Nº 326 (2016): Abendszenen.

Kleine Großstadt im November.

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Draußen ist’s jetzt schon dunkel. Ich liebe diese “dunkle” Jahreszeit, denn in ihr sind die Lichter der Stadt viel besser zu sehen. Und wenn es kühl ist wie jetzt, dann fühle ich mich viel besser als in sommerlicher Hitze. Deshalb gehe ich oft abends nochmal los, ohne bestimmtes Ziel … Straßenbahnen schaukeln mich von hier nach da.

Wildfremde reden miteinander über Lokale und Wege dahin. Pärchen sitzen sich auch im spärlich beleuchteten Bus gegenüber oder nebeneinander und halten die Köpfe schweigend über die Bildschirme ihrer Telefone gesenkt. (Er-)Leben die noch mit- oder nur noch nebeneinander?

 

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 20. November 2016 waren wieder eine Überraschung, ein Lächeln im Bus, ein Danke im Fahrstuhl.
 
Tageskarte 2016-11-21: Die Fünf der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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2 Antworten zu Nº 326 (2016): Abendszenen.

  1. Sofasophia schreibt:

    Zur letzten Frage: Der Liebste und ich sitzen auch oft was am Handy machend nebeneinander. Man kann nicht immer miteinander reden. Das hält kein Mensch aus. Und man kann auch nicht immer nur einträchtig miteinander nichtstuend schweigend. Und gerade unterwegs fallen zB. mir oft Dinge ein, Beobachtungen, die ich schnell aufschreiben will.

    Miteinander ist manchmal eben auch ein Nebeneinander. Ich kenne kein glückliches Paar, das immer nur miteinander redet.

    Die Qualität einer Beziehung sehen wir von außen nicht. Ich werde irgendwie eher bei zu viel Geturtel misstrauisch.

    Aber wer kann das schon wissen?

    Spannend, wie du die Dunkelheit magst.

    Ich mag einzig daran, dass ich mich gefühlt legaler zurückziehen darf. Und schreiben.

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    • Der Emil schreibt:

      Dieses Paar ist nur ein … ein Beispiel, ein kleingeschriebenes Modell des Umfeldes, in dem ich mich bewege; und da fällt mir die zunehmende Abgrenzung der Menschen voneinander (ist das diese vielgerühmte Individuation?) immer öfter und immer schwerwiegender auf. Und deshalb stelle ich eine Frage und nicht fest ;-)

      Naja, ich bin nunmal Nachtmensch und Wintermensch — aber ich mag die Dunkelheit auch nur, wenn’s darin Licht(er) hat. Wenn ich es recht betrachte: Ich liebe die Lichter in der Dunkelheit, die Dunkelheit selber wohl auch nicht …

      Gefällt 1 Person

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