Das 23. Türchen (2016): Und sie waren nicht auf der Flucht.

Vielleicht war der Stall auch kein Stall.

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Meine Adventsgeschichten widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.

 

Da sitze ich. Sitze und sehe in die Flamme meiner Jahreskerze. Morgen, morgen ist der Heilige Abend, der Abend, an dem der Bibel nach Jesus geboren wurde. In einem Stall. Zwischen Ochs und Esel in einer Krippe, auf Stroh. Denn alle Herbergen wiesen sie ab, die Schwangere und den Bärtigen, die mit einem Esel auf der Flucht, auf der Suche nach einer Unterkunft waren.

Der Bibel nach?

Auf der Flucht? Auf der Flucht … Nein, das waren sie nicht. Joseph und Maria waren am Ziel oder auf dem Heimweg. Sie waren nämlich zur “Schätzung” nach Bethlehem gekommen, einer ersten Volkszählung, zu der der der Kaiser Augustus alle an den Geburtsort des Vaters beorderte. Und dort fanden sie keinen Raum in der Herberge, dort wurde das Kind in die Krippe gelegt. Doch nirgendwo in der Bibel, und zwar in keiner der überlieferten Bibeln schreibt, daß das Kind in einem Stall geboren worden sei. Nur dies: Das Kind lag in einer Krippe – vielleicht, weil es an einem Kinderbett oder an einer Wiege mangelte.

Aber: Keine Flucht. Denn sie waren in Josephs Vaterstadt, da, wo er noch Familie gehabt haben könnte, bei denen er mit seiner schwangeren Frau Maria Unterschlupf gefunden haben könnte in einem Raum mit wenig Mobiliar.

 

Und egal, was um diese Zeit wohl noch alles geschehen war (die Tötung der Erstgeborenen, die war später!): Maria (die jungfräulich Gebärende) und Joseph waren nicht auf der Flucht …

 

 

Auch das ist übrigens ein Weihnachtslied. Und die Geschichte dazu ist die, wegen der oder mit der aus dem Julfest die christliche Weihnacht wurde. Ich mag den leicht klagenden, ziehenden Klang der Melodie, die Worte. Und während das Lied zum 32. Male abgespielt wird, sehe ich noch immer in die Flamme meiner Jahreskerze …

Die, die auf der Flucht waren oder sind, die, von denen ich einige durch meine Arbeit im Radiosender kenne, die können sich meiner Hilfe sicher sein – denn es ist unwesentlich, ob eine Geburt vor 2016 Jahren in einem Stall stattfand oder nicht. Wesentlich ist, daß von daher Mitgefühl, Mitleid(en) und Hilfe für alle Menschen gelehrt und gelebt werden.

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das täglich von 06 Uhr bis 22 Uhr bei der Versteigerung von #hand2hand tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 22. Dezember 2016 waren die vielen Rückmeldungen zu angekommener Weihnachtspost, ein angekommenes Weihnachtsrohr, gute Nachrichten.
 
Tageskarte 2016-12-23: Die Sieben der Münzen.

© 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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4 Antworten zu Das 23. Türchen (2016): Und sie waren nicht auf der Flucht.

  1. petra ulbrich schreibt:

    Was ist ein Weihnachtsrohr?

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  2. Medienkanzler schreibt:

    Dein aufklärerischer Ansatz gefällt mir. Und Deine solidarische Hilfe. Und der Gesang. Danke, Bärtiger!

    Gefällt mir

    • Der Emil schreibt:

      „Aufklärerisch“ … Dabei bin ich nur über meine eigenen Gedanken gestolpert, die den Stall und die Flucht vor Herodes‘ Erstgeborenen-Tötung zusammenstopften; und es ist eben nirgends von den in Krippenspielen gezeigten Tieren geschrieben und ein großer zeitlicher Abstand zwischen Geburt und Schlachtung und das ließ mich aufmerken und nachdenken und diesen Text hier fließen.

      Gefällt 2 Personen

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