Zur Illustration notwendig (2017: 119)

Nachtrag zum gestrigen Segen.

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Ich weiß, daß das Folgende wirklich unglaublich klingt. Aber ich schwöre, daß es sich genau so zugetragen hat!

 

In der Livesendung gestern Abend sprach ich davon, daß ich auf dem Weg zum Radio an zwei “Zum Mitnhemen”-Kisten vorbeikam, voller Bücher und CDs und MCs. Wollte ich anfänglich noch sortieren, so entschloß ich mich dann doch, die Tonträger alle mitzunehmen und von den Büchern auch drei, nein, vier. Nur eines davon (es sind Sagen von Baschow, da bin ich sicher, 153 Seiten – eher noch zwei oder vier mehr – mit Klammerheftung, in erbärmlichem Zustand, alles vor S. 5 fehlt, und auch hinten fehlt midestens ein Kartoneinband) sah ich mir an, und aus dem las ich dann auch das Vorwort live in der Sendung. Die anderen Bücher blieben im Rucksack. Die CDs und MCs sortierte ich neu und ordentlich in einen Beutel, die hatte ich alle in der Hand währen der Schicht Sendedienst am Nachmittag.

Nach einem Buchfink, der von 20 Uhr bis 21 Uhr live aus dem Studio drei am Unterberg in Halle gesendet wird, brauche ich immer noch eine knappe Stunde Nachbereitung. Ich muß ja aufräumen, einpacken, die Aufzeichnung für die Wiederholung bearbeiten, für gute Freunde eine nachhörbare Version hochladen. Gestern dauerte das sogar etwas länger, weil eben neben meinem normalen Kram noch egfundene Bücher im Rucksack waren. Und zu allem Unglück verspätete sich eine Straßenbahn, so daß der Anschluß auf dem Marktplatz weg und ich erst 20 Minuten später als geplant zuhause war.

Dort endlich sortierte ich auch die Bücher. Sah mir die drei bisher ungesehenen an, nachdem ich meine eigenen, für den Buchfink mitgeschleppten auf ihren Plätzen verstaut hatte. Aus einem der beiden großformatigeren Bücher fiel eine … Hm, eine Art Kunst- oder Grußpostkarte, nahm ich an. Mit Mini-CD übrigens! Und genau diese Karte, DIN A4, zweimal gefaltet, ließ mich zweieinhalb Stunden nach der Veröffentlichung meines gestrigen Blogtextes, jaja, der mit dem Irischen Segen, staunend erstarren:

 

Aufgefaltete Grußkarte “Geh Deinen Weg”; rechtes Drittel Vordeseite mit halb sichtbarer Mini-CD (ein Allee-Bild), Mitte Rüseite mit Textteil und Herstellerangaben (Vorderseitenbild setzt sich fort), linkes Drittel blanko.

Aufgefaltete Grußkarte “Geh Deinen Weg”; rechtes Drittel Vordeseite mit halb sichtbarer Mini-CD (ein Allee-Bild), Mitte Rüseite mit Textteil und Herstellerangaben (Vorderseitenbild setzt sich fort), linkes Drittel blanko.

 

Aufgefaltete Grußkarte “Geh Deinen Weg”; linkes Drittel mit halb sichtbarer Mini-CD, Mitte und rechtes Drittel der Text von gestern unter der Überschrift “Irischer Segen aus dem Jahre 1692”.

Aufgefaltete Grußkarte “Geh Deinen Weg”; linkes Drittel mit halb sichtbarer Mini-CD, Mitte und rechtes Drittel der Text von gestern unter der Überschrift “Irischer Segen aus dem Jahre 1692”.

 

An einem Text von 1692 hat wohl kein Urheber mehr Rechte. Und die beiden Bilder lasse ich so klein. Denn vielleicht glaubt der Kartenhersteller, daß ich diesen Vorfall nicht hätte illustrieren müssen. Meiner Meinung nach ist es aber notwendig.

Doch wie kann soetwas passieren? Einen uralten Text, den ich mir um 1995 einmal speicherte (ich weiß, irgendwo aus dem Internet, wahrscheinlich aus dem usenet, in dem ich früher viele Gruppen der de- und de.alt-Hierarchie abonniert hatte), grub ich gestern aus meinen Uraltdaten aus. Ich fand ihn so schön und wahr, deshalb teilte ich ihn mit euch. Und ohne es auch nur ansatzweise zu bemerken, finde ich ihn weit vor der Gestaltung des Beitrages auf der Straße, diesen alten Irischen Segen (der, wie ich vorhin entdeckte, auch “Die Priester” als Text eines Stückes auf dem Album “Rex Gloriae” verwendeten). Und entdecke ihn erst kurz vor Mitternacht. Diese sonderbare Begebenheit war es mir wert, nocheinmal über genau diesen uralten Text zu schreiben.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 29.04.2017 waren ein sehr angenehmer Gedankenaustausch, ein wenig Spöttelei, die nachlassende Verwunderung.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Schwerter.

© 2017 – Der Emil. Text (nicht die Bilder und nicht das Video) unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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7 Antworten zu Zur Illustration notwendig (2017: 119)

  1. Arabella schreibt:

    Erinnerst du dich an die „Steinerne Blume“?

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  2. Follygirl schreibt:

    Was für ein berührender Fund!!!
    LG, Petra


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