Nachruf auf Lebende (250/115)

Bei Christa Wolf gelesen

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Die Geschichte über eine Flucht, die Flucht einer ganzen Familie Anfang 1945. Die Vorgeschichte der “Kindheitsmuster” vielleicht. Erstveröffentlichung 2014, drei Jahre nach ihrem Tod. Auch die Geschichte von vielen Verlusten, vom Verlust der Kindheit.

 

 

Die Angst hört sofort auf, wenn der Verlust eingetreten ist, vor dem man gezittert hat,

Christa Wolf: Nachruf auf Lebende. Die Flucht. S. 30
1. Auflage © Suhrkampverlag, Berlin 2014. ISBN 978-3-518-46506-6

 

 

Fluchtgeschichte, die mich an die Erzählungen der Mecklenburger Oma vom Weg über die zugefrorene Oder erinnerte. Beim nächsten Lesen wieder daran erinnern wird. Und die sich in mir absolut nicht mit dem aktuellen Weltgeschehen verbinden läßt. Völlig andere Baustelle für mich.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 6. September 2015 war Fieberfreiheit.
 
Tageskarte 2015-09-07: Der Bube der Kelche.

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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9 Antworten zu Nachruf auf Lebende (250/115)

  1. Arabella schreibt:

    …eins meiner Lieblingsbücher.

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  2. piri schreibt:

    Stimmt nicht! Die Angst hört nicht auf, sie ändert sich nur.

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  3. wildgans schreibt:

    Irgendeinen Grund wird`s schon haben, dass uns Verbindungen suggeriert werden!?

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  4. pantoufle schreibt:

    Moin Emil

    Völlig andere Baustelle? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Die Aussage erinnert mich – was in keinerlei Weise persönlich gemeint ist – an den Satz des bayrischen Innenministers Herrmann » […] (der Vergleich mit den aktuellen Flüchtlingen) ist eine Beleidigung der Vertriebenen, der wirklich damals vor 70 Jahren Vertriebenen, das in diesen Kontext zu stellen.«

    Wie gesagt: Es liegt mir fern, Dich auch nur in die Nähe dieses Herrenmenschen zu rücken! Aber liegt da nicht ein ähnliches Missverständnis vor?
    Die zugefrorene Oma und die Trecks aus Ostpreussen, die Horrorgeschichten über »den Russen« und diese ganze Vertriebenenromantik sind ein Teil unserer persönlichen Geschichte geworden, unserer Jugend und untrennbar in eine familiäre Umgebung eingebunden. Das unterscheidet sie selbstverständlich fundamental von einer syrischen Familie oder einer aus dem Senegal.
    Die Oma aus Allenstein spricht (sprach) deutsch wie auch Christa Wolf. Die Geschichten sind nicht nur deswegen für uns vielleicht »aus erster Hand« und nicht übersetzt und interpretiert wie die von Yussuf, dem Fliesenleger aus dem Westjordanland.

    Oma und ihre Verwandten flohen nicht aus ihrer »alten Heimat« wegen einer Sturmflut oder eines anderen überraschenden Ereignisses, sondern aufgrund einer konkreten politischen Situation. (in wie weit es sich nach der »eindeutschung« der Nazis um ihre Heimat gehandelt hatte, ist zudem eine weitere Frage)
    Und da schließt sich in meinen Augen eben doch der Kreis. Wir reden über Krieg, Hunger, Genozid oder schlicht die Folgen einer neokolonialen Politik der reichen Länder des Westens. Nicht vergleichbar mit der NS-Volkstumspolitik des dritten Reiches – soweit richtig -, aber man sollte keinesfalls den Fehler begehen, aus emotionalen Gründen die Gründe von Flucht und Vertreibung aus den Augen zu verlieren.
    Die sind allerdings vergleichbar.

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    • Der Emil schreibt:

      Danke für Deine ehrliche Sicht.

      Aber vielleicht ist es das: Persönliche Geschichte, die mich, meine Familie betrafen und noch immer betreffen (ich wühle grad in meiner Vergangenheit). Und diese persönliche Geschichte kann (und möchte ich auch niicht) mit den heute stattfindenden Fluchten vergleichen.

      Das, und nur das läßt beides für mich nicht zusammenkommen.

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