Bange Vorfreude (2017: 049)

Kein Tag wie jeder andere.

To get a Google translation use this link.

 

Ich stolpere unverhofft und von mir ungeplant (natürlich mit Hilfe) über und durch meine Vergangenheit, bleibe an Phantasien hängen, die sich schon früher nicht verwirklichen ließen, unter anderem weil ich mich nicht traute. Heute lassen sie sich wohl auch wieder nicht verwirklichen, aber diesmal liegt es nicht an mir. Glaube ich. Allerdings reißen sie mich aus meiner Bahn … Da hilft es auch nicht, daß heute meine Bestellung bei mir ankam, die ich in diesem Jahr wohl doch das eine oder andere Mal auf diversen Mittelaltermärkten und -festen ausführen werde.

 

Meine Bestellung: Schwarze Mönchskutte, gleich anprobiert.

Meine Bestellung: Schwarze Mönchskutte, gleich anprobiert.

 

Ja, eine Mönchskutte (ein ziemlich schlechtes Bild, mit dem Telefon gemacht und auch noch bearbeitet). Ich fühle mich darin richtig und falsch zugleich, noch jedenfalls. Es hängen nämlich an der Gewandung nach so vielen Jahren noch immer … ja, Erinnerungen, Hoffnungen, Vorstellungen. Doch überwiegend … Nein. Ich bin sicher, daß das Kloster nicht mein Weg gewesen wäre. Heute weiß ich das. Und deshalb werde ich die Rolle auch spielen können, die ich mir bei der Bestellung ausmalte. Als Rolle. Ohne mich dabei als der zu fühlen, der das nicht geschafft hat.

Und ja, das Stolpern wird noch etwas andauern. Vielleicht auch nie wieder aufhören? Jedenfalls nicht ganz? Sicher nicht ganz, denn meine Vergangenheit, zumindest Teile davon, sollen nie der Vergessenheit anheimfallen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 18.02.2017 waren das Stolpern zu zweit, Numiroso, nachdenkliche Stunden.
 
Die Tageskarte für morgen ist XIX – Die Sonne.

© 2017 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Advertisements

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter 2017, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Bange Vorfreude (2017: 049)

  1. Traumspruch schreibt:

    … nennt sich dieses Stolpern zu zweit nicht ………………………………tanzen?

    Gefällt 1 Person

  2. wildgans schreibt:

    Das passt zu dir wie …Jedenfalls hervorragend! Bei uns in den weiten Feldern sehe ich ähnlich Gewandete laufen auf diesem langen Pilgerweg…
    Was alles in dir steckt, ich bewundere das (wie du damit umgehst, nicht nur in einem Leben steckenbleiben willst)!

    Gefällt mir

  3. Pingback: Mottosmottenträume | Wildgans's Weblog

  4. karfunkelfee schreibt:

    Ein Teil von Dir ist ein Mönch und will auch so aussehen. Ich bin auch nicht nur in der fünften Jahreszeit eine Fee, sondern war schon immer eine. Bloß dass man sich hierzulande von keinem Menschen in dieser Zunft ausbilden lassen kann. Leider, aber was soll’s?
    Sie ist ja trotzdem in mir drin und soll ich sie verleugnen? Gut, ich habe keine Außenhaut, die mein Sein nach draußen demonstriert und brauch ich auch nix. Weil’s ja im Herzen stattfindet. Die Kutte sieht toll aus. Wie für Dich gemacht und ich wünsche Dir viele schöne Momente damit. ✨

    Gefällt mir

  5. sunnymoeller schreibt:

    Uiii, wie toll. Dann kennst du bestimmt das Mittelalterspektakel Hamelon!?

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s