Mein Ziel ist ein Start (170/195)

Es hat nichts mit einer Radwanderung zu tun

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Jetzt fehlen mir nur noch ein Zelt und ein Spirituskocher, der auch als Heizung genutzt werden kann. Und genügend Übung im Blogschreiben mit der gestern erworbenen Bluetooth-Tastatur. Alles andere habe ich, wenn ich mich in meinen Schränken so umsehe, wohl schon zuhause. Na gut, eine echt regendichte Jacke nebst Überhose sollten auch noch dazukommen. Das Gummiteil, welches für Notfälle ganz tief unten im Schrank verborgen liegt, ist für längere Zeit nicht tragbar. Ein neues Smartphone muß in diesem Jahr sowieso noch angeschafft werden.

Und dann? Dann greife ich irgendwann nach einem der beiden Stäbe, die auch schon seit Jahren in meiner Wohnung stehen: einer seit 1996, ein zweiter seit 2006. Packe irgendwann alles so ein, daß ich es tragen kann und fahre nach Görlitz. Der Ökumenische Pilgerweg, ein Jakobsweg, führt von dort über 450 km etwa drei Wochen lang durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Vacha kann ich dann auf den Rhön-Jakobsweg wechseln, auf ihm 220 km weitergehen bis Würzburg, oder schon in Fulda abbiegen nach Frankfurt / M. und Mainz und Trier mit 320 km – was auch immer. Auswahl gibt es genug.

Ich habe tatsächlich einen Grund dafür, mit dem Gehen genau so anzufangen: Etwa nach der Hälfte der Strecke gehe ich von Leipzig über Kleinliebenau nach Merseburg direkt an Halle (Saale) vorbei; nach maximal zehn Tagen also kann ich meine persönliche erste Etappe als erledigt ansehen. Bis Vacha sind es dann nochmal zehn Tage. In solchen Portionen, solchen Abschnitten kann ich mir den ganzen Weg vorstellen, mich auf meine Geschwindigkeit einlassen, die normalerweise bei etwa drei oder vier Kilometern in der Stunde liegt. Vielleicht finde ich auch einen besseren Rhythmus, so daß ich sieben Kilometer pro Stunde schaffe. Und vier bis acht Stunden täglich möchte ich auch gehen.

Dieser Plan …

Seit 2004 habe ich den Pilgerführer bei mir zuhause. Gehen wollte ich schon Jahre vorher (hätte ich es nur getan), ab Herrnhut. Ach – das ist sooooo lange her. Und nun, nun komme ich meinem Ziel, dem Start eines Jakobswegs, immer näher. Der Plan wird nicht konkreter, nein, denn er ist konkret bis auf den Zeitpunkt. Und noch immer stehen in meinem Kopf tausend Gründe dagegen (z. B. weiß ich nicht, was das verfl…te Jobcenter dazu sagen wird). Aber ich rüste mich aus mit dem, was ich unterwegs wohl brauche.

Nein, dieses Jahr wird das nichts! Aber wenn ich wirklich auf den Jakobsweg gehen werde, dann brauche ich bestimmt kein Zelt.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 18. Juni 2015 war ein Treffen mit Leuten vom “Schwarzen Gemüse”.
 
Tageskarte 2015-06-19: Die Zwei der Schwerter.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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17 Antworten zu Mein Ziel ist ein Start (170/195)

  1. Sofasophia schreibt:

    Der Emilweg! Yesss.

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  2. sweetkoffie schreibt:

    Oh Emil, mach das , wird bestimmt richtig toll!
    LG sk

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  3. eckisoap schreibt:

    das gefällt mir richtig gut! :-) das klingt kraftvoll, liebevoll und ich freue mich, dass du uns dabei sein lassen willst.
    und wegen dem jobcenter, kannst du nicht auch so ein sabbatjahr beantragen? ich muss mich mal umhören.
    grüße von mir!

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    • Der Emil schreibt:

      Na, mal sehen. Jedenfalls mag die gestern gekaufte Tastatur nicht so richtig und wird deshalb zurückgebracht ,,,

      Sabbatjahr? Ha! Abmeldn muß man sich aus dem Leistungsbezug, was für Mieter echt schwierig werden kann …

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  4. juttareichelt schreibt:

    Das sind ja aufregende Pläne!

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  5. Frau Momo schreibt:

    Wir hatten das auch immer vor, aber durch Martins zwei OP’s müssen wir uns von Pilgerplänen verabschieden, leider

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