Ergebnis gezeigten Guten Willens (23/342)

Ein Tag wie ein Griff ins Klo

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Die Premiere war so grottenschlecht, daß das Stück nie wieder gegeben wird.

Es lag nicht an dem Sofa, es lag nicht an der Arbeit, nicht an der Dusche. Nein. Am Morgen brauchte ich von Sechs bis halb Zehn, um einigermaßen mit mir und der Welt zurechtzukommen. Zwischen Sechs und Zwölf habe ich zwei Kannen Kaffee verbraucht, bin immer wieder unkonzentriert gewesen, öfters an der Grenze zum Schlaf entlanggedämmert. Mir fehlte jegliche Kraft. Es waren einfach zwei weitere Stunden Schlaf, die mir fehlten – in einer Woche habe ich ein Schlafdefizit von fast zehn Stunden angehäuft.

Seit Jahren weiß ich schon genau, daß sieben Stunden Schlaf das notwendige Minimum sind. Ich werde nach diesen sieben Stunden in aller Regel auch ohne Wecker wach. Dann bin ich auch genießbar und zu Leistungen fähig. Es ist machbar, einmal in zehn Tagen nur vier Stunden zu schlafen. Aber tagelang eine oder anderthalb Stunden zuwenig: Das bekommt mir nicht, das bekommt mir überhaupt nicht.

Und wenn ich auf die Zeit zurückblicke, die ich jetzt bei Radio Corax meinen Freiwilligendienst leiste, dann fällt mir noch etwas ganz anderes auf. Früher hatte ich einmal im Quartal ein Schlafwochenende, eines, an dem ich nur für das Notwendigste aus dem Bett gestiegen bin und ansonsten schlief oder dahindämmerte. Das habe ich zum letzten Mal vor ziemlich genau einem Jahr getan, Ende Januar. Ich glaube, es ist endlich wieder Zeit dafür …

Noch aber muß ich den heutigen Tag mit dem Arztbesuch, der Sendedienstschicht und dem Buchfink überstehen.Und einiges Andere muß auch nich erledigt werden. Diesmal schlafe ich Dienstag und Mittwoch – im Urlaub sollte das wohl funktionieren …

So, nun habe ich von meinen Schlafgewohnheiten genug preisgegeben, das ist schon der dritte Beitrag zum Thema in dieser Woche. Gute Nacht.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 22. Januar 2015 war der Schlaf am Nachmittag.
 
Tageskarte 2015-01-23: Die Sechs der Stäbe.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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11 Antworten zu Ergebnis gezeigten Guten Willens (23/342)

  1. wildgans schreibt:

    Das war jetzt interessant für mich! Ich müsste erst noch lernen, mir solche Betttage zu erlauben!
    Und wozu dein Eintrag noch geführt hat: dass ich morgen Abend weiß, was ich höre und mich drauf freue!
    Gruß von Sonja – P.S. ne, ist ja schon heute Abend…

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    • Der Emil schreibt:

      Einmal im Vierteljahr wirklich faul sein: Das sollte gehen. Der Urmensch soll ja viel weniger Zeit zur Sicherung seines Überlebens aufgewandt haben als unsereiner, maximal drei bis vier Stunden täglich – den Rest des Tages war er faul. (Oder was heutzutage für „faul“ gehalten wird …)

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  2. S. Meerbothe schreibt:

    Drei Beiträge über Schlaf. Schätze, das zeigt wie nötig Du ihn hast.

    Liebe Grüße,
    Silvia

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  3. Arabella schreibt:

    Das verstehe ich nur zu gut.
    Wenn ich mein Schlafkonto lange Zeit überziehe, werde ich krank.
    Seit ich das festgestellt habe, versuche ich an einem Nachmittag der Woche Zeit für Schlaf zu finden.
    Es nützt keinem, wenn er nicht auf seinen Körper hört.
    Liebe Grüße.

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  4. Sofasophia schreibt:

    Geht mir ähnlich, nur dass ich noch mehr Schlaf brauche als du. Gut, dass du das ernst nimmst. Wie lange geht dein Dienst noch? Machst du nachher dort weiter? Als privater Freiwilliger?
    Kannst du tagsüber Nickerchen machen? Das hilft mir oft sehr.

    Schlaf gut 😉

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  5. Gabi schreibt:

    Man unterschätzt das oft, was es heißt, mehrere Tage hintereinander zu wenig Schlaf zu bekommen. Körper und Geist lassen uns das dann irgendwann spüren.

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    • Der Emil schreibt:

      Deutlich. Ja. Und nun kehrt auch noch der grippale Infekt zurück (wahrscheinlich war er nie weg).

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      • Gabi schreibt:

        Und der wenige Schlaf hat sich auch dazu beigetragen.
        Bei mir hat auch ein Erkältungsvirus zugeschlagen, aber Gott sei Dank in leichter Form. Ich schätze, ich hab ihn vom Sohn übernommen, der ihn schon länger herumträgt.
        Es wird Zeit für Dich, dass Du Dich bald richtig ausschlafen und auskurieren kannst.
        LG Gabi

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