Immer in mir (2017: 089)

Und falls Du das liest …

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Wieviele Jahre ist das jetzt her? Zu viele, denke ich, und erinnere mich an Dich. Von Deinen Augen war ich immer fasziniert, weißt Du das noch? Wir lachten oft miteinander. Über unsere Witze und Mißverständnisse. Über komische Szenen auf der Straße. Manchmal auch nur einfach vor Glück. Tja. Irgendwann war das alles nicht mehr möglich. Kein Lachen, kein Blick in die Augen, keine Witze. Auf die Straße gingen wir auch nicht mehr, nicht mehr gemeinsam zumindest. Oder vielleicht doch gemeinsam, denn wenn ich gehe, bist Du immer bei mir,immer noch, warst Du ja auch vor Jahren schon. Andere tragen Bilder in ihren Portemonnaies oder neuerdings in diesen hochmodernen Telefondingern. Ich hatte und habe das nicht nötig, denn Dein Bild, Du! warst immer in mir. Im Kopf, im Herz. Jederzeit. Selbst in den ganz dunklen Zeiten, selbst dann, wenn ich mich kaum an etwas erinnern konnte.

Und nun? So viele Jahre sind vergangen. Ohne Dich hätte ich sie nicht überlebt. Nun ja, ohne meine Erinnerungen an Dich, an uns. Ohne Deine Augen. Ohne die Sätze, die Du sagtest und die ich nie vergaß und auch nie vergessen werde. Immer mit dem letzten Satz im Ohr, den Du zu mir sagtest, vor so vielen Jahren. Freunde, sagtest Du, Freunde können wir bleiben, aber keinesfalls mehr. Ach, was hätte ich mich gefreut, wenn wir Freunde geblieben wären, all die Jahre hindurch. Vielleicht wärest Du dann heute nicht ganz so blaß in meiner Erinnerung. Doch Deine Augen, die vergesse ich nie. Und unser Lachen auch nicht.

Und falls Du das hier liest …

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 30.03.2017 waren ein völlig überraschtes Freugesicht, ein besonderer Anruf, Erinnerungen.
 
Die Tageskarte für morgen ist XIV – Die Mäßigkeit.

© 2017 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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