Atempause (Nº 106/2018)

Das war alles nur ein Traum.

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Immer wieder beim Einschlafen hochschrecken, weil da das Gefühl ist, daß das Atmen vergessen wurde. Schwitzend, nur am Kopf schwit­zend. Nicht gleich wieder in den Schlaf finden, weil erst die Atmung wieder funktonieren muß: zwei Herzschläge ein und vier Herzschläge ausatmen, gegen die Lippenbremse. Hüi-hüi-wuah-wuah-wuah-wuah. Immer wieder. Durch die Nase einatmen. Gegen die Lippenbremse ausatmen, etwa doppelt so lang muß das dauern wie das Luftholen. Wieder das Atmen vergessen, sobald das Wegdämern beginnt. Da ist auch kein Atemreflex, nein, da muß bewußt das Atmen erzwungen sein. Angst vorm Sterben ist nämlich da. Einfach ist es nicht, den Rhyth­mus wiederzufinden: hüi-hüi-wuah-wuah-wuah-wuah. Sinnlose Silben dazu im Kopf formen. Autogenes Training versuchen. Nicht um einzuschlafen. Um ruhig zu werden. Die Mitte zu finden und den eigenen Atem. So schwer. Gegen die Angst ein Teelicht anzünden in einer Duftlampe und die Aromen von Zedernholz wirken lassen.

Irgendwann wieder hochschrecken aus einem Traum vom Ersticken oder Ertrinken. Schlafapnoe vielleicht, wie sie bei vielen schnarchenden Menschen auftritt. Rückenlage, Atemrhythmus wiederfinden. Zur Seite drehen, halb auf den Bauch, eine einigermaßen erträgliche Stellung finden. Zu warm und zu kalt gleichzeitig. Beim Ausatmen dann dieser störende Pfeifton, der weit hinten aus dem Hals erklingt. Ignorieren oder nicht ganz so weit ausatmen, dann kommt der Ton nicht. Aber dann wird die Pause zwischen dem zu geringen Ausatmen und dem späten Einatmen noch länger, noch viel länger.

Und irgendwann ist beim Hochschrecken das Gefühl wieder da, daß das Atmen vergessen wurde. Schwitzend, nur am Kopf schwitzend. Nicht gleich in den Schlaf finden, weil …

 

 

Das war mein Traum am heutigen Morgen. Beängstigend.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 16.04.2018 waren nocheinmal der Kater, schöne Musik, eine leckere Belohnung am Abend (Ananas mit Schlagsahne).
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Münzen.

© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

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5 Antworten zu Atempause (Nº 106/2018)

  1. piri ulbrich schreibt:

    Atmen kannst du nicht vergessen, es passiert unwillkürlich und reflexhaft, ist wie der Herzschlag, den du nicht vergessen kannst. Wenn es zu Aussetzern kommt, setzt irgendwann der Reflex ein Unfug schnappst nach Luft …

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    • Der Emil schreibt:

      Ich bemerke das auch im Wachzustand, daß ich es wirklich vergesse. Dann kommt ANgst und ich muß mich zu einem tiefen Atemzug zwingen. Kann sein, daß das vor dem Reflex geschieht …

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  2. violaetcetera schreibt:

    Um so etwas Selbstverständliches wie Atmen kämpfen zu müssen, ist mit Recht beängstigend. Bist du dem Verdacht auf Schlafapnoe schon mal nachgegangen?

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