Nº 045 (2016): Rosenbaums Hahnlachen.

Am Anfang von “Aufbruch”

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«Die Naturgewalt des Lachens ist das allergrößte Wunder [ … ]. Der Mensch kann auf seinem Weg alles verlieren: Jugend, Gesundheit, Kraft, Glauben, Gedächtnis, Namen. Bewahrt er sich sein Lachen, bleibt er Mensch. Der Anlaß Deines Lachens spielt keine Rolle. Oft fragst Du Dich hinterher, worüber Du eigentlich gelacht hast. Du kannst Dein eigenes Lachen nicht enträtseln. Lachen ist Selbstverteidigung. Durch Lachen überwindest Du, was über Dir steht, stärker ist als Du. Lachen ist Philosophie. Selbstbestätigung. Du kannst in auswegloser Lage sein. Das Lachen drängt von innen herauf und hebt Deine Bürde an. Schützt Deine Würde. Lachen ist Befreiung.»

Ulla Hahn: Aufbruch. S. 18f.
1. Auflage © 2009 Deutsche Verlags-Anstalt, München
ISBN 978-3-421-04263-7

 

 

Stimmt das, was Lehrer Rosenbaum da über das Lachen schreibt? Wenn ich es mit meinen Erlebnissen, meinen Erfahrungen ansehe: Nein, nicht ganz. Denn ich hatte auch mein Lachen verloren und bin doch Mensch geblieben. Mein Lachen schaffte es nicht, meine Bürde anzuheben und meine Würde zu bewahren. Und manchmal machte es mich nicht frei …

Ich bin noch dran an den Büchern, die doch mehr mit mir zu tun haben, als ich es mir je zu träumen gewagt hätte. Und dann lese ich in den Büchern von Büchern, die es gibt und die ich werde lesen können. Aber auch von Büchern, die vielleicht nur der Phantasie der Autorin entsprangen und die ich nie und nimmer in der Hand halten werde. Ach, die Liste der Ungelesenen Bücher wächst und wächst.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 13. Februar 2016 waren ein paar entsorgte Dinge, aufregende Konversationen, gute Unterhaltung am Abend.
 
Tageskarte 2016-02-14: Der Bube der Schwerter.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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5 Antworten zu Nº 045 (2016): Rosenbaums Hahnlachen.

  1. Sofasophia schreibt:

    Ich bin echt froh, dass du mit den Büchern von Ulla Hahn etwas anfangen kannst.
    Ich werde mir bald das an Aufbruch folgende organisieren.

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  2. Elvira schreibt:

    Und doch können wir in all den Büchern nicht die Antworten finden auf die Frage nach dem Sinn unseres Lebens. Nur den Trost, dass es anderen Menschen so ähnlich ging oder geht. Wir finden Bruchstücke unserer Empfindlichkeiten wieder. Aber das Buch unseres Lebens schreiben wir. Ausschließlich! Auch wenn es den Anschein hat, als würden die Weichen von Anderen gestellt, so liegt es an uns, was daraus wird. Leider ist es so, dass ich, obwohl ich das weiß, auch immer noch nach Antworten suche. Und Lachen? Manchmal stellt es sich ein. Und tut weh.

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  3. Momfilou schreibt:

    Altes Gedicht von mir (aus „Die Schublade Band 3, Mitteldeutscher Verlag Halle/Leipzig 1988)
    Nähe
    Zitternde Knie, der Wimpernschlag, die Augen
    Und wenn die feuchte Haut sich schmatzend trennt,
    Weißt du: Manchmal tut Lachen stärker weh
    Als stürzen. Du ahnst die feinen Risse

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