Nº 052 (2016): Zweckentfremdet.

Und jetzt mit noch besserem Nutzen

To get a Google translation use this link.

 

Die Freunde der Stadtbibliothek Halle (Saale) e.V. haben vor einigen Monaten eine ehemalige Telefonzelle der Bundespost auf dem Neustädter Markt aufgestellt. Dort darf jeder Bücher hinstellen, mitnehmen, tauschen – und es gibt keine Einschränkungen. Will jemand hunderte Bücher hinstellen: bitte. Mag jemand zwölf Bücher tauschen: bitte. Braucht jemand 23 Bücher als neuen Lesestoff: wenn so viele vorhanden sind, dann darf gerne mitgenommen werden. Niemand kontrolliert. Niemand reglementiert.

Daß damit manchmal auch Nachteile verbunden sind und die Regale auch einmal sehr, sehr leer sein können, habe ich gestern bemerkt.

 

Eine zweckentfremdete, alte, gelbe Bundespost-Telefonzelle. Für den Büchertausch.

Eine zweckentfremdete, alte, gelbe Bundespost-Telefonzelle. Für den Büchertausch.

 

So leer habe ich die Regale der Büchertausch-Telefonzelle nur selten gesehen.

So leer habe ich die Regale der Büchertausch-Telefonzelle nur selten gesehen.

 

Bild mit den von mir eingestelltn Büchern

Bild mit den von mir eingestelltn Büchern

 

Die sichtbaren Bücher habe ich hingestellt. Mag noch jemand Freude daran haben.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 20. Februar 2016 waren drei in der Sortierung befindliche Papierhaufen (plus zwei Klappboxen Altpapier), gute Gespräche, leckerer Tomatensalat zum Abend.
 
Tageskarte 2016-02-21: Die Sieben der Stäbe.

© 2016 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Advertisements

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter 2016, Erlebtes, Gesehenes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Nº 052 (2016): Zweckentfremdet.

  1. Elvira schreibt:

    In Berlin gibt es solche Büchertauschstellen auch. In einer Telefonzelle habe ich das im letzten Jahr auf Usedom in Karlshagen gesehen. Allerdings waren die Regale dort gut bestückt. Vielleicht muss sich dieses Bookcrossing bei euch erst rumsprechen.

    Gefällt mir

    • Der Emil schreibt:

      Das ist KEIN Bookcrossing, jedenfalls nicht das, was man hier im Netz kennt. Dieser Verein stellt (ich glaub, immer am Montag) (gebrauchte) Bücher hinein, und gestern war Sonnabend, also kann das auch normal sein, daß es so leer ist sonnabends.

      Die Leere zeigt aber auch, daß das Angebot angenommen wird.

      Gefällt mir

  2. eckisoap schreibt:

    eine wirklich coole idee! ich mag ja diese alten gelben häuschen sehr.
    schönen sonntag, emil

    Gefällt mir

    • Der Emil schreibt:

      Letztens nannte jemand bei Twitter die auf einem Foto abgebildete Telefonzelle „begehbares Handy“, der danebenstehende Postbriefkasten war der „Mailausgangsserver“ ;-)

      Telefonzellen fehlen wirklich an allen Ecken und Enden. Niemand denkt daran, daß Handys viel abhängiger von Computern und damit störanfälliger sind als die guten, alten Festnetzgeräte.

      Gefällt 1 Person

      • eckisoap schreibt:

        ja, und niemand denkt an die menschen, die vielleicht wirklich mal eine Telefonzelle bräuchten. ich kenne einige ältere menschen, die sich mit der neuen Technik nicht anfreunden wollen oder können. die sind echt aufgeschmissen.

        irgendwo konnte man die gelben mal ersteigern, glaube ich. ich hätte damal beinahe eine haben wollen für meinen garten :D

        lieben gruß an dich!

        Gefällt mir

  3. Jane Blond schreibt:

    In der nächsten Durchfahrtsortschaft steht auch eine. Weil Durchfahrtsortschaft hatte ich meine Zweifel, ob das lohnt, aber es halten immer wieder Autos. Denke, ich werde mal ein paar Bücher hinbringen…

    Gefällt mir

  4. Frau Momo schreibt:

    Hier habe ich sowas neulich sogar im Vorraum einer Bank gesehen… während ich also wartete, bis ich Geld ziehen konnte, habe ich das Angebot mal studiert.

    Gefällt mir

  5. https://worthaus.wordpress.com/ schreibt:

    hier habe ich zufällig auch so eine Ecke entdeckt und war erstaunt und dann sehr erfreut. Man darf geben und nehmen. Bücher sind es wert, sie dürfen nicht verschwinden und den Einen und den Anderen setzte es ein Lächeln ins Gesicht. Ich liebe Bücher sehr, mehr als sehr und bin über diese Lösung dankbar.
    Christin

    Gefällt mir

  6. doppelmama schreibt:

    Eine großartige Idee die Zellen für Bücher zu nehmen. In meiner Umgebung gibt es einige, die ich gerne abklappere. Bei uns sind sie allerdings so vollgestopft, dass man aufpassen muss,nicht erschlagen zu werden, von herabstürzenden Büchern. :-)

    Gefällt mir

  7. muschelfinderin schreibt:

    Ich versuche, möglichst schnell die Bücher weiterzugeben, die ich ausgelesen habe und nicht behalten möchte. Früher hatte ich Unmengen Bücher … doch sie stopften mir die Regale voll und stapelten sich überall. Deswegen behalte ich nun nur noch wenige … Es sind immer noch zwei hohe Regale.
    Die, die ich ausrangiere, lasse ich manchmal auf einer Parkbank liegen … in der U-Bahn, oder im Bus … manchmal mit einer kleinen Widmung.
    Unsere Bücher-Telefonzelle hier um die Ecke war letztens so voll, dass ich mine Bücher dort kaum untergebracht bekam. Ganz anders als bei dir.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s