Nº 119 (2016): Stimmt das oder stimmt das nicht?

Es hängt wohl ab von der Art des Tuns

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Fleiß ist die Flucht der Kreativen vor dem Druck der Phantasie.

(27. April 2010, 03.54 Uhr)

 

 

Solche Sätze fallen mir mitten in der Nacht ein. Warum nicht in den Momenten, wo sie notwendig sind? Oft zur Unzeit kommen Gedanken, die es meiner Meinung nach wert sind, mitgeteilt zu werden. Und wie es so ist: Manchmal fehlt mir sogar das Werkzeug, Worte festzuhalten – welche Strategie oder Taktik verfolgt mein Denkicht damit?

Jedenfalls ließe sich über den Satz sicher trefflich debattieren.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 27. April 2016 waren die Wanne und das Schreiben.
 
Tageskarte 2016-04-28: XII – Der Gehängte.

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Über Der Emil

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9 Antworten zu Nº 119 (2016): Stimmt das oder stimmt das nicht?

  1. alltagsfreak schreibt:

    Ja. Der Spruch hat was. Besonders im Alltag bei mir, wenn Ich nicht wieder in „Dichterlaune“ komme und den ein oder anderen Kollegen damit zur Verzweiflung bringe :) Möchte ich, dass die Schicht schnell rum geht, stürze ich mich förmlich in Arbeit. Anders wenn ich die Zeit für mich habe.

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  2. Sofasophia schreibt:

    „Kreativität ist ein Weg den Druck der Phantasie auszuleben“ würde ich es nennen. Von Fleiss und Flucht will ich nichts wissen. Das klingt mir zu absichtlich, zu strategisch.
    Ich erlebe meine Kreativität eher wie eine Art Eruption (oder wie das Ende der Verdauungsphase). Überdruck ventil.

    (Ja, das kenn ich auch mit den Gedankenblitzen.)

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  3. dergl schreibt:

    Dein gefundener Satz macht mich auf jeden Fall nachdenklich, denn für mich ist es gerade tatsächlich so. Ich bin „fleißig“ in so weit als dass ich ein gutlaufendes und sich selbst entfaltendes Projekt habe, meine Hände sind nur Werkzeug, ich kann es partout nicht steuern, aber so lange irgendeine Form von „Fantasie“ dabei war, ich mir also vorstellte wie etwas zu sein hätte, dass es gut wird und so weiter und sofort ging alles was daneben gehen kann auch daneben. Wenn ich nun also „fleißig“ bin ist das tatsächlich eine Art Flucht vor der Fantasie, weil ich genau weiß, so lange ich vorstellte und plante passierte nichts und wenn ich in diese Mechanismen zurückfalle rast das ganze Ding, so gut es bis dahin war gegen die Wand.

    Und jetzt lese ich bei dir diesen treffenden Satz, Emil. Hm…

    Außerdem wundert mich die „Fundzeit“ gar nicht. „Nachts sind alle Katzen grau und die Einfälle die besten“ (weiß leider nicht von wem das stammt), hat sich auch für mich oft als wahr heraus gestellt und ich vermute, das ist so, weil man des Nachts wehrlos ist. Weil man da eben nicht kreativ sein will sondern ruhen, kommt sie. Ich habe etliche gute Gedanken verloren weil sie so kamen und ich sie nicht notieren konnte, einige rettete ich in dem ich sie in mein Handy tippte. Ich machte auch den Versuch Stift und Papier neben der Matratze zu haben, da blieb die Kreativität fern und ließ mich schlafen.

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  4. Gudrun schreibt:

    Ich mag das Wort „fleißig“ nicht, weil es eine Art Betriebsamkeit einfordert und nichts über das Ergebnis sagt.
    In der Schule hatte ich in der „Kopfnote Fleiß“ immer eine Drei. Meine Leistungen waren sehr gut, weil ich mehr neugierig war als fleißig. Es wurde trotzdem ständig genmeckert. „Sei fleißig“ wurde mir immer gesagt, ich konnte damit nichts anfangen. Mich hat das eher immer ausgebremst. Und fleißiges Auswendiglernen ging gar nicht. Wenn ich gesagt hätte „Ich habe mir etwas einfallen lassen, weil ich faul bin“, hätten sie mich in der Luft zerissen. :)
    Sofasofias Formulierung finde ich gut.

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  5. puzzleblume schreibt:

    In Verbindung mit dem dunklen Bach bekommt der Satz für mich einen Drall, wie ein in die Vergangenheit abprallender Gummiball, als mir als Erziehungsprinzip vermittel wurde, dass vor dem Vergnügen des Auslebens der eigenen Phantasie durch kreatives Tun immer zuerst ein Akt des allgemeinnützigen Fleisses eingefordert wurde.
    Dass ich diese Haltung in gewisser Weise verinnerlicht habe, merke ich oft daran, dass ich Aufgaben, die ich eigentlich nicht gern erledige, gerade dann zuerst und geradezu manisch abhandle, um davon frei zu sein für das, was eigentlich in der Seele zum Ausbruch drängt. Demnach wäre der Ausbruch von Fleiss eine Reaktion auf den präeruptiven Druck der Phantasie, wie die Unruhe, die manche Lebewesen vor einem Erdbeben spüren.

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  6. die Freakin schreibt:

    Wäre Twitter nicht ein Werkzeug bis 140Zeichen? 😉

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