Das elfte Türchen (2016): Wunschzettel aus der Kinderzeit.

Aus Papier

Und nichteinmal mir fiel ein und/oder auf, daß heute sogar die dritte Kerze hätte sein müssen, weil dritter Advent ist.

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Meine Adventsgeschichten widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.

 

Ich kann mich wirklich noch an einen meiner ersten geschriebenen Wunschzettel erinnern. Der muß in der zweiten Klasse entstanden sein, also 1971 – vor 45 Jahren. Auf dem stand nicht viel, nur zwei Dinge. Eins davon taucht noch immer auf, immer wieder. Allerdings erfülle ich mir diesen Wunsch immer mal wieder: zufällig, zwischendurch, neu, gebraucht, absichtlich, zu Anlässen … Die Zahl der Wünsche stieg dann mit dem Alter und nahm wieder ab und wieder zu und wieder ab.

Der eine Wunsch des 1971er Wunschzettels war: “Bücher”. In der Mehrzahl. Nicht eines, kein bestimmtes, sondern einfach: Bücher. Ich wollte von Anfang an lesen, wurde auch sehr früh in der Bibliothek als Leser angemeldet. Aber Bücher. Eigene Bücher! Irgendwann, vielleicht sogar 1971, brachte der Weihnachtsmann einen Band aus der Wolkow-Reihe (auch Zauberland- oder Wunderland-Reihe), die ursprünglich an den “Zauberer von Oz” angelehnt war: “Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten”. Nach und nach habe ich alle Bände davon besessen, alle sechs, die Александр Мелентьевич Волков (Alexander Melentjewitsch Wolkow) schrieb. Allerdings habe ich keinerlei Erinnerung an andere Wolkow-Bücher; und die später von anderen nachgeschriebenen Bände dieser Reihe habe ich nach einem kurzen Anlesen in der Bibliothek als für mich nicht interessant wieder beiseitegelegt.

Und so ist es vielleicht kein Weihnachtswunschzettelwunsch, sondern eher ein Vorhaben für das Jahr 2017: Mal alles lesen, was dieser Woklow so schrieb. Aber: Auf meinem Weihnachtswunschzettel steht tatsächlich ein Buch, das ich gerade eben noch als Bibliotheksexemplar las (auch im Buchfink, am vergangenen Freitag): Georg Koeniger “Trauer ist eine lange Reise”, ISBN 9783890294674. Ach, da wurden Erinnerungen wach an die Radreisen vom Irgendlink und an meine eigene Trauer … (Genau dieses Buch ist seit gestern über ein Antiquariat beim ZVAB bestellt, sollte also zu Weihnachten bei mir sein.)

Sonst steht diesmal nichts (mehr) auf dem Wunschzettel. Denn ein Wunsch wurde mir schon erfüllt – eigentlich waren es sogar zwei – und alles andere lasse ich diesmal auf mich zukommen. Es ist nicht so, daß ich wunschlos glücklich bin, doch ich weiß wirklich nichts, das ad hoc erfüllbar wäre.

 

Ich hoffe, daß ich immer wieder Bücher auf meine Wunschzettel schreiben kann, Bücher aus Papier … Und ihr, was möchtet ihr immer wieder wünschen?

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das täglich von 06 Uhr bis 22 Uhr bei der Versteigerung von #hand2hand tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 10. Dezember 2016 waren der gelungene RAID-Austausch (2 TB → 6 TB), die gelungene Bestellung, viel gehörte Volksmusik.
 
Tageskarte 2016-12-11: Die Sieben der Stäbe.

© 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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8 Antworten zu Das elfte Türchen (2016): Wunschzettel aus der Kinderzeit.

  1. Gudrun schreibt:

    Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten – das war lange das Lieblingsbuch meines Sohnes. Und meines war vor vielen Jahren der Zauberer der Smaragdenstadt. Ich hab es in der Nacht gelesen, heimlich.
    Ich wünsche dir, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen, wann immer sie bewusst werden.

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  2. Christiane schreibt:

    Ich war ein lesewütiges West-Kind, das von seiner geliebten Ost-Verwandtschaft mit Büchern versorgt wurde. Dazu gehörten im Laufe der Zeit auch „Der Zauberer der Smaragdenstadt“, „Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten“ und „Die sieben unterirdischen Könige“. Ich habe sie noch. Müsste mal wieder reinschauen, jetzt, wo du es sagst …
    Liebe Grüße
    Christiane, die sich auch immer „Bücher“ gewünscht hat und wünschen wird …

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    • Der Emil schreibt:

      Ach ja: die Bücher der Kindheit.

      Irgendwann las ich auch „das Original“, und es gefiel mir bei weitem nicht so gut wie die (sehr gute!) Übersetzung von Wolkows Zauberland-Reihe.

      (Ich wurde von der Westverwandtschaft mit Filzstiften und Matchbox versorgt ;-) )

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  3. dergl schreibt:

    Das ZVAB hat sehr gute Antiquariate, ich habe sämtliche durch und auch Teile meines Bastelbuch-Konvoluts sollen darüber organisiert worden sein. Je nachdem beim welchem du bestellt hast, hast du dein Buch schon Mittwoch oder Donnerstag.

    Ich habe es als Kind unterlassen mir Bücher zu wünschen, denn ich bekam immer die Falschen. So leid es mir tut, ich konnte mit „Mädchenbüchern“ genauso wenig anfangen wie mit „Frauenliteratur“ heute. Mit etwa 14 habe ich aber mal ein wundervolles großes (und vermutlich recht teures) Buch über Judentum und jüdische Literatur bekommen, weil es mich damals interessiert hat. Das habe ich heute noch.

    Was ich mir immer wieder wünsche – hat auch irgendwie mit meiner Kindheit zu tun, weil ich da eine Sporttasche passend zu meinem Ranzen wollte, weiß nicht mehr ob ich sie bekommen habe -, aber das muss ich eigentlich gar nicht, weil es jeder weiß, ist Zuwachs für meine Schulmaterial-Sammlung. Mehrere Jahre lang wünschte ich mir auch eine bestimmte Schallplatte, des Objektes halber, aber die habe dieses Jahr selber gefunden, von daher fällt dieser Wunsch nun weg.

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  4. Ulf Runge schreibt:

    Ich bin keine Leseratte. Doch bei den meisten Büchern geht es mir so, dass ich ganz der Gegenwart entrücke und Teil der Handlung werde, mich mit irgendetwas identifiziere, wissen will, wie es weitergeht. So preiswert kann man sonst nirgendwo reisen…
    Und fast alle Bücher, die ich gelesen habe, wollte ich „haben“, „besitzen“. Schätze ganz besonderer Art.

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  5. Anna-Lena schreibt:

    Auch heute kann man mir mit Büchern in Papierformat die allergrößte Freude machen. Ich erfreue mich an meinen Eselsohren, Kaffeeflecken, früher waren es auch Tabakkrümel (seit 9 Mon. nicht mehr) ….. :-) .

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