Andere Welten (Nº 002/2018)

Wer? Na der Doktor.

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Seit – Moment, ich weiß überhaupt nicht, seit wann, aber seit geraumer Zeit sind die Dienstagabende für mich fest verplant. Oh, ich hatte schon davon gehört, sogar schon oft davon gehört, auch gelesen und sogar Bilder und (kurze) Ausschnitte davon gesehen. Doch ich wußte nicht, wie faszinierend (Danke, Mr. Spock!) das ist.

 

Ich bin einer Fernsehserie verfallen. Seit sie auf one – früher 1festival – ausgestrahlt wird, versuch(t)e ich keine einzige Folge von Dr. Who zu verpassen. Und so sitze ich dann (fast) immer hier und bin doch nicht da. Denn ich reise mit durch Zeit und Raum, gehe im Geschehen auf, bin überall dabei, mittendrin. Auch bei den von Zeit zu Zeit gesendeten Wiederholungen, selbst wenn ich mich daran erinnere, daß ich sie bereits sah. Ich tauche ein, wie ich früher in Asimovs und Łems Welten eintauchte oder in die der Strugatzkis … Oder in die Enterprise-Serien, in Babylon-5, in Lexx und wie sie alle hießen und heißen. Seit ich Bibliotheksnutzer wurde, seit 1971 also, bin ich von utopischer, fantastischer Literatur begeistert; und auch die entsprechenden Filme liebe ich, wenn sie denn keine sogenannten “Blockbuster” sind (Ausnahme: Das fünfte Element).

Nun sitze ich also vor Dr. Who und sehe drei Folgen dieser Serie nacheinander an. Und ich liebe die Charaktere, die durch die Zeitmaschinenbenutzung verworrenen Zeitabläufe, die Akausalität und die Paradoxie. Jedesmal, da mir wieder ein solches Paradoxon auffällt, freue ich mich. Jedesmal, wenn ich ein bisher unverstandenes Fitzelchen verstehen kann, bin ich glücklich. Wenn ich etwas wiederfinde, daß ich aus unserer Realität lieben lernte, bin ich ganz besonders zuhause, ob bei den Oood oder den Weinenden Engeln. Manche Musik jagt mir die Gänsehaut rauf und runter.

So bin ich jede Woche für einige Zeit außerhalb von Zeit und Raum, versunken in der Phantasie, miterlebend und mitfühlend, was nie geschah. Und irgendwann kann ich alle Folgen dieser Serie ansehen, wirklich alle, von der ersten bis zur noch nicht gedrehten letzen Folge. Irgendwann.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 02.01.2018 waren Zeit im Radio, leckere Gnocchi, Dr. Who.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Stäbe.

© 20178 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
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10 Antworten zu Andere Welten (Nº 002/2018)

  1. TBW-PUR schreibt:

    ich liebe den Doctor ^^ , einer meiner Lieblingsserien . ab Mittwoch beginnt auf FOX eine neue Staffel, die letzte mit Peter Capaldi als Doctor.

    https://polldaddy.com/js/rating/rating.js

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  2. Elvira schreibt:

    Mir fiel der Wechsel der Doctores immer schwer. Wenn ich mich endlich an den neuen Dr.Who gewöhnt hatte, ihn zu kennen schien, musste er sich schon wieder regenerieren. Ob ich mit der weiblichen Dr.Who warm werde, kann ich noch nicht beurteilen. Die Weinenden Engel waren die unheimlichsten Wesen der Serie und auch die grausamsten. Ich fand es spannend, dass sie nur vernichtet werden konnten, wenn sie sich gegenseitig ansahen. Ewig versteinert, von Angesicht zu Angesicht.

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  3. Ulli schreibt:

    Du machst mich neugierig!

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  4. wildgans schreibt:

    Ein Hoch auf all die Eskapismusmöglichkeiten!

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    • Der Emil schreibt:

      Filme, Bücher, Museen, Wald, Theater … Ist es immmer Eskapismus?

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      • petra ulbrich schreibt:

        Was ist Eskapismus?

        wenn ich denn dran denken würde, würde ich auch öfter Dr. Who gucken – denn die Serie gefällt mir.

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        • Der Emil schreibt:

          Die Flucht aus der „realen“ Welt … (Jedenfalls verstehe ich es so, auch wenn Wikipedia zu Eskapismus noch viel mehr sagt.

          Aber: Da auch die Bücher, Filme usw. usf. als Vehikel der Realitätsflucht alle zu meiner Realen Welt gehören, genau deshalb frage ich mich, ob mein Hineinträumen in diese Welten tatsächlich Eskapismus sein kann. Meine selbst durchgeführte Neuerschaffung hingegen war wohl ein Akt der Realitätsflucht aus einer mir nicht entsprechenden Realität in eine mir entsprechende …

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  5. Ruhrköpfe schreibt:

    ganz großes Kino, der Doktor ist fantastisch :-D

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