Inseln in der virtuellen Welt

Abgeschrieben? Nein, vielleicht aber ähnlich denkend.

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Da lese ich in Lukianenkos “Spiegelbüchern” über die “Tiefe”, eine virtuelle Welt gemischt aus Internet, Spielen (Sim-City, Doom usw.) u.v.m. Es gibt Menschen, die sie nur zum Vergnügen besuchen; es gibt Menschen, die in ihr einer Arbeit nachgenen; es gibt Menschen, die an ihr arbeiten. Und als es in Lukianenkos zweitem Band der Trilogie zu Problemen in der “Tiefe” und in ihrer Verbindung mit der nichtvirtuellen Realität (anbei gefragt: gibt es die wirklich?) kommt, überlegen einige der Bewahrer/Enthusiaten/Hacker/Administratoren usw., genau diese “Tiefe” umzubauen. In ihrem Großen Meer eine Vielzahl von kleinen, gut abgeschirmten, sicheren und zuverlässigen Inselchen zu schaffen, auf denen sich eben jene Leute ungestört von Lamern und Gamern und Crackern und Scriptkiddies in genau dieser virtuellen Welt treffen und ausleben können.

Aber daran erinnerte ich mich! An dieses Bild der vielen Inselchen! Das habe ich selbst einmal benutzt, um damit zu beschreiben, was dieses “Internet” für mich ist und was mein PC dabei für eine Rolle spielt. Ziemlich genau anderthalb Jahre (woher kommt eigentlich dieses Synonym für “eineinhalb”?) ist es her, daß ich diesen Text hier veröffentlichte.

 

Das Internet: ein Meer voller Inselchen. Und mein PC mein geliebtes Boot, auf dem auch alle notwendigen Schlüsselchen für die Schlößchen vor den Türchen und Fensterchen und den Schränkchen und den Schüppchen sind. Und mein Fernglas und mein Fernrohr waren auf meinem Boot, und mein gewohnter Kocher und und und …

Mein Boot ist gerade weg. Sozusagen auf Reede gesunken. Aber meine Tierchen auf meinem Inselchen müssen doch gefüttert werden, und die Pflänzchen muß ich gießen. Und meinem Nachbarn wollte ich etwas vorbeibringen mit meinem Boot.

Quelle: Eigener Text.

 

 

So beschrieb ich damals eine Situation, als mein eigener PC vollständig ausgefallen und ich keinen Zugriff auf dieses Internet mehr hatte. Was soll ich sagen? Den Protagonisten bei Lukianenko scheint es – ach, lest es selbst. Vielleicht sehe ich ja Analogien, die es doch nicht gibt, weil es eben mein eigener Text ist, den ich mit “Der falsche Spiegel” verglich.

Und sonst bin ich ja noch immer mit der Festplattenarchäologie/Datenträgerarchäologie beschäftigt. Ich sehe mir jede einzelne Datei an, jedes Textdokument, jedes Bild (oh mein Gott, was ich so alles gesammelt habe), jede Audiodatei genauestens an und entscheide über Aufheben oder gründlich Wegschmeißen, also wirklich unwiderherstellbar zu löschen.

Und da ist wieder meine Idee mit den Daten auf einem Stick oder einer DVD. Sticks habe ich nicht bekommen, aber DVD-Rohlinge habe ich und im Notebook einen Brenner. Und mittlerweile liegt eine DVD hier, auf der einige Sachen exklusiv gespeichert sind, Dateien, die nur auf dieser DVD und sonst nirgends mehr in meiner EDV/IT zu finden sind. Bis zum Advent 2016 sehe ich nicht nach, was genau ich da gespeichert habe. (Das Gemeine ist: Ich weiß es jetzt schon nicht mehr genau!)

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 17. November 2014 war die ruhige Zeit am offenen Fenster, zwischen vier Uhr dreißig und fünf Uhr fünfzehn, als ich den Vögeln beim Zwitschern lauschte und meine ersten beiden Tassen Kaffee gnoß, ehe ich nochmal bis nach 10 Uhr schlief.
 
Tageskarte 2014-11-18: XIX – Die Sonne.

© 2014 (2013) – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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Eine Antwort zu Inseln in der virtuellen Welt

  1. SalvaVenia schreibt:

    Interessanter Selbstversuch. Bin mal gespannt … :)

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