Nº 322 (2016): Nicht nur Wortzählerei.

Schreibnovemberzwischenstand.

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Im November, so hatte ich mir vorgenommen, schreibe ich. Soviel als möglich. An diesen einen Dingsbums. So ähnlich wie all die, die am Nanowrimo teilnehmen mit seinem Ziel 50.000 Worte. Diese Zahl war mir allerdings von vorneherein zu hoch, ich wollte mich schon mit 1.000 Worten pro Tag zufriedengeben – die ich ja neben meinem Tagebuch- und Blogschreibereien zusätzlich zu schreiben gedachte. Im Tagebuch zähle ich die Worte nicht, doch mittlerweile habe ich gelernt, die Wortzahl gut abzuschätzen, schließlich tippe ich seit Jahren täglich Texte vom Papier ab, um sie in den Blog zu bekommen oder eben auch noch digital zu speichern. Und im (Haupt-)Blog, also hier, habe ich im Schnitt 300 Worte pro Tag veröffentlicht. Das sind – wegen der unterschiedlichen Größe der Handschrift – immer drei bis vier Seiten DIN A5 bzw. DIN A6 (also rechne ich 300 Worte auf dreieinhalb Seiten); vom Din A4 wage ich eben wegen der unterschiedlichen Schriftgrößen, die ich darauf je nach Tagesform habe, keine Schätzung, da können es wohl ein bis drei Seiten sein. Jedenfalls weiß ich, daß ich so üblicherweise mehr als 600 Worte zu schreiben habe. Täglich.

Und zusätzlich dazu wollte ich jetzt noch 1.000 Worte täglich schreiben.

Heute ist der 17. Tag meines Versuches. Ich habe bis gestern Abend 19.352 Worte geschafft. Und zwar nicht, wie ich vorhatte, in Calligra Author (das sich als wenig geeignet erwies und jedenfalls in seiner derzeitigen Gestalt keinerlei Vorteile zu LibreOffice mit Global- und Filialdokumenten hat), aber auch nicht in LibreOffice. Nein. Um auch unterwegs abschreiben zu können, arbeitete ich mit einem einfachen Texteditor. Die Abstimmung der verschiedenen Geräte untereinander erfolgt über eine Cloud (weder DropBox noch Gockle noch sonstwas): am Anfang war es für zwei Tage mein Uralt-Evernote-Account, seither ist es ein einfacher, gut verschlüsselter Cloud-Speicher, über den ich Verzeichnisse synchronisiere. Beinahe alles wird aber zuerst auf Papier geschrieben und dann abgetippt, nur sehr wenig wanderte bisher direkt ins Digitale. Eines habe ich bei all der Schreiberei festgestellt: Über 2.000 Worte täglich sind möglich – aber nicht zu nur einem einzigen Thema. Ich habe es versucht, wirklich versucht, und ich habe es nicht geschafft. Auch das Projekt hat jetzt zwar ein paar skizzierte bis gut beschriebene Protagonisten, 14 verschiedene, getrennt voneinander lesbare Episoden unterschiedlichen Umfangs (die alle einer gründlichen sprachlichen Überarbeitung und Vereinheitlichung bedürfen), eine Skizze davon, wie diese Episoden zueinander geordnet werden könnten. Allerdings sehe ich noch keinen wirklich brauchbaren Impuls zur großen Vereinigung aller Teile.

 

Ich werden bis Ende November daran weiterschreiben, vielleicht auch darüberhinaus. Ein Roman, wie es die Nanowrimo-Gemeinde oft … (ich kenne kein passendes Wort dafür) … hofft/meint, wird aus dem Ding in seinem heutigen Zustand aber nicht. Es sei denn, es geschieht ein Wunder, es platzt noch ein Knoten, es zündet noch die Idee. Doch das ist gut so. Meine angestrebte zusätzliche Wortzahl werde ich schaffen. Ich sehe, daß ich schreiben kann, mehr schreiben kann als bisher gedacht. Was ich daraus mache, wird sich zeigen. (Aber Promo- u.a. Auftragstexte werde ich trotzdem nicht schreiben.)

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 16. November 2016 waren eine ruhige Sendedienstschicht, die nicht verlorene Beherrschung einer Nervensäge gegenüber, die Erleichterung beim Wiederfinden des verlorengeglaubten USB-Sticks. (Das waren jetzt fünfeinhalb A5-Seiten.)
 
Tageskarte 2016-11-17: Der Bube der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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17 Antworten zu Nº 322 (2016): Nicht nur Wortzählerei.

  1. Zerdenker schreibt:

    Auf Dauer strengt es auch unglaublich an, daher hast du meinen tiefsten Respekt Emil. Bleib dran :)

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  2. petra ulbrich schreibt:

    Ob es ein Roman werden muss? Die, von mir sehr verehrte Elke Heidenreich schreibt bestimmt mehr als 1000 Worte am Tag und daraus werden geniale Kürzestgeschichten. Manchmal ist etwas komprimiertes besser, als ein ellenlanger Roman.

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  3. Ich habe es in diesem Jahr genauso gemacht wie du und bin ganz zufrieden. Ich schreibe täglich neben allem, was ich noch so schreibe, an meinem Projekt weiter und es wächst und gedeiht. Das war es, was ich anstrebte. Gezählt habe ich nicht, aber ich kann auch gut einschätzen, wie viel es ist, was da so täglich aus meinen Fingern auf die Tastatur hüpft! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!
    Herzliche Grüße
    Regina

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    • Der Emil schreibt:

      Ich werde es diesmal durchhalten, aber nie wieder mitmachen (auch inoffiziell nicht).

      Ich teste, wie ich mit „Großen“ Projekten … Naja, ob ich sowas auch … Eigentlich weiß ich es jetzt schon, aber bis 30. November mache ich weiter.

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  4. Ich zähle Zeichen. Aber nicht täglich, immer pro Projekt. Eine durchschnittlich gefüllte Normseite hat derer 1.500. Du schreibst mit der Hand, da geht das nicht.

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  5. Pingback: Nº 325 (2016): Verrückt, das aufzuheben. | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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