Lotte ag Lá Fhéile Pádraig (77/288)


Der Irische Nationalfeiertag mal anders

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Ná bíodh eagla ort. Is é seo an aon téacs i nGaeilge na hÉireann.

 

Ach was habe ich mich gestern vormittag geärgert, gestern, am St.-Patrick’s-Day! Weil mir meine Erna (so nannte ich die 19 Jahre alte, seit 2006 in meinem Bad stehende Siemens-Toplader-Rumpel) am Freitag den Dienst aufkündigte, hatte ich alle Werbung vom Wochenende aufgehoben und gestern vormittag nach einem neuen Gerät durchsucht. Boah, das waren Preise! Und dann sehe ich mir den Prospekt von re*l,– an und finde für die vergangene Woche, gültig also bis letzten Sonnabend, eine Whirlp*ol fü 199 Batzen darin! Toll! Klasse! Wieso hab ich nicht am Sonnabend danach geschaut???

Also habe ich dann doch bei den üblichen Verdächtigen noch im Internet nachgesehen, manche Prospekte bekomme ich ja nicht im Briefkasten. Und der vom “ich bin ja nicht blöd” fehlte zum Beispiel, auch der von exp*rt und von diversen Baumärkten. Kennt ihr das? Ständig wird mensch mit Werbung überschüttet, der Briefkasten quillt an manchen Tagen über von Werbung! Aber wehe, es wird dringend etwas benötigt: Dann, und nur dann!, gibt es nichts dergleichen. Dann sind nichteinmal die berühmten kostenlosen Sonntagszeitungen da, in denen sonst sechsmal Möbelhaus-, dreimal Baumarkt-, viermal Telefonladen-, viermal Discounter- und mindestens dreimal Technikmarktwerbung stecken. Deshalb also Netzrecherche.

Nun gut, ich wurde fündig, und seit gestern Nachmittag steht dank der freundlichen Hilfe meiner allerallerallerbesten Freundin und deren Auto Lotte bei mir im Bad. Mit fettem Bullauge. Ein Frontlader. Im Laden stand ich vor der Entscheidung, einen wirklich sehr, sehr preisgünstigen Waschtrockner – das Ausstellungsstück für nur 333 statt 499 – mitzunehmen oder den von mir zuhause ausgesuchten Waschautomaten … Allein, die Verkaufs(fach?)kraft war nicht in der Lage, mich vom Vorteil des Kombigerätes zu überzeugen, ja, sie hat es nichteinmal versucht!? Vielleicht wollte sie das Gerät selbst erwerben …

70 kg Waschmaschine nahm ich mit heim. Dort hob ich das Gerät aus dem Pkw, dessen Kofferraum wieder in den Normalzustand versetzt wurde. Dann schaffte ich es mit der Hilfe der allerallerallerbesten Freundin, das Maschinchen die Treppen hinauf ins Haus und dann mit dem wieder funktionierenden Aufzug in meine Wohnung ins Bad zu bringen. Nach einer Verschnaufpause wurde dann Erna zum Fahrstuhl gebracht – ich habe sie “laufen” lassen, Eck über Eck – um ihr im Wertstoffhof eine fachgerechte Entsorgung zu gewähren. Der Aufzug war außer Betrieb!!! Na toll. Doch glaubte ich, den Aufzugsmonteur gesehen zu haben im Haus, und so rief ich auf gut Glück: “Eine Waschmaschine aus dem Neunten nach unten, bitte!” “Wir reparieren schnell fertig”, schallte es von unten herauf.

Und während die allerallerallerbeste Freundin, Erna und ich auf den Lift warteten, erinnerte ich uns alle daran, daß wir ja vorhin den Kofferraum wieder schön penibel in seinen Normalzustand versetzt hatten, obwohl Ernas Entsorgung geplant war. Allgemeine Heiterkeit, high five, Kopf gegen Wand: Das waren unserer Reaktionen, die allerdings auch für das schnelle Vergehen der Wartezeit sorgten.

Wir drei, die allerallerallerbeste Freundin, Erna und ich quetschten uns in die Aufzugskabine und fuhren hinab. Unten standen noch der Aufzugsmonteur und ein Hausmeister, denen ich für die schnelle Arbeit dankte. Die allerallerallerbeste Freundin hatte den Verpackungsmüll in den Händen. Ich kuschelte mit den etwas mehr als zwei Zentnern Erna und wollte sie wieder loslauen lassen. Der überaus hilfsbereite und freundliche (das mein ich wirklich ernst!) Liftfachmann fragte, wohin ich damit möchte, zog sich seine Arbeitshandschuhe an und trug Erna mit mir die 30 m und acht Stufen bis zum Auto, half sogar noch beim Einladen! Wow! Ich war platt und sehr dankbar dafür.

Kurze Zeit später war Erna entsorgt, die Mägen der allerallerallerbesten Freundin und meiner Person waren lecker gefüllt und ich war wieder bei Lotte in meinem Bad.

Weil ich aber zur Spätschicht als Sendetechniker mußte, schaffte ich es weder, Lotte anzuschließen, noch sie auszuprobieren. Das geschieht hoffentlich am heutigen Vormittag.

Und dann, dann kommen wieder Geschichten ans Licht, die ich gewaschen habe!

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 16. März 2015 waren Lotte, Geschichten von der allerallerallerbesten Freundin, ein freundlicher und hilfsbereiter Aufzugsmonteur und eine recht entspannte Spätschicht bei Radio Corax.
 
Tageskarte 2015-03-17: XVIII – Der Mond.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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5 Antworten zu Lotte ag Lá Fhéile Pádraig (77/288)

  1. Sofasophia schreibt:

    Herrlich – und sowas zu St. Patrick!
    Klasse, dass es noch so hilfsbereite Menschen gibt.
    Viel Spass mit Lotte!
    Klasse erzählt. 😉

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  2. Elvira schreibt:

    Gut Wasch!

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  3. Gabi schreibt:

    Freut mich, dass dieser Tag so positiv verlaufen ist und dass Du so eine liebe allerallerbeste Freundin hast. Auch ganz toll die Hilfe von dem Lifttechniker. So etwas ist ja leider nicht selbstverständlich.

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    • Der Emil schreibt:

      Ja, leider ist sowas nicht mehr üblich. Doch ich habe die letzten Tage – es waren wieder viele Straßenbahnen alter Bauart unterwegs mit hohen Treppen im Einstieg – drei Kinderwagen mit hochgehievt. Das ist für mich dann doch selbstverständlich

      Gefällt 1 Person

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