Alltag, der kein Alltag ist (2017: 055)

Mitleben und -arbeiten, so gut ich kann

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Mich in eine fremde Tagesroutine einzubringen, ist nicht so einfach, als ich das dachte. Zumal ich Nachtmensch hier keiner sein möchte. Doch ich fühle mich nicht unwohl, was ganz sicher an den drei Menschen liegt, bei denen ich zur Zeit bin.

So hatte ich dann heute die Gelegenheit, die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall zu besuchen. Zur Zeit sind dort “Wasser, Wolken, Wind – Elemantar- und Wetterphänomene in Werken der Sammlung Würth” zu sehen. Und ich kann euch sagen, ich war (und bin es noch) wirklich schwer beeindruckt. Sicher, einige der gezeigten Kunstwerke sind nicht einfach zu erfassen, zu betrachten. Doch fand ich eines, von dem ich sofort angetan und in denn Bann geschlagen war: Alex Katz‘ “Large Marina 1”. Auf dem ist … nun, nicht viel zu sehen. Ein Blick von Zühlendorf hinüber zum Darß vielleicht, sehr hell gehalten ist alles, und auf dem Wasser nur drei Boote. Groß ist das Bild und es leuchtet in mir nach …

Das, was ich für eine in übergroßem Format abgezogene Fotografie hielt, eine wahnsinnig brechende Welle in schwarz-weiß, entpuppte sich als montierte Kohlezeichnung. Boah! Und wenn ich mir Max Liebermanns “Badende Knaben” ohne den in meinen Augen schwülstig auftragenden Rahmen (mir schaudert noch jetzt) vorstelle: auch dieses Bild würde mir gefallen. Und ja, Kunst kann es auch sein, Mayonnaise und Filzstift auf weißem Papier zu verschmieren; die verderbende Natur bringt dann weiter Farbe hinein (Dieter Roth: Große Wolke).

So viele Bilder, einige Skulpturen/Objekte. Und alles bei freiem Eintritt, Hut ab! So viele Eindrücke und so viele Gedanken …

 

Der Nachmittag verging im Flug mit Einkauf und Routine. Nun, ganz allein Dinge zu tun behagt mir noch nicht. Aber es wird werden. Mir helfen ja auch drei wunderbare Menschen dabei, mich einigermaßen einzufügen und nicht fremdkörperhaft zu bleiben. Ein paar Tage Zeit haben wir noch.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 24.02.2017 waren geschaffte Routinen, Kunst, Kunst, Kunst, leckerer Kartoffelsalat, nette Unterhaltung.
 
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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4 Antworten zu Alltag, der kein Alltag ist (2017: 055)

  1. Kai schreibt:

    Schöne Tage. Und die Junioren schienen ja beim letzten Besuch mit dem Mann in schwarz gut zurecht gekommen zu sein.
    Danke für den Würth-Tipp. Da war ich schon fast 10 Jahre nicht mehr – zuletzt am 16.7.07 (manches weiß ich genau ….).

    Gefällt 1 Person

  2. Kat schreibt:

    Jetzt wollte ich schon schreiben, dass ich weiß, wo du bist. Aber in den Kommentaren wurde es schon verraten :-)

    Habt eine schöne Zeit zusammen!

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