Mehlklumpen am Donnerstag (2017: 124)

Doch es gab nicht nur Soße.

To get a Google translation use this link.

 

Heute brauchte ich dringend eine helle Mehlschwitze. Naja, dunkle ist mir vertrauter und läßt meine Rauchmelder schneller ertönen, wie ich bereits mehrmals ausprobierte. Aber es war eine helle nötig. Nein, nichts mit Soßenbinder oder gar einrührfertigem Soßenpulver, richtig aus Mehl und Butter sollte sie sein. Genau die kam zuerst in den Topf und zerlief ganz langsam, dann wurde Mehl hineingesiebt und -gerührt. Ein Weilchen wurden Butter und Mehl zusammen erhitzt. Leider hatte ich beim Ablöschen mit Fond nicht den richtigen Schneebesen und wurde ein wenig abgelenkt, so daß ich die entstehende Grundsoße wegen der verbleibenden Klumpen noch durch ein Sieb pressen mußte. Und dann kamen Milch, Meerrettich aus dem Glas, weil es keinen frischen gab, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, ein Hauch Senf, eine Prise Zucker und natürlich noch mehr Bratenfond vom Eisbein (ungepökelt) dazu, ohne auf irgendwelche Mengenangaben zu achten, sondern nur nach Geschmack. Wasabi war – zum Glück! – nicht im Haus, sonst …

Daß ich meine Meerrettichsoße auch gerne mit etwas Weißwein anrühre, verwundert sicher niemand, aber es stand eben keiner zur Verfügung. Sie war mir trotzdem wunderbar lecker gelungen, nicht gar so scharf als sonst, aber einfach köstlich. Zur Meerreettichsoße gab es Eisbein, ungepökelt, welches scharf angebraten wurde und dann schön langsam durchschmurgeln konnte, Sauerkraut mit Speck und Klöße. Allerdings waren die, dann doch meiner Faulheit und dem Vorhandensein von fertiger Kloßmasse im Kühlschrank geschuldet, nicht ganz selbstgemacht. Und auch keine gerösteten Weißbrotwürfel waren darin versteckt. Wenn das Eisbein nicht so lange Garzeit gebraucht hätte …

Jedenfalls bin ich satt. Richtig satt. Und leider ist nichts mehr übrig außer ein wenig Sauerkraut, das es vielleicht aufgewärmt zur gerösteten/getoasteten Graubrotscheibe gibt …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 04.05.2017 waren halbwegs Ausschlafen, leckeres Essen, ein vergnüglicher Nachmittag und Abend.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Kelche.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Advertisements

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, One Post a Day, 2017 abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Mehlklumpen am Donnerstag (2017: 124)

  1. Arabella schreibt:

    Komm mich besuchen, ich kann das gaaaaanz fein.

    https://polldaddy.com/js/rating/rating.js

    Gefällt mir

  2. wildgans schreibt:

    Menschenskinder, da werden ja die Nachbarn verrückt!
    😉

    https://polldaddy.com/js/rating/rating.js

    Gefällt mir

  3. puzzleblume schreibt:

    Für einen Ein-Mann-Haushalt würde ich dir mal zum Versuchen von sogenannter „Mehlbutter“ raten, das ist Mehl und Butter zu gleichen Teilen vermengt, dann einfach geformt und im Kühlschrank aufbewahrt wochenlang haltbar, so dass man es bei Bedarf scheibenweise in die heisse Flüssigkeit (egal welche Sosse man machen will) einrühren kann.

    https://polldaddy.com/js/rating/rating.js

    Gefällt mir

  4. Jetzt hab ich durchs lesen Hunger bekommen. l.g.Anja

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s