Kein Kochrezept (2017: 083)

Jedenfalls nicht für einen Singlehaushalt.

To get a Google translation use this link.

 

Was soll ich nur essen? Sonst hab ich dieses Problem ja nicht, ich finde immer irgendetwas … Aber der Appetit war heute anders, irgendwie nostalgisch, säuerlich, scharf. Hm. Ich sah mal in den Kühlschrank: nicht viel, nichts, was mich inspirieren würde. Gefrierfach? Ebenso Fehlanzeige.

 

Dann aber doch: Resteessen. Naja, das, was in der DDR mal Resteessen war, zuhause. Soljanka nach “HO-Art”, nur ohne Wurst und Fleisch. Das geht, das schmeckt. Vier große, in Halbringe geschnittene Zwiebeln werden in Speckwürfelchen glasig geschwitzt. Dazu kommen einmal passierte Tomaten (hab ich immer), Weinsauerkraut (muß ich nachkaufen), Letscho (muß ich nachkaufen), ein Schluck Apfelsaft (jaja, wirklich, trockener Weißwein wäre auch möglich), und die restlichen Gewürzgurken aus dem Glas werden dazugewürfelt. Gurkenbrühe nicht vergessen! Ah, da sind ja auch noch Champignons – schwupp, dazu. Und diese Gemüsemischung schön scharf und mit Knoblauch würzen. Während das so vor sich hin köchelt, werden geschwind Kartoffeln geschält, gewürfelt und dann gekocht. Statt sie abzugießen, rühre ich in das Kochwasser am Schluß etwas gekörnte Gemüsebrühe. Fast ferig. Nur noch das Gemüse mit hinein in den riesigen Kartoffeltopf (Schnellkochtopf, acht Liter etwa), gründlich umrühren und – ganz wichtig! – ein paar Butterflöckchen unterheben.

Das Essen für mindestens zwei Tage ist fertig. Auf dem Teller kann ich dann noch mit Zitrone, Butter und Sahne verfeinern.

 

Ja, lieber nehme ich frischen Paprika und frische Tomaten. Beides war nicht im Haus, zum Einkaufen war ich zu faul. Wurst und/oder Fleisch muß ja nicht sein; ich hab allerdings auch schon gekochte Eier in einer Soljanka verarbeitet und Rotkohlreste. Und mit den mindesten zwei Tagen habe ich Recht. Bööörrpsss!

Wollt ihr ein Foto davon haben?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 24.03.2017 waren Soljanka, Kopffarben in Eisleben, Dialoge.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Schwerter.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Advertisements

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter 2017, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Kein Kochrezept (2017: 083)

  1. Arabella schreibt:

    Sag ich doch, Soljanka geht immer und mit allem. Na klar will ich ein Foto!

    Gefällt mir

  2. petra ulbrich schreibt:

    Ein typisches DDR-Essen, gibt es bei uns nicht. Dafür anderes Resteessen. Aber das waren ja nun gar keine Reste und bei mir na würde diese Menge für drei Tage reichen. Lass es dir schmecken.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s