Nº 186 (2016): Pausen-L.

Gleichgültigkeit.

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Er war nicht gleichgültig. Er war Überlebender des Holocaust. Er war Friedensnobelpreisträger. Elie Wiesel starb am 2. Juli 2016.

 

 

» Ich habe immer daran geglaubt, daß das Gegenteil von Liebe nicht Haß ist, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung, es ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses, es ist das Ende eines Prozesses. «

Erinnerung als Gegenwart. Elie Wiesel in Loccum [Mai 1986]. Loccumer Protokolle 25/[19]86, S. 157
 
zu finden auf Wikiquote

 

 

Ich befürchte, manchmal bin ich zu gleichgültig; zu weit weg scheint mir manches Geschehen zu sein …

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 3. Juli 2016 waren ruhige Arbeit im Radio, gute Musik, etwas geschafft zu haben.
 
Tageskarte 2016-07-04: Die Königin der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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6 Antworten zu Nº 186 (2016): Pausen-L.

  1. petra ulbrich schreibt:

    Manchmal ist Gleichgültig sein ein Selbstschutz, um nicht vor die Hunde gehen zu müssen. Nicht Gleichgültig – eigentlich ein schönes Wort – alles ist gleich gültig, nichts mehr wert, als das andere – nicht Gleichgültig zu sein, setzt Mut voraus…

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  2. Elvira schreibt:

    Ein großer Mann! Aber auch er konnte nicht alles tragen. Zu viel geschieht auf dieser Welt. Inflation der schlechten Nachrichten. Letztendlich überfliegen wir nur noch ohnmächtig die Schlagzeilen.

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  3. Sofasophia schreibt:

    Ich überlege grad, ob es nicht mehrere Arten von Gleichgültigkeit gibt und frage mich, welche davon Elie Wiesel gemeint hat.
    Für BuddhistInnen ist Gleichgültigkeit eine Form von Ruhe gegenüber der Welt (sag ich mal, ohne buddhistisch zu sein).
    Wiesels Gleichgültigkeit verstehe ich als liebloses oder gedankenlose Art der Resignation. Diese möchte ich nicht in mir zu groß werden lassen. Ich kenne sie nämlich auch.

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  4. puzzleblume schreibt:

    Gleichgültigkeit, wie sie Wiesel beschreibt, sehe ich als Ignoranz, auch wenn das Sprachverständnis für Fremdworte im deutschen Sprachgebrauch oft gefühlt viel differenzierter ist, als die eigentliche Bedeutung, und beides dasselbe.
    Gleichgültigkeit, wie er sich wohl nicht gemeint hat, würde ich als Gleichgewichtung für die Verwirrungen des eigenen Lebens im Verhältnis zu dem der anderen beschreiben.
    Wenn man in sich zu sehr leidet, um für nicht unmittelbar neben sich Geschehenes Aufmerksamkeit zu erübrigen, ist es vermutlich ein Überlebensinstinkt, der hoffentlich nur temporär ist.
    Ich denke, wo es nicht um die an sich unschuldige Wahrnehmung von Dringlichkeiten geht, sondern tatsächlich eine Werturteil zugrunde liegt, könnte es schon sein, dass man mit der Empathie gegenüber seiner Mitlebenswelt tatsächlich abgeschlossen hat, aber solange sich jemand noch solche Fragen stellen kann und will, wäre der im Zitat von Elie Wiesel beschriebene Gemütszustand noch nicht eingetreten.

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  5. Pingback: Wahrscheinlichkeiten und das Dasein

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