Nº 242 (2016): Ersehntes Naß.

Endlich Wasser von oben.

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Wolken. Graue und (einige wenige) weiße Wolken bedecken den Himmel über der Stadt. Zumindest der grelle Sonnenschein ist damit vorüber, die Wärme und Schwüle aber sind geblieben. Das ist für mich immernoch Wetter, bei dem man “keinen Hund vor die Tür jagt”. Eben nicht nur bei Regen, Schnee oder anderem schlechten Wetter, sondern auch bei Hitze. Der schwarze Riesenschnauzer hatte mit der Hitze immer am meisten zu kämpfen. Gut, ich war damals etwa 25 Jahre jünger …

Mir ist Kälte lieber als Hitze. Ich schwitze ziemlich schnell und ziemlich stark. Das wird nach ganz kurzer Zeit unangenehm, besonders am Hals unterm Bart (und an den anderen üblichen Stellen). Meist ist es dann noch von einem Juckreiz begleitet, der mich völlig aus der Ruhe bringt. Denn alles kratzen, trockenreiben, einschmieren, waschen usw. usf. hilft nicht gegen das Jucken. Ich leide, meist stundenlang. Unter dem, was die Wärme bei mir bewirkt. Und wenn es schwül ist, also bei hoher Luftfeuchtigkeit, ist es für mich ganz besonders eklig.

Und dann gibt es endlich Wolken, die nach Regen und damit Abkühlung aussehen. Und ich sehe, daß es etwa 100 Meter vom Haus entfernt regnet, es hat sich auch ein klein wenig abgekühlt auf etwa 28 °C. Doch direkt hier gibt es keinen Tropfen. Nichts. Ein wenig Wind, ein dunkler Himmel, aber kein Regen. Die Bäume allerdings werfen schon Blätter ab, gelbe und grüne. Andere Bäume haben ihre Blätter irgendwie eingerollt, zusammengefaltet. Frisch gemähte Wiesen zeigen größtenteils graue oder gelbe Halme, es ist kaum noch etwas grün. Sommer. Draußen blitzt es, doch ich höre keinen Donner. Oh, jetzt ist fernes Grollen in der Luft. Noch immer kein Tropfen Regen hier ums Haus. Schwüle Luft, etwas Wind, Dunkelheit.

Klar jammere ich hier. Über etwas, das ich nicht ändern kann, das ich einfach ertragen muß. Aber mir hilft dieses Jammern, schwierige Situationen anzugehen, auszuhalten. Manche verstehen das nicht, könnten so auch nicht vorgehen. Ich aber brauche das immer mal wieder, häufig. Wie jetzt gerade.

 

Es regnet doch noch. Wenig, aber es regnet. Ich atme auf.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 28. August 2016 waren ein paar gesammelte Flaschen, die leichte Abkühlung, der Regen.
 
Tageskarte 2016-08-29: Der König der Schwerter.

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Über Der Emil

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Eine Antwort zu Nº 242 (2016): Ersehntes Naß.

  1. Frau Momo schreibt:

    Wir haben gestern bei 36 Grad (in der Dachwohnung vermutlich noch mehr) Möbel abgebaut… das war auch mächtig schweißtreibend :-) Der Regen ist allerdings hier weitestgehend vorbei gezogen, wie so oft in Leipzig. Heute müssen die Möbel geschleppt und transportiert werden, aber es ist zum Glück etwas kühler geworden

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