Unzufriedene Meckerei (Nº 040/2018)

Ein Sammelsurium.

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Zwei Ereignisse gleichzeitig, die mich abschrecken: Olympische Spiele und Karneval. Himmel, das geht mir beides weit, sehr weit am Arsch vorbei. Wobei dieses Zwangslustigkeitsgedöns ja schon etwas über eine Woche … Ach, egal. Aber ich kann beidem nicht wirklich entfliehen.

Das Geschachere um Posten und Pöstchen in Berlin ist auch nicht geeignet, mich zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Koalitionsvertrag? Ja. Wie in der letzten Legislaturperiode steht einiges darinnen, das am Ende nicht umgesetzt werden wird. Und was umgesetzt wird, ändert nichts, überhaupt nichts zum Guten. Denn die Kindergelderhöhung nützt den Ärmsten der Armen Kinder nichts, weil: Kindergeld wird bei ALG-II-Bezug als Einkommen angerechnet, verringert in voller Höhe den notwedigen Bedarf der Bedarfsgemeinschft, so daß von der Erhöhung jeglicher Leistung wie bisher gerade dort NICHT EIN EINZIGER CENT ankommt. — Achtausend neue – ja was eigentlich: Arbeitsstellen? – in der Pflege nützen nichts, wenn aus Kostengründen schon jetzt offene Stellen nicht besetzt werden bzw. wegen zu schlechter Arbeitsbedingungen und Entlohnung sich keine Bewerber finden. — Die Klimaziele – ja, da war mal was! – sind aufgegeben, statt des ÖPNV wird weiterhin der (beinahe ausschließlich verbrennungsmotorisierte) Individualverkehr gefördert. Ich hoffe, daß die Mitglieder der einstmals sozialdemokratischen SPD eine Koalition mit der wirklich nicht mehr christlich zu nennenden CDU und der Bajuwarischen Heimatschutz- und Digitalbrems-Partei CSU ablehnen.

Und der blau gespritzte Braune Haufen? Bei den Äußerungen, die deren Mitglieder und Abgeordnete von sich geben, wäre es an der Zeit, viele, sehr viele Strafverfahren wegen Volksverhetzung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Verleumdung, Beleidigung etc. pp. anzustrengen, meine ich. Obwohl ja auch der Innenheimatschutzminister in spe Vollhorst Seehofer früher HIV-Infizierte “in Lagern konzentrieren” wollte. Vielleicht könnte man auch wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung …

Es ist deutlich zu erkennen, daß ich mit der gegenwärtigen Gesamtsituation eher unzufrieden bin. Liebend gerne würde ich bestimmten Menschen irgendwie helfen können, aber da fehlen mir auch die (meist monetären) Möglichkeiten. Es macht sich in meinem Leben seit Jahresanfang eine gewisse Unzufriedenheit breit, breiter als mir gefallen kann. Allerdings finde ich kein geeignetes Mittel dagegen. Gut, Karneval geht an einem der von mir meistgehaßtesten Tage zuende: am Valentinstag. Dann bin ich zumindest den Schrabbel los. Und Ende Februar enden ja auch die Bezahlsportspiele dahinten am Arsch der Welt. Vielleicht muß ich wirklich diese beiden Qualen noch überstehen, um unbelasteter durch die Welt gehen und in die Welt schauen zu können.

Ich hoffe darauf.

Ich warte darauf.

Ich freu mich darauf.

Und doch geht es mir gut im Moment, ehrlich.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 09.02.2018 waren Bratwurst, Versprechen, bearbeiteter Text.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Münzen.

© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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7 Antworten zu Unzufriedene Meckerei (Nº 040/2018)

  1. natisgartentraum schreibt:

    Puh, da hast du dir aber mal Luft gemacht.
    Gut so, manchmal muss es raus. Reinfressen ist schlimmer, macht noch unzufriedener.

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  2. Sofasophia schreibt:

    Du Guter – ich teile deine Meckereien und hoffe, dass es bald wieder besser wird. Irgendwie.

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  3. Frau Momo schreibt:

    Besser hätte ich es nicht formulieren können.

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  4. Myriade schreibt:

    Bei uns in Ö gibt es neben vielen anderen ..äh .. neuen Errungenschaften auch eine wunderbare neue Familienförderung in Form einer Steuererleichterung. Nur blöd , dass diejenigen, die sowenig Einkommen haben, dass sie gar keine Steuern zahlen gar nichts davon haben

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  5. C. M. Spinner schreibt:

    War gut zu lesen (und für mich in vielen Teilen bestens nachvollziehbar!) – kein Grund sich davon zu schleichen … :-)

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