Nº 316 (2016): Arbeit und Erinnerungen.

Wie ich mich selbst überraschte

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Puh! Manche Arbeit ist wirklich … nun ja, langweilig anstrengend. Deckel auf, Papier rein, Deckel zu, Scanfenster auf, Vorschau, Begrenzung anpassen, Scannen, Deckel auf, Papier raus, Papier rein, Deckel zu, Scanfenster usw. usf. da capo al infinito. Die von mir verwendeten Geräte sind wirklich nicht die neuesten und somit auch nicht die schnellsten. Obwohl ich ins Unreine scannte, also nicht jedesmal noch einen zutreffenden Dateinamen vergab, brauchte eine Seite etwa drei bis fünf Minuten. Nun gut, 120 neue Scans habe ich heute trotzdem geschafft. Der ordnende Teil der Arbeit steht mir allerdings irgendwann noch bevor.

“Nebenbei” arbeitete ich an den ersten Beiträgen zum Adventskalender – lang ist es ja nicht mehr hin bis zum ersten Advent in zwei Wochen! Zu diesem Behufe (welch eine wunderbare, schöne Wendung!) mußte ich auch in meinem Blog stöbern, um Wiederholungen zu vermeiden, Erinnerungen an noch ausstehende Fortsetzungen aufzufrischen, Anregungen für Neues zu finden. Wißt ihr, wie sonderbar es sich anfühlte, Texte zu lesen, die ich zwar geschrieben hatte, an die ich mich aber so überhaupt nicht erinnern kann, Gedichte zum Beispiel? Und weil ich einmal beim Lesen war, stolperte ich kreuz und quer durch meine alten Texte, war erschrocken ob der vielen Rechtschreibfehler, die ich veröffentlichte (aber trotz allem nicht korrigierte), und oft sehr gerührt von den Kommentaren. Welch ein Schatz da schlummert, ist mir im täglichen Schreiben hier überhaupt nicht bewußt! Und dann lese ich bei Twitter noch, daß auch andere gerade Blogarchäologie im eigenen Schaffen betreiben und fühle mich … fühle mich … fühle mich plötzlich zufrieden mit dem, was ich da schrieb und geschrieben bekam und sogar ein wenig glücklich mit all dem.

 

Vorhin, spät am Abend dann dachte ich so für mich hin: Wie schön wäre es, wenn ich nicht nur in meinem Blog, sondern auch in meinem Leben, in meiner Geschichte so lesen könnte? Vielleicht würde ich auch da erkennen, wie gut es doch immer wieder war, wieviel mir zurückgegeben wurde, geschenkt wurde? Denn ich glaube fest daran, daß das jedem, zumindest aber der überwiegenden Mehrheit der Menschen so geht. Vielleicht stellte ich dann fest, daß … Daß mein Leben vor der Neuschaffung doch ganz annehmbar gewesen sein kann? Daß eventuell nur mein Empfinden anders als das anderer Menschen war/ist?

Und schon war ich in der Phantasie unterwegs in parallelen Universen, auf andere Mögichkeitspfaden im Multiversum, in “Welten, die nie ein Mensch zuvor betreten hat”. Und ich soll euch grüßen von all denen, die ich dort traf, ganz besonders vom Waldschrat Elim.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 10. November 2016 waren Erinnerungen, Erledigtes, Ideen für Neues.
 
Tageskarte 2016-11-11: II – Die Hohepriesterin.

© 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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2 Antworten zu Nº 316 (2016): Arbeit und Erinnerungen.

  1. Ulli schreibt:

    Ich lese dich nun doch schon ein paar Jahre, lieber Emil, und freue mich in den letzten Wochen sehr, wie sich dein Blick dir selbst immer freundlicher und liebevoller zuwendet, denn ja, das bist ja auch du: ein liebenswerter Mann, der wunderbare Geschichten schreibt und seine Gedanken teilt, uns zur Freude und zum Nachdenken.
    liebe Grüsse an dich
    Ulli

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  2. Pit schreibt:

    Es ist immer wieder schoen, im Bog alte Eintraege zu lesen, nicht wahr? Deswegen habe ich auch meine fruehere Blogs noch nicht geloescht. Ich muss sie unbedingt mal sichern. Und vielleicht auch den einen oder anderen Artikel wieder posten
    Hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

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