Irrungen und Wirrungen (2017: 313)

Und ein Weg und ein Abgrund

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Am Ende des Wegs: Was soll da sein, wenn der Weg das Ziel ist? Vielleicht ist's wichtiger, meinen Weg zu gehen, als ein Ziel zu erreichen?

Von mir zuerst veröffentlicht als Tweet.

 

 

Manchmal, manchmal … Gut, häufiger frage ich mich, was das für ein Weg sein soll: mein Weg. Vielleicht irre ich deshalb so kreuz und quer durchs Leben, oder vielleicht ist dieses Herumirren mein Weg? Übrigens habe ich durchaus ein Ziel, sogar mehrere Ziele; und ich muß keines davon unbedingt erreichen. Ja, klar, schön wäre es bestimmt. Aber wenn ich eines der Ziele erreichen müßte und es dann eben nicht erreichen kann, wie gut könnte ich mit dieser Enttäuschung, mit meinem “Versagen” umgehen …

Ich sehe auf den Serpentinen, Schleifen, Mäandern meines Weges allerdings viel mehr, als würde ich schnurstracks geradeaus gehen. Was sollte ich dann auch mit der “gewonnenen” Zeit vom kürzeren Weg anfangen? Ich stünde an meinem Ziel und hätte so vieles verpaßt!

Also: Wenn ihr mich herumirrend findet, packt mich nicht und zwingt mich nicht auf einen geraden Weg, der für mich dann kein schöner Weg ist. Laßt mich meinen gehen, haltet mich höchstens fest, wenn ich in einen Abgrund zu stürzen drohe. Das eine würde mich frustrieren, das andere wäre eine gute Tat.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 09.11.2017 waren aufgezeichnetes lautes Denken, eine geschaffte Schicht Sendetechnik, Tee zur Nacht.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Kelche.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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4 Antworten zu Irrungen und Wirrungen (2017: 313)

  1. petra ulbrich schreibt:

    Unser aller Ziel ist der Tod.

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  2. Sofasophia schreibt:

    Da kann ich echt alles unterschreiben. Danke für den Erkenntnisgewinn, den mir dein Text gegeben hat.

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  3. sabeth47 schreibt:

    Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in kalter, regnerischer Novemberzeit diese Seite öffne und mir ein Herbst entgegenstrahlt, der mich an Frühling glauben lässt!

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  4. natisgartentraum schreibt:

    Ein gerader Weg wäre doch langweilig. Warum nicht hier und da abbiegen, dort hinein sehen, wieder zurück um dann noch einmal Anlauf zu nehmen. So füllt es das Leben aus mit tollen Ereignissen, Erfahrungen und Irrungen.

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