Nº 362 (2016): Mehr Kameras.

Ich würde lieber darauf verzichten.

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Weder die vollständige und identifizierbare Überwachung des privaten Individualverkehrs (Pkw-Maut auf den Fernstraßen und Autobahnen anhand elektronisch erfaßter Kennzeichen) noch die weitere Ausweitung der Überwachung mit (Video-)Kameras verhindert Verbrechen; und bisher haben Überwachungskameras noch nicht ein einziges Verbrechen verhindert. Die finden vielleicht nur woanders statt. Aber wir, wir büßen unsere Freiheit dabei ein. Und wenn die Mehrzahl der Menschen wegen eventueller Verbrechen Einzelner rund um die Uhr überwacht werden kann, dann eben sind diese Menschen nicht mehr so frei wie vor der bzw. ohne die Überwachung. Ich jedenfalls bin es nicht, weil ich mich im Bewußtsein dieser ständigen Überwachung anders benehmen werde.

Seid ihr es dann noch? Denkt darüber nach …

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 26. Dezember 2016 waren der Vormittagsbuchfink, Müdigkeit, Vergnügen am Abend.
 
Tageskarte 2016-12-27: Der Bube der Stäbe.

© 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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6 Antworten zu Nº 362 (2016): Mehr Kameras.

  1. wildgans schreibt:

    In den Wald möcht ich gehen, nur mit Stock und Regenschirm…

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  2. Birgit schreibt:

    Ich bin es auch nicht. Und möchte es auch nicht sein, niemals.

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  3. NEUE DEBATTE schreibt:

    Ein guter Einwurf, der unter dem Eindruck der neuen Anti-Terrorismus-Richtlinie der EU noch bedeutsamer wird. Vermeintliche Sicherheit steht der Einschränkung der persönlichen Freiheit gegenüber. Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung wird der Bürger unter Generalverdacht gestellt. Da klafft ein riesiger Graben.

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  4. puzzleblume schreibt:

    Bin ich im öffentlichen Raum, darf mich ohnehin schon jeder fotografieren, solange ich nicht explizit das Ziel bin. Gelegentlich verstossen wir privaten Fotografen alle gegen genau dieses persönliche Recht am eigenen Bild, vor allem auf Reisen, und ohne Gewissensbisse.

    Als Teil einer Gesellschaft auf der Strasse, an Bahnhöfen und Flughäfen, bin ich ohnehin nicht „frei“, darf dieses nicht und jenes auch nicht, muss mich aber massregeln lassen, wo ich gehen, stehen oder mein Gepäck stehen lassen darf.

    Um des reibungslosen Ablaufs willen, dessen Nutzniesser der Einzelne ist, der sich möglichst wenig beeinträchtigen lassen will von Dränglern, Stolperfallen oder verhaltensbedingten Belästigungen, sehen das die meisten Benutzer dieser Räume ein, unterlassen Handlungen, die sie zuhause auszuführen keine Bedenken haben – es gelten einfach auch so schon mehr Regeln, wenn man sich an öffentlichen Knotenpunkten aufhält, auch wenn das Personal, das früher darauf geachtet hat, wegrationalisiert worden ist.

    Wer sorgt dafür, dass die Frau mit dem Kinderwagen am Einstieg eines Zuges oder ein langsamer Senior (meistens) sicher und vollständig ein- oder aussteigen kann? Die Kamera des Zugführers, und das ist gut so, denn den Passanten und Mitfahrern ist das meistens schnurz.

    Der immer wieder stehengelassene Koffer auf Flughäfen und Bahnhöfen ist meist nur vergessen worden, aber schränkt die Handlungs-Freiheit aller Anwesenden wegen Vorsichtsmassnahmen bereits ein, auch ohne Kameras.

    Wer Besorgungen macht, muss damit rechnen, im Parkhaus oder im Kaufhaus auf Monitoren zu erscheinen, und dagegen habe ich nichts. Warum auch? Ich fände das gut, wenn beim einen oder anderen Ferkel, das im Gehen seine dreckigen Taschentücher aus der Tasche wirft oder hinter eine Säule pinkelt, das Bewusstsein grösser wäre, und ich habe auch keine Lust, die Kaufhausdiebstähle anderer mitzubezahlen.

    Am Sonntagmorgen wurde hier in der Kleinstadt ein 17jähriger junger Mann auf dem Fahrrad unterwegs zur Arbeit von Unbekannten vom Fahrrad gezogen, verprügelt, getreten und alles ur wegen seines Portemonnaies (in dem nichts drin war, ausser den üblichen Karten). Eine Kameraüberwachung, wie es sie im Zentrum Londons gibt, würde solche Handlungen ausbremsen, und ich finde das gut.

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  5. Frau Momo schreibt:

    Für mich ist das purer Aktionismus der nichts bringt. Eine Kameraüberwachung hätte den Anschlag in Berlin nicht verhindert und ich halte es für gefährlich, jetzt mit populistischen Forderungen Stimmung zu machen.

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