Labsal und Schrecken (2017: 103)

Mein Willkommensmonolog.

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Herzlich willkommen. Schön, daß Du wieder da bist! Weißt Du, ich mag Dich ja. Wirklich. Denn ich will ohne Dich nicht leben, dazu mag ich Dich viel zu sehr. Aber wenn Du so wie jetzt heranstürmst, mich so überrennst, mein ganzes Wollen und Wünschen und Tun so über den Haufen wirfst, alle Pläne ruinierst und mich zur Kapitulation drängst … Dann ist das schon ziemlich Scheiße. Weil ich eben neben Dir plötzlich kaum noch anderes habe, kaum noch Zeit für anderes habe. Und einen Kopf für irgendetwas anderes hab ich auch nie, wenn Du mich so brachial und schonungslos und heftig überfällst.

Du warst in letzter Zeit oft bei mir, ja. Sehr oft sogar. Ja, ich freute mich über Deine Anwesenheit, über die, die mir auch immer etwas wehtut. Weil ich … weil ich mich Dir immer wieder einfach nur ergeben kann. Dir immer wieder nur alle Macht über mich überlassen kann. Weil es ja auch schön ist, wenn Du da bist. Aber es wäre auch gut, wenn Du mich nur einmal … wenn Du einmal von mir ablassen könntest, weil Du eben wenigstens dieses eine Mal völlig befriedigt von mir gehen würdest. Du schmerzliche Labsal. Du schöner Schrecken.

Du Sehnsucht nach Haut.

 

 

Ja, manchmal macht sie mir das Leben schwer. Und doch schön.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 13.04.2017 waren eine unerwartete Osterkarte, eine echt gut gelungene Braune Mehlschwitze, zuviel ausgegebenes Geld.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Kelche.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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