Das neunte Türchen (2016): Ich wiederhole mich.

Ein alter Traum (16. Türchen 2010)

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Meine Adventsgeschichten widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.

 

Wie in jedem Jahr schaue ich mir meine vergangenen Adventskalender an. Das hilft mir, mich in die passende Stimmung zu versetzen und peinliche Wiederholungen zu vermeiden. Ich kann mich nämlich nicht immer daran erinnern, ob ich eine Geschichte aus meiner Erinnerung schon erzählt habe oder nicht. Heute allerdings, heute lest ihr hier meinen Traum, den ich schon 2010 im 16. Türchen zeigte. Noch immer weiß ich nicht, woher mir die Idee zu diesem Traum kam. Falls jemand also eine Ahnung hat, bei wem ich die Idee “geklaut” haben könnte: Sagt es mir bitte.

 

 

Manchmal träume ich und kann die Träume aufschreiben. Dies ist einer dieser Träume. Woher er kam, weiß ich nicht – aber es kann sein, daß ich etwas ähnliches irgendwo las oder sah oder hörte …

Im Advent stehe ich in einem dunklen Zimmer, das nur von vier Kerzen auf einem Tisch erleuchtet ist. Aber das Licht gefällt mir wie vielen anderen Kindern auch, und ich habe keine Angst.

Plötzlich flackerte eine Kerze. Gebannt schaute ich sie an, während sie zu mir sprach: «Ich heiße Mut. Aber alle Menschen haben ihren Mut verloren. Ich will nicht mehr brennen.» Und die Kerze ging aus.

Kurze Zeit drauf sprach die zweite Kerze flackernd zu mir: «Ich bin Frieden. Aber es gibt keinen Frieden mehr auf der Welt. Ich will nicht mehr brennen.» Auch sie erlosch.

Ich begann zu weinen, als auch die dritte Kerze klagte: «Mein Name ist Glaube. Aber die Menschen haben ihren Glauben verloren. Auch ich mag nicht mehr leuchten.» Und flackernd ging auch die dritte Kerze aus.

Nun stand ich ängstlich weinend neben dem Tisch, auf dem nur noch eine Kerze brannte. Es war sehr dunkel geworden im Zimmer und ich fürchtete mich. «Wieso seid ihr ausgegangen? Kerzen müssen doch leuchten?»

Die vierte Kerze sprach dann: «Kind, weine nicht. Ich bin Hoffnung, und an mir kannst Du meine Schwestern wieder anzünden.» Dabei haben mir meine Eltern doch verboten, mit Licht und Feuer zu spielen? «Nein, Kind, zünde meine Schwestern wieder an. Hab keine Angst.»

Kaum konnte ich auf dem Tisch die Kerzen erreichen, und ich mußte mich auf die Zehenspitzen stellen. Aber ich schaffte es, die drei ausgegangenen Kerzen wieder zum Leuchten zu bringen.

 

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das täglich von 06 Uhr bis 22 Uhr bei der Versteigerung von #hand2hand tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 8. Dezember 2016 waren einige Telefongespräche, leckere Bratkartoffeln, eine fertige E-Mail.
 
Tageskarte 2016-12-09: Die Sechs der Münzen.

© 2010 & © 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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4 Antworten zu Das neunte Türchen (2016): Ich wiederhole mich.

  1. Medienkanzler schreibt:

    …und heute stehst Du immer noch auf Zehenspitzen und zündest Kerzen an. Mach schön weiter so, lieber Emil!

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  2. … deine Worte sind doch immer und immer wieder aktuell…
    Hab es gut Emil – bleib gesund und froh.
    Ich wünsche dir den Segen von Himmel und Erde
    in dieser heiligen, heilsamen Zeit.
    Herzlichst
    M.M.

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  3. Ulli schreibt:

    2010 kannten wir uns noch nicht, da bin ich froh, dass du diese Geschichte, diesen Traum noch einmal zeigst- ob nun geklaut oder wirklich geträumt spielt für mich keine Rolle, es geht um den Inhalt, der mich wärmt, der mich aber zunächst mit dem Kind hat bangen lassen.
    ich grüsse dich herzlich, lieber Emil
    Ulli

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