Zwei neue Fach-/Fremdworte (Nº 079/2018)

Aus dem Vergessen aufgetauchte Absurditäten.

To get a Google translation use this link.

 

Als ich heute Nachmittag über einen Passierschein A38 (ich hoffe, “Asterix erobert Rom” ist euch bekannt?) stolperte, führte mich ein Klick auf die zugehörige Webseite des Twitternutzers (ihr könnt das selbst nachvollziehen, oder?) und zu einem mir bisher unbekannten Fach-/Fremdwort:

Rautavistik

Viel besser läßt sich die Rautavistik verstehen, wenn ihr die Seiten der Rautavistische Universität Eschweilerhof besucht/studiert.

 

Ich weiß, daß dieses Phänomen noch aus Zeiten der Newsgruppen, des Usenet stammt. Ja, auch ich streifte sintemalen durch “detebe” (nein, diesen Insider erkläre ich nicht). Aber all das damals, vor 2000 also, noch Präsente geriet in Vergessenheit. Heute aber, heute stolperte ich wieder darüber. Und plötzlich steht die Frage der 'Pataphysik (wird auf der Wikipediaseite zur Rautavistik verlinkt) vor mir. Oder auch nicht. Oder doch? Sollte ich überhaupt nachdenken über diese Frage? Wieso eigentlich nachdenken und nicht vordenken oder noch besser mitdenken?

Selbst im Wikipediaartikel geht es nicht ohne Widerspruch ab. Denn zum einen ist “Rautavistik eine Art der Performance-Kunst” – und nur wenige Zeilen später, im selben Absatz, heißt es, die soeben, im aktuellen Absatz beschriebenen “Umstände (u. a.) grenzen die Rautavistik von der Kunst ab, wenngleich beide recht nahe miteinander verwandt sind.” — Ja wie denn nun? Ist es eine Art Kunst oder ist es eben keine Kunst? Was also ist dieses bewußt ohne erkennbaren Sinn und bewußt ohne erkennbaren Nutzen Handeln, diese Rautavistische Aktion (Rau-Aktion)?

Ernsthaft jetzt. Ich überlegte am heutigen Nachmittag, ob Wir, die Wir Unseren Blog nicht aus beruflichen oder pekuniären Gründen führen, nicht doch einfach ein Rautavist sind? Also einer, der etwas ohne Nutzen und/oder Sinn in exakt dem Bewußtsein dieses Umstandes tut: Blog schreiben. Ich dachte darüber hin und her, versuchte Notizen dazu anzufertigen, Fürs und Widers dafür zu finden. Ich gab auf. Schon nach zwei Stunden des Surfens und Lesens. Doch ich dachte noch weiter darüber nach. Kam zu keinem Ergebnis. Zu keinem vernünftigen Ergebnis. Und fragte und frage mich noch immer, ob mein Blog hier und meine anderen Blogs …

 

Nein. Für mich gibt es einen Nutzen, den mein Blog hat. Ich kann mir Sachen von der Seele schreiben und bekomme Rückmeldungen zu dem, was ich schreibe. Ich danke euch dafür. Und ich danke auch für Deine Geduld, diesen absurden Text bis hierher zu lesen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 20.03.2018 waren die Frühschicht als Sendetechniker, Schneefegen, und jetzt wird Dr. Who geschaut.
 
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.

© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Advertisements

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler
Dieser Beitrag wurde unter 2018, Gedachtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Zwei neue Fach-/Fremdworte (Nº 079/2018)

  1. socopuk schreibt:

    Für mich hat mein Blog auch einen Nutzen und Sinn, ganz ähnlich dem deinen.
    Trotzdem hätte ich Lust auf eine rautavistische Aktion, wenn sich mal die Gelegenheit ergäbe! :)

    Gefällt mir

  2. rummelschubser schreibt:

    Newsgroups 😍 😂 kurz darauf wurde man mit diesen AOL Werbe CDs zugemüllt 😂😂 #ditwarnzeiten

    Gefällt mir

  3. natisgartentraum schreibt:

    Für mich hat mein Blog einen nutzen, auch wenn so mancher denken möge was für einen denn. Der jenige muss ja nicht zu mir kommen und diesen nutzlosen Kram lesen.
    Aber anhand meiner Leser erkenne ich doch das er auch anderen irgendwie nutzen kann oder für nützlich hält.
    Wir machen im Leben so viele Sachen die für uns von nützen sind, dem anderen aber völlig nutzlos erscheinen.
    Was wäre es auch für ein Leben wenn man nur Dinge tut die mir oder anderen nützen? Auch nutzlose Dinge besitzt irgendwie jeder zu genüge. Schmeißen wir sie deshalb weg? Ich glaube nicht.
    Eigentlich, wenn man es gefühllos betrachtet, ist unser Leben auch nutzlos. Wir kommen irgendwann auf die Welt um sie irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, auch wieder zu gehen.
    Ein großer Denkanstoß von dir, Emil.
    LG, Nati

    Gefällt 1 Person

    • Der Emil schreibt:

      Hier widerspreche ich Dir. Denn das menschliche Leben ist keineswegs nutz- oder gar sinnlos. Stoffwechsel und Fortpflanzung und Gefühle und Leben und Beziehungen (nicht nur Paarbeziehung, sondern soziale Aktion i. allg.) …

      Gefällt mir

      • natisgartentraum schreibt:

        Deshalb habe ich auch gefühllos geschrieben.
        Wenn man es rein objektiv betrachtet sind nur wenige Menschen auf der Welt von Nutzen da sie z.B. etwas erfunden haben um die Menschheit nach vorn zu bringen.

        Natürlich ist solch ein Denken hirnrissig, weil wer will schon bestimmen welcher Mensch von nutzen ist und wer nicht.

        Es waren nur meine Gedanken die in diese Richtung gingen als ich einmal damit anfing darüber nachzudenken. Man könnte dies unendlich lang weiter spinnen, diese Gedanken.

        Gefällt mir

  4. sabeth47 schreibt:

    Und auf jeden Fall hat dein Blog den Nutzen für m i c h , dass ich Denkanstöße bekomme, zustimme bei gemeinsamem Erleben und innerlich widerspreche, wo ich anderes dagegensetze. Danke dafür!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s