Suq (Nº 102/2018)

Morgenlandfeeling.

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سوق على القضبان

بعد الظهر كاملة من التعيينات.
بطريقة ما لا بد لي من
من خلال الحشود من خلال
رائحة مثل هذا
أين لم أكن أبدا
فوضى اللغة عالية
بصوت عال جدا وبابل
ومع ذلك أنا فقط بالسيارة
مع الترام
من خلال مسقط رأسي

Markt auf Schienen

Nachmittag voller Termine.
Irgendwie muß ich doch
Durch Menschenmassen durch
Es riecht hier so wie da
Wo ich noch niemals war
Das Sprachgewirr ist laut
Zu laut und babylonisch
Und doch fahre ich nur
Mit einer Straßenbahn
Durch meine Heimatstadt

 

 

Uh! Vielleicht langweilte ich euch gerade. Aber ich habe gerade wieder eine Lyrikphase. Ich lese viel Lyrik und in meinen Kladden stehen beinahe ausschließlich lyrische Versuche, die ich gerade nicht Werke nennen mag, weil ich mit den Texten unzufrieden bin: sie brechen mittendrin ab, ein Anfang fehlt, es gibt keine Reimwörter für das synonymfreie Endwort (“Vers” z. B.), es soll nicht so büttenrednerisch sein, da fehlt Rhythmus, das ist zu altmodisch, da tropft der Schmalz, das ist zu modern, das ist schlechtes Dada … Und dann nehme ich wieder einen der Lyrikbände zur Hand, von Eva Strittmatter oder Elke Erb, von Bert Brecht oder Robert Gernhardt, von den Hallischen Lyrikern, eine alte Literaturzeitschrift aus der DDR (“Temperamente”). Auch dort ist nicht alles so, wie ich mir (gute) Lyrik vorstelle, nicht alles so verdichtet, wie ich mir das manchmal wünsche. Aber nach drei, vier Gedicht(ch)en daraus ging/gehe ich dann wieder ans Werk. Und aus einem oder zwei untauglichen Versuchen mache ich dann … mache ich … Ja was denn nun?

Ein Gedicht, eine Reimspielerei, ein Sprachlaufspiel, einen formalen Text. Jedenfalls etwas, das ich vor mir mit gutem Gewissen als Gedicht bezeichnen kann.

Ich habe einen Online-Übersetzer genutzt, um das von mir in Deutscher Sprache Verfaßte einmal in der Sprache zu sehen und zu hören, aus der der Begriff “Suq” (auch Souk oder Soukh oder Souq) kommt. Ich war einfach neugierig. Wenn es jemand besser übersetzen, gar nachdichten mag: Ich freue mich über jeden mir zugehenden Versuch. Ah, und gibt es jemanden, der das mit seiner männlichen Stimme auf Arabisch einlesen kann?

Und ganz sicher werde ich irgendwann auch einen Suq besuchen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 12.04.2018 waren der mir mein Paket in den 9. Stock hochbringende DHL-Bote, der unversehrt aussehende Inhalt, Gespräche am Telefon.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Schwerter.

© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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Über Der Emil

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