Würdewillkann (283/82)

Wie es sich (wahrscheinlich mit Sicherheit) entwickelt

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Plötzlich merke ich, daß ich gehen will: über Grenzen, über Brücken, über Wolken, über alle Konventionen hinaus. Ins Freie. Aussteigen sozusagen.

Das war – nach Jahren des “ich würde gern” und des “ich sollte vielleicht” – eine niederschmetternde Erkenntnis, in der es um den eigenen, freien Willen ging. Ist das, was ich wünsche, mir vorstellen kann, das, wovon ich träume, wirklich mein Wille, also das, was ich will?

Und wie frei bin ich im Wollen? Und im Wünschen?

Und im Träumen …

 

Aussteigen, um zu gehen. Gehen, um auszusteigen. Klingt nach Straßenbahn, PKW oder Linienbus. Das, womit ich ein Ziel verfolgte, verlassen, aber nicht um ziellos umherzugehen, sondern um ein neues Ziel eben nicht zu er-fahren. Oder doch zu erfahren; denn früher war fahren einfach ein Synonym für reisen.

 

Fehlt mir nur noch eine weitere Erkenntnis.

Daß ich gehen kann.
 
Aber die kommt auch noch rechtzeitig.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 09. Oktober 2015 war Nebel am Morgen, Beatlesmusik, die Eröffnung des des Werkleitz-Festivals “MoveOn”.
 
Tageskarte 2015-10-10: Das As der Kelche (am Abend vergessen).

© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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21 Antworten zu Würdewillkann (283/82)

  1. Arabella schreibt:

    …voran…

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  2. eckisoap schreibt:

    die erkenntnis kommt erst beim gehen, also ob du kannst. :-)

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  3. traumspruch schreibt:

    … Ein wahrlich wahrer Text… so Mancher…schließt sich sicherlich gerne an…in Gedanken…es scheint so einfach auf den ersten Blick…dann…aber…und…und sowieso… Ein wahrlich wunderbarer Text…

    … Ein Text, der Taten hervorzukitzeln in der Lage ist
    Ich möchte dir gerne auf deinem Weg diesen Wegweiser mitgeben… *lächel
    https://traumspruch.wordpress.com/2014/11/22/windrose/

    …auf nen Kaffee… vielleicht…wenn sich Wege kreuzen…

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  4. Pfeffermatz schreibt:

    Ich gehe für mein Leben gern. Um weg- und wieder anzukommen, und zwar von einem Ort zum gleichen.

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  5. Ulli schreibt:

    schön, du bleibst dran!

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  6. gerelcalow schreibt:

    Als meine Mutter gestorben war, träumte ich von ihr, sie sagte, ich solle nach Australiebn gehen, die gestrandeten Delphine in Pern retten, sie sei einer davon. – Es war mir unmöglich: kleine Kinder, alleinerziehend, ergo kein Geld – reine Fantasie? Dann las ich, dass dort tatsächlich Delphine gestrandet waren, ich war fassungslos.
    Gehen, wenn man einfach gehen könnte, wär es wohl einfacher!

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  7. minibares schreibt:

    Du kannst wenigstens noch frei gehen.
    Das ist mir nicht mehr möglich.
    Bärbel

    der sie das Telefon gekappt haben, aber Internet noch nicht . komisch.

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  8. Pingback: Würdewillkann (283/82) | gerelcalow

  9. piri schreibt:

    Los auf, keine Müdigkeit vorschützen – alles wird gut und die Gedanken entstehen beim gehen.

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