Stammeltext (Nº 155 #oneaday)

Sonderbares.

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Sommerheiszes Himmelblau über getrocknetem Gras / noch auf der Wiese stehend / Nasz fehlt

Staubwolken / wo Regenschleier herbeigesehnt werden

Auch sehr sommerlich gekleidete / Menschenfrauen / lenken mein Hoffen nicht ab

Ich spüre wie der Zeit / die welken Natternzungen / am knisternden Ahorngaumen kleben

Kurz vor’m Sonnenaufgang stillt / kein Tau den Durst / kein feuchter Nebel deckt / seine kühlenden Schwaden auf's Land

Zu Mittag glost die Hitze / und der Wind erstirbt / Drückende Schwüle / Nur Wenigem gelingt / der Rückzug in einen Schatten

Sehnsüchtig / warte ich auf das Dunkel / das der Nacht oder das / des Kellers

Eine sandgelbe Dampflokomotive / röchelt über die Kreuzung / auf die riesige Fischfotos / geklebt wurden

Vor dem Haus / auf der Wiese / am Schilf / unter dem Gebüsch / und im Wald tanzen / Gespenster aus feinstem Quarzkristall

Die Wüste reckt / schonmal ihre heiszen Gebeine / ins Land

Neben mir schnarcht herzerweichend / und mit winzigen funkelnden / Perlen Schweiszes bedeckt / eine kahlrasierte Pudelhündin

Zeit / zubettzugehen
 

© 2011-06-03 – Der Emil CC by-nc-sa der_emil(at)arcor(dot)de
 
Diesmal creative commons license by-nc-sa 3.0 de Namensnennung–Nichtkommerziell–Weitergabe unter gleicher Lizenz – Abwandlungen / Verarbeitung ausdrücklich erlaubt.
 

Das kommt heraus, wenn ich im Dämmern zwischen Wachtraum und frischem Kaffee meinen Stift von der Leine der Konzentration lasse: Gestern früh ohne Absicht und unkontrolliert entstanden.

Und weil ich nicht weiß, was ich damit anfangen soll, so überlaß ich es euch …

Der Verfasser des Blogs schleicht schmunzelnd davon und dankt für’s Lesen.

155 / 365 – One post a day (WP-count: 278 words)

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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17 Antworten zu Stammeltext (Nº 155 #oneaday)

  1. puzzle schreibt:

    Beim beigefarbenen Rock, dachte ich noch, er gehöre Elke, und auch Nena, Lenden und Waden wären noch hübsch gewesen, wären es ihre, usw. … aber auch ohne diese Doppelbödigkeit: es bereichert, die Kontrolle des Bewußtseins loslassen, beim Schreiben und beim Lesen.

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  2. freidenkerin schreibt:

    Von den bändigenden Leinen los gelassen spielen Phantasie und Unterbewusstsein manchmal gar rätselhaft miteinand’… ;-)
    Liebe Grüße!

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  3. Veit Keller schreibt:

    Das unterbewusst – fettgedruckte fand ich gar nicht so toll.

    Die vergleiche und beobachtungen sind besser.
    Also die fischbilder auf der lok oder der pudel ohne haar oder der Schatten im Keller.

    Das ist die poetische neuzeit!

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  4. colorsigns schreibt:

    etwas für mich zum worteverschieben .. gierig danach greifend – brauche ich wirklich – gedankensprünge – dankeschön dafür !!! christin

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  5. zweitesselbst schreibt:

    aber echt gutes Gestammel ^^

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  6. herbst.zeitlosen schreibt:

    schöne Bilder … lass es ruhig öfter los, das morgendliche stammeln aus der tiefe.

    es grüßt

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