jeder erreichte Gipfel ist ein kleiner Sieg!” Und fügt leiser hinzu: “Und fast immer wie ein kleiner Orgasmus.”

Das Leben ist nicht wie in diesem unsinnigen, wahnsinnig flachen und meiner Meinung nach völlig ohne Sachverstand geschriebenen oder übersetzten Buch. Meine Meinung dazu kennt sie. Doch hat sie mir auch gestanden, daß sie manches sehr interessant findet von dem, was Christian mit Anastasia tut. Vor einiger Zeit versuchte sie, ganz nebenbei und gänzlich unverfänglich meine Meinung über Fesselspiele und vor allem meine dazugehörigen Phantasien aus mir herauszubekommen. Meine Standardantwort war die, die sie bei diesen Themen immer zu hören bekommt: ich zeige es ihr gern, aber ich werde nicht darüber diskutieren – und genau darauf würde es immer wieder hinauslaufen beim Darüberreden. Mehr als einmal zog sie sich daraufhin schmollend zurück. Auch jetzt werden das die letzten Worte sein, die ich ihr diesbezüglich sage. Ich zeige es ihr gerne, aber ich diskutiere es nicht tot. Ich kann kaum verstehen, was sie daraufhin sehr leise und mit heftig geröteten Wangen in das Weinglas vor ihrem Munde spricht: “Ich glaube, es ist Zeit, daß Du Deine Seile holst.” Ungläubig gehe ich hinüber zum Schrank und sehe aus den Augenwinkeln, wie sie ihr Shirt auszieht.

 

 

Ups. Schonwieder. Anzügliches in meinem Blog. Phantasie, reine Phantasie. (Bis auf meine Meinung zu diesen Büchern, jawohl.) Hoffentlich vergraule ich euch damit nicht …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 10.04.2017 waren zwei geklärte Termine, die rechtzeitige Ersatzbeschaffung, ein wenig Mut.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Schwerter.

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