Wahnwitziges Vorhaben (2017: 163)

Nur einen Tag Zeit dazu.

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Aus einem meiner Häufen zog ich heute mittag eine Kladde. Es sind noch 128 Seiten in ihr unbeschrieben; einige trennte ich wahrscheinlich schon vor Jahren heraus, weil das auf ihnen Notierte keinerlei Bedeutung mehr für mich hatte. Dieses Notizbüchlein regte mich zu einem wahnwitzigen Vorhaben an.

Morgen werde ich ein Notizbuch, eine Kladde komplett vollschreiben. Einhundertachtundzwanzig Seiten mit meiner Handschrift füllen. In vierundzwanzig Stunden. Etwa zehn Seiten pro Stunde muß ich schaffen, weil ich ja nicht 24 Stunden wach bin. Aber diese dreizehn Stunden bin ich sicher munter, diese dreizehn Stunden will/möchte/muß (?) ich nutzen, um mein Ziel zu erreichen. Und nein, es kommt nicht nur ein einzelnes Wort auf eine Seite! So eine Seite wird schon vollgeschrieben, richtig vollgeschrieben.

Ich bin zuversichtlich, das Ziel “volles Notizbuch” an diesem einen Tag, in diesen vierundzwanzig Stunden zu erreichen. Denn einhundertundachtundzwanzig Seiten klingen nach viel Papier und sehr viel Platz. Aber die Zeilen sind nicht sehr eng, es sind nur zehn auf einer Seite und eine Seite ist nur etwa DIN A7, eine halbe Postkarte klein. Und doch ist das eine Herausforderung von mir an mich: vollschreiben, das ganze Büchlein. Womit! Mit … Womit? Ja, womit nur? Was notiere ich, was schreibe ich auf, was schreibe ich raus aus meinem Kopf und meinem Erleben? Stures Abschreiben von Text würde ja auch zum vollschreiben reichen – aber genau das reichte mir nicht aus, will ich doch …

Ja, was will ich denn?

Das Büchlein vollschreiben an einem einzigen Tag. Das will ich und das werde ich.

 

Aufgeklappte Kladde im Format DIN A7, darüber liegt eine Streichholzschachtel zum Größenvergleich.

Aufgeklappte Kladde im Format DIN A7, darüber liegt eine Streichholzschachtel zum Größenvergleich.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 12.06.2017 waren gute Nachrichten am Morgen, spaßige Ideen zu Mittag, ein gefaßter Entschluß.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Schwerter.

© 2017 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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13 Antworten zu Wahnwitziges Vorhaben (2017: 163)

  1. Arabella schreibt:

    Großes Vorhaben:-(

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  2. Arabella schreibt:

    Pardon. So rum :-) ;-)

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  3. petra ulbrich schreibt:

    Ein wahrlich abenteuerliches Unterfangen, pass auf, dass du morgen nicht so außer Atem bist und du nicht auch nur eine Kerze auspusten kannst. :)

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  4. misstueftelchen schreibt:

    Auch für ausreichend Tinte ge_besorgt?

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  5. Sofasophia schreibt:

    Novemberschreiben im Juni. Eine Geburtstagsgeschichte? 😉

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  6. wildgans schreibt:

    „Wahnwitzig“?
    Ein „größeres“ Wort müsste her….
    ?

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  7. Madame Filigran schreibt:

    Gute Idee. Bringt Verborgenes ans Licht.

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  8. Pingback: Nacktarbeit (2017: 178) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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