Des Notwendigen entledigt (131/234)

Wieder und wieder und wieder und wieder

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Nachenken darüber ist zwecklos. Wahrscheinlich zwecklos. Weil – ob Nachdenken oder nicht – dieselben Fehler sowieso immer wieder gemacht werden.

Sich zurückziehen, wenn es zu aggressiv hergeht.

Verstummen, wenn die Meinung, das Gesagte sowieso nichts zählt.

Nichts mehr wünschen und keine Wünsche mehr äußern, wenn sowieso alle Wünsche ignoriert werden.

Nichts mehr versuchen, wenn alle Versuche abgewiesen und geblockt werden.

All das geschah, wie es immer, jedes einzelne verdammte Mal im Leben bisher geschah. Und noch immer ist unklar, was anders laufen kann. Den Aggressionen entgegentreten: Dazu braucht es Selbstbewußtsein. Weiterreden, die eigne Meinung äußern: Dazu braucht es Selbstachtung. Wünschen, einfach weiterwünschen: Dazu braucht es Hoffnung. Immer weiter versuchen: Dazu braucht es Zuversicht.

Und genau diese Dinge wurden jedesmal über lange Zeit unterdrückt, abgewertet, ausgeschaltet, kaputtgemacht. Bis sie nicht mehr eingesetzt werden konnten.

Deshalb werd ich wohl Single bleiben.

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 10. Mai 2015 waren das Ausschlafen, die Wanne, der Anruf bei den Eltern.
 
Tageskarte 2015-05-11: Der Ritter der Kelche.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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4 Antworten zu Des Notwendigen entledigt (131/234)

  1. Sofasophia schreibt:

    Single ist nicht halb, auch Single kann ganz sein. Selbstliebe ist der Schlüssel, behaupte ich, zu einem zufriedenden Beziehungsleben – denn auch ein Singleleben ist ein Beziehungsleben: Eine Liebesbeziehung mit sich selbst.

    Weil nur du dir das alles selbst geben kannst.

    Dass du ein liebenswerter Mensch bist, wissen wir.

    Ich wünsche dir, dass du es auch wieder weißt. Und dich der zu sein traust, der du bist.

    Gefällt 2 Personen

  2. Elvira schreibt:

    Sofasophia hat das wunderbar gesagt. Dem ist nichts hinzuzufügen!

    Gefällt 1 Person

  3. wildgans schreibt:

    Das Durchbrechen alter Muster ist sehr schwer. Geschieht das nicht, werden stets die „Fehler“ wiederholt, weil sie regelrecht eingefleischt sind – es beginnt bei der Partnerwahl. Da findet instinktiv das Töpfchen sein Deckelchen. Verliebtheit macht es erstmal „passend“. Ich wünsche dir, dass du ein Musterdurchbrechmann werden kannst!

    Gefällt 1 Person

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