Nº 366 (2016): Ein neues Ende.

Routinen zum Übergang

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Silvester. Dieses Jahr 2016 geht heute zuende. Und zum Schluß ist es wegen der Schaltsekunde noch länger, als es als Schaltjahr ohnehin schon sein mußte. Früher saß die Familie auch an diesem Tag um 18 Uhr an einer Festtagstafel. Und als Kind wurde ich kurz vorm Feuerwerk nochmal geweckt oder – später dann – ich durfte bis zur Knallerei aufbleiben. Punkt Mitternacht gab es Glockengeläut aus dem Radio (RIAS, und die Berliner Freiheitsglocke war es) oder aus dem Westfernsehen …

 

 

Das war mindestens von 1973 bis 1986 fester Bestandteil des Silvesterrituals, so ich diesen Tag bei meinen Eltern verbrachte. Während des Geläutes wurde angestoßen auf das neue Jahr, danach ging es hinaus zum Silvesterfeuerwerk. Wie ruhig die Tage vorher waren – im Gegensatz zu jetzt. Das lag auch daran, daß damals in der DDR erst am 31. Dezember (frühestens am 30. – wenn Silvester auf den Sonntag fiel) die Böller und Raketen verkauft wurden.

Und all die Jahre danach? In Karl-Marx-Stadt, in Frohnau, wieder im Dorf, dann in Halle (Saale)? Davon fehlen mir viele Erinnerungen. Irgendwann gehörte dann “Dinner for one” dazu – das werde ich mir heute auch ansehen. Knallerei mußte viele Jahre sein, vor allem für die eigenen Kinder, mit den Nachbarn draußen zwischen den Häusern. Vor einigen Jahren habe ich dann damit aufgehört. Es genügt mir, andere dabei zu beobachten. Was geblieben ist, das sind die Grüße gleich nach Mitternacht auf der Straße, da wird jeder und jedem ein “Gesundes Neues!” gewünscht, jaja, gesund, nicht froh …

 

Ein (nach Möglichkeit) gesundes neues Jahr 2017 wünsche ich allen Leserinnen und Lesern. Vielleicht ändert sich nach über sechs Jahren nun doch etwas, hier, in diesem Blog. Sicher ist aber, daß ich zehn Jahre tägliches Schreiben genau hier schaffen möchte. Also bleibe ich euch, so alles gutgeht, bis zum 31. Dezember 2020 erhalten.

Bis bald.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 30. Dezember 2016 waren ein Rotwein aus Fitou, gute Nachrichten, eine ruhige letzte Schicht als Sendetechniker – für dieses Jahr.
 
Tageskarte 2016-12-31: Die Sechs der Kelche. (Reinheit, Natürlichkeit, Geschenke; eine angenehme Begegnung in Sicherheit.)

© 2016 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

366 / 366 – das sechste Jahr vollendet.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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11 Antworten zu Nº 366 (2016): Ein neues Ende.

  1. Elvira schreibt:

    Ja, dieses Glockenläuten gehörte auch in unserer Familie zum Ritual. Schade, dass es in Vergessenheit geraten ist. Denn aktueller könnten die Worte kaum sein.
    Alles Gute auch für Dich!
    Herzliche Grüße,
    Elvira

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    • Der Emil schreibt:

      Ich muß noch dazusagen, daß weder für mich noch für meine Eltern die Worte von besonderer Wichtigkeit waren (Gott sowieso nicht — der wurde für mich erst später zu … etwas erlebbarem). Aber das Läuten …

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  2. S(tef)unny schreibt:

    Komm gut ins neue Jahr, lieber Emil!

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  3. eckstein schreibt:

    ich bin froh, dass du mir erhalten bleibst. :-) denn ohne deine täglichen beiträge wäre es doch blasser hier in bloghausen.
    komm gut rein und bleib (und werde) gesund.
    herzlich, nein von herzen liebe wünsche
    kerstin

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  4. Medienkanzler schreibt:

    Dann schon mal ein „Gesundes Neues“, lieber Emil. Freue mich im neuen Jahr von Dir zu lesen!

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  5. Pit schreibt:

    Auch Dir ein gutes 2017,
    Pit

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  6. nurbanales schreibt:

    Ich wünsche dir ein Jahr voll Wunder und das du viele glückliche Momente erleben darfst.
    Auf 2017

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  7. puzzleblume schreibt:

    Die Silvesterrituale wandeln sich mit den Lebensabschnitten, das auch bei dir zu lesen, ist gut für eigene Betrachtungen, denn ich weiss auch nicht mehr alles. Als Kind an Silvester vor dem üblich frühen Zubettgehen „Goldregen“ aus dem Dachfenster zu halten ist die stärkste Erinnerung für ein ganzes Bündel von Jahren.
    Zehn Jahre tägliches Bloggen – grossartig! Ich wünsche dir ein schönes neues Jahr mit Freude an dem, was du tun willst und Befriedigung für das, was zu tun ist.
    Danke für deine zahlreichen Gedankenanstösse, die du über die zehn Jahre im Rahmen deiner selbstgestellten Aufgabe auch anderen gegeben hast.

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