Weltgeschichtentag (79/286)

In diesem Jahr zum “Thema” Wünsche

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So ein 20. März hat es in sich. Er ist zum einen (astronomischer) Frühlingsanfang und zum anderen Weltgeschichtentag/World Storytelling Day. Genau den werde ich versuchen, heute Abend um 20 Uhr CET/MEZ beim Buchfink auf Radio Corax zu zelebrieren. Und das wird live im Stream und hier in und um Halle (Saale) auf UKW 95,9 MHz zu hören sein. Am Montag 11 Uhr wird die Sendung wiederholt. Wer beides nicht schafft, schreibe mir eine Mail oder frage im Kommentar nach weiteren Möglichkeiten des Anhörens.

 

Gestern war nach einem Termin am Morgen und dem Bibliotheksbesuch zu Mittag ganz klassischer Haushaltstag. An dem wird der Vogelkäfig gereinigt, die Küche geputzt, das Zimmer grob aufgeräumt und es wird staubgesaugt und einiges andere mehr. Papier und Glas werden entsorgt; es ist immer wieder erstaunlich, was sich in einer Woche so ansammelt. Und dann begann ich, die um meinen Sitzplatz (auf dem Fußboden vor Computer und Schlafcouch) herum gewachsenen vier Stapel Papier zu “bearbeiten”.

 

Stapel 1 von 4

Der halbe Stapel

 

Autsch. Da waren Dinge zu lesen. Schreiben waren da dabei! Und was ich mir an Zeitungsartikeln aufgehoben habe? Vor allem: Was davon muß ich noch aufheben? Zwölf Jahre alte Briefe von Rechtsanwälten vielleicht nicht; Weihnachtskarten, die besondere Menschen an mich geschickt haben, aber ganz sicher. Tricks zu Novell DOS 7 bestimmt nicht mehr. Fahrkarten der KD aus Koblenz von 1995 trotz allem. Ein DDR-Scheidungsurteil. Der vollständige Obduktionsbericht von Gunther. Das Horoskop für meinen damals zehnjährigen Sohn, Manuskripte zu Gedichten und Prosatexten. Rechnungen von 1992 bis 2005.

Und das war erst der halbe erste Haufen. Noch habe ich dreieinhalb vor mir. Ein paar Sortierkisten muß ich mir morgen (heute komm ich nicht dazu, daran weiterzuarbeiten) bereitstellen. Und wieder Kraft gesammelt haben, um gegen die Wucht der Erinnerungen und Geschichten bestehen zu können.

Aber zuvor hören wir uns heute Abend – zumindest ihr könnt mich hören.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 18. März 2015 waren ein zufriedenstellender Termin am Morgen und die geschaffte Hausarbeit.
 
Tageskarte 2015-03-19: Das As der Kelche.

© 2015 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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17 Antworten zu Weltgeschichtentag (79/286)

  1. Inch schreibt:

    Equal Pay Day ist heute auch. Aber das ist, glaube ich, ein Thema, das eher Frauen interessiert. Wir haben nämlich im Prinzip und im Vergleich zu den Männern, bis heute oder gestern für Nasse gearbeitet. 22% weniger Lohn für Frauen. Das muss man sich mal vorstellen. In unser ach so vorblidlichen Demokratie

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  2. Bruder Indiana schreibt:

    180 Frauen – das ist doch schon was

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  3. eckisoap schreibt:

    ich sage jetzt einfach mal, dass heute auch ein guter krafttag ist!
    du wirst ganz viel energie und kraft haben für die weitere geschichtsbearbeitung. das wünsche ich dir jedenfalls von herzen!
    und ich mag den blogputz hier auch! herrlich.

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  4. minibares schreibt:

    Lieber Emil, das ist nicht einfach, solche Haufen durchzuarbeiten.
    Meine Hochachtung, dass du es tust.
    Viel Erfolg für dein Hörspiel.
    Bärbel

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  5. Sofasophia schreibt:

    Müsste ich auch mal wieder. Ausmisten.
    Bloß wann?
    Sich erinnern ist zuweilen Schwerstarbeit, ich weiß.

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  6. Hallo Emil :)
    So ab und zu packts mich auch mal. Da raffe ich alle gesammelten Werke zusammen und fange an zu sortieren. Zeitungsausschnitte, Post, Familienanzeigen, Eintrittskarten für Theater/Kino/Konzerte, aufbewahrte Flyer… alles, was der Mensch nicht braucht !
    Dann kommt schon das eine oder andere weg, was ich ursprünglich behalten wollte.
    Ich habe immer den Satz meines Sohnes im Ohr:“ Wenn du nicht mehr lebst, bestelle ich drei Container und lass alles abfahren … :) .“
    Tja, so ist die Jugend.
    Ich hoffe, dass er, wenn es soweit ist, wenigstens einen Blick darauf wirft. Vielleicht ist ja auch etwas interessantes für ihn dabei.

    Als mein Schwager L. (damals 22 J., Bruder meines Mannes) vor über 30 Jahren an seinem Elternhaus anbaute, hat er auch alles weggeworfen, was noch an Habseligkeiten der verstorbenen Eltern da war.
    Vor wenigen Jahren war er mal übers Wochenende bei uns zu Besuch (Sein Bruder ist auch verstorben und ich bin ein zweites Mal verheiratet).
    Im Laufe des Abends kamen wir auf die Familie zu sprechen und ich erzählte ihm, dass ich von seinen Eltern und seinen verstorbenen Geschwistern (der erste Bruder starb bereits als Kind 1965) noch alle Totenbildchen hätte. Er hatte damals alles weggeworfen ohne darauf zu achten, was das war, aber wir hatten uns noch einiges rausgesucht, bevor es verbrannt wurde.
    L. war wie vom Donner gerührt und selbstverständlich habe ich ihm die Bildchen geschenkt.
    Für ihn ist das ein kleiner Schatz, und er war mir sehr dankbar.

    Grüßli :)

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    • Der Emil schreibt:

      Früher, in meinem Ausweisnamensleben, habe ich auch immer am Sperrmüll gestanden, bei den Haushaltauflösungen, und habe alte Bücher, Papiere und Bilder „gesichert“ auch von wildfremden Menschen … Aber noch konnte ich niemandem eine Freude machen so wie Du.

      Gefällt 1 Person

  7. Gabi schreibt:

    Ich frage mich auch immer, wie es denn möglich ist, dass so viele ungeordnete Papiere zusammen kommen und wonach man entscheiden kann, was weggeworfen wird und was nicht. Irgendwie hab ich die Hoffnung aufgegeben, dass irgendwann mal „richtige Ordnung“ herrscht.

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