Der Ausweis. Nº 197 (2016)

Ultreïa! Tag 1–X

 

Der Pilgerausweis zum Ökumenischen Pilgerweg

Der Pilgerausweis zum Ökumenischen Pilgerweg
Vorderseite, links oben: Beschriftung “Pilgerausweis für den Ökumenischen Pilgerweg durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen”, eine Jakobsmuschel (re) und ein (altmodischer) Schlüssel (li) im Sand liegend;
Vorderseite, links mitte: Platz für die persönliche Daten, acht Felder mit stilisierten Häuschen für die Stempel der Pilgerwegstätten;
Vorderseite, links unten: zwölf solche Felder;
Rückseite, rechts oben und rechts mitte: je zwölf Felder mit stilisierten Häuschen für die Stempel der Pilgerwegstätten;
Rückseite, rechts unten: Jakobsmuschel (Ausschnitt aus dem Bild der Frontseite), Text daneben: “Der Inhaber dieses Ausweises ist Pilger auf den alten Glaubensspuren zum Grab des Apostels Jakobus d. Ä. in Santiago de Compostela. Die Jakobusinitative Mitteldeutschland bittet, ihm im Bedarfsfall Hilfe und Unterstützung zu gewähren.” Am unteren Rand der Hinweis auf weitere Information auf der zugehörigen Webseite oekumenischer-pilgerweg.de.

 

Gestern kam er an, der bestellte Pilgerführer (wichtig, weil die meisten Pilgerherbergen mit Telefonnummern und Preisen darin verzeichnet sind) mit dem dazugehörigen Pilgerausweis. Dieses zweifach gefaltete Papier, das dann etwas kleiner als DIN Lang ist, bewirkte schon beim ersten Aufklappen und Ansehen etwas in mir. Denn: Ab dem ersten Tag in Görlitz werde ich also “offiziell” »Pilger auf den alten Glaubensspuren zum Grab des Apostels Jakobus d. Ä. in Santiago de Compostela« sein. Huch.

Ganz plötzlich steht damit ein Ziel vor mir, unmittelbar vor mir, das in so unbegreiflich weiter Ferne liegt, das ich zwanzig Jahre unerreichbar wähnte. Jetzt, jetzt bin ich “offizieller” Pilger auf diesem Weg; und ich beginne dann tatsächlich mit dem ersten Schritt genau diese Reise. Die in mehreren Etappen in mehreren Jahren stattfinden werden muß, wenn nicht ein Wunder geschieht. Und es gibt für den Beginn des Weges eine neue, ROTE Kladde, in der gestern die ersten Eintragungen erfolgten. Auch die Wandertasse ist festgelegt. Die Bekleidung auch beinahe – nur die Jackenfrage ist noch offen. Und noch einige andere Dinge, die sich in zweieinhalb Wochen aber klären sollten.

 

Ich glaube, meine Pause ist vorbei …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert bald los und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 14. Juli 2016: Sie blieb ungegangen in der Welt. Aber in mir, in mir gab es einen gewaltigen Satz nach vorn. Auf der Reise wird das “Positiv war …” eher ausfallen – ebenso wie die Tageskarte. Und nicht immer kann ich eine so ausführliche Bildbeschreibung liefern.

© 2016 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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16 Antworten zu Der Ausweis. Nº 197 (2016)

  1. Ich bin sehr gespannt auf die Berichte . l.g.Anja

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  2. Jane Blond schreibt:

    Da bin ich gespannt. Hier liegt auch eine Wanderausrüstung, und wartet darauf, auch irgendwann benutzt zu werden.

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  3. puzzleblume schreibt:

    Das liest sich sehr ausser-gewöhnlich, und so soll das zu einem besonderen Erlebnis werden. Wenn du davon etwas mitteilen willst, freue ich mich.

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  4. traumspruch schreibt:

    … toll! Du bist auf dem Weg* und ich freue mich mit dir, dass du dies nun… spüren… kannst… schritt für Schritt
    danke für das mitspürenlassen

    p.s.eine Frage sei noch gestattet: warum keine Tageskarte mehr und keinpositiv…
    die Verfasserin grübelt…und spürt………

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    • Der Emil schreibt:

      Ich werde keine Tarotkarten mitnehmen. Und Positives wird wohl im Text auftauchen oder als Streckenhöhepunkt(e) … Ich weiß es doch auch noch nicht.

      (Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht … Mal sehen, ob das was geht ;-) )

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  5. iris schreibt:

    hach, schön. Ich freue mich für dich. Aufrichtig.

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  6. Sofasophia schreibt:

    „Ich hab nichts anzuziehen!“

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  7. Anna-Lena schreibt:

    Ich wünsche dir eine gute Reise, lieber Emil. Zur Zeit lese ich wieder einmal: „Ich bin dann mal weg“ und genieße es wie beim ersten Lesen. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen du auf diesem Jakobsweg machen wirst.

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