Im Kopf, besonders dort (2017: 028)

Lesebitten

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Stellt euch vor, daß ich an einem Tag keinen eigenen Text schreibe. Daß ich an einem Tag nur auf zwei andere Veröffentlichungen verweise. Unvorstellbar? Nicht ganz, denn genau das tu ich jetzt: Lest bitte beide Artikel.

 

 

» Erbarmungslos leuchtet die Psychologie die Schwachstellen des Wesens Mensch aus. Klassisches Experiment: Man läßt nacheinander verschiedenfarbige Kreise auf einem Bildschirm erscheinen, zum Beispiel Rot und Schwarz, der Ablauf folgt keinerlei Muster. Allerdings kommt eine Farbe häufiger als die andere vor. 75 Prozent Rot, 25 Prozent Schwarz. Aufgabe: Sagen Sie vorher, was als Nächstes aufblinkt.

Viele Menschen bilden sich nun ein, doch ein Muster entdeckt zu haben, sie tippen mal auf Rot, dann wieder auf Schwarz und schneiden furchtbar schlecht ab. Nur wenige wenden die korrekte Strategie an: konsequent Rot nennen und in drei Viertel aller Fälle richtigliegen. Ratten schaffen das. Ratten! Der Mensch erkennt den Zufall schlechter als ein Nagetier. «

Malte Henk auf ZEIT online im Artikel Alles Zufall? (abgerufen am 28. Januar 2017 um 19.00 Uhr).

 

 

Wie oft ichkopfschüttelte und nickte, kann ich nicht mehr nachvollziehen.

 

 

» Ich überlege nicht, ob ich Zeit habe, wenn jemand Hilfe braucht. Ich tue einfach das Notwendige. Und ich helfe damit nicht nur der anderen Frau, sondern auch mir selbst. Denn das Notwendige zu tun, steht der Logik unserer Welt entgegen. Es ist gut zu spüren, daß ich es anders mache. «

Faranziska Schutzbach in ihrem Blog “Präzis und kopflos”: Wir können es uns nicht leisten, pessimistisch zu sein (abgerufen am 28. Januar 2017 um 19.00 Uhr).

 

 

Auch da: Kopfschütteln und Nicken. Und immer wieder mein: “Ja. Ja! Genau! So ist’s!”

Wahrscheinlich haben die beiden Artikel nicht viel miteinander zu tun. Und doch passen sie gerade jetzt beide – zusammen – zu meinem Gemütszustand, zu meiner Erkenntnis, meinen Erfahrungen.

Ja, heute habe ich selbst nicht sehr viel zu sagen. Aber lest, was andere schreiben. Und lest, was Etty Hillesum hinterließ: “[ … ] aber das schlimmste von allem ist der undifferenzierte Haß. Er ist eine Krankheit der Seele”. Dieses Tagebuch Das denkende Herz der Baracke muß ich unbedingt lesen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 28.01.2017 waren zwei Abgänge und Aufstiege, interessante private Neuigkeiten, verarbeitete Musik.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Stäbe.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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3 Antworten zu Im Kopf, besonders dort (2017: 028)

  1. Sofasophia schreibt:

    Den ersten hab ich heute auch „zufällig“ gefunden … Danke für die Inputs!

    Gefällt mir

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