Ausblick auf Himmelfahrt (127/238)

Lied, das für den Donnerstag nächster Woche geübt werden kann

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Himmelfahrt, eigentlich Christi Himmelfahrt, der 40 Tage nach Ostern begangene Feiertag, rückt näher. Und es wird wieder Mannsvolk (zunehmend auch Weibsvolk oder gar Familie) unterwegs sein und das Brauchtum dieses Tages persiflieren und mißbrauchen. Für(?) die, die solches tun, habe ich die folgenden Reime geschrieben.

 

 
Himmelfahrergesang

Auf eine passende Bänkelmelodie zu tirilieren
 

Laßt uns trinken, saufen, tanken,
bis wir durch die Felder schwanken
und – nachdem wir hingefallen –
liegend heil’ge Lieder lallen.

       Feldumgänge war’n mal Brauch.
       Wandern tun wir heute auch.

Bier und Korn und Sekt und Weine
fuhren uns grad in die Beine.
Herr, beschütz‘ uns vor dem Regen,
da wir uns hier niederlegen.

       Feldumgänge war’n mal Brauch.
       Wandern war’n wir heute auch.

Oh, wie es im Schädel brummt,
wenn der Mensch nachhause kummt!
Doch ganz gleich, wie schlimm es war,
mensch tut’s wieder nächstes Jahr.

       Feldumgänge war’n mal Brauch.
       Nächstes Jahr, da geh‘ ich auch.
       Großer Gott, wir loben Dich:
       nun schütze vor dem Kater mich.

 

 

Oh nein, das meine ich nicht blasphemisch. Ich nämlich ärgere mich über diese unmöglichen Himmelfahrtskommandos. Aber falls jemand Lust und Laune hat, das Liedchen zu trällern und irgendwo im Netz zu veröffentlichen, dann verlinke ich hier gern dorthin.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 6. Mai 2015 war eine unerwartete Begegnung.
 
Tageskarte 2015-05-07: XVII – Der Stern.

© 2015 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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10 Antworten zu Ausblick auf Himmelfahrt (127/238)

  1. Sofasophia schreibt:

    Oh könnt ich doch singen und tirillieren, ich tät es. Deine Dichtung ist klasse.
    Ich kenn diesen Brauch nicht, hierzulandd ists einfach ein Frei-Tag.
    😉

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  2. Gudrun schreibt:

    Hach, klingt ein bissel wie Schandmaul. Klasse gemacht, Emil.

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  3. Elvira schreibt:

    Himmelfahrtskommando mal anders interpretiert

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  4. minibares schreibt:

    Mich wundert es ja, dass du überhaupt von Christi Himmelfahrt schreibst.
    Die meisten sagen ja leider nur noch Vatertag dazu.
    Aber wir werden singen: Christ fuhr gen Himmel! Was sandt er uns hernieder? Er sandte uns den Heilgen Geist zum Trost der ganzen Christenheit, Kyrieleis.

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  5. Der Emil schreibt:

    Der famose HandaufsERZ hat als erster eine anhörbare Version geschaffen:

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  6. Gabi schreibt:

    Bei uns ist das ein ganz normaler Feiertag. Sonst nichts.

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    • Der Emil schreibt:

      (Huch! Da hab ich ungenau hingesehen … ich war schon/noch beim 8. Mai! ::: Ja, bei euch IST es Feiertag, in der BRD war und ist er das nicht! ::: Eben der 8.Mai.)

      Vatertag wird er hier oft genannt, der Tag Christi Himmelfahrt. Und er ist zu einem Saufwandertag geworden, wobei sich der Schwerpunkt vom Feldumgang (zum Segen erbitten) zum Besäufnis verschoben hat. Jedenfalls in vielen Gegenden.

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