Alleingang (2017: 098)

Gelesen. Und …

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Eines der in den letzten Tagen gelesenen Bücher war John Erpenbecks “Alleingang” Ich hatte, bevor ich es aufschlug, noch nichts von diesem Autor gelesen, und auch vom Inhalt dieses Werks wußte ich nichts. Aber ich wollte es lesen! — Vieles Beschriebene erkannte ich – als gelernter DDR-Bürger, der auch ein Weilchen studierte – auf Anhieb wieder. Seien es die Wohnungssituation, die Beschaffung von Einrichtung und Geräten. Natürlich kenne ich auch noch die Parteiversammlungen und die verschiedenen Funktionäre der unterschiedlichen Massenorganisationen (FDGB und FDJ; und beim Wort Parteiversammlung war jedem klar, welche der fünf zugelassenen Parteien da zur Versammlung rief) und all die da vorhandenen Einflußmöglichkeiten. Auch die teilweise nur angedeuteten Schwierigkeiten des DDR-Wissenschaftsbetriebes fand ich gelungen und nachvollziehbar beschrieben.

Allerdings habe ich keine Ahnung, wie das Geschilderte auf jemanden wirkt, der all das eben nicht erlebt hat: zu unwahrscheinlich, zu wenig heftig? Obwohl: Literatur kann mir so vieles vermitteln, wenn ich mich darauf einlasse. Und ich bin nicht die einzige lebende Ausnahme. Wieso denke ich über diese Frage nach? Das Leben bei den Beduinen, bei den Indianern und Skipetaren können Karl-May-Leser ja auch … Nachvollziehen? Verstehen? Alles andere wäre doch …

 

Für mich gehört(e) dieses Buch zur Aufarbeitung meiner Vergangenheit, meiner Geschichte. Meine ganz speziellen Erfahrungen mit universitärer Forschung, die ich von 1985 bis 1988 machte, die waren dem Buch ganz ähnlich. Am Ende aber klappte ich es nach dem letzten Satz zu und blieb recht ratlos sitzen. Ich werde es wohl irgendwann ein zweites Mal lesen. Und jetzt, jetzt nehm ich den “Ulysses” wieder zur Hand … Oder was einfacheres. Ich hab ja genug.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 08.04.2017 waren die Besserung des Männerschnupfens, Post, viel Schlaf.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Schwerter.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

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