Nº 291 (2016): Auf dem Sofa zu Babel.

Sprachen und Klänge

To get a Google translation use this link.

 

Gestern nachmittag – okay: Abend – saß ich mit einigen Menschen beieinander und sprach mit ihnen englisch. Das war die Sprache, die wir alle mehr oder weniger gut (mit meinen Kentnissen bin ich nicht ganz zufrieden) beherrschen. Es reichte bei allen aus, um – unterstützt von anderen Anwesenden und Händen und Mimik – sich auch über Kunst und Sprache zu verständigen. Wildfremde Leute, aus verschiedenen Ländern, geeint durch gemeinsames Interesse und Engagement: Die Sprachbarriere ist da ein sehr, sehr kleines “Hindernis” Zwischendurch fallen alle in ihre jeweilige Muttersprache zurück, wenn Dialoge sich so ergeben. Ein klein-babylonisches Gewirr aus Spanisch/Portugiesisch (schwer unterscheidbar fü mich, wenn ich nur mit halbem Ohr hinhöre), Englisch und Deutsch brandet immer wieder auf, was dem Vergnügen an der Kommunikation aber keinen Abbruch tut.

Und dann geschieht es wieder, was mir oft geschieht. Im Sprachenmix mehr als sonst um Verständlichkeit und gute Betonung bemüht beginne ich, deutsche Worte englisch auszusprechen: weil und trotzdem und so manches andere erhalten auf diese Weise einen besonders melodisch anmutenden Mißklang (zumindest für meine Ohren). Letztendlich fällt es niemandem außer mir auf oder alle überhören es galant, und nach meiner kurzen Irritation fange ich mich und beteilige mich weiter an dem Gesrpäch.

So ganz nebenbei lerne ich auch das Radiohören neu – oder wieder, wenn ich an meine Jugend mit Radio Luxemburg aus London oder SR1 Europawelle Saar, mit Bayern3 und DT64 denke. Ach, ich erinnere mich an geniale Hörerlebnisse auf Mittel-, Kurz- und Langwelle, nie vergesse ich Jesus Christ Superstar, das einmal im 49-m-Band übertragen wurde … — Und wer neugierig ist auf das, was ich hier beim RadioRevolten-Festival zu hören bekomme, der kann die RadioRevolten-Mixcloud durchstöbern.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 16. Oktober 2016 waren zwei fertige Übersetzungen, eine wundervolle Gesprächsrunde, gute Klänge im Klub.
 
Tageskarte 2016-19-17: Der Bube der Schwerter.

© 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter 2016, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s