Augenschmerz (Nº 006/2018)

Aber nicht schlimm.

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Als ich Ende 2016 irgendwann einmal darüber schrieb, daß ich mir gerne eine Jahreskarte für das Landeskunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt leisten können würde, bekam ich zwei solche Eintrittskarten geschenkt. Die erste nutzte ich sechzehn Mal, ich war tatsächlich sechzehn Mal im Museum. Heute war ich wieder dort, seit heute habe ich auch wieder eine Jahreskarte. Vielen Dank dafür nochmal.

Die meiste Zeit verbrachte ich in der Box, in der Werke von Ludwig Ehrler ausgestellt sind. Seltsame geometrische Muster unterschiedlicher Farbigkeit. Ich stand davor und fülhte mich an etwas erinnert, etwas Einfaches, Einleuchtendes. Nur wollte es mir nicht einfallen, partout nicht einfallen. Also sah ich mir schnell noch die Fotoausstellung an, kehrte dann zu den hinter Glas gerahmten Werken Ehrlers zurück und wußte plötzlich: 3D-Bilder! “Einfache” 3D-Bilder. Die, durch die man hindurchsehen muß, um aus den recht sinnlosen, oft überbunten Mustern ein dreidimensionales Gebilde heraustreten zu sehen. Oder schielen; schielend betrachtet zeigten sich diese Gebilde auch.

Dann schielte ich. Lange. Auf etwa ein Dutzend solcher Bilder, bemalt mit unterscheidlich großen und unterschiedlich farbigen Mustern. Und wirklich waren es 3D-Kunstwerke, von Hand angefertigte großformatige Blätter (und zwei in etwa DIN A4 quer). Sobald ich den entsprechenden Blick hatte, waren meine Augen wie blockiert in dieser Stellung. Fasziniert schielte ich und erkundete sie scheinbare, die künstlerisch künstlich geschaffene Tiefe der Grafik. Ich mußte mich zwingen, den Kopf vom Bild wegzudrehen, auf den Boden zu sehen. Und selbst dann bedurfte es einer willentlichen Anstrengung, die Augenmuskulatur zu entspannen.

Es waren alles Bilder wie das dritte Bild auf der Seite zur Ludwig-Ehrler-Ausstellung der Burg Halle. Ehrler war 1998-2002 auch Rektor der Burg Giebischenstein Kunsthochschule des Landes Sachsen-Anhalt … Dieses dritte Bild dort ist eines der in der Moritzburg zu sehenden Bilder. Seht es euch gut an, oder noch besser: Geht und seht es euch im Original an – es ist …

3D-Bilder. Die mir heute Schmerzen in den (überanstrengten) Augen bereiteten. Die ich mir wieder ansehen würde, wieder und wieder – nur muß ich mich beeilen, denn am 21. Januar wird die Ausstellung erneut umgebaut.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 06.01.2018 waren die Jahreskarte, der Besuch im Museum, über zwei Stunden Katerkraulen.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Schwerter.

© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

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