Einkaufsirrsinn und Luxus (2017: 310)

Alltags-“Problem”.

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Ich kann mir vorstellen, daß das Folgende nicht besonders interessant ist für einige von euch. Aber es gehört wie das Bloggen eben zu meinem Alltag, der nicht immer einfach ist und nur selten wirklich reibungslos verläuft.

Irgendwie ist es schon nahe am oder tatsächlich Irrsinn: Um eine passende Hose zu kaufen, erwerbe ich zunächst zwei in unterschiedlichen Größen (drei wären noch besser gewesen), um sie dann zuhause anzuprobieren und die nicht passende morgen im Laden zurückzugeben und das dafür bezahlte Geld zurückzuerhalten. Und selbst wenn es kein Irrsinn ist, so ist es doch zumindest … umständlich? Mir auf alle Fälle dem von mir nicht geliebten Versandhandel zu ähnlich. Wahrscheinlich könnte ich sogar noch eine Nummer kleiner tragen, die dann ohne Gürtel nicht von meinen Hüften rutschen würde (obwohl das alle meine Jeans auch bei sehr eng geschnalltem Riemen tun, einfach hinunterrutschen), aber ich lasse es bei der jetzt als passend gefundenen Größe.

Was mir heute aufgefallen ist: Wenn die notwendige Zeit und der notwendige Aufwand zum Hosenpreis dazugerechnet werden, dann sollte es sogar günstiger sein, ein teureres Beinkleid im Fachhandel und nicht beim Discounter zu erwerben. Doch am Ende kann ich tatsächlich nur den günstigsten Preis für vergleichbare Produkte zahlen und nehme dafür ein paar Unannehmlichkeiten zusätzlich in Kauf – dabei wäre es mir anders wirklich lieber. Mittlerweile zähle ich die Möglichkeit, bewußter einkaufen zu können ohne zu sehr auf den Preis achten zu müssen, zu der Art Luxus, die ich mir eben nicht leisten kann. Anderen Luxus leiste ich mir mehr als genug: ehrenamtliche Arbeit, schreiben, schreiben, schreiben, lesen, die Monatskarte für den ÖPNV, kulturelle Erlebnisse (bei meist freiem Eintritt) usw. usf. Und der absolute Luxus: Ich lasse mir Zeit, für fast alles lasse ich mir Zeit. Auch für Langeweile, für Muße, für In-die-Luft-Starren und Seele-baumeln-Lassen. Und auch für Käufe lasse ich mir Zeit, plane, nein, bedenke sie eher langfristig.

Zurück zum Hosenkauf. Mit dem ist die Neuausstattung mit Bekleidung erstmal abgeschlossen. In den nächsten zwei Jahren werde ich – so keine Unglücke passieren – mit dem, was ich jetzt im Schrank habe, zu allen Gelegenheiten passend angezogen sein. Ich habe ja sogar einen (echten!) Smoking! Da fäält mir ein: Ich besitze als FKKler keine echte Badehose, und das ist nicht schlimm.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 06.11.2017 waren sortierter und weggeworfener Kram, gekaufte Hosen, gute Nachrichten über pubertäres Benehmen.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Stäbe.

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Über Der Emil

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22 Antworten zu Einkaufsirrsinn und Luxus (2017: 310)

  1. natisgartentraum schreibt:

    Ökologisch gesehen hast du richtig gekauft. Besser als bestellen und zurück schicken. Aber es gibt auch günstige Läden mit Umkleidekabinen wo du dir den Umtausch sparen kannst. LG, Nati

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  2. Myriade schreibt:

    Ja, das wäre jetzt meine Frage gewesen:warum du denn die Hosen nicht im Laden probierst. Mir ist noch nie ein Geschäft ohne Umkleidekabinen untergekommen, aber offenbar gibt es sowas

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  3. Elvira schreibt:

    Ich gehöre zu der Minderheit von Frauen, die Shoppen hassen. Meine Jeans trage ich, bis sie auseinanderfallen. Wenn ich dann einkaufen muss, geschieht das zutiefst schlecht gelaunt. Denn ich weiß schon vorher, dass es diese Jeans, die sich über Jahre so toll meinem Körper angepasst hat, nicht mehr gibt. Und genauso war es es vor meinem Urlaub. Die Jeans gab es nicht mehr im Sortiment. Mein Mann brachte mir vor einigen Wochen eine Jeans von Aldi oder Lidl mit. Ich benötigte ein Beinkleid, das ein schmales Bein hat, damit es besser in die Gummistiefel zu stecken ist. Ich war total überrascht, als gleich die erste Hose passte. Diesen Umkleidestress im Geschäft kann ich überhaupt nicht leiden. Ein ewiges An- und Ausziehen. Es sei denn, Frau hat ihren persönlichen Handlager dabei. Wie bewundere ich oft die Männer, die ihren halbnackten Frauen hinter dem Vorhang die gewünschten Teile holen, die nicht passenden zurückbringen und auch noch Kommentare abgeben, die doch jedes Mal nicht so sind, wie die Frauen sie hören wollen.

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  4. Arabella schreibt:

    Es gehört eine Menge Mut zu so viel Ehrlichkeit.

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  5. sabeth47 schreibt:

    Ha! Ich kaufe meine Hosen genau wie Emil *Handrüberreich*

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