Unterschlagen. Nº 216 (2017)

Ultreïa! Tag X-1

 

Ich habe tatsächlich die erste Etappe meines diesjährigen Pilgerweges unterschlagen, vergessen, ausgeblendet – was auch immer. Morgen früh, am 5. August 2017, geht es los: Um 7.48 Uhr steige ich vorm Haus in den Bus und fahre nach Leipzig. Vielleicht treffe ich mich morgen dort noch mit Gudrun von den Spinnradgeschichten – und dann liegen die ersten 17 km vor mir, vom Hauptbahnhof bis in eine kleine Kirche in Kleinliebenau. Weil nun Wochenende ist und die Versorgung sowohl morgen als auch am Sonntag sowohl wochentags- als auch streckenbedingt eher schlecht sein wird, habe ich etwas mehr an Vorräten dabei. Dafür ist der Rest leichter geworden, denn ich habe das Netbook gegen Tablet und Bluetooth-Tastatur getauscht und auch sonst einige Sachen weggelassen, die ich voriges Jahr auf dem #oekuweg nicht nutzte.

Kirche. Strohlager. Schloß. Das sind die ersten drei Pilgerherbergen. Denen, die sie betreiben und betreuen, möchte ich schon jetzt danken für ihre Unterstützung –und natürlich auch für ihren Beitrag zur Erhaltung einer uralten Reiseform: zu Fuß unterwegs sein. Erinnert euch: Goethe ging zu Fuß nach Italien, Heine durchwanderte den Harz. Und seit Urzeiten ist eine Tagesstrecke um die 25 km; so weit ist Gotha auch von Erfurt entfernt. Beide Städte werde ich durchqueren, wie auch Merseburg, Freiburg (Unstrut), Naumburg und am Ende Eisenach. Mal sehen, ob ich wenigstens alle Dome besichtigen werde. Auf den Hörselberg jedenfall werde ich steigen, der Weg führt darüber hinweg.

Treffe ich wieder Menschen, mit denen ich ein paar Schritte gemeinsam gehen darf? Was sehe ich alles, was ich sonst nicht bemerke?

Für 13 Etappen (vielleicht 14) hoffe ich auf gute Begegnungen und leichtes Unterwegssein.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs pilgert weiter und dankt für’s Lesen.

P.S.: Die Strecke am 04.08.2017: dreimal Rucksack ein- und umpacken.
 
Positiv war heute das Treffen mit der allerallerallerbesten Freundin, das funktionierende Equipment, der fast fertige Rucksack.
 
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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13 Antworten zu Unterschlagen. Nº 216 (2017)

  1. Kai schreibt:

    Lieber Emil, einen guten und munteren Start wünsche ich Dir. Gute Begegnungen unterwegs und am Abend, spannende Ein- und Ausblicke und wohltuendes Wetter mögen Deine Begleiter sein. Mit besten Segenswünschen, Kai

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  2. natisgartentraum schreibt:

    Dir einen guten Start morgen. Bin gespannt auf deine Erlebnisse.

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  3. Pit schreibt:

    Schoen, dass Du wieder unterwegs bist. Viel Freude auf der (Pilger)reise,
    Pit

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  4. Follygirl schreibt:

    Wünsche Dir eine gute (und trockene!) Zeit!
    LG,Petra

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  5. Norbert schreibt:

    Ich freue mich schon auf die Berichte, denn einige Orte sind mir nicht unbekannt und mir gefällt die Art, wie Du Land und Leute „erwanderst“. Die Hörselberge kurz vor Ende Deiner Reise sind ein schöner Abschluss, dort bin ich oft und gerne gewandert. Venushöhle, Jesusbrünnlein, ein Bier am Hörselbergturm mit der großartigen Aussicht auf den Thüringer Wald, oder auch die schiefen Windkiefern und die kahlen Felsen sind mir in guter Erinnerung geblieben.
    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg und immer ein Dach über dem Kopf!
    Norbert #Onkel_N

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  6. amazonasknallerbse schreibt:

    Lieber Emil, ich bin ein wenig neidisch und wünsche Dir aus genau diesem Grund eine gute Wanderung. Pass auf Dich auf und lass uns bitte wieder viel teilhaben!

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    • Der Emil schreibt:

      Du beneidest mich? Weißt Du, wie oft ich Dich schon beneidete, wohlwollend beneidete um das, was Du erleben darfst mit Deinen Kindern (die Stützräderweglaßbegebenheit z.B.)?

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  7. Sofasophia schreibt:

    Die Tageskarte 0 passt ja hervorragend. Ich finde ja gegen den Strom zunwandern herrlich närrisch, im besten Sinn. Dir wünsch ich gutes entspanntes Bei-dir-Sein und immer genau das, was du brauchst um Weiterzukommen oder um Innezuhalten.
    Guten Weg!


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