Reisevorbereitung (189/176)

Drei Tage Berlin Hauptstadt der DDR

To get a Google translation use this link.

 

Freitag nach Friedrichshain. Und dann “Story of Berlin” – seltsam, daß Museen hierzulande keine inländischen Namen mehr tragen –, Bundestag, Hohenschönhausen. Drei Tage “Bildungsreise”. Naja, mal sehen, was da auf mich zukommt. Dafür habe ich am Donnerstag schon frei, um alles packen und vorbereiten zu können. So einfach ist das für mich nämlich nicht. Wegfahren. Die Nymphensittiche sind immerhin den ganzen Sonnabend allein! Einpacken, was wahrscheinlich benötigt wird. Sicher wie meist viel zu viel. Und nicht vergessen, was unbedingt dabeisein muß. Computer. Kladden, Stifte, Brillen. Externer Akku. Digitalknipse. Von manchen Sachen lieber einmal mehr als notwendig.

Ha! Den Buchfink noch vorproduzieren! Was les‘ ich da? Wann mach‘ ich das? Und wo? Die Studios sind immer so durchbelegt, kaum eine freie Stunde zu finden … Vielleicht schaff ich das heute mittag. Und dann kann ich gleich noch dem einen Autor seine gelesenen Gedichte zukommen lassen. Und den letzten Buchfink noch hochladen – auch das ist mir bei der Hitze der letzten Tage irgendwie so weggerutscht. Ich glaube, ich gerate grade etwas in Hektik. Soviel noch zu tun!

Und was mach ich mit dem Blog? Komme ich dort zum Schreiben? Wenn ich das nur wüßte. Gibt es WLAN im Hotel? Läuft mir sogar irgendjemand aus Bloggerhausen übern Weg? Wem muß ich nachts die Ohren vollschnarchen? Wo ist der verdammte Pyjama? Brauch‘ ich den? Reicht das Duschgel oder sollte ich doch besser noch Shampoo mitnehmen? Wo habe ich die kleine Pillenschachtel hingeräumt? Und wo sind überhaupt die ganzen Medikamente? Sollte ich besser noch ein paar Schmerztabletten mehr einpacken?

Chaos. Chaos im Kopf. Planungsstreß. Wie immer. Und dann will ich wirklich für lange Zeit zu Fuß unterwegssein können? Herrjeh, wie soll das gehen?

Obwohl … Dann werde ich ja alleine reisen, niemandem zur Last fallen, auf niemanden Rücksicht nehmen müssen als auf mich. Aber diesmal, in einer Gruppe. Ich weiß nicht.

Ich weiß ja nichteinmal, wieso mir die Bildungsreise im Vorfeld so unangenehm erscheint. Blöd ist das schon, irgendwie, für mich. Saublöd sogar …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 7. Juli 2015 waren die Klärung der Reiseumstände, die Abkühlung, eine wunderbare #ansKap-Bildkunstkarte.
 
Tageskarte 2015-07-08: 0 – Der Narr.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Advertisements

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter Gedachtes, One Post a Day, postaday2015 abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Reisevorbereitung (189/176)

  1. nurbanales schreibt:

    Ich stresse mich vor jedere Reise selber. Hab ich alles, ist auch nichts vergessen. Erst wenn ich im Zug sitze wird es besser.
    Es wird am Ende bestimmt alles perfekt klappen. Viel Spaß bei deinen Unternehmungen.

    Gefällt mir

  2. eckisoap schreibt:

    gute reise! :-) von herzen.
    es ist nie verkehrt, sich auf sowas gut vorzubereiten.

    Gefällt mir

  3. Frau Momo schreibt:

    Kleiner Trost, ich bin gerade dabei, alles für die ersten Wochen in Leipzig zu packen. Also gucken, was unbedingt mit der ersten Fuhre mit muß…. also natürlich alle Technik, aber auch Klamotten für alle Wetterlagen usw. Streßt mich auch gerade, auch wenn ich natürlich fast jederzeit wieder nach Hamburg kann und nachladen :-) Viel Spaß in Berlin. Die Vögel werden das schaffen…. unsere armen Katzen sind öfter mal mehrere Tage alleine und sind nicht mal beleidigt, wenn wir, bzw. wenn Martin dann wieder heim kommt. Du schaffst das, aber ich kenne diesen Streß. Obwohl ich viel unterwegs bin, macht mich die Packerei auch jedes mal Kirre.

    Gefällt mir

  4. Sofasophia schreibt:

    Bloggerreise? Wow.

    Reisen ist „Gewohnheitssache“, ganz ehrlich. Seit ich regelmäßig reise (Weekends), bin ich relaxter – früher wie du: Voll der große Riesenstress!

    Und beim Pilgern ist eh alles ganz anders: Da brauchst du Dinge nicht mehr, die du nie gedacht hast, dass du sie nicht brauchen würdest!

    Gefällt mir

  5. Clara Himmelhoch schreibt:

    Hallo Emil, du kommst also in meine Gefilde, und das im doppelten Sinne gemeint. Im Friedrichshain habe ich 15 Jahre lang gewohnt, bis 2000, direkt an der dicken Magistrale. – Im Stasigefängnis war ich vor einigen Wochen zum ersten Mal – und ich hätte fast bedauert, dass ich dort war, denn mir war tagelang noch flau in der Magengrube von dem, was ich dort sah und hörte. Wir hatten einen ehemaligen Insassen als Herumführer – und alles war so (schrecklich) lebensnah, auch nach den vielen Jahren noch, was er uns erzählte.
    Möchtest du denn Bloggern über den Weg laufen? Wenn du z.B. mir über den Weg laufen möchtest, schreibst du mir eine Mail – dann bekommst du meine Handynummer. Am Sa Nachmittag und am Sonntag hätte ich durchaus Zeit und Lust für ein internes Bloggertreffen.
    WO genau nächtigst du denn im Friedrichshain – sicher nicht in dem großen Volkspark :-), der dem Bezirk den Namen gab. – „Story of Berlin“ ist am Kudamm und „muss“ schon deswegen diesen etwas reißerischen Namen haben – auch die Ausstellung ist etwas reißerisch gemacht. –
    Ich weiß nicht, ob du dich bei der Bildungsgruppenreise notfalls auch ausklinken kannst, wenn dir alles zu viel wird. Sicher, muss ja sein, ist ja keine Strafreise.
    Toitoitoi!

    Gefällt mir

  6. Ulli schreibt:

    Und der Narr lächelt dir zu ;) – Schritt für Schritt, lieber Emil und notfalls Gruppe, Gruppe sein lassen und eigene Wege gehen … bin gespannt!

    Gefällt mir

  7. wildgans schreibt:

    Oh, es gibt sie also, die anderen Menschen, die ähnlich am Rad drehen wie ich- vor jeder noch so kleinen Reise!
    Den Vorabendkoller habe ich auch,was bedeutet, dass ich am liebsten alles absagen würde und mich verkriechen. Doch letztendlich hilft mir die Erfahrung, dass ich das im Nachblick SEHR bereuen würde, weil Reisen doch was köstlich Lebensfreudiges ist!
    Hab`s gut – wünscht Sonja

    Gefällt mir

  8. Elvira schreibt:

    Ich bin nach fünf Wochen Reha gestern wieder zu Hause eingetroffen. Eine der letzten Fragen dort war, was wir so an Erfahrungen mitnehmen würden. Wie sollten spontan alles aufschreiben, ohne lange nachzudenken. An dritter Stelle stand bei mir Internetabstinenz. Habe ich anfangs mit dem grottenschlechten WLAN dort gegrollt, vermisste ich es bald kaum noch. Ich vermisste auch nicht das Bloggen, denn eine völlig neue Welt öffnete sich mir: Menschen, mit denen ich täglich echte Gespräche führte, denen ich in die Augen sehen konnte und mit denen ich sehr viel gelacht habe.
    Vielleicht triffst Du in Deiner Reisegruppe Menschen, mit denen Du gerne zusammen sein wirst. Neben der „Bildung“ wünsche ich Dir eben das!
    Gute Reise und liebe Grüße,
    Elvira
    P.S. Die meisten Museen haben inländische Namen. „Story Of Berlin“ würde ich nicht in dem Sinne als Museum bezeichnen. Und wenn etwas in Deinem Reisegepäck fehlt ist das auch nicht so schlimm (außer Deiner Medizin). Du glaubst gar nicht, wie flexibel Mensch sein kann

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s