Nº 282 (2016): Kunst strengt an.

Links im Überfluß

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Ich bin im Streß. Im positiven Streß. Im Kunststreß. Besser: sehr angeregt und gefesselt und unterhalten von sehr viel Kunst. Von Radiokunst. Denn die gibt es zur Zeit hier in der Stadt. Wann, so frage ich mich täglich erneut und mehrfach, werde ich je wieder die Gelegenheit haben, all diese Menschen, all diese Künstler zu treffen? All diese anderen Menschen, mit denen ich mich so wunderbar unterhalten kann, mit denen ich reden und schweigen, tanzen und rauchen und einfach nur dasitzen kann?

Gerade komme ich mir ein bißchen vor wie das radelnde Kunstbübchen (sein Ausdruck!) Irgendlink auf einer seiner Reisen. Ich erlebe mehr als auffaßbar. Es macht Spaß zum Beispiel Steve Bates zuzuhören und zuzusehen, nach seiner Performance schnell noch ein paar Worte zu wechseln mit ihm. Das soll nicht heißen, daß die anderen bisher erlebten Veranstaltungen weniger interessant waren, nein, aber er ist eben noch sehr, sehr präsent in meinen Ohren. Aber es ist eben auch anstrengend, jeden und jeden Abend intellektuell herausgefordert zu sein!

Die erste Woche ist rum. Eine Woche, in der ich täglich mit dem Radiokunstfestival beschäftigt war, obwohl ich mich bewußt herausgehalten hatte aus seiner Vorbereitung und Durchführung. Und nun? Nun bin ich doch jeden Tag irgendwie dabei. Mal nur als Rezipient, mal als einspringender Helfer … Ich kann manchmal eben schlecht Nein sagen.

 

Es ist eine andere Erfahrung, die ich gerade mache, eine, die anders ist als die bisher gemachten Erfahrungen mit Kunst. Selbst welche zu erzeugen (auch in meinen bescheidenen Maßstäben) kenne ich als einen durchaus anstrengenden Prozeß, nicht immer, aber immer dann, wenn ich etwas bestimmtes, geplantes tun will. Kunstgenuß war bisher regelmäßig “nur” Genuß, auch aktiver, aber wenig anstrengender Genuß. Diesmal liegen sieben Tage hinter und 22 Tage vor mir, wobei ich hoffe, daß es so faszinierend bleibt, aber ich in einen Rhythmus komme, der mich weniger anstrengt im Kunstgenuß.

 

Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, dann bin ich weiterhin täglich unterwegs bei den Radiorevolten. Und werde weiter darüber schreiben, bei Twitter und hier. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es auch, meine Eindrücke einmal so wie Gabi Schaffner im Radiorevolten-Logbuch zusammenzufassen … Gut, Schluß mit den vielen Links. Wer mich treffen mag, der sieht mich im Gebäude hinterlocken.bemerken.pflegte. Bis neulich dann …

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 7. Oktober 2016 waren die Erinnerung an den Republikgeburtstag, eine geschaffte Streßschicht, das Versprechen auf ein heute abzuholendes Geschenk, der Abend mit vielen Menschen.
 
Tageskarte 2016-10-08: VII – Die Kraft.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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